Schweiz
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Alle Umweltziele verfehlt: Redet der Bund die Bauern schlecht?

Die Landwirtschaft habe keines der 13 Umweltziele vollständig erreicht, sagt der Bund. Bauernnahe Nationalräte wehren sich gegen diese Aussage. Sie sprechen von einer «fragwürdigen Kommunikation».

Maja Briner / ch media



Der Landwirt Andreas Bernhard vom Riedhof in Zizers steckt mit seinen Herferinnen und Helfer bei strahlend schoenem und mildem Fruehlingswetter die Kartoffelsaat auf seinem Acker am Dorfrand von Zizers im Churer Rheintal, am Mittwoch, 17. April 2013. Wegen dem anhalten kalten Wetter mussten die Landwirte in diesem Fruehling etwas laenger warten mit der Aussaat der Kartoffen als in den vorangegangenen Jahren. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Bild: KEYSTONE

Die Bauern sind unter Beschuss. Ein Bericht des Bundesamts für Umwelt zeigte diesen Sommer, dass Rückstände von Pestiziden im Grundwasser weit verbreitet sind. Der Befund kommt für die Bauern zu einem heiklen Zeitpunkt: Gleich zwei Initiativen nehmen den Pestizid-Einsatz ins Visier. Beide sind noch im Parlament hängig, der Bauernverband hat jedoch bereits eine Gegenkampagne lanciert.

Ein Argument, das in der Debatte dazu immer wieder fällt: Die Landwirtschaft verfehle alle Umweltziele, daher brauche es weitere Massnahmen. Im Parlament sagte etwa GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy: «Jedes Jahr investieren wir Milliarden von Franken in eine Landwirtschaft, welche kein einziges der Umweltziele erreicht.»

Auch andere Nationalräte zogen mit diesem Argument ins Feld. Sie stützen sich dabei auf den Bund. Die Bundesämter für Umwelt und für Landwirtschaft kamen 2016 im «Statusbericht» zum Schluss, die Landwirtschaft habe bisher keines der dreizehn Umweltziele, die der Bund vorgegeben hat, vollumfänglich erreicht. So steht es auch in der Botschaft zur Trinkwasser-Initiative. Laut Bundesamt für Landwirtschaft gilt die Aussage nach wie vor.

Bauern am Pranger

Nur: Verfehlt die Landwirtschaft tatsächlich alle Umweltziele? Bauernnahe Nationalräte werfen dem Bund vor, er rede die Landwirtschaft schlecht. CVP-Nationalrat Leo Müller prangert in einer Interpellation die «fragwürdige Kommunikation» an. Unterzeichnet wurde sein Vorstoss unter anderem von Markus Ritter (CVP), Präsident des Bauernverbands.

Bild

Nationalrat Leo Müller Bild: forms://13/85318

«Es scheint, als wolle man die Bauern in die Pfanne hauen», sagt Müller, der im Vorstand des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands ist. «Die Kommunikation ist nicht fair.» Denn erstens sei die Aussage veraltet. Zweitens sei die Beurteilung hart, denn manche der 39 Unterziele würden durchaus erfüllt.

Ein Beispiel: Beim Phosphorgehalt hält der «Statusbericht 2016» fest, bei vielen grossen Seen sei das Ziel erreicht; bei manchen wie beim Zuger- und Hallwilersee jedoch nicht. Und bei den kleinen Seen fehle eine Übersicht. Das Fazit des Bundes: Das Umweltziel bei Phosphor wird verfehlt.

Insgesamt wurden laut dem Statusbericht sieben der 39 Unterziele erfüllt, bei neun war keine Aussage möglich, wie Müller festhält. Das Bundesamt für Landwirtschaft bestätigt das. Es hält aber daran fest, dass bisher keines der Umweltziele vollständig erreicht ist.

«Als wäre nichts geschehen»

Zudem kritisiert Müller, dass der Statusbericht von 2016 stammt. Seither habe sich einiges getan, etwa mit dem «Aktionsplan Pflanzenschutz». «Der Bund aber kommuniziert die Resultate, als wäre seither nichts geschehen.» Es sei «nicht Aufgabe von einzelnen Bundesämtern, Politik zu betreiben», moniert er.

Seine Kritik zielt auf das Bundesamt für Umwelt. Es hat die Bauern diesen Sommer bereits verärgert, als es die Auswirkungen der Trinkwasser-Initiative als gering beschrieb. Der Bundesrat hingegen warnt vor «weitreichenden, schädlichen Folgen».

«Kritik von links: Handeln statt hadern»

Kein Verständnis für Müllers Vorstoss hat die St. Galler SP-Nationalrätin Claudia Friedl. Statt die Kommunikation zu kritisieren, müsse man handeln, fordert die Umweltnaturwissenschafterin: «Wir hören fast täglich Nachrichten über das Insektensterben, den Verlust von Biodiversität und Pestizide in Gewässern.» Die Frage sei daher vielmehr, ob die Bauern weitere Instrumente bräuchten, damit die Umweltziele erreicht werden.

Claudia Friedl, SP-SG, spricht an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 26. September 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Nationalrätin Claudia Friedl Bild: KEYSTONE

Dass es zum Teil Verbesserungen gab, streitet Friedl nicht ab. Auch gebe es Unterschiede zwischen den einzelnen Bauern. «Aber im Ganzen muss man feststellen: Die Umweltziele werden nicht erreicht.» Die Bevölkerung dürfe erwarten, dass sich dies bessere.

Das wird verschwiegen

Müller weist den Vorwurf, es werde zu wenig gemacht, zurück. Die Landwirtschaft handle sehr wohl, zum Beispiel mit dem «Aktionsplan Pflanzenschutz», aber auch etwa beim Einsatz von Antibiotika, dessen Verbrauch sich in den letzten zehn Jahren halbiert habe. «Das alles wird verschwiegen», so Müller. Und: Es brauche Zeit. Der Luzerner fügt an:

«Die Bauern arbeiten mit der Natur, nicht mit einer Maschine, bei der man einfach den Schalter umlegen kann.»

(aargauerzeitung.ch)

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Josh Ho 07.10.2019 11:54
    Highlight Highlight Teil des Problems ist auch, diese Mittel wurden alle von den Zulassungsbehörden abgesegnet.
    Dass die Pestizide dann im Feldeinsatz zu Problemen führen, sind z.T. ungenügende Vorabkärungen auch seitens der EU. Langzeitfolgen und auch negative Kombinations Effekte sind schwierig, schon bei Zulassungen abzuschätzen.
    Es gibt zudem Kulturen wie Raps (Schadinsekten) und Kartoffeln
    ( Krautfäule), die ohne Pestizide nur mit sehr hohen Ertragseinbussen angebaut werden können.
    Es ist schon etwas einfach, das ganze immer den Bauern in die Schuhe zu schieben.
  • Thorium 07.10.2019 11:35
    Highlight Highlight Es gibt da eine sehr interessante Doku von arte die auch auf YouTube zu finden ist:
    Play Icon


    Darin wird unter anderem unsere moderne Lebensmittelindustrie sehr detailliert entmystifiziert. Fakt ist, dass wir pro Calorie die wir als Nahrung gewinnen 7 Calorien investieren müssen. Das kann einfach nicht gut gehen.
  • Delfina 07.10.2019 10:12
    Highlight Highlight Die Mehrheit der Bauern arbeitet nicht mit der Natur, sondern gegen sie, verwenden Biozide im grossen Stil, vergiften damit Tiere, Pflanzen, Boden und Wasser!
  • Vecchia 07.10.2019 09:59
    Highlight Highlight "Auch gebe es Unterschiede zwischen den einzelnen Bauern. «Aber im Ganzen muss man feststellen: Die Umweltziele werden nicht erreicht.» Die Bevölkerung dürfe erwarten, ..."

    Ich sehe die Unterschiede täglich und deshalb verstehe ich auch, dass die, gegenüber den Verantwortungsvollen unfaire, Pauschalisierung verärgert.

    Die Bevölkerung könnte selbst bewusster konsumieren, sich ernsthaft informieren und genau lesen, wie ihr Einkauf produziert wird.

    Und dann könnte der Bund ja auch mal den Einfluss der grossen Agro-Chemie-Konzerne unter die Lupe nehmen...aber das wird wahrscheinlich heikel.
  • Hardy18 07.10.2019 09:49
    Highlight Highlight Vorab, es gibt solche und solche Bauern.

    «Die Bauern arbeiten mit der Natur, nicht mit einer Maschine, bei der man einfach den Schalter umlegen kann.»

    Das ein schöner Satz wie aus dem Märchen.


    Wenn man sich anschaut was all die Jahre so selbstverständlich und "natürlich" auf die Felder gehauen wurde muss ich lachen. Pflanzen die mit Giften ausgerottet werden mussten, anstatt sich vor Jahrzehnten sich Gedanken zu machen ob das überhaupt richtig ist. Sowas gehört zu dem Allgemeinwissen eines Bauern! Und da sollten einige die Schule nachholen oder einen anderen Job annehmen.
    • Kaffo 07.10.2019 12:18
      Highlight Highlight Hardy18 ich kann Ihnen nur zustimmen. Was mich auch ärgert ist wenn die Wiesen gemäht werden. Dann feilen die Mähmaschinen mit einem Tempo über das Grün dass kein Insekt eine Chance hat zu fliehen. Dabei gehen tausende von Insekten drauf, die dann später noch von den Kühen gefressen werden. Ist das Biodiversität?
      Es gäbe noch viele Beispiele.
    • Vecchia 07.10.2019 12:25
      Highlight Highlight "was all die Jahre so selbstverständlich und "natürlich" auf die Felder gehauen ..."

      Ich finds nicht zum Lachen, aber ernst genommen wird das Thema noch lange nicht, am wenigsten von Konsumenten und Wirtschaft.

      Die Agrochemie besteht auf den weiteren Verkauf ihrer Lagerbestände....
      SBB (5500 Liter) und Strassenunterhalt "können" nicht einfach auf Glyphosat verzichten ... und ein Teil (!) der Bauern, wird die - unpopulär gewordenen - billigeren Pestizide erst recht grosszügig verwenden...

      https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/pflanzenschutz/pestizid-verbot-agrochemie-wehrt-sich-50588.html
  • Chlinii 07.10.2019 09:48
    Highlight Highlight Mich würde es einmal Wunder nehmen wie viele Ziele der Bund/Bundesrat bereits "vollumfänglich" erfüllt hat. Und mittlerweile weiss man sogar, dass die Privathaushalte mit ihren Gärten hauptsächlich dafür verantwortlich sind, dass wir so viele Pestizide in unseren Gewässern haben und nicht nur die Bauern. Viele wissen gar nicht auf was die Bauern alles achten müssen um heutzutage dem Pflanzenschutz, Tierschutz, Konsumenten usw. gerecht zu werden. Klar das ist alles nötig aber Wertschätzung erhält man kaum...
  • I bims 07.10.2019 09:43
    Highlight Highlight Der bio Anbau ist nicht CO2 ärmer worum es hier zwar nicht geht. Man bedenke, dass ebenfalls viele Privatpersonen "Pestizide" einsetzen. Dies ohne gross eine Ahnung mit dem Umgang und der Dosierung zu haben. Es müssen sich sowohl die Bauern als auch Privatpersonen an der Nase nehmen. Wenn man Gift auf Platten sprüht wird es abgewaschen und geht ins Grundwasser.
  • gmüesbouquet 07.10.2019 09:36
    Highlight Highlight Umweltziele verfehlt, Natur und Menschen vergiften, Insektensterben, Pestizidrückstände.. dass sind im Moment die Themen die wir diskutieren. Wir als Nahrungsmittelproduzenten sind uns dieser Verantwortung bewusst. Jedoch bewegen wir uns in einem eher schwierigen Umfeld zwischen Qualitätsprodukte für den Handel und dem Umweltschutz, beidem gerecht zu werden ist nicht einfach umzusetzen. Ich lade daher alle Watson User ein sich ein Bild davon machen zu können, was von den Grossverteilern als gute und als nicht brauchbare Ware bezeichnet wird..
    Gruss aus dem Seeland✌️
    • PlayaGua 07.10.2019 11:44
      Highlight Highlight Sowas sollte eben mal an die Öffentlichkeit. Aber verständlicherweise wollen die Produzenten das nicht öffentlich sagen, da sie massiv von Migros und/oder Coop abhängig sind.
  • THEOne 07.10.2019 09:14
    Highlight Highlight wiedermal heuchelei des bundes par excellence.
    kritisieren an bauern herum, wollten aber bis vor kurzem die glyphosatwerte enorm erhöhen, damit mehr gesprüht werden kann, oder geben so extreme vorgaben, dass die bauern diese nur mit müh und not einhalten können.
    ich bin garkein fan, der exorbitant hohen subventionen für die bauern, weil ich selbst immer wieder sehe, wofür die ausgeben werden bei den bauern, mag sein, dass jene auch die schwarzen schafe sind.
    wiedermal ein bsp. für die doppelzüngigkeit unseres rates....
  • Doppelpass 07.10.2019 09:06
    Highlight Highlight Es kann nicht heissen: "die Landwirtschaft hat die Ziele nicht erreicht", sondern: " in der Landwirtschaft haben wir die Ziele noch nicht erreicht."
    Es braucht ein wirksames Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, LandwirtInnen und KonsumentInnen.
    Wir müssen das dringend verbessern!
  • PlayaGua 07.10.2019 08:57
    Highlight Highlight Alle anderen Branchen haben gar keine Umweltziele, obwohl das eigentlich geplant war. Das ist das Hauptproblem. So ist ein Vergleich unmöglich und die ganze Kritik entfällt auf die Bauern.
  • youmetoo 07.10.2019 08:51
    Highlight Highlight Bei den Grossverteilern gibt es beinahe gleich viele Bioprodukte wie konventionell angebaute. Aber 86 % des Bodens werden konventionell bewirtschaftet und nur 14 % biologisch. Da kann doch etwas nicht stimmen!
    • trudi 07.10.2019 21:34
      Highlight Highlight bio hat einen marktanteil von knapp 10%..
  • tiliana 07.10.2019 08:51
    Highlight Highlight Ich bin absolut für mehr Biodiversität und weniger Spritzmittel. Und dass keines der Ziele erreicht wurde, spricht Bände. Es muss etwas in der Landwirtschaft passieren!
    Was ich ich mich aber auch schon fragte (vielleicht weiss es ja jemand) wie hoch ist der Anteil der Landwirtschaft gegenüber Private gerade was Spritzmittel betrifft?
    Auf den Gedanken bin ich gekommen, da ich gehört habe, dass in Deutschland die DB der grösste Glyphosat abnehmer ist. Ausserdem wäre es interessant zu wissen, was z.B. Golfplätze mit englischem Rasen alles brauchen oder sonstige private Garten(anlagen).
    • Vecchia 07.10.2019 12:34
      Highlight Highlight Genau auch Golfplätze ! und Strassenunterhalt, SBB etc.

      Aber für Landwirtschaftprodukte hätte es auch der Konsument in der Hand,. Wenn ich allerdings jeweils den (überbordenen) Grenzverkehr sehe ... dann sind da sehr viele Leute, denen es sch...egal ist, was hinter dem günstigen Einkauf steckt.
  • Frost 07.10.2019 08:44
    Highlight Highlight Und wie steht es um die Umweltziele in den anderen Wirtschaftschaftszweigen der Schweiz?

    Wäre auch noch interessant zu wissen
  • Avalon 07.10.2019 08:34
    Highlight Highlight Danke für die klaren Worte, Bundesamt für Umweltschutz!
    Es kann ja wohl nicht sein, dass Milliarden in die Land- und Forstwirtschaft investiert werden und diese dann mit Pestiziden, Insektiziden, etc. Die eigene Bevölkerung vergiftet?
    Und ja, die Landwirte haben keinen einfachen Job. Nur, sind sie die einzigen? Ich kenne fast nur Berufstätige, die extrem unter Druck stehen. Vielleicht brauchen wir einen „system change“?
    • GraveDigger 07.10.2019 08:59
      Highlight Highlight @avalon
      Klare Worte nützen nichts, es ist heisse Luft. Denn genau eine Türe weiter im Bundeshaus wird entscheiden das mehr Wachstum gebraucht wird, mehr Bevölkerung um mehr Steuern und Abgaben zu generieren um das Land noch mehr zuzubauen und auf weniger Landwirtschaftfläche noch mehr zu produzieren und das dann noch hochsubventioniert im Ausland zu verscherbeln. Im Gegenzug importiert man dann tonnenweise Lebensmittel aus dem Ausland. Versteht da einer die Logik?
  • Pumuckl 07.10.2019 08:29
    Highlight Highlight Man kann nicht von der gesamten Landwirtschaft verlangen wie ein Demeter-Betrieb zu wirtschaften und gleichzeitig eine möglicht hohe und stabile Eigenversorgung der Schweiz zu gewährleisten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Bauern bewusst sind, dass klare Schritte in eine nachhaltigere Produktion gemacht werden müssen. Wie aber im Text erwähnt, lässt sich das nicht von heute auf morgen umsetzen.
    Was mich persönlich am Buure-Bashing der Grünen&Linken stört, dass die Pestizid-Belast., Wasserverschw. und Luftverschm. der Privaten "fürs schöne Gärtli vorm Haus" nie thematisiert wird.
  • RicoH 07.10.2019 08:25
    Highlight Highlight Wenn der Bund feststellt, dass keines der 13 Umweltziele vollständig erreicht wurde, ist das ein Fakt, der auch so kommuniziert werden kann.

    Daraus abzuleiten, dass man mit dieser Kommunikation die Bauern in Pfanne hauen will, ist eine unhaltbare Unterstellung. Der Bund weist ja explizit mit "nicht vollständig" darauf hin, dass einiges erreicht wurde, aber eben halt nicht vollständig.

    Anstatt auf dem Überbringer der Nachricht herumzuhacken, wäre es vorteilhafter sich damit zu befassen, warum die die Ziele nicht erreicht wurden und da anzusetzen.
  • Bert der Geologe 07.10.2019 08:24
    Highlight Highlight Das Problem bei der Landwirtschatspolitik ist, dass die Beiteiligten seit Jahrzehnten aneinander vorbei reden, ohne es zu merken. Immer ist von "DEN" Bauern und "Der" Landwirtschat die Rede. Es gibt in der Schweiz nicht "DIE" Landwirtschaft. Es gibt die Ertragslandwirtschaft und die Biodiversitätslandwirtschaft mit sehr unterschiedlichen Zielen, die sich auch widersprechen. Aber in der Wahrnehmung wird ein Tabakbauer im Waadtland mit einem Ziegenbauer im Prättigau gleichgestellt. Dies sollte man auseinanderbeineln.
  • Mügäli 07.10.2019 08:13
    Highlight Highlight Ich bin mir bewusst, dass die Landwirtschaft extrem unter Druck steht. Einerseits werden ständig von Seiten Politik die Grenzen geöffnet, was dazu führt, dass unsere Bauern in Konkurrenz mit Marktbeteiligten hereingezogen werden, welche ohne grosse Vorschriften Produzieren können. Zum Anderen kann auch der Bauernverband den drastischen Rückgang der Biodiversität infolge Pestiziden nicht verleugnen. Auch kann es nicht sein, dass unser Grundwasser durch dieses verschmutzt wird. Ich denke der ökologische Anbau ist die Zukunft und wir die Konsumenten müssen da auch bereit sein dies zu bezahlen.
    • TheBase 07.10.2019 08:23
      Highlight Highlight „...welche ohne grosse Vorschriften produzieren können...“

      Natürlich 🙄
  • tinu77 07.10.2019 08:11
    Highlight Highlight Ich finde es richtig, dass der Druck auf die Bauern in diesem Bereich erhöht wird. Von andern Industrien, die notabene keinen einzigen Subventionsfranken erhalten, wird auch die Einhaltung von Umwelstandards verlangt unter Androhung von Bussen falls diese nicht geschieht.
    Wenn man also schon künstlich und völlig überteuert eine ganze Branche am Leben erhält, die sich ja auch gerne naturverbunden und nahe inszeniert, dann darf man sehr wohl verlangen, dass definierte Umweltziele eingehalten werden.
    Ansonsten halt den Sündern die Subventionen streichen, dann löst sich das Problem sehr schnell.
    • trudi 07.10.2019 12:43
      Highlight Highlight „den Sündern die Subventionen streichen, dann löst sich das Problem schnell“ - dann hast du aber sehr wahrscheinlich eins und zwar Hunger.. vergesse bitte die Zusammenhänge nicht..

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