Schweiz
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Einr der vier Kampanienleiter, Daniel Graf anlaesslich zum Start des Referendum und der Abstimmungskampagne gegen das Obeservationsgesetz und die Ueberwachung von Versicherten am Montag, 17. September 2018 vor dem Hauptsitz der CSS Versicherung in Luzern.(KEYSTONE/Urs Flueeler)

Daniel Graf: Netzaktivist, Meidienprofi und Kampagnenberater. Bild: KEYSTONE

Dieser Mann will die Machtverhältnisse in der Schweiz verschieben – und so soll das gehen

Daniel Graf ist Kopf des Referendums gegen Sozialdetektive. Vor allem aber ist er  Aktivist, der von einer digitalen Demokratie träumt. Begegnung mit einem Rastlosen.



In seiner rechten Hand hält Daniel Graf die Gabel, mit seiner linken gestikuliert er wild in der Luft. Seinen Vorspeisesalat hat er erst bis zur Hälfte fertig geschafft, der Reis mit Gemüse ist längst kalt. Vor jedem Bissen kommt ihm etwas Wichtiges zuvor, das es auszuführen gilt. «Ich ess' dann schon noch», sagt er, als er den verstohlenen Blick der Reporterin auf seinem Teller sieht. Doch dann holt der 45-Jährige wieder aus, erklärt, grüsst zwischendurch einen Bekannten am Nebentisch und wechselt zurück zu seinem Lieblingsthema: Digitale Demokratie.

«Ich bin nie im Jetzt, sondern immer vier Sekunden voraus. Deswegen ziehe ich nach vorne, ich bin ja immer schon da.»

Daniel Graf

Graf ist vieles: Kommunikationsberater, Medienprofi, Netzaktivist. Vor allem ist er ein Rastloser, ein Getriebener, einer, der in hohem Tempo vorprescht und anderen das Gefühl gibt, ständig etwas zurück zu liegen. Sein psychisches Profil beschreibt Graf so: «Ich bin nie im Jetzt, sondern immer vier Sekunden voraus. Deswegen ziehe ich nach vorne, ich bin ja immer schon da.»

Es sind diese Eigenschaften, die Graf antreiben, die ihn an den Punkt bringen, an dem er heute steht: Er ist Co-Kampagnenleiter beim Referendum gegen die Sozialdetektive, über das die Schweizer Stimmberechtigten am 25. November befinden. Hinter Graf steht keine Partei, sondern Bürger, die sich über das Internet zusammengefunden haben. Zum ersten Mal in der Schweizer Geschichte kommt es aufgrund einer digitalen Mobilisierung zu einer Abstimmung. Das ist einzigartig.

Der Beginn der digitalen Demokratie

Im Frühling 2016 gründete Graf Wecollect, eine Internet-Plattform, über die im Netz Unterschriften für Volksinitiativen und Referenden gesammelt werden können. Der Vorgang ist simpel: Wer ein politisches Geschäft unterstützen will, kann den Unterschriftenbogen einfach ausdrucken, signieren und per Post einsenden.

Grafs Vision war, anstatt dem mühsamen Sammeln von Unterschriften auf der Strasse in kurzer Zeit eine grosse Masse über das Internet zu mobilisieren und so tausende Unterschriften zu sammeln. «Normale Bürgerinnen und Bürger erhalten so ein Instrument, sich direkt und einfach an demokratischen Prozessen zu beteiligen», sagt Graf. Theoretisch. Doch in der Realität war seine Idee zwar gut, interessierte anfangs aber kaum jemanden. Wie so oft war er zu schnell, zu früh.

Bild

Immer auf Trab: Daniel Graf in seinem Büro. bild: watson

Heute, zweieinhalb Jahre nach der Gründung von Wecollect, ist das anders. Graf und seine Plattform kann heute keiner mehr ignorieren. Im Frühling dieses Jahres sprach sich das Parlament für ein Gesetz zur Überwachung von Sozialversicherten aus. Dieses sollte ermöglichen, dass Bezüger von Sozialhilfe, IV-Rentner, Arbeitslose und Unfall- und Krankenversicherte bei Verdacht auf Missbrauch durch Detektive observiert werden können. Die Versicherungen selbst könnten die Observation veranlassen und dabei Bild- und Tonaufnahmen machen. Eine richterliche Genehmigung bräuchte es nur für GPS-Tracker, die an Autos angebracht werden.

Mit dem jungen Internetaktivisten Dimitri Rougy baute Graf ein Netzwerk für das Referendum auf. Über Wecollect und Sammelaktionen auf der Strasse konnte der lose Zusammenschluss in kurzer Zeit tausende Unterschriften sammeln, nach hundert Tagen hatte er 56'000 zusammen. Graf sagt: «Für mich bedeutete das: Jetzt ist Wecollect referendumsfähig. Das ist gross.» Gross, weil Graf mit Wecollect die politischen Machtverhältnisse verschiebt. Weg von den Parteien, hin zu den Bürgern.

Guerilla-Aktionen früh gelernt

Schon in der Kantonsschule Bülach (ZH) war Graf derjenige, der zog, Aktionen plante, bei den Demos mit den Medien sprach. Politisiert habe ihn, als Neonazis im Zürcher Unterland Brandsätze auf Asylheime warfen. Während der grossen Anti-Globalisierungsbewegung in den 90er-Jahren wurde seine WG zum Schlafplatz für zwanzig Personen aus ganz Europa. Sie reisten gemeinsam nach Davos, um gegen das Weltwirtschaftsforum zu demonstrieren.

«Die Zeit der grösseren Partizipation für alle ist gekommen.»

Daniel Graf.

Graf organisierte Guerilla-Aktionen, lernte, wie man medienwirksam Werbung für die eigene Sache macht. Taktiken, derer sich auch heute noch gerne bedient. So kopierte das Referendumskomitee gegen Sozialdetektive kürzlich Werbeplakate von Krankenkassen und verfälschten diese mit eigenen Botschaften und Bildern.

Die Möglichkeiten des Internets entdeckte Graf an der Universität. In Zürich und Berlin studierte er Geschichte. In einem Keller an der Zürcher Rämistrasse gab es einen Computer-Raum, wo er jede Minute seiner Freizeit verbrachte. «Ich war es oft, der meinen Freunden das Netz erklärte.» Unter den Aktivisten war er einer der Ersten mit eigenem Modem, später kaufte er sich auf dem Schwarzmarkt ein Iphone, eröffnete Social-Media-Accounts. Während sich andere langsam an die neuen technologischen Möglichkeiten herantasteten, war er immer schon einen Schritt weiter, kannte das Gerät bereits und fragte sich, wie er für die Politik nutzen kann.

Mehr Macht dem Volk

Nebst dem Versicherungsdetektiv-Referendum werden derzeit auch für die Korrektur-Initiative gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer und für ein Referendum gegen den AHV-Steuer-Deal Unterschriften über Grafs Plattform gesammelt. Was bedeutet es, wenn bei politischen Geschäften künftig über das Internet interveniert werden kann? «Dass es eine neue Art von Demokratie geben wird», sagt Graf. Das ist etwas, auf das er mit Überzeugung hinarbeitet. Behörden und Parlamente müssen Macht abgeben, findet er. «Die Zeit der grösseren Partizipation für alle ist gekommen.»

Mehr Macht dem Volk, also. Ob das gut gehen kann? Welch pessimistische Frage, findet Graf. «Je mehr Macht wir den Bürgern geben, desto stabiler ist die Demokratie. Das Risiko, dass eine Regierung ein Land an die Wand fährt ist viel grösser, aber es sind selten die Bürger, die das tun.» Ginge es nach ihm, so würde er am liebsten eine Initiative für digitale Volksrechte lancieren, mit der das E-Collecting, also das Signieren über das Smartphone, eingeführt würde und bei der noch mehr partizipative Plattformen geschaffen würden.

«Mir geht es nicht nur darum, zu gewinnen. Mir geht es darum, eine schlagkräftige Demokratiebewegung aufzubauen.»

Daniel Graf.

Gewinnt Graf mit seinem Komitee am 25. November die Abstimmung, käme das einer Sensation gleich. Nicht nur, weil Bundesrat und eine Mehrheit im Parlament dem neuen Gesetz zustimmen. Auch wäre es das erste Mal, dass eine Internet-Gemeinschaft eine Abstimmung erzwungen hat und diese gewinnt.  Verliert Graf, fände er das auch nicht so schlimm. «Mir geht es nicht nur darum, zu gewinnen. Mir geht es darum, eine schlagkräftige Demokratiebewegung aufzubauen», sagt er.

Und was tut der Rastlose, wenn er gerade nicht im Internet surft, den nächsten Angriff plant, Medien mit Guerilla-Aktionen verwirrt? «Dann bin ich zu Hause bei meiner Familie.» Mit seiner Frau, einer Lehrerin, und den fünf- und achtjährigen Söhnen wohnt er in Basel. Eigentlich sollte er jetzt mit ihnen in Sardinien in den Ferien sein. Doch als das Referendum gegen die Sozialdetektive zustande kam, war klar, dass bis Ende November kaum Zeit für Erholung bleiben wird.

Die Sozialhilfe nimmt uns Schweizern die Frauen weg!

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Video: watson/Renato Kaiser

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    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 11.10.2018 06:24
    Highlight Highlight Ich bin seit Anfang an bei WeCollect registriert und finde die Idee sehr gut. Bisher waren einfach die wenigsten der Vorstösse in meinem Sinne. Ich hoffe die Plattform steht grundsätzlich allen zur Verfügung, unsbhängig derer politischen Ausrichtung
  • joenu.m 11.10.2018 00:13
    Highlight Highlight "Je mehr Macht wir den Bürgern geben, desto stabiler ist die Demokratie." - Das geht halt überhaupt nicht auf, nach diesem Prinzip könnten die Bürger ja zB das Völkerrecht aushebeln und was das bedeuten würde brauch ich ja nicht zu sagen. Jeder der schon mal Ibsens "Ein Volksfeind" gelesen hat, weiss wovon ich spreche...und ob das noch eine stabile Demokratie wäre...
    • Rabbi Jussuf 11.10.2018 15:22
      Highlight Highlight Es geht doch darum, dass ein Gleichgewicht besteht zwischen demokratischen Bürgern und Regierung. Haben die Bürger zu viel zu sagen, erschwert und verlangsamt das die Regierung und eine sichtbare Linie gibt es auch nicht mehr.
      Haben die Bürger zu wenig zu sagen, dann besteht die grosse Gefahr, dass sich die Politiker und Parteien ihre eigene Bubble bilden, ohne die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen. Müssen sie auch nicht, erst wieder kurz vor den nächsten Wahlen. Siehe Deutschland. In der Schweiz, denke ich, haben wir momentan ein vernünftiges Gleichgewicht.
  • Mischa Müller 10.10.2018 21:42
    Highlight Highlight Passt bestens zur Utopie der Italienischen Partei "Movimento 5 Stelle". Ob aber irgendwann der Handschlag (wie zur Zeit in Italien) mit den konservativen und Rechten gemacht wird? Ich hoffe nicht.
  • Partikel 10.10.2018 20:32
    Highlight Highlight Ich fände es ein Rückschritt punkto Sicherheit, wenn eine Referendums Unterschrift mit dem Anklicken eines Buttons gemacht und ebenso einem Missbrauch die Tür öffnen könnte.
    Obwohl bequem, bin ich auch gegen eine
    elektronische Abstimmung. Ebenso gegen eine Digitale Idendität. Im Bereich Web Sicherheit hat es soviel Baustellen, das an sowas nicht zu denken ist. Ich halte es wie die Minstrells in Ihrem Lied (punkto Engagement) Frau Küenzli, es bizli gwaggle müend si. Übrigens nicht meine Lieblings Musikart, nur am Rand 😂
  • Garp 10.10.2018 17:58
    Highlight Highlight Der Mann mag gute Motive haben. Ergebnisse sind ihm egal. Cambridge Analytica und die Geldgeber dahinter wohl auch. Die könnten so ein System noch besser ausnutzen, ihre Vorstellungen durchzudrücken.
  • meilestei 10.10.2018 16:13
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich seine Plattform Wecollect eine gute Sache, jedoch dürfen nur diejenigen partizipieren, die auch sein Gedankengut vertreten.
    Somit wäre "mehr macht ausschliesslich den linken Bürger" wohl die passendere Aussage...
  • Linus Luchs 10.10.2018 16:12
    Highlight Highlight Diese evangelikale Anzeige "Für den Schutz der Kinder..." mitten in einem Watson-Artikel überrascht mich ein wenig.
  • Murky 10.10.2018 13:46
    Highlight Highlight Wenn ich mir überlege wie üblicherweise in der digitalen Anonymität oder einfach der digitalen Distanz kommentiert und posaunt wird bei politischen Themen, glaube ich dass plötzlich statt überlegtem Entscheidungsverhalten die Kurzschlusshandlung beim Abstimmen Überhand nimmt. Das ist aus meiner Sicht fatal... daher bin ich nicht nicht wirklich überzeugt.
  • Statler 10.10.2018 13:28
    Highlight Highlight Grundsätzlich schön und gut. Nur beschleicht mich dabei der Gedanke, dass so die «Like»-Kultur in der Demokratie Einzug halten würde. Ein Button ist schnell gedrückt und Nachdenken muss man dabei auch nicht. Sprich, das Wahlverhalten könnte noch impulsiver werden, als es heute schon ist (Stichw. Protestwähler).
    Ob das der Demokratie wirklich förderlich wäre, wage ich irgendwie zu bezweifeln.
    • Murky 10.10.2018 13:47
      Highlight Highlight Genau das ist auch meine Sorge.
    • Liselote Meier 10.10.2018 15:02
      Highlight Highlight Naja, mit einem Klick ist es ja nicht gemacht.

      Musst immernoch den Initativbogen ausdrucken, unterschreiben und auf die Post aufgeben.

      Sprich verstehe nicht was daran Neu/Revolutionär wäre.

      Das gibt es praktisch bei jeder Initative im Sammelstadium, dass man sie Online herunterladen kann. Ja mei, das gab es schom 08 bei der Hanfinitative.

      Aber stimme hinsichtlich zu, dass wenn 1 Klick = 1 Unterschrift wäre, die Entscheidungsfindung viel weniger Rational wäre und es zu gewaltigen Verzerrungen kommen kann. Auf der Strasse sammeln erkennt man schnell ob es Mehrheitsfähig ist oder nicht






    • Bits_and_More 10.10.2018 15:54
      Highlight Highlight @Lieselote
      Heute ist es tatsächlich so wie sie beschreiben.

      Aber Daniel Graf wünscht sich ja den Schritt zum E-Collecting herbei:

      "Ginge es nach ihm, so würde er am liebsten eine Initiative für digitale Volksrechte lancieren, mit der das E-Collecting, also das Signieren über das Smartphone, eingeführt würde und bei der noch mehr partizipative Plattformen geschaffen würden."

    Weitere Antworten anzeigen
  • Basswow 10.10.2018 13:22
    Highlight Highlight Finde ich eine gute Idee in Zeiten wo wir von Psychopathen regiert werden.

    Für die, die mal reinschauen wollen:

    https://wecollect.ch

    Ich mache mit 😉
    • Binnennomade 10.10.2018 19:39
      Highlight Highlight Wir werden von Psychopathen regiert? Wen genau meinst du hier?
  • JaAber 10.10.2018 13:19
    Highlight Highlight Mehr Teilnahme an politischen Entscheidprozessen ist sicher grundsätzlich gut. Ich befürchte nur, dass die Partizipation via Internet die Verbindlichkeit eines FB-Likes hat: „Tönt doch gut, bin dafür!“ Die Änderung der Zustimmungs- bzw. Ablehnungsraten von Initiativen bis zur Abstimmung zeigt ja immer, dass Argumente zuerst verstanden und abgewogen werden müssen, erst dann kommt es zu einer verbindlichen Meinung. Eine Inflation an Initiativen wäre wohl eher negativ für die Demokratie.
  • Schnapphahn 10.10.2018 12:42
    Highlight Highlight Was Graf vergisst: Beim Sammeln auf der Strasse geht es auch um die Diskussion mit z.T. noch unentschlossenen. Man versucht aktiv, Personen von seinem Standpunkt zu überzeugen. Und ja, das ist mühsam.
    Über das E-Collecting werden nur Menschen angesprochen, die ihre Meinung schon gemacht haben. Zudem wird die Mächtebalance nicht verschoben, da in den Abstimmungskampf wieder die Parteien mit ihren (finanziellen) Mitteln eingreifen.
    Übrigens: Was sich heute Aktivist nennt, war früher einfach ein engagierter Bürger.
    • E-Smoking 10.10.2018 14:09
      Highlight Highlight cambridge analytica hat uns was anderes gelehrt.
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 10.10.2018 11:51
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass SP Bundesrat Berset, sich für den Schutz der IV durch Defektive ausgesprochen hat.
    So können wir sicher sein, das diese Vorlage durchkommt.

    Zum Wohl der Menschen, die wirklich darauf angewiesen sind.
    • piedone lo sbirro 10.10.2018 13:39
      Highlight Highlight sarah

      berset vertritt die meinung des gesamt bundesrates, nicht die eigene.

      seit wann setzen sich SVP&FDP für die armen in unserer gesellschaft ein?

      wer die IV um ein paar hundert oder tausend franken betrügt wird an den pranger gestellt – um davon abzulenken, dass exponenten von SVP&FDP, ihre sponsoren, sowie teile ihrer (ausländer-) klientel den schweizer mittelstand um millionen betrügen, indem sie das bankgeheimnis oder EU steuerparadiese nutzen um steuern zu hinterziehen.

      CVP/FDP/SVP liegen die interessen der versicherungsbranche bestimmt näher, als das wohlergehen der versicherten.
    • let,s go 10.10.2018 14:53
      Highlight Highlight Piedone

      Ich glaube Sie sind nicht so gut informiert.
      Die IV wird durch Betrüger um hunderte von Milliobnen bestolen und ist daher in Gefahr.

      Es geht nicht, wie Sie Irrtümlich meinen, gegen die ärmsten der Armen. Es geht gegen Sozialkriminelle, die versuchen die Lage dieser armen Leute auszunutzen.
    • FrancoL 10.10.2018 18:29
      Highlight Highlight @pachnota: soll man alle Bürger die die Gemeinschaft um x Mio ärmer machen verfolgen?
      In meiner Gemeinde haben wir kaum Sozialleistungbezüger, also kaum Betrügereien. Dafür haben wir ein gutes Dutzend Bestverdiener die es nicht so genau mit den Steuern nehmen.
      Bin gespannt auf Dein Feedback.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 10.10.2018 11:43
    Highlight Highlight Die Idee, unabhängig von Parteien und Verbänden digital Initiativen zu lancieren und Referenden zu ergreifen, halte ich für sehr interessant. Weil dabei die Leute an den (bisherigen?) Schalthebeln der Macht (an der Spitze der Parteien, Verbände und der Wirtschaft) vermehrt die Bedürftnisse der einfachen Menschen als Grundlage in ihre Entscheidungen mit einbeziehen müssten. Sie müssten damit rechnen, dass ihnen künftig nicht nur auf die Finger geschaut würde, sondern auch deutlich einfacher erfolgreich interveniert werden könnte. Die Gefahr des Missbrauchs ist jedoch ebenfalls vorhanden.
  • Aramis G 10.10.2018 11:40
    Highlight Highlight Sorry aber so wie ich die Leute täglich erlebe bin ich nicht überzeugt ob es schlau ist dem Volk mehr Macht zu geben. Es gibt zu viele Menschen welche sich nur oberflächlich mit politischen Themen auseinandersetzen..
    • peeti 10.10.2018 14:23
      Highlight Highlight Gleiches gilt doch auch für sehr viele Politiker*innen, die von PR- und Lobbyfirmen geschriebene Gesetzestexte in die Komissionen bringen und diese dann durchdrücken.
    • 7immi 10.10.2018 19:55
      Highlight Highlight @aramis
      denkst du, politiker sind besser informiert? schlussendlich leisten alle menschen einen beitrag zu unserem land, und müssen entscheide ausbaden. also soll man auch bestimmen dürfen. wenn ich sehe, wie wir international dastehen, kann unser system nicht soo falsch sein...
  • 1+1=3! Initiative 10.10.2018 11:40
    Highlight Highlight Danke Herr Graf - eine Verschiebung der Demokratie von den Parteien zum Bürger halte ich für visionär - denn der Bürger betreibt im Gegensatz zur Partei keine Machtpolitik - er muss keine Wahlen gewinnen. Konsequenz: wen soll ich noch wählen, wenn Parteien an Bedeutung verlieren? Den Kopf, nicht die Partei. Wenn das wieder zu mehr Sachpolitik führt, gewinnen wir alle. Weniger #wirgegendie, mehr #wirfürdiesache.
  • #Technium# 10.10.2018 11:32
    Highlight Highlight Ich denke, er will viel zu viel gleichzeitig und sollte eher einen Gang runterschalten und sich nur auf eine Sache fokusieren. DIE Ideen sind interessant, bezweifle jedoch ob alles so umsetzbar sein wird.
  • Therealmonti 10.10.2018 11:26
    Highlight Highlight Also gesund ist das bestimmt nicht, wenn man sich nicht richtig Zeit nimmt zum Essen. Und die Gabel gehört eigentlich in die linke Hand. Und seine beiden Buben wären jetzt bestimmt lieber mit dem Papi auf Sardinien am Strand. Und in der heutigen Zeit, wo so viele Leute keine Hemmungen haben bescheissen, sind Sozialdetektive nicht so falsch. So gesehen finde ich es zwar gut, dass Daniel Graf sich politisch engagiert und dem Volk mehr Macht geben will. Aber vor allem wünsche ich ihm, dass er Sorge trägt zu seiner Familie und zu seiner Gesundheit. Seine Buben und seine Frau werden es ihm danken.
    • Matti_St 10.10.2018 11:59
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, Sozialdetektive ja oder nein. Es geht darum, das private Firmen einfach auf Verdacht eine Observierung aufgleisen können. Bisher musste das ein Richter entscheiden und der Auftrag der Polizei übergeben.
    • aglio e olio 10.10.2018 12:27
      Highlight Highlight Wieso gehört die Gabel in die linke Hand?
    • Roterriese 10.10.2018 13:10
      Highlight Highlight @Matti_St Nein, das stimmt so nicht und ist nachweislich falsch. Schon früher wurden die Menschen von Privaten beschattet, danach wurde diese Beschattung vom EGMR als unrechtmässig eingestuft, weil es keine gesetzliche Grundlage gab. Diese Grundlage wurde mit dem Gesetz eben jetzt geschaffen.

      https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Werden-Sozialdetektive-in-der-Schweiz-verboten--26505438
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 10.10.2018 11:17
    Highlight Highlight vielen dank herr daniel graf für ihren einsatz gegen sozialdetektive, gegen den AHV/SV17 kuhhandel und gegen waffenexporte in bürgerkriegsländer!
  • fräulein sarahs gespür für den Islam 10.10.2018 11:00
    Highlight Highlight «Je mehr Macht wir den Bürgern geben, desto stabiler ist die Demokratie„

    Da sollte sich der Typ aber konsequent für die Selbstbestimmungsinitiative einsetzen.

    Sonst hat er wohl etwas nicht ganz verstanden.
    • sheimers 10.10.2018 11:35
      Highlight Highlight Warum? Die SVP-Initiative will doch die Menschenrechte aushebeln, die uns z.B. die Meinungsfreiheit garantieren. Die Menschenrechte schützen uns vor dem eigenen Staat. Genau das passt der SVP nicht, die will einen autoritären Staat.
    • Makatitom 10.10.2018 11:36
      Highlight Highlight Da er die Selbstzerstörungsinitiative wohl besser als du verstanden hat, lehnt er diese ab, wie es jeder vernünftige Demokrat tut
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 10.10.2018 11:45
      Highlight Highlight Die Selbstverstümmelungs-Initiative der SVP entmachtet unsere Menschenrechte, fräulein sarah

      NEIN zur Selbstbestimmungs-Initiative
      =
      JA zu unseren Menschenrechten

      https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/direkte-demokratie/sbi/selbstbestimmungsinitiative-svp
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 10.10.2018 10:59
    Highlight Highlight Einen solchen Menschen der nicht mal zur Ruhe kommt, würde ich als Hektiker bezeichnen.
  • pamayer 10.10.2018 10:42
    Highlight Highlight Solche Grafen brauchen wir noch mehr!
    • sheimers 10.10.2018 11:36
      Highlight Highlight Richtig, lieber solche Grafen als SVP-Vögte die uns den Schutz der Menschenrechte wegnehmen wollen.
  • whatthepuck 10.10.2018 10:38
    Highlight Highlight Freak triffts vielleicht eher. Ist doch cool wenn einer total Motiviert ist, überzeugt von seinen Ideen ist und den Drang hat, diesen Ideen Form zu verleihen.

    Allerdings halte ich es recht einfach mit guten Ideen/Ansätzen: Gute Ideen sind es, wenn sie von den Leuten nachgefragt/geschätzt/gelebt werden. Hält man die Idee selbst für gut, wird sie aber nicht nachgefragt, dann war es offenbar keine gute Idee. Dinge forcieren ist selten gut, egal wie überzeugt man davon ist. Solche Vorpreschaktionen kommen erstaunlich oft aus dem Linken Lager. Ob's digitale Demokratie wirklich braucht?
    • sheimers 10.10.2018 11:38
      Highlight Highlight Die Aktion gegen die Waffenexporte wurde aber erstaunlich stark nachgefragt, das Ziel wurde nach zwei Tagen statt der geplanten zwei Wochen bereits übertroffen. Also gute Idee, und im Volk gut angekommen.
    • Musterschüler 10.10.2018 13:14
      Highlight Highlight Das Flugzeug fanden auch nur paar "spinner" eine gute Idee.. Eine gute Idee hat absolut nichts mit der Nachfrage zu tun.
  • Skeptischer Optimist 10.10.2018 10:30
    Highlight Highlight Ein Referendum oder eine Initiative zu lancieren ist das eine, den Abstimmungskampf dann zu gewinnen das andere.

    Die Konsumentenschutzszene ist auch referendumsfähig, trotzdem wurde ihre durchaus sinnvolle Service Public Initiative haushoch verworfen.

    Verloren gegangene Abstimmungen sind normalerweise schlecht für die Sache.

    Wenn er über reine Aufmerksamkeitshascherei hinaus kommen will, muss Graf deutlich nachlegen.
  • El Vals del Obrero 10.10.2018 10:27
    Highlight Highlight War unsere Demokratie nicht schon immer "digital"?

    Man kann "Ja" oder "Nein" stimmen. Zwei mögliche Zustände, das ist doch die Definition von "digital".

    In einer "analogen" Demokratie könnte man auch "vielleicht" "eher ja" "eher nein" etc. stimmen.

    Und ob sich wirklich prinzipiell was (zum besseren) ändert, nur weil nicht mehr alles über Papier läuft, glaube ich weniger. Ausser, dass nur noch IT-Experten die Sicherheit von Resultaten nachvollziehen kann, was Tür und Tor für Verschwörungstheorien öffnet.

    Irgendwie scheint mir das etwas gar Hype-getrieben.
    • Borki 10.10.2018 10:52
      Highlight Highlight Ich bin auch eher skeptisch. Aber beim elektronischen Sammeln von Unterschriften sehe ich viel weniger eine Gefahr als dann bei der Abstimmung bzw. bei Wahlen.

      Wenn wir einmal über eine Initiative abstimmen müssten, die ohne digital gefälschte Unterschriften nicht zustande gekommen wäre - who cares?
      Wenn aber das Abstimmungsresultat dank digital gefälschten Stimmen geändert würde, wäre es eine Katastrophe für die Demokratie.
    • riqqo 10.10.2018 11:05
      Highlight Highlight Beim Abstimmen hast du drei Möglichkeiten: Ja, Nein und die Enthaltung.
    • Kian. 10.10.2018 11:43
      Highlight Highlight Dogital: in Schritten/ Stufen. (1 2 3)
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      Binär: 2 Zustände. (0 1)
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