DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Handel mit 110 Kilo Kokain: Sieben Männer in Bern vor Gericht



Ein Ersatzreifen war mit vier Kilo Kokain gefüllt: Diesen spektakulären Fund machte die Berner Polizei im März 2015.

Der Kokainfund in Bern 2015 Bild: Kapo Bern

Zwei Kongolesen und fünf Nigerianer müssen sich bis Anfang Dezember vor dem Regionalgericht in Bern verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihnen den Handel mit insgesamt 110 Kilogramm Kokain zur Last.

Die Anklageschrift wurde zum Prozessbeginn am Montag veröffentlicht. Sie dokumentiert auf 161 Seiten detailliert, wie ein internationales Drogennetzwerk nach den Erkenntnissen der Ermittler funktioniert. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in verschiedenen Rollen als Organisatoren, Transporteure und Grossverteiler am Kokainhandel beteiligt gewesen zu sein.

Die 110 Kilogramm Kokain sollen zwischen August 2014 und Juli 2015 von Holland in die Schweiz gelangt sein. Die Drogen wurden laut Anklage zu Grosshändlern in Depots im Kanton Bern sowie in Basel, Vevey und Lausanne gebracht. Von dort aus wurde das Kokain weiter verteilt.

Berner Polizisten kamen dem Netzwerk im März 2015 auf die Spur, als sie zwei Männer in einem Auto kontrollierten. In einem Ersatzreifen entdeckten die Polizisten vier Kilo Kokain. Die Ermittlungen zeigten, dass die beiden Männer nicht zum ersten Mal Kokain von Holland in die Schweiz gebracht hatten.

Zur selben Zeit ermittelten die Bundesbehörden gemeinsam mit Westschweizer Kantonen gegen ein Holland-Schweiz-Netzwerk. Dessen Transporteure brachten das Kokain in Fahrzeugen oder als Bodypacker im eigenen Körper in Schweizer Depots.

Die Ermittlungen wurden koordiniert, und nach und nach gab es weitere Drogenfunde. So stiessen die Fahnder im Raum Köniz auf einen Mann, der 201 Fingerlinge voll Kokain in seinem Körper ins Land geschmuggelt hatte.

Urteil im Dezember

Im Berner Prozess sind sieben Männer wegen schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei angeklagt. Der älteste Beschuldigte ist 59 Jahre alt, der jüngste 34. Drei Männer befinden sich im vorzeitigen Strafantritt.

Der Prozess soll drei Wochen dauern. Das Regionalgericht Bern-Mittelland will das Urteil am 3. Dezember verkünden. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Drogen-Funde aus aller Welt

Tauchboot mit acht Tonnen Kokain gestoppt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unbekannte verüben Brandanschlag auf 5G-Antenne in Bern – und fordern Millionen

In einem am Tatort gefundenen Erpresserschreiben fordern die Brandstifter, Swisscom, Sunrise und Salt müssten mehrere Millionen «für Kinder» spenden.

Auf eine 5G-Mobilfunkantenne im bernischen Uttigen ist im Februar mutmasslich ein Brandanschlag verübt worden. Am Tatort fand die Polizei ein paar hingekritzelte Zeilen, dass die Mobilfunkanbieter Swisscom, UPC Cablecom und Salt mehrere Millionen für Kinder spenden sollen. Ansonsten drohten weitere Brandstiftungen.

Die an der Infrastruktur beim Sendemast hinterlassene Kritzelei bleibe insgesamt unkonkret, könne aber auch als erpresserisch gedeutet werden: Die Berner Kantonspolizei bestätigte …

Artikel lesen
Link zum Artikel