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Schweizer und deutsche Schifffahrt einigen sich am Bodensee

Ein Mann und Schweizerfahne auf einem Schiff der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt, zum Start der Hauptsaison, am Donnerstag, 18. Mai 2023, in Romanshorn. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Ein Mann und Schweizerfahne auf einem Schiff der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt. (Symbolbild)Bild: keystone

Schweizer und deutsche Schifffahrt einigen sich am Bodensee

26.04.2026, 14:3026.04.2026, 14:34

Die Schifffahrtsgesellschaften am Bodensee aus der Schweiz und Deutschland kooperieren wieder. Ab sofort gelten Tickets gegenseitig. Und ab 2027 fährt die Schweizer Flotte wieder Konstanz an.

Die Einigung sei am Rande der 53. Internationalen Flottensternfahrt in Romanshorn besiegelt worden, teilte die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt (SBS) am Sonntag mit. Die SBS spricht in der Mitteilung von einer «Wiederannäherung» mit den deutschen Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB), die eine neue Phase der Partnerschaft markiere.

Einige Teile der Vereinbarung traten bereits am Samstagmorgen in Kraft. So akzeptiert die Schweizerische Bodensee Schifffahrt wieder alle Fahrgäste mit einem gültigen Ticket der deutschen BSB. Im Gegenzug darf ein für Veranstaltungen genutztes Schiff, die «KingKarla», den Hafen in Friedrichshafen wieder regulär anlaufen.

Weitere Schritte geplant

Zudem wurden längerfristige Pläne festgelegt. Ab dem Jahr 2027 wird die Schweizerische Bodensee Schifffahrt die deutsche Stadt Konstanz wieder in ihren Fahrplan aufnehmen. Damit solle ein Signal für die Wiederannäherung im Linienverkehr gesetzt werden.

Bis Ende Mai 2026 soll ausserdem das Thema einer einheitlichen Tageskarte für den gesamten Bodensee wieder aufgegriffen werden. Dies geschehe in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK). Ziel sei ein einfacheres Angebot für Gäste über die Ländergrenzen hinweg.

Die Einigung betrifft auch den infrastrukturellen Bereich. Die gemeinsame Nutzung der Werft in Romanshorn wird wieder aufgenommen. Diese war laut der Mitteilung seit über zehn Jahren nicht mehr aktiv verfolgt worden. (sda)

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