Schweiz
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Participants take part in a demonstration called by anti-immigration group PEGIDA, a German abbreviation for

Pegida-Demo am letzten Montag in Dresden. Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

Islamgegner machen mobil

Pegida will am 16. Februar erstmals in der Schweiz demonstrieren – SVP-Politiker begrüssen die Idee



Der Terror in Paris gibt den Schweizer Islamgegnern Auftrieb. Sie wollen Demonstrationen nach dem Vorbild der deutschen Bewegung «Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Pegida) organisieren. Am letzten Freitag gründeten ein Dutzend Personen aus christlich-rechten Kreisen in Zürich den Verein Pegida Schweiz, berichtet die SonntagsZeitung.

Auf Facebook existieren bereits Schweizer Pegida-Gruppen mit jeweils mehreren Tausend Anhängern, darunter auch Neonazis. Nun soll am 16. Februar die erste Pegida-Demonstration stattfinden. Den Ort wollen die Veranstalter geheim halten, bis eine Bewilligung der Behörden vorliegt. Als Rednerin soll unter anderem Tatjana Festerling, Mitgründerin der rechtspopulistischen Partei «Alternative für Deutschland» (AfD) auftreten. 

Anonyme Anführer

Die Vereinsgründer geben sich noch bedeckt. Sie misstrauen den Medien wie ihre deutschen Vorbilder, die immer wieder gegen die «Lügenpresse» hetzen. «Wir müssen die Islamisierung in der Schweiz stoppen», sagte ein anonymer Anführer der Pegida Schweiz gegenüber der «SonntagsZeitung». Mit Rassismus habe das nichts zu tun. «Es geht darum, dass wir in der Schweiz weiterhin nach christlichen Werten leben dürfen.»

epa04547565 Participants of the right-wing initiative PEGIDA (Patriotic Europeans against the Islamization of the Occident) hold up German flags and a banner reading 'Saxony stays German' during a rally in Dresden, Germany, 05 January 2015. Counterdemonstrations against racism and xenophobia have also been planned in Dresden, Berlin, Cologne and Stuttgart. The demonstrations staged by the anti-Islamic Pegida movement produce a series of slogans arguing that Germany is taking in too many foreigners, that the social structures are about to collapse due to the rising number of asylum-seekers, and that there is the threat of an 'Islamisation of the Occident.'  EPA/PETER ENDIG

Deutsch und deutlich an der Pegida-Demo in Dresden. Bild: EPA/DPA

Während die etablierte Politik in Deutschland die Pegida ablehnt, signalisieren in der Schweiz SVP-Kreise Unterstützung. «Nach dem Attentat müssen wir zusammenstehen und unsere Freiheit gegen den radikalen Islam verteidigen – wenn nötig auf der Strasse», meint Nationalrat Walter Wobmann. Auch bei der Jungen SVP stossen die Islamfeinde auf offene Ohren. «Ich begrüsse es, wenn auch in der Schweiz Pegida-Demos stattfinden», sagt Präsident Anian Liebrand.

Linke Gegenaktionen

Die Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, die frühere FDP-Nationalrätin Martine Brunschwig Graf, ist besorgt: «Antimuslimische Proteste zum jetzigen Zeitpunkt sind gefährlich. Es darf auf keinen Fall mit Hass oder Intoleranz auf die Attentate reagiert werden.» Die Pegida-Bewegung werfe alle Muslime in einen Topf und fördere so Diskriminierung und Ausgrenzung. 

Auf Facebook künden linke Aktivisten Gegenaktionen an. «Sollte es in der Schweiz zu solchen Demonstrationen kommen, werden wir uns dagegen wehren», schreibt die Gruppe «No Pegida», die ebenfalls schon existiert.

Die Pegida Deutschland hat ihr Zentrum in Dresden, wo sich jeden Montag Zehntausende an den Demonstrationen beteiligen. An der morgigen Kundgebung wollen die Teilnehmer wegen des Anschlags in Paris mit Trauerflor aufmarschieren. Ausserhalb der sächsischen Landeshauptstadt hielt sich die Resonanz bislang in Grenzen. (pbl)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 12.01.2015 08:19
    Highlight Highlight Die Menschen heute wissen besser was sie nicht wollen, statt was sie eigentlich als gut, erstrebenswert, verfolgbar halten. So gehen sie lieber auf die los, die glauben zu wissen was sie wollen, das aber nur mit Gewalt ausdrücken können.

    PEGIDA darf man einfach keine Presse geben, so wie man der IS, usw. auch nicht tun sollte. Aufmersamkeit ist eine sehr harte Währung, die man sich nicht mit Terror erkaufen können sollte. Medien sollten wissen, wie sie die Welt darstellen wollen und tragen immer mehr Verantwortung. Sich gegenseitig zu multiplizieren grassiert im Online"journalismus" und verwischte jede eigene Haltung, die ja Haltung für andere (die Kunden) geben sollte.
  • Citation Needed 11.01.2015 22:23
    Highlight Highlight Was will Pegida eigentlich erreichen? Gegen "Islamisierung" - will man keine Muslime reinlassen, die Anwesenden rauswerfen oder 'bekehren' (wenn ja, wozu? zum fröhlichen Wertezerfall? --> haha, kleiner Scherz). Es heisst, die Attentäter von Paris waren vor allem gescheiterte Existenzen, das trifft wohl auch auf viele radikalisierte Jung-Dschihadisten zu - die sind oft gar nicht besonders gläubig und fühlen im Kampfcamp das erste mal so etwas wie eine Bestimmung. Schon klar, dass sich Einwanderer bemühen müssen, hier Fuss zu fassen. Pegida hilft dabei sicher nicht weiter.
    • Citation Needed 12.01.2015 11:31
      Highlight Highlight Petersilie: war gestern auf der Facebookpage von Pegida Schweiz und werfe ab sofort meine gemässigte Diskussionskultur über Bord. Wenn - so der Tenor dort - jeder Muslim ein potentieller Terrorist ist, dann gönne ich jetzt auch mal den Luxus des ungerechten Pauschalisierens und beschliesse hiermit feierlich, dass ich den Pegida-Unterstützern ab sofort ihre Abgrenzungsversuche gegen rechts nicht mehr abnehme. Bin zwar nicht der Meinung, dass die im existenziellen Sinn Gescheiterte sind, aber Wesentliches wie geistige Trennschärfe und ein gesundes Wertefundament sucht man vergebens.
  • Nicoscore 11.01.2015 21:23
    Highlight Highlight Auswüchse auf allen politischen Seiten gab es immer. Was radikal ist, ist gefährlich, egal bei welchen Ansichten. Leider gibt es in der Schweiz immer wieder Leute, die dazu neigen, sehr komplizierte Zusammenhänge so zu vereinfachen, um damit Leute aus vielen Bereichen für einen Zweck zu mobilisieren, der ihrer grundsätzlichen Ansicht widerspricht.
  • (J)onas (F) (K)essler 11.01.2015 15:01
    Highlight Highlight sind denn radikale christen besser als radikale moslems
    • Zeit_Genosse 12.01.2015 08:24
      Highlight Highlight Zur Bekämpfung von radikalem eignet sich leider radikales besser, da es mobilisierbar ist. Darum kracht es. In der "gemässigten Mitte" passiert nichts, da hat man sich bequem eingerichtet und steht nur für sich selbst und argumientiert auch nur zum Eigennutz.
  • KarltheMarx 11.01.2015 13:52
    Highlight Highlight Geht nur auf die Strasse. Ihr werdet auf Widerstand stossen. Kein Fussbreit diesem braunen Geschwür.
    • Thomi 11.01.2015 15:07
      Highlight Highlight Ach komm, die braunen sind in der Schweiz praktisch ausgestorben und das ist gut so. Im Gegensatz zu den gewalttätigen linken Idioten.
  • Peter Wolf 11.01.2015 12:02
    Highlight Highlight Es ist wirklich höchste Zeit - und zwar, dass wir VEGIDA gründen: Vernünftige Eidgenossen gegen die Idiotisierung der Allgemeinheit.
    • Zeit_Genosse 12.01.2015 08:07
      Highlight Highlight Und wer (bestimmt) sagt dann denen was vernünftig ist und wer die Idioten sind?
  • Lowend 11.01.2015 11:29
    Highlight Highlight Wenn es nicht so hässlich wäre, gegen eine Religion zu hetzen, ist es doch irgendwie ein ganz schlechter Witz, dass sich SVPler, für die Europa des Teufels ist, sich bei diesen Hassdemos als "Patriotische Europäer" bezeichnen.
  • EvilBetty 11.01.2015 10:57
    Highlight Highlight Aber... aber... da steht doch Europa? Wieso findet die SVP das gut? Patriotische Europäer macht auch so viel Sinn.
    • 7immi 11.01.2015 11:08
      Highlight Highlight europa nicht gleich EU…
    • jamaika 11.01.2015 11:12
      Highlight Highlight oh du bisch müehsam

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