Schweiz
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Freiwillige vor

120 Schweizer testen in Lausanne einen neuen Ebola-Impfstoff

Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) wird einen experimentellen Ebola-Impfstoff testen. Er wird primär gesunden Freiwilligen vor ihrem Hilfseinsatz in Westafrika verabreicht.



Die Welt wartet weiter auf eine wirksame Ebola-Impfung. Nun macht die Schweiz einen Schritt in diese Richtung: Die Zulassungsbehörde Swissmedic hat ein Gesuch für eine Studie für einen Ebola-Impfstoff bewilligt. Der Impfstoff beruht auf einem gentechnisch veränderten Schimpansen-Adenovirus, wie Swissmedic am Dienstag mitteilte. In der klinischen Studie soll die Sicherheit des Impfstoffes sowie seine Fähigkeit, eine Immunantwort zu produzieren, getestet werden. 

Der Impfstoff besteht aus nicht vermehrungsfähigen Viren, die mit der genetischen Bauanleitung eines bestimmten Ebola-Proteins bestückt sind, wie Swissmedic festhielt. Er wird primär 120 gesunden Freiwilligen vor ihrem Hilfseinsatz in Westafrika verabreicht. 

The Lausanne University Hospital (the ''CHUV'') in Lausanne, Switzerland, Monday, June 16, 2014. Former Formula One driver Michael Schumacher is no longer in a coma and has left a French hospital where he had been receiving treatment since a skiing accident in December, but has been transferred to the Lausanne University Hospital his manager said Monday, June 16 2014. (KEYSTONE/Sandro Campardo)

Das Universitätsspital Lausanne (CHUV). Bild: KEYSTONE

Die Studie im CHUV wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO unterstützt. Sie führt eine in den USA, England und Mali lancierte Serie von klinischen Versuchen weiter. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage für weitere Studien mit mehreren tausend Probanden dienen. 

Über 10'000 Menschen an Ebola erkrankt

Weil es sich um einen genetisch veränderten Organismus handelt, wurden neben Swissmedic auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie die Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit konsultiert.

Die Ebola-Epidemie ist in Westafrika weiter auf dem Vormarsch. Nach Angaben der WHO vom Wochenende stieg die Zahl der Infizierten auf 10'141 in acht Ländern. Bis am 23. Oktober starben 4922 Menschen an Ebola. Am meisten Todesopfer verzeichnet Liberia, gefolgt von Sierra Leone und Guinea. (whr/sda)

Die Gesichter der Ebola-Überlebenden

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