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Europas schnellster Supercomputer steht in Lugano.
Europas schnellster Supercomputer steht in Lugano.Bild: EPA/KEYSTONE

Der schnellste Rechner Europas steht nach wie vor in der Schweiz. Rate mal, wie er heisst ...

13.07.2015, 09:5013.07.2015, 09:55

Zum fünften Mal in Folge hat es der Supercomputer «Tianhe-2» aus China auf den ersten Platz in der Liste der 500 weltweit schnellsten Superrechner geschafft. Der unmittelbare Verfolger müsste seine Leistung verdoppeln, um ihn zu übertreffen. 

Tianhe – zu deutsch Milchstrasse, ist an der Universität für Verteidigungstechnologie in Guangzhou im Einsatz und rechnet mit 33,86 Petaflop (Billiarden von Kalkulationen) in der Sekunde.

Bereits seit 2013 ist der «Piz Daint» am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano die schnellste Rechenanlage Europas. Namensgeber ist ein Berg westlich des Münstertals im Schweizer Kanton Graubünden. Er bildete die natürliche Grenze zwischen den ehemaligen Gemeinden Tschierv und Müstair.

Die Anlage in Lugano steht vor allem für Forschungsprojekte und beispielsweise Wettervorhersagen zur Verfügung. Sie ist im Ranking aktuell auf dem sechsten Platz gelistet und kommt auf eine Leistung von 6,27 Petaflops.

Neu auch Saudi-Arabien

Als Neueinsteiger hat es «Shaheen II» aus Saudi-Arabien mit einer Leistung von 5,53 Petaflops auf den siebten Platz geschafft. Die Anlage des US-Herstellers Cray steht in der Universität für Wissenschaft und Technologie in Jeddah. Weiter sind in den Top Ten Anlagen in den USA sowie je eine in Japan und Deutschland vertreten.

Noch immer sind die Vereinigten Staaten das Land, das die meisten Rechner in der Liste Top 500 beisteuert, die Zahl der Platzierungen nimmt jedoch ab. In der aktuellen Liste kommen 231 Rechenanlagen aus den USA, im November 2013 waren es noch 265.

Die Liste der Top 500 schnellsten Rechner wird alle sechs Monate im Rahmen der International Supercomputer Conference herausgegeben, die abwechselnd in Deutschland und in den USA stattfindet, diesmal in Frankfurt am Main. Die Liste geht zurück auf die Initiative des Mannheimer Informatikers Hans Werner Meuer, der im Januar 2014 starb. 

(sda/dpa)

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