Schweiz
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Frauen bereit für Streik und CVP auf Kurswechsel – das schreiben die Sonntagszeitungen



Frauen mobilisieren zu Mega-Streik

Die Frauen in der Schweiz rüsten sich laut dem «SonntagsBlick» mittlerweile zu einem Mega-Streik am 14. Juni. Das ganze Land soll dabei anlässlich des Frauenstreikes von vor fast dreissig Jahren stillstehen. Es gehe in diesem Jahr um Lohngleichheit, Diskriminierung, Gewalt an Frauen und prekäre Arbeitsbedingungen.

ZUM 25. JAHRESTAG DES FRAUENSTREIKTAGES AM DIENSTAG, 14. JUNI 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Hunderte von Frauen demonstrieren in Bern auf dem Bundesplatz anlaesslich des landesweiten Frauenstreikes vom 14. Juni 1991. Die Frauen fordern die Umsetzung des vor zehn Jahren in Kraft getretenen Verfassungsartikels ueber die Gleichstellung von Mann und Frau. Statistische Erhebungen zeigen, dass gleichwertige Arbeit von Maennern und Frauen weiterhin unterschiedlich entloehnt wird. (KEYSTONE/Edi Engeler)   ===  ===

Am Frauenstreik 1991 beteiligten sich 500'000 Frauen. Bild: KEYSTONE

Als Hauptpunkte sollen am 14. Juni um 11 Uhr und um 15.30 Uhr Streikveranstaltungen stattfinden. Die Vorbereitungen dafür liefen auf Hochtouren und die Mobilisierung für die Streikmassnahmen sei voll im Gange. Eine Umfrage der Zeitung unter grossen Unternehmen ergab, dass die Firmen kein Problem darin sähen, falls die Frauen in ihrer Freizeit streikten. Die SBB hoben gegenüber dem «SonntagsBlick» hervor, dass mit allen Mitarbeitern, die dem Gesamtarbeitsvertrag GAV unterstellt sind, eine Friedenspflicht vereinbart sei.

CVP will homosexuelle Paare nicht mehr diskriminieren

Das Urteil des Bundesgerichts zur Heiratsstrafe-Initiative hat laut der «SonntagsZeitung» in der CVP die Debatte über gleichgeschlechtliche Ehen angestossen. Eine Mehrheit der Bundeshausfraktion wolle schwule und lesbische Paare nicht mehr diskriminieren und lehne den ursprünglichen Initiativtext mittlerweile ab. Dort wird die Ehe als eine auf Dauer angelegte und gesetzlich geregelte Lebensgemeinschaft von Mann und Frau definiert.

Für Ständerätin Brigitte Häberli sei dies nicht mehr zeitgemäss, wie sie gegenüber der «Sonntagszeitung» sagte. Selbst für Ständerat Peter Hegglin, der dem konservativen Flügel zugeordnet werde, sei es «nicht mehr relevant», ob eine Ehe aus einem Mann und einer Frau bestehe. Viele CVP-Politiker wollten daher nun dafür sorgen, dass die Heiratsstrafe-Initiative geändert werde.

SBB-Billett ist via App teurer

Wer blindlings der App von den SBB oder dem Billettautomaten am Bahnhof vertraut, bezahlt laut dem «SonntagsBlick» für die Reise unter Umständen deutlich mehr. Das hätten Recherchen ergeben. Wer einfach Abfahrts- und Zielort eintippe, den koste die Fahrt mit Bahn und Bus bis zu einem Drittel mehr als jene, die sich beim Ticketkauf etwas mehr Zeit liessen. Machten Kunden bei längeren Reise zwei separate Buchungen koste die Reise unter Umständen weniger - trotz gleicher Route und gleicher Verkehrsmittel.

Die SBB wollten dazu keine Stellung nehmen und verwiesen an CH-direct, den nationalen Tarifverbund des öffentlichen Verkehrs. Dieser begründe das Problem damit, dass es in der Schweiz zwei unterschiedliche Tarifarten gebe. Im nationalen direkten Verkehr würden die Streckenpreise auf Kilometerbasis berechnet. In regionalen Verbünden werde das Gebiet in Zonen unterteilt und man fährt innerhalb einer Zone unabhängig von der Distanz zum selben Preis. Diese unterschiedlichen Tarifsysteme bewirkten je nach Strecke solche Preisunterschiede.

Cassis will Entwicklungshilfe neu ausrichten

Aussenminister Ignazio Cassis will die Entwicklungshilfe laut der «NZZ am Sonntag» neu ausrichten und die Gelder sollen stärker Schweizer Interessen, wie etwa der Migration, dienen. Rund 11.4 Milliarden Franken will der Aussenminister in der nächsten Vier-Jahres-Periode 2021 bis 2024 für die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz bereitstellen. Die Mittel sollen aber fokussierter, effizienter und auch mit mehr Nutzen für die Schweiz ausgegeben werden.

Bundesrat Ignazio Cassis spricht im Nationalrat an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 18. Maerz 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bundesrat Cassis. Bild: KEYSTONE

Die neue Ausrichtung der Entwicklungshilfe stehe im Entwurf der neuen Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit, aus dem die Zeitung zitiert. Cassis wolle das Konzept in Kürze präsentieren. Die Hilfe soll in erster Linie dem Wirtschaftswachstum, der Bekämpfung des Klimawandels und der Reduktion von irregulärer Migration dienen. Erst an vierter Stelle werde die Demokratie- und Friedensförderung genannt.

Gar nicht mehr als explizites Ziel aufgeführt sei die Reduktion von Armut. Erwähnt werde auch die Absicht, beim Abschluss von Kooperationsverträgen immer auch migrationspolitische Anliegen einzubringen. Mit dem Vorschlag werde die Schweiz künftig rund 0.45 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe ausgeben - weniger als das deklarierte Ziel von 0.5 Prozent.

Nachrichtendienst observiert Klimajugend

Die Klimademonstrationen werden laut der «NZZ am Sonntag» von der Polizei und dem Nachrichtendienst beobachtet. Als Grund gibt die Zeitung vermehrten Linksextremismus an, der sich unter die Demonstranten mische. Der Revolutionäre Aufbau habe dazu aufgerufen, an den Klimademos mitzulaufen. Gleiches habe das Revolutionäre Bündnis getan. Von den Behörden hiess es zu der Zeitung, dass es zur Risikoeinschätzung gehöre, dass extremistische Exponenten die Anonymität der Menschenmassen bei den Klimademos nutzen könnten, um ihre Partikluarinteressen durch militante Aktionen durchzusetzen.

Tausend Jahre krank

Bundesbeamte sind laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» im Jahr 2018 rund tausend Jahre krank gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf noch unveröffentlichte, umgerechnete Daten aus dem bundesinternen Absenzensystem.

Im Jahr 2018 seien Bundesbedienstete rund 1154 Jahre lang krank gemeldet gewesen. Allein im Departement von Bundesrat Ueli Maurer sei es zu umgerechnet rund 344 Absenzjahren gekommen. Der Finanzminister führe damit die Rangliste unter den Kranken Vollzeitangestellten an - sie seien im Schnitt 8.7 Tage krank gewesen.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Flo1914 14.04.2019 15:03
    Highlight Highlight Die Iniative muss unverändert wieder zur Abstimmung kommen.
    Ich und vermutlich viele andere haben sie damals genau WEGEN der Ehe Definition (Mann und Frau) angenommen.
    • Juliet Bravo 14.04.2019 18:34
      Highlight Highlight Was bringts dir, wenn nur Heteros heiraten dürfen?
  • Mutbürgerin 14.04.2019 11:30
    Highlight Highlight Die Gewerkschaften sind nicht weit weg von Hasspredigern. Sollten Bundesangestellte am 14.6. trotz GAV, der von den Gewerkschaften ausgehandelt wurde, ihre Arbeit verweigern, so sollten sie freigestellt werden.
  • Pbel 14.04.2019 10:52
    Highlight Highlight Die CVP Bundeshausfraktion will Schwule und Lesben nicht mehr diskriminieren: Halleluja.
    Jetzt muss nur noch die Basis mitmachen und ich gewinnen wieder ein wenig Hoffnung in den Verstand der Menschen zurück.
    • Klaus07 14.04.2019 12:03
      Highlight Highlight Ich erst, wenn die CVP sich vom C verabschiedet.
  • roger_dodger 14.04.2019 10:45
    Highlight Highlight Finde ich ja gut und Recht, was mir aber auch auffällt ist eine schleichende Diskrimierung von Männern. Fängt an bei Frauenparkplätzen (ja, die Mörderin im Urania war eine Frau und kein Mann), Frauenbadi, Frauensportstudio (Mrs Sporty) etc. Vom Militärdienst müssen wir ja gar nicht erst reden.
  • Pafeld 14.04.2019 09:31
    Highlight Highlight Und wann gibt Ignazio Cassis denn endlich den Übertritt in die SVP bekannt?
  • Pafeld 14.04.2019 09:27
    Highlight Highlight Also gibt die CVP jetzt doch noch zu, dass es immer vollste Absicht gewesen sei? Bisher hat sie sich immer mit Ausreden wie "auf Wunsch der EVP/EDU", "Ehedefinition ist notwendig", "Ehedefinition gemäss aktueller Gesetzeslage/EMRK" rausgewunden, wobei insbesondere Gerry Pfister nicht müde wurde, diesen Blödsinn zu verbreiten.

    Die Initiative ist trotzdem Murks. Die Abschaffung der Heiratsstrafe löst die Problematik nicht. Sie negiert höchstens einen der Nachteile der Ehe gegenüber den anderen Partnerschaftsformen. Ausgewogen und fair sind die Modelle deswegen trotzdem nicht.
  • The oder ich 14.04.2019 09:18
    Highlight Highlight "Allein im Departement von Bundesrat Ueli Maurer sei es zu umgerechnet rund 344 Absenzjahren gekommen. Der Finanzminister führe damit die Rangliste unter den Kranken Vollzeitangestellten an"

    wie der Herr, so’s Gescherr
    Benutzer Bildabspielen
    • Pafeld 14.04.2019 17:26
      Highlight Highlight Überdurchschnittliche Krankheitstage sind entweder auf eine Larifari-Führung oder auf ein furchtbares Arbeitsklima zurück zu führen.
    • 7immi 14.04.2019 21:36
      Highlight Highlight @pafeld
      ich nehme an, dass zb der Zoll da auch dabei ist? Mit Schichtarbeit und steter Unterbesetzung lässt sich der Umstand wohl erklären. da sind andere deutlich weniger belastet...
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2019 08:24
    Highlight Highlight Kleiner Nachtrag: Am Wochenende gibt es immer Gastkolumnisten auf Inside Paradeplatz. Viel Resonanz hat immer der Alt-Influencer Klaus Stöhlker (der Erfinder der A- und B-Schweizen), neuerdings clickmässig überholt von einer Frau Isabel Villalon, die voll auf der Roger-Köppel-Linie argumentiert. Dieses Wochenende wütet sie übrigens gegen das Portal Watson („linksgrün-versifft“ what else? 😅).
    • Things will be different when I take over the worl 14.04.2019 17:15
      Highlight Highlight Ich lese manchmal IP, um zu sehen, was für Halbschuhe in der Schweiz horrende Saläre bekommen. Die Digitalisierung wird auch diesen Menschen an den Kragen gehen - leider auch vielen anderen, die es nicht verdient haben.

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