Schweiz
Bundesrat

Bundesratswahlen: Ein Favorit und zwei weitere Kandidaten steigen ins Rennen

Die Top 10 der möglichen Kandidaten für einen zweiten SVP-Bundesratssitz

1 / 12
Die Top 10 der möglichen Kandidaten für einen zweiten SVP-Bundesratssitz
Der Bündner Heinz Brand: Er gehört zu den Kronfavoriten. Hat sich als Ex-Chef der kantonalen Fremdenpolizei mit Migrationsthemen profiliert, gilt als linientreu, aber umgänglich.
quelle: keystone / lukas lehmann
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Bundesratswahlen: Ein Favorit und zwei weitere Kandidaten steigen ins Rennen

12.11.2015, 15:3702.12.2015, 14:54
Mehr «Schweiz»

Mit dem Bündner SVP-Nationalrat Heinz Brand steigt einer der Topfavoriten ins Rennen um den Bundesratssitz ein. Der kantonale Parteivorstand hat den 60-Jährigen am Donnerstag offiziell nominiert. Auch Thomas Aeschi (ZG) und Res Schmid (NW) sind Kandidaten.

Die drei neuen Kandidaten werden nun wie alle bereits bekannten Namen von der SVP-Findungskommission geprüft. Am kommenden Montag gibt der SVP-Fraktionsvorstand seine Empfehlungen ab. Am 20. November nominiert die SVP-Bundeshausfraktion offiziell ihren oder ihre Kandidaten.

Brand gilt als Kronfavorit auf den Posten der abtretenden BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf – auch wegen seiner umgänglichen Art. Bekannt ist er als Migrationsexperte, der auf Parteilinie politisiert. Just in jüngerer Zeit fiel er aber mit extremen Positionen auf.

36-Jähriger aus Zug

Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi will Bundesrat werden. Der erst 36-jährige Unternehmensberater ist Präsident der kantonalen SVP und gibt sich bewusst dynamisch und weltoffen.

Thomas Aeschi.
Thomas Aeschi.
Bild: KEYSTONE

Bei den Wahlen im Oktober holte Aeschi von allen Zuger Kandidierenden mit Abstand die meisten Stimmen. Die Parteileitung sieht ihn als ideale Ergänzung zum amtierenden SVP-Bundesrat Ueli Maurer. So sei auch die jüngere Generation gut im Bundesrat vertreten, schreibt die Parteileitung in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Vom Cockpit in den Bundesrat?

Am Donnerstagvormittag kündigte bereits ein anderer Zentralschweizer Kanton eine Kandidatur an: Ein Ausschuss der Nidwaldner SVP beschloss, den 57-jährigen Res Schmid zuhanden der Findungskommission vorzuschlagen, wie die Partei mitteilte.

Res Schmid.
Res Schmid.Bild: KEYSTONE

Schmid politisiert auf der Parteilinie. Im Ton ist der gebürtige Berner aber konziliant. National ist der frühere Militärtestpilot wenig bekannt. Schmid wäre der erste Bundesrat aus Nidwalden. Bereits vor vier Jahren war er als Kandidat im Gespräch.

Die Bundesratswahlen finden am 9. Dezember statt. Die SVP-Bundeshausfraktion nominiert ihre Kandidaten am 20. November. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
klugundweise
12.11.2015 16:15registriert Februar 2014
Publiziert doch einfach die Nationalratsliste der SVP und der Lega anstatt jeden Tag einen Kandidaten zu bringen!

Und ein 60jähriger als Favorit? Gut, die SVP ist ja für die Erhöhung des Rentenalters...
208
Melden
Zum Kommentar
3
Rösti muss die SRG noch stärker in die Schranken weisen
Die Senkung der SRG-Gebühr auf 300 Franken ist ein richtiger Entscheid. Noch wichtiger aber wird die neue Konzession: Die SRG muss sich auf den Service public konzentrieren.

Albert Rösti beweist Stehvermögen. Trotz heftigem Widerstand in der Vernehmlassung hat sich der Medienminister im Gesamtbundesrat durchgesetzt. Die Radio- und Fernsehabgabe wird bis 2029 auf 300 Franken pro Jahr gesenkt. Es ist eine Art Gegenvorschlag zur Volksinitiative «200 Franken sind genug!», von der der Bundesrat nichts wissen will.

Zur Story