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Morchelzeit: Fachstellen warnen vor falscher Zubereitung

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Morcheln sind im rohen Zustand giftig. Bild: www.imago-images.de

Morchelzeit: Fachstellen warnen vor falscher Zubereitung

Morcheln sind im Frühling eine begehrte Delikatesse, doch ihr Genuss erfordert Vorsicht.
21.04.2026, 09:2121.04.2026, 09:21

Die Morchelzeit hat begonnen – und mit ihr ein unterschätztes Risiko: Der Verzehr von frisch gesammelten Morcheln als auch getrocknete Zuchtpilze aus dem Handel stehen kann gesundheitliche Folgen haben.

In den vergangenen zwölf Monaten trat eine Häufung von schweren Magen-Darm-Symptomen im Zusammenhang mit Morcheln auf. Darauf weisen Tox Info Suisse sowie die Schweizerische Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane (VAPKO) hin. Vier Personen erkrankten dabei schwer. Besonders häufig traten die Beschwerden nach dem Verzehr von Gerichten wie Risotto oder Morchelsaucen auf.

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Morcheln werden oft mit cremigen Gerichten serviert.Bild: www.imago-images.de

Die Ursache liegt dabei in der Zubereitung: Rohe oder unzureichend gegarte Morcheln sind giftig. Für einen sicheren Verzehr raten die beiden Fachstellen zu folgenden Massnahmen:

  • Frische Morcheln zuerst trocknen, dann einweichen und mindestens 20 Minuten kochen.
  • Falls du die Morchel trotzdem frisch zubereiten möchtest: Mindestens 20 Minuten kochen und keine grossen Portionen von mehr als 100 Gramm essen.
  • Getrocknete Morcheln immer zuerst einweichen und danach mindestens 20 Minuten kochen.
  • Tiefgekühlte Morcheln auftauen und danach mindestens 20 Minuten kochen.
  • Morcheln nie ungekocht als Snack oder Carpaccio verzehren.

Der rohe und unzureichende Verzehr von Morcheln kann zu neurologischen Symptomen wie Schwindel führen, die in der Regel kurz nach dem Verzehr auftreten. Magen-Darm-Beschwerden setzen meist innerhalb weniger Minuten bis Stunden ein und können in seltenen Fällen lebensbedrohlich werden – etwa durch massiven Flüssigkeitsverlust und Kreislaufversagen.

Bei rasch auftretenden Magen-Darm-Beschwerden wird empfohlen, umgehend Tox Info Suisse zu kontaktieren. Bei schweren Symptomen sollte zusätzlich der Rettungsdienst alarmiert werden. (cst)

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