DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Einer weniger: Auch CVP-Regierungsrat Würth (SG) will nicht Bundesrat werden

15.10.2018, 15:4616.10.2018, 14:34
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth (hier an einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer) nimmt sich aus dem Rennen für die Nachfolge von Bundesrätin Leuthard. 
Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth (hier an einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer) nimmt sich aus dem Rennen für die Nachfolge von Bundesrätin Leuthard. 
Bild: KEYSTONE

Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet auf eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard. «Das Herz sagt denn auch Ja zu einer Kandidatur, aber der Kopf sagt Nein», schrieb der CVP-Politiker am Montag in einer Mitteilung.

Er habe die vergangenen zwei Wochen genutzt, um mit seiner Familie, seinem Umfeld und seiner Kantonalpartei die Frage einer Bundesratskandidatur eingehend zu klären. Eine Bundesratswahl hänge in hohem Masse von Konstellationen ab.

«Nach einer sorgfältigen Lagebeurteilung sehe ich von einer Bundesratskandidatur ab», schrieb der 50-jährige Finanzchef des Kantons St. Gallen weiter.

    Bundesrat
    AbonnierenAbonnieren

Mit Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) stehe eine Persönlichkeit aus der Ostschweiz zur Verfügung, die beste Wahlchancen für den Bundesrat habe und für diese anspruchsvolle Aufgabe sehr gut vorbereitet sei.

Auch wenn seit der Abschaffung der Kantonsklausel die Kandidatinnen und Kandidaten nicht auf die regionale Herkunft reduziert werden sollten, spiele in der föderalen Schweiz dieser Aspekt weiterhin eine Rolle, so Würth.

Reihe von Absagen

Innerhalb der CVP gab es bereits eine Reihe von Absagen, darunter Parteipräsident und Nationalrat Gerhard Pfister aus Zug, Nationalrat Martin Candinas und Ständerat Stefan Engler aus Graubünden sowie die Luzerner Nationalrätin Andrea Gmür, die lieber Ständerätin werden will.

Einzig der Zuger CVP-Ständerat und frühere Regierungsrat Peter Hegglin kündigte bislang seine Kandidatur für die Landesregierung an. (wst/sda)

So sieht's bei der CVP aus:

Bild: keystone/bearbeitung watson
  • Sie sind noch dabei / haben sich noch nicht geäussert:
    Viola Amherd (Nationalrätin VS), Elisabeth Schneider-Schneiter (Nationalrätin BL), Erich Ettlin (Ständerat OW), Pirmin Bischof (Ständerat SO), Peter Hegglin (Ständerat ZG), Andrea Gmür (Nationalrätin LU), Ruth Humbel (Nationalrätin AG), Heidi Zgraggen (Regierungsrätin UR).
  • Sie haben bereits abgesagt:
    Stefan Engler (Ständerat GR), Silvia Steiner (Regierungsrätin ZH), Gerhard Pfister (Parteipräsident/Nationalrat ZG), Martin Candinas (Nationalrat GR), Walter Thurnherr (Bundeskanzler), Stefan Würth (Regierungsrat SG).

Und so bei der FDP

bild: keystone/bearbeitung watson
  • Sie sind noch dabei / haben sich noch nicht geäussert:
    Karin Keller-Sutter (Ständerätin SG, Kandidatur offiziell), Hans Wicki (Ständerat NW), Hans-Peter Portmann (Nationalrat ZH), Christian Amsler (Regierungsrat SH).
  • Sie haben bereits abgesagt:
    Carmen Walker Späh (Regierungsrätin ZH), Petra Gössi (Parteipräsidentin/Nationalrätin SZ), Andrea Caroni (Ständerat AR), Christa Markwalder (Nationalrätin BE), Daniela Schneeberger (Nationalrätin BL), Josef Dittli (Ständerat UR), Kaspar Michel (Regierungsrat SZ), Regine Sauter (Nationalrätin ZH), Martin Schmid (Ständerat GR), Ruedi Noser (Ständerat ZH).
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

250-Mio-Steuersenkung (fast) heimlich beschlossen – jetzt droht das Referendum

Die Stempelsteuer-Abschaffung ging fast an der breiten Öffentlichkeit vorbei. Es geht um eine Viertelmilliarde und die Frage, wie KMUs und Konzernen nach der Pandemie sparen können sollten.

Es gibt politische Themen, die können trockener und technischer nicht sein. Eines davon ist die Stempelsteuer. Sie existiert seit Jahrhunderten und hatte den Zweck, Steuereinnahmen für den Staat zu schaffen, wenn etwas offiziell mit einem «Stempel» oder einer «Stempelmarke» bestätigt werden muss. Heute muss sie dann bezahlt werden, wenn eine Firma sich neues Geld holt oder wenn mit Wertschriften gehandelt wird.

Diese Steuer hatte von Anfang an den Zweck, dem Staat Geld einzubringen. So wurde sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel