Schweiz
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Bauer Georg Schmid aus Wildhaus ist am Mittwoch, 18. Juli 2007, auf der Winkelweid im Toggenburgischen Unterwasser das Heu am einholen, bevor die angekuendigten schweren Gewitter kommen. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Mit den Bauern geht's bergab: Die Bedingungen werden immer schwieriger. Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Bauern stecken in der Krise – der Überblick in 4 Punkten

Der Kanton Freiburg präsentiert Ende August einen Massnahmenplan für Bauern in Not. In den letzten Jahren stieg der Druck auf die Bauern – die Situation in vier Punkten.



Hohe Suizidraten, Notschlachtungen und ständige Preissenkungen – die Bauern stecken in der Krise. Der Kanton Freiburg zieht nun die Notbremse: Obwohl es dort bereits eine Beratungsstelle für Bauern in Not gibt, hat der Kanton nun einen zusätzlichen Massnahmenplan erarbeitet. Ende August wird er diesen präsentieren.

Die Westschweizer Zeitung La Liberté vermutet, dass den Bauern neu ein Seelsorger zur Seite gestellt wird. Eine Studie der Neuenburger Universität hatte dies empfohlen.

In den letzten Monaten stieg der Druck auf die Bauern nochmals an. Hier der Überblick in vier Punkten:

Warum stecken die Bauern in der Krise?

«Der finanzielle Druck hat deutlich zugenommen», sagt Sandra Helfenstein vom Schweizer Bauernverband auf Anfrage. Die Preise der Produkte würden ständig gesenkt. Erst letzte Woche senkte die Migros-Tochtergesellschaft Micarna die Preise. Pro Kilo Schweinefleisch kriegt der Bauer nun 10 Rappen weniger. «Der preisbestimmende Abnehmer nützt seine Marktmacht schamlos aus. Wir sind irritiert und enttäuscht», schreibt der Schweineproduzenten-Verband Suisseporcs.

Micarna begründet den Preisabschlag mit der niedrigen Nachfrage: «Wir mussten viel Fleisch einfrieren weil die Läden seit mehreren Wochen weniger Schweinefleisch verkaufen», sagt Micarna-Sprecherin Deborah Rutz gegenüber der «Bauern Zeitung».

Schon vor wenigen Wochen demonstrierten die Bauern vor einer Migros-Filiale. Der Grund: Elsa, ebenfalls eine Tochtergesellschaft der Migros, hat am 1. Juli die Preise für Milch um 2,5 Rappen gesenkt. Etwas mehr als 50 Rappen pro Liter bekommen die Bauern nun für ihre Milch. Dieser Ertrag sei nicht kostendeckend, sagte kürzlich Rudi Berli der Bauerngewerkschaft Uniterre zu «SRF». Er verweist darauf, dass nur schon die Produktion eines Liters Milch die Bauern rund einen Franken koste.

Die Schweizer Milch Landwirte demonstrieren am Freitag 9. Dezember auf dem Bundesplatz in Bern zusammen mit Uniterre gegen die

Immer wieder demonstrieren Schweizer Bauern gegen das Preisdumping bei der Milch. 2011 versammelten sie sich auf dem Bundesplatz in Bern. Bild: KEYSTONE

Wegen der Marktdominanz von Coop und Migros müssen sich die Bauern den diktierten Bedingungen fügen. Gemäss einer Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) bekommen die Bauern im Vergleich zu 1990 heute 30 Prozent weniger für ihre Produkte. Die Konsumenten hingegen bezahlen höhere Preise. Die Wertschöpfung hat sich demnach vom Bauernhof in den Handel verschoben.

Auch die Trockenheit macht den Bauern zu schaffen. «Die Bauern sitzen wie auf Nadeln», sagt Helfenstein vom Bauernverband. Sie verfolgten die Wetterprognose mit grosser Bange. Letzten Sommer mussten sie ihre Kühe notschlachten, weil sie keine Futter-Vorräte mehr hatten. Neues zu kaufen war für viele zu teuer. Sei jemand sonst schon finanziell knapp dran, könne das eine grosse Belastung sein.

Zudem hatten sie Ernteausfälle. «Eine schlechte Kartoffel-Ernte kann die Bauern tausende von Franken kosten», sagt Helfenstein.

Dieses Jahr ist bis jetzt weniger prekär. «Es ist nicht mit dem letztjährigen Sommer vergleichbar», sagt Helfenstein. Auch Ernteausfälle hätte es nicht in diesem Ausmass gegeben.

Was hat das für Konsequenzen?

Oftmals kämen zu finanziellen Schwierigkeiten der Bauern noch familiäre dazu. «Auf einem Bauernhof leben vielfach verschiedene Generationen zusammen. Das führt immer wieder zu Konflikten.» Auch Probleme in der Ehe belasten die Bäuerinnen und Bauern. Zudem sei nicht jeder der geborene Unternehmer: Gewisse Bauern fühlten sich verpflichtet, den Hof zu übernehmen, obwohl ihnen das eigentlich gar nicht liege.

Ernst Waser walks through the empty barn of his family's alpine dairy

Viele Bauern sehen keinen Ausweg mehr und nehmen sich deshalb das Leben. bild: keystone

Nicht selten brechen die Bauern deshalb unter diesem Druck zusammen. Eine Nationalfonds-Studie zeigte vergangenen Winter: In der Schweiz begehen überdurchschnittlich viele Bauern Suizid. Zwischen 1991 und 2014 nahmen sich 447 Landwirte das Leben. Während die Suizid-Rate anderer Schweizer Männer aus ländlichen Gemeinden laufend sinkt, nimmt sie bei Landwirten seit 2003 zu. So hatten Bauern laut Studie zuletzt ein um 37 Prozent höheres Suizid-Risiko.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Was wird dagegen getan?

Seit über 20 Jahren gibt es das bäuerliche Sorgentelefon. Die Anzahl Anrufe verzweifelter Bauern stiegen in den letzten Jahren. 2015 waren es 153, zwei Jahre später 160 und im vergangenen Jahr riefen 171 Personen an. Das liege einerseits daran, dass der Druck immer grösser werde, andererseits sei das Sorgentelefon mittlerweile kein Tabu mehr bei den Bauern, sagt der Präsident des bäuerlichen Sorgentelefons, Andri Kober, zu watson. In mehreren Kantonen bieten ausserdem die lokalen Bauernverbände ein eigenes Sorgentelefon an.

Im Kanton Waadt haben sich alleine im Jahr 2016 acht Bauern das Leben genommen. Deshalb ist dort Bauernpfarrer Pierre-André Schütz im Einsatz. «Es ist dringend! Menschen sterben, weil man sie nicht unterstützt», sagt er zu «SRF». Man habe die Verzweiflung der Bauern jahrelang unterschätzt, meint er.

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat nun die Dringlichkeit auch erkannt. Es führt mit Tierärzten, Betreuern und Kontrolleuren Tagungen durch. So will es diese Personen, die regelmässig in Kontakt mit Bauern sind, sensibilisieren. Merken sie bei den Bauern ein auffälliges Verhalten, können sie sie auf das Sorgentelefon und andere Angebote aufmerksam machen.

Wie war die Situation früher?

«Vor gut 20 Jahren hatten die Bauern ein einfacheres Leben», sagt die Sprecherin vom Bauernverband Sandra Helfenstein. Sie spielten damals – bevor viele Lebensmittel importiert wurden – eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Schweizer Bevölkerung. Der Bund kaufte den Bauern damals die Ernte zu einem fixen Preis ab. So hätten sie eine finanzielle Sicherheit gehabt und gutes Geld verdient, so Helfenstein. «Heute müssen sie selber schauen, wo und zu welchem Preis sie ihre Produkte verkaufen können.» Heute müssten die Bauern wie Unternehmer harte Preisverhandlungen führen.

Auch die Zahlen zeigen: In den letzten rund 20 Jahren haben immer mehr Bauern den Bettel hingeworfen. Die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe ist seit 1997 von 77'730 auf 50'852 im letzten Jahr gesunken.

Verteilung der Nutztiere in der Schweiz

Helikopter fliegen Wasser auf die Alp

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 05.08.2019 06:04
    Highlight Highlight Wieviel sind die Bauern wert?

    Die Landwirtschaftsbetriebe haben im Zeitraum 1996 bis 2017 in der Schweiz um 35% auf 51‘620 Betriebe abgenommen (BFS). Das liegt im Rahmen des Generationenwechsels. Wenn die Strukturbereinigung in der Landwirtschaft in diesem sozialverträglichen Rahmen gehalten werden kann, sollten sich die Bauern nicht beklagen. Auch sollten sie stolz sein auf ihren Auftrag, die Biodiversität im Kulturland zu fördern.
  • Ha End 04.08.2019 14:02
    Highlight Highlight Der Bauer ist nicht nur ein Beruf oder wirtschaftlicher Faktor.
    Er ist ein Teil von uns und unserer Kultur.
    Man sollte dies bei Beurteilungen und Entscheidungen nicht vergessen.
    Chears
  • Caerulea 04.08.2019 08:48
    Highlight Highlight Die SVP sollte mal ihren Ruf als Bauerpartei gerecht werden und ihre Macht nicht, für meist unsinnige Isolationspolitik verschwenden.
    Subventionen sind doch keine Lösung. Sondern vll ein System wie früher?
    Würde sich sicher für die Bauern auch besser anfühlen.
  • Gugguseli1963 04.08.2019 08:19
    Highlight Highlight Vor Jahren hatten wir noch Richtpreise, die vom Bundesrat genehmigt wurden, das war ein Schutz. Der Bundesrat hat uns Landwirte bewusst fallen lassen, damit er seine Hände in "Unschuld" waschen kann. Er genehmigt lieber jedes Jahr die Erhöhung der Krankenkassenprämien.
  • SIEGLINDE 03.08.2019 22:26
    Highlight Highlight Aber in meinen Augen ist der Endverbraucher daran Schuld weil der will täglich Fleisch und BILLIG.Schuld trägt auch der Staat weil er das Subventioniert und fördert .
    Dann kaufens das Billige Drecksfleisch der Großindustrie wo die Tiere mit allem möglichen Dreck samt Antibiotika gefüttert werden, da vergeht ja einem der Appetit. Da braucht die Menschheit kein Antibiotika mehr. Na gut ich esse kaum Fleisch und wenn dann nur ein gutes Stück vom Bauern.
  • goldmandli 03.08.2019 21:36
    Highlight Highlight Fleisch und Tierprodukte sind viel zu billig. Es kann doch nicht sein, dass wir als Konsumenten weniger als 1 Franken für einen Liter Milch bezahlen. Für Fleisch gilt das Selbe. Dieses künstliche Preisdumping schadet nicht nur den Bauern sondern auch dem Klima.
  • Platon 03.08.2019 20:21
    Highlight Highlight Das darf natürlich nicht fehlen:
    Play Icon
    • Jürg Müller 05.08.2019 04:58
      Highlight Highlight Danke Platon. Wieder eine Stunde meines Lebens vorbei. Diese Sendungen sind unbezahlbar! War heute eine gute Nachtschicht. Ich weiss schon nicht mehr, um was es im Artikel ging. Nochmals Danke - und einen schönen Tag.
  • Platon 03.08.2019 20:20
    Highlight Highlight Anscheinend darf man sich hier nicht mehr in die Agrarpolitik mischen, weil man ja sofort keine Ahnung hat als Nichtbauer🙄
    Die Sache ist ganz simpel. Direktzahlungen für alle öffentlichen Güter, die uns die LW gibt und weg mit den Subventionen. Alle Bauern maulen rum, dass der Milchpreis zu tief ist, na kein Wunder wenn alle Milch produzieren, wenn sie subventioniert wird🤦🏻‍♂️ Und letztendlich muss man sich als globalisierte CH nicht wundern, dass der LW-Sektor vielleicht keine Goldquelle ist. Sei es drum, es gibt viele innovative Bauern, die am Markt bestehen.
  • Thom Mulder 03.08.2019 18:23
    Highlight Highlight Man kann nunmal in einer sich verändernden Welt nicht einfach so weiter machen wie vor 100 Jahren. Monokultur zerstört unsere Umwelt. Mit Permakultur lassen sich höhere Erträge generieren. Aber dazu muss man eben umlernen und kann nicht einfach nur weiter Subventionen kassieren.
    • FlyingLizard 03.08.2019 19:45
      Highlight Highlight Danke für die Worte... ich bin nämlich quch der Meinung das der Permakultur die Zukunft gehört und man vermehrt auf diese setzen sollte... Die Vorteile sind massiv. Darum wär ich ja für ein Ja bei den kommende Abstimmungen der Pestizid bzw. Trinkwasserinitative. Ich denke das könnte den Wandel beschleunigen.
    • cgk 03.08.2019 19:49
      Highlight Highlight Monokultur in der Schweiz? Das sind Gärtchen, verglichen mit den meisten Betrieben im Ausland. Permakultur ist gut und recht. Wenn die Ernte aber nicht mehr maschinell eingefahren werden kann, heißt das Verteuerung des Endproduktes.
    • derlange 03.08.2019 21:02
      Highlight Highlight Was kostet dann so ein permakultur rüebli? „Mehr Ertag“ bedeutet nicht zwingend weniger Aufwand. Denn gerade bei sehr hoch nachgefragten Lebensmittel (Getreide, Gemüse, Obst usw.) muss das schlagkräftig sein.
      Denn das Erntezeitfenster für z.b. Getreide ist relativ kurz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • B-Arche 03.08.2019 18:23
    Highlight Highlight Tja da muss die Bauernpartei nun dringend etwas tun! Mauern noch um die Schweiz, Verbot jeglicher Fleischeinfuhr, und per Volksinitiative eine Pflicht für jeden Eidgenossen 10 Kilogramm mindestens Schweinefleisch zu kaufen und zum Einbürgerungsgespräch eine lückenlose Dokumentation dass die letzten 10 Jahre Schweinefleisch aus der Schweiz gegessen wurde! Jawoll!
    • Valter 03.08.2019 19:44
      Highlight Highlight Arbeiten Sie doch auch für 5.- pro Stunde, mal sehen ob sich dann Ihre Sichtweise ändert und die Kommentare gehaltvoller werden.
  • DemonCore 03.08.2019 18:17
    Highlight Highlight Übrigens, an alle die hier so herumpöbeln wegen Steuergeld in der LW: 80% der Steuererträge in der Schweiz kommen von Blue Chip Firmen wie UBS, Roche, Nestle. Als Steuerzahler habt ihr nix zu melden in der LW. Als Konsumenten, da könntet ihr zeigen wie ernst es euch ist mit einer nachhaltigen LW. Nicht nur das Maul aufreissen, auch mal etwas machen!
  • RETO1 03.08.2019 17:25
    Highlight Highlight Es ist wie 's schon immer war, 97% des Volkes weiss wie man Landwirtschaft betreibt und ausgerechnet die übrigbleibenden 3% betreiben Landwirtschaft
    Fatal
  • Alteresel 03.08.2019 16:23
    Highlight Highlight Arme Schweine! Leider aber ist die Konzentration der Betriebe noch nicht zu Ende. Die Folgen werden entleerte Höfe und eine Sauordnung bei den Großbetrieben sein.
  • Hans007 03.08.2019 16:15
    Highlight Highlight Für alle, die es noch nicht wissen: Die Bauern bekommen für Ihre Produkte weltweit die höchsten Preise, und damit garnieren sie Millionenumsätze. Dabei bleibt auch etwas übrig. Zudem bekommen sie als Ergänzung ihre Subventionen in oft sechsstelliger Höhe. Geschickte Bauern schauen sich im Frühjahr das Subventionenblatt an, und dann geht‘s los: Blumen werden gesät, ein Gemüsebett angelegt, Steinhaufen aufgeschichtet, Blumenkisten vor‘s Stubenfenster, ein paar Äste bleiben liegen, Strassenabstand ein paar Zentimeter grösser, kein Laubbläser, ein paar neue Bäume, ein Brunnen, Tiere ins Freie, ...
    • DemonCore 03.08.2019 17:44
      Highlight Highlight Millionenumsätze und sechsstellige Subventionen. Von was träumst du in der Nacht?
    • Nüübächler 03.08.2019 18:06
      Highlight Highlight Lieber Hans
      Eine alte Weisheit; wenn es um die Landwirtschaft geht haben wir plötzlich 97% Experten und 3 % Bauern.
      Nur ein paar Fakten; der Schweizer gibt im Durchschnitt 7% seines Einkommens für Lebensmittel aus. Der Deutsche gibt 13% aus, notabene bei billigeren Lebensmittelpreisen.
      Hast du noch nie gemerkt dass die Schweizer auch die höchsten Löhne haben?
    • brudi 03.08.2019 18:38
      Highlight Highlight In sechsstellige Höhe. Schön wäre es. Wir kriegen knappe 40000. Nur bergb auern mit viel Land kommen auf über 100000.
      Also bitte nicht irgendwelche Zahlen in Umlauf bringen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 03.08.2019 16:02
    Highlight Highlight Seit tausenden von Jahren hatten es die Bauern früher einfacher ...
    • Alteresel 03.08.2019 16:24
      Highlight Highlight Torpe der Stadtbürosofabauer weiss es wieder einmal. Klasse!
    • Toerpe Zwerg 03.08.2019 17:22
      Highlight Highlight Toerpe weiss, dass er dasselbe in den 80ern und 90ern auch schon gehört hat ...
    • DemonCore 03.08.2019 17:47
      Highlight Highlight Toerpe, bei zunehmender Technisierung ist ja wohl logisch dass der wirtschaftliche Druck zunimmt, das ist in jedem anderen Sektor auch so. Jedem denkenden Menschen ist klar, dass es ohne zusätzlichen Einnahmen nicht so weitergehen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jürg Schwaller 03.08.2019 15:38
    Highlight Highlight Wenn die Landwirtschaft eines reichen Ministaates in gemässigter Klimazone, von dessen hervorragendster Infrastuktur die Bauern zum Nulltarif mitprofitieren, nicht kostendeckend und wettbewerbsfähig qualitativ gute Nahrungsmittel produzieren kann und mit weit über 5 Mia., bzw. 5‘000 CHF + pro ha Nutzläche subventioniert werden muss, läuft in der Landwirtschaftspolitik einiges schief. Analysiert man wie unsere Bauern am Markt vorbei produzieren, wird klar, dass Geld im Überfluss vorhanden ist und Kapital, Maschinen, PSM und Dünger , fachlich fragwürdig und ineffizient eingesetzt werden.
    • DemonCore 03.08.2019 17:50
      Highlight Highlight Hahaha, woher willst du wissen ob die Maschinen und Mittel falsch eingesetzt werden, auf hunderten von Betrieben? Hast du die alle inspiziert? Ich glaube das Hauptproblem sind eher 1000e von Ahnungslosen, die dauernd die Debatte mit ihren unqualifizierten und von Fakten völlig befreiten Beiträgen vergiften.

      Was soll dieser Infrastruktur-Unsinn? Jeder Bewohner profitiert 'gratis' von der Infrastruktur. Sehe nicht wie da die Bauern im Vorteil wären.
    • Nüübächler 03.08.2019 18:11
      Highlight Highlight Ja Jürg Schwaller, so einen Stuss wie du da schreibst, sollte man eigentlich nicht kommentieren.
      Du wirst auch jeden Tag etwas essen, nehme ich mal an. Denke daran, hinter jeder Nahrung steckt irgendwo ein Bauer. Ohne Landwirtschaft keine Nahrung. So einfsch ist das.
  • LalaLama 03.08.2019 14:56
    Highlight Highlight Auch wenn ich gleich verrissen werde, ich möchte es einfach gesagt haben.

    Die Bauern könnten neue Wege gehen. Keine Tiere mehr, dafür neue Produkte. Es gibt sogar eine Anlaufstelle, die bei der Umstellung hilft.
    Es gibt viele Produkte die bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmittel gebraucht werden. Hafer, Hanf, Erbsen, Soja und natürlich das ganze Gemüse.
    • RETO1 03.08.2019 17:22
      Highlight Highlight oh LaLama, alles was du aufzählst wird hier bereits produziert
    • DemonCore 03.08.2019 17:51
      Highlight Highlight Keine Tiere mehr. Gute Idee. Dann kaufen die 97% Fleischesser halt EU-Massentierhaltungsfleisch. Gut gemeint ist meistens das Gegenteil von gut gemacht.
    • PaLve! 03.08.2019 20:18
      Highlight Highlight Weisst du was Soja beispielsweise mit dem Boden anrichtet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple 03.08.2019 14:51
    Highlight Highlight Gut gejammert ist halb gebauert. Sollen doch mal aufhören die ganze Zeit mehr zu fordern. Gibt genügend innovative Bauern die es packen. Alle anderen sollen doch ihren Laden der Bevölkerung zuliebe dicht machen.
    • DemonCore 03.08.2019 17:52
      Highlight Highlight Und du bist dann der erste der reklamiert, wenn es kein CH-Fleisch und Joghurt mehr gibt, oder das 3-Fache kostet.
  • RescueHammer 03.08.2019 14:48
    Highlight Highlight Die Bauernverband sollte sich ganz dringend von ihrer (Mutter?)Partei emanzipieren und endlich für die Bauern etwas tun. In unserem Haushalt kaufen wir fast ausschliesslich CH-Produkte und oft auch direkt ab Höfen in der Nähe. Hätten wir die Gewissheit, dass 10 oder 20 Rp mehr direkt zu den Erzeugern gehen, hätten wir nichts gegen höhere Preise. Aber solange sich der Bauernverband mit einer Milliardärspartei ins Bett legt, solange wird sich an diesem kranken System nichts ändern!
    • DemonCore 03.08.2019 17:53
      Highlight Highlight Es soll auch Bauern geben, die nicht in der SVP sind. Hast du gerne wenn du pauschal abgeurteilt wirst?
    • Jürg Müller 05.08.2019 05:17
      Highlight Highlight DemonCore: Normalerweise mag ich Deine Kommentare. Warum ist dieser so schnippisch? Er redet vom Bauernverband, nicht von den Bauern. Meistens kommt da was profunderes von Dir. Aber, vielleicht hast Du Zeitmangel. LG
    • Jürg Müller 05.08.2019 05:20
      Highlight Highlight Den z.B.:

      DemonCore
      03.08.2019 17:57
      Hast du einen Beweis für deine steile Behauptung? Soweit ich weiss hat die SVP den höchsten Wähleranteil im Speckgürtel zwischen Basel und Zürich, in den Agglos. Alle die Leute die ihren Egoismus mit 2-3 Autos und der verschwenderischen Wohnform des EFH im 'Grünen' befriedigen. Mit dem SUV shoppen in der Stadt, Ausländer gut genug zum Bedienen. Migros-Werbung-Idylle, aber zum 0-Tarif und gegen Städte und EU motzen. Das sind die SVP Wähler. Nicht die Fachleute für Landschafts- und Tierpflege.
  • Paddiesli 03.08.2019 14:36
    Highlight Highlight Traurig, dass wir in einem der reichsten Länder der Welt nicht fähig sind, unseren Bauern für ihren Knochenjob keine fairen Preise bezahlen. Dass sie suizidgefährdet sind. Es ist eine Schande.
  • PaLve! 03.08.2019 14:08
    Highlight Highlight All die Kommentatoren, die sagen dass Bauern Subventionen in den Arsch gestopft bekommen und nicht inovativ sind, können nur von komplett realitätsfernen Leuten kommen, die noch nie mit einem Bauer gesprochen haben
    • DemonCore 03.08.2019 17:54
      Highlight Highlight Die Landwirtschaftsdebatte ist wie die Armeedebatte. Jeder der mal Gülle gerochen hat, ist ein Experte.
  • Magnum44 03.08.2019 13:55
    Highlight Highlight Wie hoch ist den so der SVP-Wähleranteil unter den Bauern, 80,90%? Klingt mir gar sehr nach einem persönlichen Problem, aber vielleicht kann ja Rösti helfen, ein Landwirt wie aus dem Bilderbuch halt.
    • DemonCore 03.08.2019 17:57
      Highlight Highlight Hast du einen Beweis für deine steile Behauptung? Soweit ich weiss hat die SVP den höchsten Wähleranteil im Speckgürtel zwischen Basel und Zürich, in den Agglos. Alle die Leute die ihren Egoismus mit 2-3 Autos und der verschwenderischen Wohnform des EFH im 'Grünen' befriedigen. Mit dem SUV shoppen in der Stadt, Ausländer gut genug zum Bedienen. Migros-Werbung-Idylle, aber zum 0-Tarif und gegen Städte und EU motzen. Das sind die SVP Wähler. Nicht die Fachleute für Landschafts- und Tierpflege.
  • farbarch1 03.08.2019 13:26
    Highlight Highlight Könnten viele Suizide auch etwas zu tu haben mit der patriarchalen Strukturen und der damit verbundenen Vererbung der Höfe und Betriebe? Würde mich interessieren, ob es einen signifikanten Zusammenhang gibt zwischen familiärer Nachfolge und +Uberforderung.
  • Jacky Treehorn 03.08.2019 13:13
    Highlight Highlight https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2374564082832175&id=1490126687942590&ref=content_filter
  • Pius C. Bünzli 03.08.2019 12:42
    Highlight Highlight Wenn der Milchpreis zu tief ist wird das Angebot zu hoch sein. Es gibt doch einen Bauernverband, die sind also organisiert. Produziert einfach weniger Milch, dann kriegt Ihr auch mehr dafür.

    Mann kann halt nicht Wirtschaften wie vor 50 Jahren. Bauern haben Vieh und Felder gleichzeitig. Ich kenne keinen Maurer, der seine Backsteine selber herstellt. Werdet effizienter/innovativer anstatt euch vom Steuerzahler stopfen zu lassen. Es gibt viel Potential aber wieviele Bauern haben z.B. ein Biogas-KW, der Energieträger wäre vorhanden...

    De Milchpriis isch z Tüüür.

    Nun Blitzt mich
    • Maragia 03.08.2019 17:38
      Highlight Highlight Würdest du denn für den Liter Milch im Laden 3.- zahlen? Und für den Käse, das Joghurt und alle anderen Milchprodukte entsprechend mehr? Ich glaube eben nicht...
    • DemonCore 03.08.2019 17:59
      Highlight Highlight Weisst du was eine Biogasanlage kostet? Ich sehe die Watson-Empörungs-Brigade schon sirachen wegen 'Mais soll gegessen, nicht vergast werden!11!!'
  • Bergsteiger 03.08.2019 12:32
    Highlight Highlight In der Verantwortung sind die Konsumenten, die beim billigsten Discounter einkaufen und nicht bereit sind, faire Preise zu bezahlen. Migros und Coop sind diesem unsinnigen Preiskampf ausgesetzt und verlieren Marktanteile, wenn sie nicht mitspielen. Wir Konsumenten können den Bauern helfen.
    • DemonCore 03.08.2019 18:03
      Highlight Highlight Nö, der Konsument muss nur dafür sorgen, dass er möglichst all seine Wünsche erfüllen kann. 3-4x fliegen. Jeden Tag Fleisch, geile Karre. 'Ich kaufe ja nur Bio!' und andere Mantras zur Beruhigung des Gewissens. Schuld am Klimawandel, an Bauern-Selbstmorden und an den gemeinen Artikeln in der Zeitung sind alle anderen: Die EU, die Politiker, die Lobby, die Linken. Der Konsument ist nie schuld.
  • Wormwood 03.08.2019 12:30
    Highlight Highlight Es sind verschiedene Faktoren, die einen Einfluss auf die Preise haben. Unser Konsumverhalten ändert sich stetig. Wir essen mehr bio, vegan/vegetarisch, laktose-/glutenfrei etc. Zudem werden auch immer mehr Produkte aus dem Ausland konsumiert (Selbsteinkauf oder Aldi/Lidl). Der schweizer Detailhandel gerät selber unter Druck und muss gegensteuern und das bekommen leider auch die Bauern zu spüren. Es sind innovative Produkte und Lösungen gefragt. Mehr Subventionen oder etwas mehr Marge für die Produzenten sind da nur Symptombekämpfung.
    • Maragia 03.08.2019 17:38
      Highlight Highlight Aldi/Lildl haben nicht mehr Produkte aus dem Ausland als Coop/Migros
  • janusodehalt 03.08.2019 12:14
    Highlight Highlight Trotz des massiven Rückgangs an Betrieben, ist die Anzahl von Kleinstbetrieben halt wohl immer noch um einiges zu hoch. Dass z.B. Betriebe mit nicht mal 20 Kühen nur durch Subventionen am Leben erhalten werden, kann es ja auch nicht sein.
  • DerewigeSchweizer 03.08.2019 11:52
    Highlight Highlight Mein Vorschlag seit 30 Jahren, der immer grosse Empörung auslöst:

    Landschaftspflege,
    statt künstlich subventioniert in einem wirtschaftlich unprofitablen Umfeld wie ein Bauer zu produzieren.

    Vor 30 Jahren wurde in Europa zuviel produziert.
    Jedes Land suvbentioniere ihre Landwirtschaft.
    Diese künstliche Überproduktion wurde abgestellt.
    Z.B. Spanien musste viel Landwirtschaft aufgeben.

    EU Landwirtschaftserzeugnisse sind nicht soo viel schlechter als unsere.

    Also besser subventioniert die Landschaft pflegen, statt scheinbar zu bauern, wo es einfach nicht rentiert. Das ist doch keine Schande!
    • DemonCore 03.08.2019 18:08
      Highlight Highlight Man muss sich einfach bewusst sein was das heisst: Längere Transportwege, Export v. Umweltschäden, Verlust v. Versorgungssicherheit, Verlust v. Fachwissen, Steigerung d. Abhängigkeit vom Ausland. Viele Bauern sind mit Leib und Seele Bauern. Wenn man gezielt die LW zurückfährt nimmt man nicht wenigen Leuten ihren Lebensinhalt. Ich weiss ja nicht was Sie beruflich machen, gehe aber davon aus, dass sie ihre Branche auch nicht einfach sterben lassen wollen.

      Ausserdem, käme der Fehlbetrag zw. subventionierter LW und reiner Landschaftspflege noch oben drauf. Also insgesamt noch teuerer als jetzt.
    • Dodo1 03.08.2019 21:34
      Highlight Highlight Frag mal, ob ein Bauarbeiter seine Arbeit als Lebensinhalt bezeichnen würde. Oder ein Bürogummi, der monotone Computerarbeit verrichtet. Vermutlich würden dies einige verneinen.
      Soll der Staat ihnen deswegen nun ein Boot auf dem Brienzersee finanzieren, womit sie ohne Gewinn Leute umherschiffen können, dafür aber als "Captain" einen Lebensinhalt sehen?
    • Jürg Müller 05.08.2019 05:34
      Highlight Highlight DerewigeSchweizer: Ich habe 8 (acht) mal Fleisch in Deutschland gekauft. Das war vor vor mehreren Jahren bis vor 3 Monaten. Auch einmal aus Frankreich. War immer Rindfleisch. Aber nach dem grillieren waren wir immer enttäuscht. So zähes Rindfleisch kann die Schweiz gar nicht. Da kannst Du schweizer Siedfleisch auf den Grill schmeissen, wird viel zarter. Deshalb kostet es halt 3 mal mehr. Und das will ich auch bezahlen. Allerdings soll der Bauer mehr von meinem Geld bekommen. Darum: buy local.
  • Hierundjetzt 03.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Kurzen Moment: der Bauer kriegt

    - vom Handel 0,50
    - vom Staat durchschnittlich 5‘000.- Subvention,
    - Zulage für Milchwirtschaft
    - stark verbilligtes Benzin
    - spezielles Steuerrecht usw usw

    Wo zum 🤬 fliesst beim Bauer das Geld hin?

    Es gibt leider in der CH jährlich 1‘000ende die Konkurs gehen, weil sie sich als Unternehmer überschätzt haben. Ja der Bauernhof ist emotional. Aber er ist ein Unternehmer.

    Ich zahle als Bürger 2x die Milch:

    Als Konsument und als Bürger (Steuern)

    Wo geht mein Geld hin? Wo?
    • Hierundjetzt 03.08.2019 12:12
      Highlight Highlight Es geht noch weiter:
      Spezialzölle gegen Milchimporte
      Zulage für grosse Kuhherden
      Zulage für kleine Kuhherden
      Zulage für Landschaftsschutz
      Zulage für das Ausbrungen der Gülle
      Verkäsungszulage
      Arbeitsverbote (!) wenn man nicht Bauer ist (ein Bauer kann eine Bank eröffnen, ein Banker darf keinen Hof führen)

      Und alles das reicht immer noch nicht?
    • Dr.Ve 03.08.2019 12:36
      Highlight Highlight Schönes Stammtisch Argument mit „deinem“ Geld. Hast du überhaupt jemals selber einen Bauernhof gesehen, gschweige denn betreten? Solche Leute wie dich würde ich gerne mal nur eine Woche bei einem Bauern sehen. Dann würdest du hier nicht solche unnötige, belanglose Kommentare schreiben.
    • PrivatePyle 03.08.2019 12:47
      Highlight Highlight Im Schweizer Durchschnitt machen die Direktzahlungen rund 1/3 des Einkommens von Landwirtschaftsbetrieben aus.
      2/3 holt man sich quasi "vom Markt". Da spürt der Bauer die starken Preisschwankungen schon. Ausserdem haben sich die Pachtzinsen für Land massiv verteuert, die letzten paar Jahre.

      "Zulage für das Ausbrungen der Gülle"

      Völliger Quatsch. Es gibt Zulagen für das Ausbringen mit Schleppschläuchen um Ammoniak-Emissionen zu mindern, nicht generell für das Güllen.
      Sorry aber da merkt man einfach, dass du wirklich gar keine Ahnung von der Materie hast.
      Aber Hauptsache poltern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 03.08.2019 11:37
    Highlight Highlight Eventuell hätte man doch die Fair-Food-Initiative annehmen sollen, aber was weiss ich schon.
  • kamä_leon 03.08.2019 11:28
    Highlight Highlight Wie überall, Überproduktion a gogo! Es wird auch weniger Fleisch "gefressen" was schon mal sehr gut ist. Für die eidgenössisch-geschützte Marke Bauer, wird es künftig noch schwieriger. Wie überall in der freien Wirtschaft, wer nicht rentiert vetliert!
  • MacB 03.08.2019 11:14
    Highlight Highlight Bei der Milch sieht man gut, wo das Geld in der Schweiz versickert. Bei Migros und Coop!

    Der Bauer kriegt 50 Rappeb, im Laden kostet es 1.70... das ist eine Ausnutzung und eine Schweinerei. Zahlt die Bauern anständig und senkr Eure überrissene Marge! Ich könnt echt ko*%$#
    • loplop717 03.08.2019 12:38
      Highlight Highlight Bei der Milch die 1.70 Bekommt der Bauer mehr als 50 Rappen. Das ist dann Bio oder ähnliche Milch.
    • carlos zapato 03.08.2019 12:43
      Highlight Highlight Das Geld versickert einzig in der Landwirtschaft.Der Steuerzahler zahlt jedes Jahr Milliarden an die Bauern und die jammern nur. Statt die Produktion auf nachgefragte und besser bezahlte Produkte umzustellen, wird einfach nur gemelkt was das Zeug hält.
    • El Vals del Obrero 03.08.2019 17:09
      Highlight Highlight Allerdings sieht es in Ländern (z.B. Deutschland) mit anderen Einzelhandelsstrukturen (diverse multinationale AGs statt Duopol zweier zumindest pro Forma-Genossenschaften) für die Bauern auch nicht unbedingt viel besser aus.
  • Likos 03.08.2019 11:12
    Highlight Highlight Preis, Nachfrage und Menge sind halt drei unvereinbare Variablen. Man kann immer nur zwei davon auf Kosten der dritten Variable fördern. Gerade bei verderblichen Produkten ist es natürlich besonders doof, aber es ist weder die Schuld der Bauern, der Konsumenten noch der Händler.
    • Bartli303 03.08.2019 12:16
      Highlight Highlight Wow! Soviel nichts in so vielen buchstaben🙄
    • Toerpe Zwerg 03.08.2019 16:04
      Highlight Highlight Man kann auch keine fördern, dann sind sie in Einklang.
  • snowleppard 03.08.2019 10:34
    Highlight Highlight 600 Suizide unter Bauern in Frankreich und hier in der CH reisst es auch ein. Es kann nicht sein, dass profitgierige Manager und Lobbyisten unrealistische Preise diktieren - sie selber sahnen ja vielfach unrealistische Löhne ab. Es geht um mehr, als nur der Preis. Es geht um Leben und Zukunft vieler Familien. 20-50.-- Rappen mehr für etwas zahlen und dafür weniger Suizide - da bin ich aber sofort an vorderster Reihe dabei! Mithelfen anstatt nur profitieren!
    • dan2016 03.08.2019 12:17
      Highlight Highlight Öffnet die Branche, es sollten nicht Erben Bauern, sondern die, die Freude daran haben
    • Astrogator 03.08.2019 14:01
      Highlight Highlight Sorry, aber in anderen Branchen gibt es überhaupt keine Subventionen sondern nur den Konkurs des Betriebs. Niemand wird gezwungen einen Hof zu übernehmen der wirtschaftlich nicht überlebensfähig ist.

      Und wenn man dann Suizid als einzigen Ausweg sieht ist das nicht das Problem der Gesellschaft.

      Ieonischerweise ist das exakt das was die "Bauernpartei" SVP seit 20 Jahren predigt.
    • Maragia 03.08.2019 17:44
      Highlight Highlight @Astrogator: Wenn du den Bauernhof aber erbst, und dann Steuern darauf zahlst, den Bauernhof aber nicht verkaufen kannst, hast du ein Problem...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miikee 03.08.2019 10:29
    Highlight Highlight Schuld sind nicht nur die Grossen sondern auch die Kunden.

    Der Bauer erhält für die Kartoffel nicht nur weniger, er erhält auch bis zu gar nichts mehr wenn die Kartoffel zu klein, zu gross ist oder nicht perfekt aussieht. Die Kunden sollten auch Gemüse kaufen das nicht wie im Bilderbuch aussieht.
    • Christian Mueller (1) 03.08.2019 11:32
      Highlight Highlight Ich als Knde würde diese Kartoffel gerne kaufen, insbesondere, wenn sie auch noh etwas günstiger wären. Finde sie aber in keinem Laden...
    • Paprika_1988 03.08.2019 11:51
      Highlight Highlight Wo bekomme ich denn das nicht Bilderbuch Gemüse?
      Bioladen, Grossverteiler etc. sortieren ja ständig aus....
    • Hierundjetzt 03.08.2019 12:07
      Highlight Highlight es gab einen Versuch im Coop vor ein paar Jahren.

      „echtes Gemüse“ „gegen Foodwaste“ usw

      Kunden konnten zu kleine Rüebli, zu grosse Härdöpfel usw kaufen.

      War eine super Idee

      Lange Story, kurz beendet: kein Mensch kaufte diese Produkte. Nach 6 Wochen war Schluss mit dem Experiment.

      Sag nicht „die Kunden“ sag ICH kaufe. Wäre ehrlicher...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kampfsalami 03.08.2019 10:23
    Highlight Highlight Gras legalisieren und die Schweizer Bauern mit der Produktion beauftragen. Schwupp di Wupp das Geld ist da.

    1kg Tomate--> ca. 5-15 Fr
    1kg Gras --> 2000-8000Fr

    Aufwand: +/- der Selbe....

    Ich weis, ist ein bisschen einfach gesagt aber...
    • Gugguseli1963 03.08.2019 11:53
      Highlight Highlight @Kampfsalami
      Das Gras hat ihnen definitiv ins Hirn geschneit.
    • Goon 03.08.2019 12:18
      Highlight Highlight Schau mal die Doku "Murder Mountain". So einfach ist das eben nicht
    • Paddiesli 03.08.2019 14:32
      Highlight Highlight Das eine sind Nahrungsmittel, das andere Genussmittel. Tomaten isst (fast) jeder. Kiffer sind eine Minderheit. Es kann doch nicht jeder Bauer Gras anbauen, und wir importieren dann NOCH billigere Ware aus dem Ausland.
    Weitere Antworten anzeigen
  • iisprinzässin 03.08.2019 10:23
    Highlight Highlight "Pro Kilo Schweinefleisch kriegt der Bauer nun 10 Rapper weniger."
    😂
    • iisprinzässin 03.08.2019 12:38
      Highlight Highlight 🤷 mein Humor ist halt einfach.
    • Baba 03.08.2019 13:33
      Highlight Highlight Es gäbe da noch andere Begriffe...
    • PaLve! 03.08.2019 13:59
      Highlight Highlight Ha.ha.ha.
      Du bist ein richtiger Witzbold
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Schmidt 03.08.2019 10:16
    Highlight Highlight Das ist genau ein grosser Nachteil des Schweizer Oligopol im Handel! Eigentlich auch ein Fall für die WEKO...
    • Hierundjetzt 03.08.2019 12:09
      Highlight Highlight Du hast Fenaco (!), Lidl, Aldi, Emmi, Gastrobedarffirmen, Küchenlieferanten vergessen...

      Weit entfernt von einem Oligopol 😏
    • Pafeld 03.08.2019 14:03
      Highlight Highlight Duopole sind doof. Noch doofer ist es allerdings, wenn der Markt bedingt durch die Grösse des Staates nicht grösser ist und die Anbieter eine gewisse Grösse haben müssen, um profitabel zu sein. So steckt man schnell in einer neoliberalen Zwickmühle. Und unsere Politik steht vor Angst gelähmt daneben, weil man durch einen Eingriff etwas schlimmer machen könnte. Wenn die liberale Wirtschaft nicht endlich lernt, dort rigoros einzugreifen, wo es wirklich notwendig ist, wird sie eines Tages wirklich noch in der vollständigen Zwangsverstaatlichung enden. Oder hoffnungslos zugrunde gehen.
    • rodolofo 04.08.2019 08:36
      Highlight Highlight @ Pafeld
      Diese Entwicklung des Kapitalismus zum Monopol-Kapitalismus, der sich quasi über das Fressen der Kleinen durch die Grossen selber die Wettbewerbs-Grundlage wegfrisst und dann degeneriert, hat übrigens Karl Marx -messerscharf analysierend und prophezeiend- vorhergesehen!
      Sehr schlecht war er aber in der Entwicklung einer Alternative dazu.
      Sein kommunistisches "Wolkenkukuksnest" endete schliesslich ebenfalls im Monopolkapitalismus, nämlich im Staatskapitalismus Chinesischer Prägung...
      Das Gegenmodell ist überraschenderweise in AFRIKA zu finden: Stammeskulturen und (moderner) Dschungel!
  • Töfflifahrer 03.08.2019 10:12
    Highlight Highlight Nun wenn sich die Wertschöpfung vom Bauern zum Handel verschoben hat und Migros und Coop eine Marktbeherrschende Stellung einnehmen, heisst die, dass Mindespreise eingeführt werden müssen. auch die Bürgerlichen müssen einsehen, wenn der Markt ausgehebelt wird, ist fertig lustig!
    • Astrogator 03.08.2019 14:06
      Highlight Highlight Wenn der Markt spielen würde, wäre der Preis derselbe oder tiefer und keine Subventionen mehr.

  • fools garden 03.08.2019 09:55
    Highlight Highlight Der Bauer sollte auch selber unternehmerischer werden und seine Produkte selber verkaufen. Wer selber verkauft behält die grösste Marge für sich und produziert weniger an der Nachfrage vorbei.
    • skisandtrail 03.08.2019 10:10
      Highlight Highlight Weil jeder Bauer den Standort und die Möglickeit für Direktvermarktung hat.
      Weil Direktvermarktung auch keine zusätzlichen Aufwand bringt (Zeit,die der Bauer ja in der Badi verbringt...)
    • Töfflifahrer 03.08.2019 10:20
      Highlight Highlight Sieht man sich etwas um auf dem Land, sieht man, dass viele Bauern genau dies schon lange tun.
    • lilie 03.08.2019 10:59
      Highlight Highlight @fools garden: Das ist zwar gut überlegt, aber mit hohem Aufwand verbunden und hohem Risiko verbunden. Einen Hofladen zu betreiben lohnt sich ja auch nur, wenn man halbwegs erreichbar ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D-licious 03.08.2019 09:54
    Highlight Highlight Dass Migros und Coop ihre Macht dermassen ausspielen, ist nicht ok. Trotzdem sind sie nicht alleine Schuld an der Misere der Bauern. Wenn die Nachfrage nach einem Produkt sinkt, sinkt auch der Preis. Leider gibt es meiner Meinung nach noch zu wenige innovative Bauern, die was neues wagen. Auf Jahrzehnte alten Konzepten beharren und stur danach arbeiten, bringt einen halt nicht weiter.
    • skisandtrail 03.08.2019 10:12
      Highlight Highlight Nun. Leider ist es so,dass der Grosshandel den Markt steuert. Bsp: empfehlung:mehr Rindfleisch soll produziert werden,dann fehlt Schweinefleisch und der Handel sucht dies im Import. Leider passiert derartiges jährlich
    • Miikee 03.08.2019 10:26
      Highlight Highlight Blaue Kartoffeln züchten? Oder was?
      Einige Produkte sind halt seit Jahrzehnten gleich geblieben aber werden dennoch gebraucht. Da bringt es auch nicht was Hippstermässiges neues zu machen...
    • 7immi 03.08.2019 10:28
      Highlight Highlight @d-licious
      Innovation ist eine schöne Worthülse. Wie sähe diese Innovation denn aus? Innovation in der Produktion? Innovation im Verkauf (einen e-Hofladen zb)?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Th. Dörnbach 03.08.2019 09:54
    Highlight Highlight Ja, die Margen im Handel sind ein Problem. Es geht aber längst nicht allen Bauern schlecht wie oft suggeriert wird. Der Verband verschweigt zb immer die vielen Vorteile wie Dieselverbilligung, steuerliche Aspekte etc.
    • Töfflifahrer 03.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Den Grossbauern mit Massenviehhaltung etc. geht es sehr gut. Diese sind aber in Bern auch übervertreten.
    • emptynetter 03.08.2019 10:36
      Highlight Highlight Was ist 'Massenviehhaltung'?
  • Gipfeligeist 03.08.2019 09:31
    Highlight Highlight Niemand ist beim Milch kaufen pleite gegangen. Und niemand geht zum Coop anstatt zur Migros, nur weil dort die Milch billiger ist!

    Aber Hauptsache die Werbung ist grün. Was soll der Irrsinn?
    Benutzer Bild
    • Astrogator 03.08.2019 10:03
      Highlight Highlight Die Frage ist eher, was soll der Unsinn mit der Überproduktion?
    • Wormwood 03.08.2019 12:36
      Highlight Highlight Nicht wegen dem günstigeren Milchpreis, aber es gibt Leute, die gehen das Fleisch dort einkaufen, wo es am günstigsten ist.
    • PlusUltra 04.08.2019 00:14
      Highlight Highlight @Astrogator
      Einverstanden mit Dir, Überproduktion ist eigentlich absolut dämlich.

      Aber grosse Milchverarbeiter wie zB. Emmi zwingen die Bauern geradezu. Liefern diese nämlich keine C-Milch ("billigste") mehr, dürfen sie deutlich weniger A-Milch ("teuerste) verkaufen. Was sich dann wieder im Portemonnaie der Bauern rächt.

      Grundsätzlich sehe ich das Problem, dass jeder so viel wie möglich in den eigenen Sack wirtschaftet. Es ist kein Miteinander mehr, sondern ein brutales Gegeneinander.
      Man könnte was ändern, aber dann müssten alle Abstriche in Kauf nehmen. Und das will scheinbar niemand...
  • Jörg Hufschmid 03.08.2019 09:31
    Highlight Highlight Ein Lanwirtschaftsbetrieb bekommt im Schnitt zwischen 55'000 - 78'000 CHF Direktzahlungen. Es ist eine harte und wichtige Arbeit. Aber Haallooo? Welches andere KMU kann nur annährend auf solche Zahlungen hoffen? Baueren welche mit diesem "Zustupf" nicht umgehen können, sollen auch keinen Betrieb leiten. https://www.blw.admin.ch/blw/de/home/instrumente/direktzahlungen.html
    • Astrogator 03.08.2019 10:04
      Highlight Highlight Ich gehe noch einen Schritt weiter, wenn die durchschnittlichen Subventionen an einen Hof höher sind als das durchschnittliche Einkommen eines Hofes ust es an der Zeit für einen Strukturwandel
    • geisit 03.08.2019 10:10
      Highlight Highlight Genau! Die Arbeit ist anstregend, die Arbeitstage lang, aber geht es nicht fast allen Selbstständigen so?
      Die Bauern jammern seit eh und je. Wie wärs mit einer kleiner Innovation? Farmer Uber? Farmer Home? Man bestellt die Ware online und bekommt diese innert einer Woche nach Hause geliefert. Der Zwischenhändler wird übersprungen, der Käufer kennt die genaue Herkunft
    • quad 03.08.2019 10:17
      Highlight Highlight Der Grossteil der Bauer arbeiten 6 oft 7 Tage in der Woche, 12-15 Stunden in der Hochsaison. Sie tragen alle Kosten/Amortisationen für den Unterhalt vom Hof, der Maschinen/Traktoren, dem Futter der Tiere ... Ferien gibt's keine und am Schluss verdienen sie ein paar Rappen auf den Produkten welche Ihnen die Grossverteiler/Halsabschneidern abkaufen. Davon kann ganz sicher niemand würdevoll leben.
      Sorry Herr Hufschmid gehen sie einmal eine Woche auf dem Hof arbeiten und überlegen Sie dann noch einmal Ihren Kommentar.

      PS Bin übrigens kein Bauer und arbeite in einem KMU.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paprika_1988 03.08.2019 09:27
    Highlight Highlight Das die Produzenten den höheren Betrag erhalten und nicht ausschliesslich die Sesselfurzer in der Chefetage unterstütze ich sofort.

    Was mir aber Missfällt, das auf vielen Bauernhöfen bis zu 4!!! Traktoren, oftmals recht neue Modelle, stehen. Meost auch dann noch vom Töffli zum Töff und einige Autos.
    Dann hat der eine Bauer dieselben Maschinen wie sein Nachbar - anstatt diese zu teilen, schafft jeder die für sich an. Anstatt lokale Metzgereien zu beliefern, geht man Verträge mit Grosshändlern ein, jammert dann danach ..
    • DemonCore 03.08.2019 10:09
      Highlight Highlight Gehst du denn bei der Dorfmetzgerei einkaufen oder beim Grosshändler?
    • skisandtrail 03.08.2019 10:18
      Highlight Highlight Teilen ist wetterbedingt schwierig. Normal müsste dann die gleiche Maschine gleichzeitig benutzt werden können (da -Ausnahme:2018-oft für den optimalen Ernte/Gülle usw -zeitpunkt nur 2-3tage bleiben)

      Im übrigen:Bauern sollen sich doch wirtschaftlich verbessern? Dazu gehören nun mal auch neue Maschinen (oder möchtest u deinen Mailverkehr per Schreibmaschine wieder einführen?). Hier werden halt oft die Alten nicht entsorgt,sondern für div Kleinarbeiten noch weiter genutzt.
    • Dingdang Shine 03.08.2019 12:35
      Highlight Highlight Viele Bauern aus unserm Dorf kümmern sich auch einen Dreck um ihre Maschinen. Kein Wunder brauchen die immer neue Traktoren wenn diese nicht gepflegt werden und das ganze Jahr vor sich hin rosten, aber 4 Stück davon haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baschi1 03.08.2019 09:25
    Highlight Highlight Es ist doch gut wenn weniger Fleisch konsumiert wird. Wenn die Nachfrage zurück geht, muss der Preis beim Produzenten sinken, sonst wird zuviel produziert. Wem das nicht passt, muss sich von der Marktwirtschaft verabschieden. Nochmal: Es ist gut wenn weniger Fleisch konsumiert wird.
  • Pisti 03.08.2019 09:23
    Highlight Highlight Nun wenn immer weniger Leute Schweinefleisch essen, muss man die Produktion eben runterfahren oder nach Alternativen suchen. Dass einigen Bauern das Unternehmertun nicht liegt, ist deren eigenes Problem, es gehört aber dazu als Selbständiger. Auch von einem Bauer kann man erwarten dass er sich den veränderten Konsumbedürfnissen anpasst.
    PS: Auch Milch wird zu viel produziert, man kann den Preis also auch ein wenig mitgestalten. Die Schuld auf die beiden orangen Riesen zu schieben ist zu einfach.
    • skisandtrail 03.08.2019 10:20
      Highlight Highlight Du machst es aber auch einfach. Die Riesen importieren sofort wenn von was zu wenig da ist. Die Bauern passen sich an,produzieren mehr. Die riesen importieren immer noch und drücken die Preise beim Ch-produzeten,da ja zu viel produziert wird. Auch in div zeitungen nachzulesen
    • RETO1 03.08.2019 10:22
      Highlight Highlight wenn du schon alles besser weisst, dann mach doch einen Vorschlag was Bauern produzieren sollen! Alle Löcher sind voll und die ausländische Konkurrenz ist billiger
      Die Bauern haben schon alles ausprobiert und sobald das Angebot funktioniert, wird es nachgeahmt und der Preis fällt ins Bodenlose
    • Pisti 03.08.2019 13:42
      Highlight Highlight Reto1 das gilt auch für andere Produkte von Elektronik - Pharma.
      Überleben tut nur wer Qualität liefert, diese Bauern sollte man auch mit Subventionen unterstützen. Wer aber entgegen Kundenbedürfnissen zu viel produziert, sollte nicht jammern. Und nein viele Bauern haben eben genau noch nichts versucht. Viele dies versuchen werden belohnt dafür.
      Skisandtrail du liegst falsch sowohl der Milch- wie auch der Fleischkonsum ist rückläufig. Somit gilt es für einige Bauern auf andere Produkte zu setzen. Gibt ja genügend Alternativen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sägsäuber 03.08.2019 09:19
    Highlight Highlight Es gibt da mit Fenaco/Landi eine Genossenschaft der Bauern, die Veredelung und Vertrieb der Produkte übernehmen könnte. Die vertreiben aber lieber asiatische Billigware.
    Von den durchschnittlich 50-60‘000 Fr. Direktzahlungen pro Betrieb, den günstigen Krediten und Steuerbegünstigungen reden wir mal nicht.
    Und wie steht es mit der von ihren Politischen-Vertretern gepredigten Selbstverantwortung?
    Ich schätze die Arbeit innovativer, engagierter Bauern. Leistungen für die Allgemeinheit sollen abgegolten werden, aber nachhaltiges, umweltschonendes Wirtschaften sind doch selbstverständlich.
  • Todesstern 03.08.2019 09:18
    Highlight Highlight Bauren haben eine eigene Lobby, denen kanns nicht so schlecht gehen. Sie sind auch Meister im Jammern wie schlecht es Ihnen doch geht.
    • Töfflifahrer 03.08.2019 10:30
      Highlight Highlight Genau, darum ist bei den Bauern die Selbstmordrate ja auch so hoch.
      Von den Grossbauern im Flachland auf alle Schweizer Bauern zu schliessen und damit zu verallgemeinern ist schlichtwegs falsch und unzulässig.
    • MeineMeinung 03.08.2019 10:46
      Highlight Highlight Haben Sie sich die Bauernlobby schon mal genau angeschaut? Wer wird durch diese Lobby vertreten? Nicht der Durchschnittsbauer, sonder vorwiegend Grossbauern, welche meist nicht mehr so extrem auf Direktzahlungen angewiesen sind, wie Kleinbauern. Aber genau die Grossen kassieren dank der Lobby am meisten Direktzahlungen.
      Finde den Fehler
  • Hallwilerseecruiser 03.08.2019 09:18
    Highlight Highlight Theoretisch hätten die Bauern ja eine Partei, die eigens dazu gegründet wurde, sich für ihre Interessen einzusetzen. Seit sie aber von Herrliberg aus kontrolliert wird, ist sie fast nur noch damit beschäftigt, Multimillionäre zu hofieren und gegen verschiedene Bevölkerungsgruppen zu hetzen.
    • RETO1 03.08.2019 10:23
      Highlight Highlight Schön, dass du wieder mal die alte ausgeleierte Platte hervorgesucht hast
    • Astrogator 03.08.2019 14:21
      Highlight Highlight Sehe ich genauso, des Bauern liebste Partei predigt seit 20 Jahren neoliberale Marktwirtschaft aber wenn es dann um den eigenen Betrieb geht träumt man von der Planwirtschaft wie in den 80'ern wo jeder Bauer machen konnte was er wollte und der Bund hat es blind aufgekauft.
    • rodolofo 03.08.2019 19:33
      Highlight Highlight Die SVP schaut gut zu ihren GROSSbauern!
      (In der EU wären diese klein...)
      Dass diejenigen, die es eigentlich nicht nötig haben sollten, weil sie ja super-konkurrenzfähig sind, trotzdem am meisten Subventionen erhalten, dafür schauen der Bauernverband und die SVP schon.
      Dafür laden diese Schweizer Grossbauern immer wieder zum "SVP-Bure-Zmorge" auf ihren Hof ein und zeigen allen eine goldene Nase. ;)
  • derlange 03.08.2019 09:11
    Highlight Highlight Danke an die Schweizer Landwirtschaft für saisonale, lokale Produktion.
    Danke dass ihr mit ÖLN mit der Suisse Bilanz und div. weiteren Labels für unsere Umwelt und das Tierwohl schaut.
    Danke
    • trio 03.08.2019 09:59
      Highlight Highlight Die meisten Bauern schauen leider nicht zu unserer Umwelt und zum Tierwohl. Traurig aber wahr!
    • skisandtrail 03.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Nein. Eine Minderheit tut dies leider,worunter alle andern leiden.
      Würde ich denselben Satz mit Ausländern ausrufen,ich käme hier in Teufelsküche.
      Es ist immer nur der kleine Teil,der auffällt.
    • PlusUltra 03.08.2019 10:28
      Highlight Highlight Wieviele Bauern kennst Du wohl?

      Und bitte gib mir doch Beispiele, wo "die meisten Bauern" nicht auf Umwelt oder Tierwohl schauen. Das würde mich jetzt interessieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chrigu_ 03.08.2019 09:10
    Highlight Highlight Naja. Viele Bauern sind auch Meister im Klagen.
    Ich kenne einige Bauern. Es gibt vor allem zwei Kategorien. Erstens die Innovativen, welche ein gutes Konzept haben und damit aus der Masse herausstechen (Hofladen, Kräuter anbauen, Wurmerde...) Dann die Bauern, welche den jährlichen Subventionskatalog anschauen und sich dementsprechend ausrichten. Beide kommen gut über die Runden. Diejenigen aber, welche nostalgisch, stur auf einem veralteten Konzept beharren sollen und dürfen das auch finanziell spüren.
    Aber klar, die Gewinn-/Margenmaximierung seitens Detailhandel ist auch mir ein Dorn im Auge.
    • PlusUltra 03.08.2019 09:41
      Highlight Highlight Das ist mir zu einfach gedacht.
      Klar, Innovation ist immer gut, aber ein komplett neuer Betriebszweig aufzuziehen ist nicht ganz ohne. Du brauchst Zeit, Wissen und Geld. Das kann nicht jeder mal so hervorzaubern.

      Ausserdem: zB. die Milchwirtschaft als veraltet und nostalgisch zu nennen, finde ich unfair. Oder sollen alle Bauern Kräuter anbauen, und die Grundnahrungsmittel beziehen wir dann zu 100% aus dem Ausland?
    • Töfflifahrer 03.08.2019 10:34
      Highlight Highlight Das mit den Innovationen ist bei vielen Berg- und Voralpenbauern auch nicht so einfach umzusetzen. Diejenigen die ich kenne sind jedenfalls dauernd auf der Suche nach möglichen alternativen Einnahmequellen. Das geht von Direktverkauf ab Laden und Internet über Ferien am Hof, Schlafen im Stroh, Bauren für Anfänger etc.
    • chrigu_ 03.08.2019 11:05
      Highlight Highlight @PlusUltra: Klar braucht das Wissen, Zeit und Geld. Aber nichts wagen/riskieren und hoffen (oder schlimmer wissen), dass dich der Staat rettet, erscheint mir nicht die bessere Perspektive zu sein.
      Und habe nicht geschrieben, dass die Milchwirtschaft per se nostalgisch sei. Aber sie ist nicht alternativlos. Und die Betriebsgrösse in den Bergen ist oft immer noch sehr klein. Auch grössere, zusammengelegte Betriebe können ökologisch bewirtschaften.

      @Töfflifahrer:
      Genau! Und das sind doch eben die positiven Beispiele die zeigen, dass es geht. Auch wenn es nicht immer einfach ist.
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  • sven 03.08.2019 09:10
    Highlight Highlight 10 Rapper weniger pro Kilogramm Fleisch! Die Hip-Hop-Industrie ist in Gefahr!
    • sven 03.08.2019 09:32
      Highlight Highlight Ach, Leute! Lighten up! Lest doch unter „1“ den ersten Abschnitt. :)
      En schöne Tag no!
  • trio 03.08.2019 09:06
    Highlight Highlight Weniger Nachfrage, kleiner Preis. So ist das eben, da muss bauer neue Erträge suchen.
    Allerdings ist es schon bedenklich, dass der Handel so gut verdient, während wir die Bauern subventionieren. Weniger Landwirtschaft ist nicht nur schlecht, schliesslich gehören diese Flächen zu denen, mit der kleinsten Biodiversität.
  • brudi 03.08.2019 08:55
    Highlight Highlight Und wo sind jetzt die bauerkritischen Stimmen die hier sonst so zahlreich vertreten sind.
    Guter Artikel mit klaren Worten.
    Wir danken dir jara
    • DemonCore 03.08.2019 10:14
      Highlight Highlight Sind noch nicht wach...
  • SirMike 03.08.2019 08:48
    Highlight Highlight Bei uns im Dorf können sich die Bauern offenbar nicht beklagen, die gehören zu den bestbetuchten. Das Geschäftsmodell hat sich in den letzten Jahren allerdings vom Stall in Richtung Immobilien-Entwicklung verschoben... Sind wir hier wirklich die Einzigen?
    • Gipfeligeist 03.08.2019 09:34
      Highlight Highlight @SirMike
      Wie überall, Grossbauern können sich nicht beklagen. Subventionen für hübsche Ställe, Subventionen für Obstgärten, Subventionen für Landschaftsgärtnerei. Und mit dem Geld können sie dann die Kleinbauern aufkaufen, die bankrott gehen müssen...
    • DemonCore 03.08.2019 10:24
      Highlight Highlight Wer kauft das Land? Wer nimmt die Umzonung vor? Landschaftsschutz geht uns alle an. Wenn die Bauern in alten engen dunklen Ställen Tiere halten ist es nicht recht. Wenn sie neue tierfreundliche Laufställe bauen ist es auch nicht recht. Entscheidet euch mal.
    • Astrogator 03.08.2019 14:24
      Highlight Highlight "Wer kauft das Land?"
      In der Regel Spekulanten.

      "Wer nimmt die Umzonung vor?"
      Also bei uns passiert das auffällig oft in Gemeinden mit SVP-Ammann und vielen Bauern im Gemeinderat.
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  • Nüübächler 03.08.2019 08:43
    Highlight Highlight Das Problem liegt darin dass der Handel bei jeder Preisänderung, ob steigend oder sinkend, die Marge verbessert. Wenn der Preis steigt, steigt er für den Konsument mehr als er müsste, wenn er sinkt, wird dem Konsument nie alles weitergegeben. Auch darum zahlt der Schweizer so viel für Lebensmittel. Der Schweizer Verarbeiter hat im europäischen Vergleich die höchste Marge, er ist nur konkurrenzfähig weil die Bauern es bezahlen. Einfach gesagt; der Handel/ Verarbeiter hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.
    • rodolofo 03.08.2019 13:32
      Highlight Highlight Den "Alten, Weissen Mann" einfach an den Nächsten in der Nahrungskette weitergeben, löst die Grundprobleme nicht:
      Die Überproduktion und das Abwälzen von sogenannten "Externen Kosten" auf die Allgemeinheit und auf die SteuerzahlerInnen.
      Externe Kosten, die da wären: Belastung der Böden, der Gewässer und des Grundwassers mit Pestizid-Rückständen, Verdichtung der Böden und langfristige Zerstörung der Lebensgrundlagen, Zerstörung der Biodiversität durch konventionelle Landwirtschaft und Agro-Industrie, Feinstaubbelastung, etc.
      Quintessenz: Was zunächst billig erscheint, wird enorm teuer!
  • Gustav.s 03.08.2019 08:36
    Highlight Highlight Es muss nicht jeder Hof auf Teufel komm raus weitergeführt werden.
    Da liegt nämlich ein Hauptgrund für die Misere. Wenn dann der Bauer gegen 40 merkt es geht nur noch sehr schlecht weiter, bekommt er keinen anderen Job mehr.
    Gruss einer der mit ü40 doch noch einen guten Zusatzverdienst fand, der ist inzwischen mein Hauptberuf.
    • Astrogator 03.08.2019 10:08
      Highlight Highlight Auch andere sind in der Situation mit 49 eine neue Stelle finden zu müssen oder komplett umzuschulen, ohne einen Betrieb den Nan für einen 7-stelligen Betrag verkaufen kann.
    • RETO1 03.08.2019 10:28
      Highlight Highlight Es gehen bereits jetzt jedes Jahr mehr als tausend Höfe ein, das ist eine Katastrophe und schadet dem Landschaftsbild und der Diversität enorm
    • Gustav.s 03.08.2019 12:51
      Highlight Highlight Eigentlich schadet es gerade der Diversität gar nicht. Es wird nämlich nicht mehr jedes Egli voll bewirtschaftet, dies hilft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klirrfactor 03.08.2019 08:35
    Highlight Highlight Entschuldigt meine Unwissenheit und Naivität für folgende Frage. Was bewegt einen Bauern in der Milchproduktion, den Bettel nicht hinzuschmeissen, wenn der Preisdruck so hoch ist und die Produktion nicht kostendeckend sein kann?

    Eine Quersubventionierung durch andere Bauerntätigkeiten auf dem Hof kann ich mir nicht vorstellen.

    Und nur wegen Leidenschaft und der Liebe zu den Tieren kann es ja auch nicht sein.

    OK, viele haben den Hof in der Familie übernommen und kann mir auch Gründe dafür vorstellen. Aber dass ein Bauer, oder generell ein Mensch, bis zum Suizid leiden muss, ist traurig.
    • Nüübächler 03.08.2019 10:14
      Highlight Highlight Gerade im Kanton Freiburg ist der Grund vielfach dass junge Bauern auf die Sparte Milch gesetzt haben. Sie haben sehr viel investiert, neue Ställe gebaut und den Hof vergrössert. Jetzt sind die Milchpreise am Boden, so tief wie es auch die Berater nicht voraussagen konnten. Diese Bauern sitzen in der Schuldenfalle und können gar nicht aufhören. Da gibt es nur entweder durchhalten oder verkaufen. Und verkaufen heisst oftmals Versagen.
    • sowhat 03.08.2019 10:14
      Highlight Highlight Könnte sein, dass einer wenn es nicht mehr geht nich weiss was machen. Was anderes hat er ja nicht gelernt. Kommt dazu, dass die Vorstellung ein ganzes Leben auflösen zu müssen schon als unmöglich gesehen wird. Das ist ja nicht wie wenn ein Angestellter mal eben die Stelle wechseln will. (und das ist für viele schon schwierig). Ein Bauer muss sein ganzes Leben und das seiner Familie umkrekpeln, wenn er aufgeben will.
      Den Bettel hinschmeissen, bedeutet also im Fall eines Bauern bei null anfangen und gleichzeitig als Versager in der Familie und im Dorf dastehen.
    • rodolofo 03.08.2019 13:22
      Highlight Highlight Entweder voll ausbauen, mit Melkroboter, Grossbetrieb und allem Drum und Dran.
      Oder alte, abgeschriebene Bauten und Maschinen bis zum Geht nicht mehr nutzen.
      Dazwischen sehe ich nichts mehr, was funktionieren könnte, leider, denn mir sagt die "mittlere Betriebsgrösse" eigentlich sehr zu!
      Du hast mit den Tieren noch intensiven Kontakt und Deine Arbeit ist vielseitig und abwechslungsreich, mit einigen Maschinen und auch mit Handarbeit.
      Nach dem Prinzip "Nicht zu viel und nicht zu wenig".
  • malu 64 03.08.2019 08:26
    Highlight Highlight Es ist sehr wichtig, dass manchen unserer Landschaftsgärtnern geholfen wird. Unser Staat sollte diese Bauern belohnen, welche naturnah, tiergerecht und biologisch produzieren. Wir brauchen Biodiversität und Wälder, damit unsere Natur gesund bleibt. Deshalb ist es wichtig, dass Bauern, welche Unterstützung brauchen, sie auch bekommen. Egal wie klein ein Betrieb ist.
    • sowhat 03.08.2019 10:18
      Highlight Highlight Ich meine sogar, nicht egal wie klein ein Betrieb ist. Sondern besonders bei kleinen Berieben.
      Mir ist die Vorstellung zuwieder, dass die kleineren Betriebe von den grossen zusammengekauft werden, die dann die Tiere in Massenhaltung "produzieren".
  • themachine 03.08.2019 08:20
    Highlight Highlight Gefühlt steckt die Schweizer Landwirtschaft seit 20 Jahren in der Krise und dies trotz der viel zitierten grossen "Bauernlobby" in Bern.
  • rodolofo 03.08.2019 08:17
    Highlight Highlight Die wichtigste Ursache am wirtschaftlichen Druck und am gnadenlosen Ausscheidungskampf unter den noch "im Rennen gebliebenen", immer grösseren (Schweiz) und immer riesigeren (weltweit) Betrieben ist die ÜBER-Produktion!
    Das erscheint auf den ersten Blick paradox, erst recht, wenn wir mit bedenken, dass diese Überproduktion durch die Vergiftung und Verwüstung unserer Lebensgrundlagen zustande kommt und auch dazu führt, dass ca. 1/3 der Lebensmittel verrotten und verderben.
    Die Umkehrung dieser Selbstmord-Prozesse wäre theoretisch einfach: Bioland Schweiz, Bioland Europa, Bioland Welt.
    • Nüübächler 03.08.2019 10:23
      Highlight Highlight Tönt einfach, ist aber unrealistisch. Eine Überproduktion haben wir sowieso nur bei den Milchprodukten, ansonsten liegt der Selbstversorgungsgrad netto bei 50%. Und von Vergiftung und Verwüstung kann keine Rede sein. Oftmals sind Familienbetriebe über Generationen in der gleichen Familie, jede Generation hat ein Interesse dass der Hof auch dem Nächsten eine Lebensgrundlage bietet. Die waren schon nachhaltig als es das Wort Nachhaltigkeit noch gar nicht gab.
    • rodolofo 03.08.2019 13:15
      Highlight Highlight @ Nüübächler
      Die Überproduktion passiert Europaweit, in der Schweiz wird soviel produziert und mit europäischer Billigware aufgefüllt, dass die Produzenten für ihre Leistungen schlecht entlöhnt werden, nach dem Gesetz Angebot und Nachfrage.
      Die Böden werden sehr wohl immer schlechter, humusärmer und verdichteter.
      Noch dramatischer verläuft die Verwüstung im subtropischen und tropischen Klima, wo die Agro-Industrie verheerende Folgen hat.
      Die Europäischen Überschüsse werden übrigens subventioniert als "Hilfe für Afrika" dort billigst verkauft. Die lokale Landwirtschaft geht dabei kaputt...
    • Nüübächler 03.08.2019 15:54
      Highlight Highlight Und genau da liegt das Problem, da sind wir uns ja einig. Die durchschn. Grösse eines landw. Betriebes in der Schweiz war vor 20 Jahren bei 13 ha, heute ist sie bei 26 ha und in 20 Jahren wird sie bei 40 hs sein. Die Betriebe wachsen nur weil der wirtsch.Druck steigt. Vergrössern und rationalisieren ist die Devise. Kleine Betriebe haben schlechte Karten trotz allen Rufen aus links kleinbäuerlichen Kreisen. Und da haben die Bauern keine Wahl. Vogel friss oder stirb. Das gleiche System herrscht leider weltweit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Deleted93 03.08.2019 08:16
    Highlight Highlight Marktversagen, Mindestpreis Einführen
    • sowhat 03.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Ja, ganau wie Mindestlohn. Dann aber darauf achten, dass Massentierhaltung unterbleibt.
  • wolge 03.08.2019 08:07
    Highlight Highlight Zum nachdenken:

    Als die Industrie immer stärker ins Ausland verlegt wurde traf es die Industriearbeiter. Schlaue haben dies frühzeitig erkannt und eine andere Lehre gemacht resp. sich weitergebildet...

    Jetzt da die Digitalisierung immer stärker kommt trifft es die Kaufmännischen Angestellten. Schlaue haben dies frühzeitig erkannt und machen eine andere Lehre resp. sich bilden sich weiter...

    Die Welt verändert sich, wer sich nicht mit ihr verändert bleibt auf der Strecke... Ist dies nun die Schuld der anderen oder meine eigene?
  • Stoufel 03.08.2019 08:05
    Highlight Highlight Unser lokale Bauer verkauft seine Milch in Glasflaschen ab Hof für 1.70.-👍🏼
    • sowhat 03.08.2019 10:20
      Highlight Highlight Völlig ok so!
    • Astrogator 03.08.2019 10:21
      Highlight Highlight Ein Bauer in der Region hat in Hopfenanbau investiert. Er wurde dafür ausgelacht und jetzt hat er das "Problem", dass er für die nächsten 20 Jahre Kundschaft ablehnen muss weil er soweit voraus die Ernten schon mit langfristigen Verträgen verkauft hat.

      Mir fällt auch auf, innovative Bauern Leben gut. Die können es sich leisten Ferien zu machen weil sie auch Angestellte haben die sie vernünftig bezahlen können.
    • karl_e 03.08.2019 10:35
      Highlight Highlight Leider können wir Städter nicht einfach so schnell zum Bauern auf den Hof. Und wenn, so wäre die Autofahrt wohl eher kontraproduktiv.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheRabbit 03.08.2019 07:49
    Highlight Highlight Nischenangebote mit höherem Ertrag (Hofladen, spezielle Tiere) wären eine Lösung. Dies erfordert Geld & Mut.

    Zudem wäre ich für die Legalisierung des Canabisverkaufs durch den Staat. Die Lizenz für den Anbau könnte man den Bauern geben.
    • PlusUltra 03.08.2019 10:04
      Highlight Highlight Interessanter Ansatz mit Cannabis!

      Meiner Meinung nach müssten Fische endlich auch zur Landwirtschaft zählen. Über 94% der Fisch- und Seafoodprodukte wird importiert, und die Nachfrage steigt seit Jahren.
      Das wäre ein hoffentlich gewinnbringendes Konzept, das zudem der Überfischung der Weltmeere etwas bringen könnte.

      Leider sind da mal wieder Politiker gefordert, und das kann bekanntlich dauern..
    • TheRabbit 03.08.2019 13:02
      Highlight Highlight Es gibt schon eine innovative Zucht von Lachs in der Schweiz:
      https://swisslachs.ch/alpine-zucht/
    • PlusUltra 04.08.2019 00:00
      Highlight Highlight @Rabbit
      Ich finde solche Projekte spannend! Das allgemeine Problem ist halt, dass Fische nicht als Nutztiere gelten und deshalb nicht in einer Landwirtschaftszone gehalten werden dürfen. Gibt zwar Ausnahmebewilligungen, aber es sollte ein "normaler" Landwirtschaftszweig werden, um als Konzept umsetzbar zu sein.
  • Stirling 03.08.2019 07:46
    Highlight Highlight Das Fleisch ist seit Jahrzehnten zu günstig. Es gibt Menschen, die so aufgewachsen sind mit dem Glauben, dass täglicher Fleischkonsum ihr gutes Recht sei.
    Aufgabe des Bundes ist es den Preis wieder zu normalisieren, indem er gesetzliche Auflagen macht.
    Der Import von Billigfleisch muss so verzollt werden, dass es keine Konkurrenz zum einheimischem Fleisch macht.
    Die Auflagen der Tierhaltung so verschärfen, dass Massentierhaltung nicht mehr erlaubt ist.
    Alle Bauern sollen nur noch Bio-Standarts erfüllen.
    Coop und Migros in die Schranken weisen, sonst den Verkauf von Fleisch verbieten.
    • Astrogator 03.08.2019 10:22
      Highlight Highlight Mein Metzger erhält sein Fleisch direkt vom Bauer und es ist günstiger als bei Coop und Migros.

      Das Fleisch ist nicht zu billig, es verdienen nur zuviel daran.
  • zeusli 03.08.2019 07:40
    Highlight Highlight Solange der Handel ( Migros, Coop, Emmi,....) die Kuh zweimal melken, werden die Produzenten leiden müssen. Wir Konsumenten jedoch wollen billige Lebensmittel die jedoch allerhöchsten moralischen und ethischen Standarts entsprechen müssen. Da geht die Rechnung doch schon lange nicht mehr auf.
    Wie hoch wahren eigentlich die Konzerngewinne von Migros, Emmi und Co. in den letzten 20 Jahren?
    • Madeso 03.08.2019 09:53
      Highlight Highlight Emmi gehört aber direkt den Bauern...
    • Töfflifahrer 03.08.2019 10:20
      Highlight Highlight Ja die Preisdrückerei der Grossen ist eine Schweinerei. Aber, wenn Herr und Frau Schweizer ins Deutsche fahren um billigere Lebensmittel einzukaufen, setzt unterstützt dies eben diesen ruinösen Preiskampf. Da müssen sich auch die "Fremdeinkäufer" und Geiz ist Geil Jünger an der Nase nehmen.
    • DemonCore 03.08.2019 10:29
      Highlight Highlight Migros und Coop sitzen auf gewaltigen Cashreserven. Die wissen gar nicht wohin mit dem Geld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kari Baldi 03.08.2019 07:38
    Highlight Highlight Es sieht ganz danach aus, als würde der Einkaufstourismus, unter dem die Grossverteiler massiv leiden, auf dem Buckel der Bauern ausgetragen.

    Es darf nicht sein, dass Bauern, die uns tagtäglich mit Grundnahrungsmitteln versorgen, sich aus lauter Verzweiflung das Leben nehmen. Das ist eine Schande für das reichste Land der Welt.
  • Roman Loosli 03.08.2019 07:37
    Highlight Highlight Seit dem kalten Krieg wird geschaut das die Gesellschaft auf neoliberal getrimmt wird. Wenn man von Sozialen Ausgleich redet ist man gleichvein Kommunist. Dabei geht es in einem Land oder einem Kontinent wie Europa darum, das alle in Würde Leben können. Die Menschen und die Tieren. Das steht auch so in unserer Verfassung. Und nicht das Kapitalisten alles aufs letzte auspressen dürfen....
  • zombie woof 03.08.2019 07:19
    Highlight Highlight Ob da der Seelsorger genügt? Zum einen hat sicher die Geiz ist Geil Gesellschaft dazu beigetragen, dass die Bauern immer weniger verdienen, zum anderen sind die Bauern zum Teil nicht unschuldig an ihrer Misere. Die Bauern in unserer Gegend haben sich in den letzten 10 Jahren einen regelrechten Wettbewerb geliefert was das Verschulden anbelangt. Angefangen hat es mit aufwändigen Renovationen der Bauernhäuser, da wurde nicht gekleckert sondern geklotzt, dann kaufte der erste Bauer einen neuen Monstertraktor und die anderen haben sich gegenseitig übertrumpft, bis zum bitteren Ende
    • sowhat 03.08.2019 10:25
      Highlight Highlight Einverstanden mit deiner Eingangsfrage. Mir scheint ein guter Betriebswirtschafter, der berät UND begleitet, könnte da mehr helfen.
    • zombie woof 03.08.2019 10:52
      Highlight Highlight @ sowhat, oder gesunder Menschenverstand
    • sowhat 03.08.2019 13:18
      Highlight Highlight Gesunder Menschenverstand ist so unterschiedlich wie Menschen es sind.
      Wenn du in der Sch....e sitzt hast du keinen Überblick mehr. Dann brauchst du einen Sparringspartner
  • lilie 03.08.2019 07:16
    Highlight Highlight Es ist stossend, dass Menschen, die hart arbeiten, um uns alle zu ernähren, dafür auch noch ein erhebliches Mass an Fachwissen mitbringen und eine hohe Verantwortung und ein hohes Risiko tragen, immer weniger verdienen und dazu auch noch mit ihren Sorgen alleingelassen werden.

    Warum behielt man das Modell nicht bei, in dem Bauern ihre Ware zu festen Preisen abgenommen wurde? Das entspricht praktisch dem Fairtrade-Modell und würde den Bauern erlauben, besser zu planen.
    • Astrogator 03.08.2019 10:24
      Highlight Highlight Weil damit stetig am Markt vorbeiproduziert wurde.
    • zombie woof 03.08.2019 11:08
      Highlight Highlight Hart arbeiten mag für viele Bauern zutreffen, aber dass die Schweizer Bauern die Schweizer Bevölkerung ernähren, stimmt schon lange nicht mehr. Für so viele Rindviecher und Schweine wie wir Tagtäglich in der Schweiz essen, gäbe es nicht genug Platz für die Aufzucht. Allein Mc Donalds gibt an, 2017 4450 Tonnen Rindfleisch eingekauft zu haben, da sind weder Migros, Coop und wie sie alle heissen noch gar nicht dabei. Frischgemüse, da kann die Schweiz grad mal ca. 55% des Bedarfs abdecken und der Rest wird importiert.
    • lilie 03.08.2019 11:45
      Highlight Highlight @Astrogator: Ah, das macht Sinn. Die Bauern sollten schon das produzieren, was die Leute auch essen, sonst ergibt es keinen Sinn.

      @zombie: Das ist mir schon klar. Aber es gibt 1000 Gründe, warum das wertvoll ist: Die Transportwege sind kurz. Wir bestimmen die Qualität selber. Wir beuten nicht andere Länder aus. Wir sind nicht vollständig von anderen abhängig. Etc.

      Somit ist jeder Bauer, der für uns produziert, wertvoll und wichtig.
  • Patho 03.08.2019 07:13
    Highlight Highlight «Die Wertschöpfung hat sich demnach vom Bauernhof in den Handel verschoben.»
    Hier sollte DRINGEND angesetzt werden! Weder der Konsument, noch der Produzent profitiert hier, einzig und allein irgendwelche Sesselkleber. 10 Rappen mehr für den Ba er, 10 Rappen weniger im Migros/Coop und die allermeisten sind zufrieden.
    • Powerbar 03.08.2019 08:38
      Highlight Highlight Einverstanden, es ist seitens der Genossenschaften Migros und Coop für mich nicht nachvollziehbar, warum sie auf Kosten der Bauern mehr Gewinn erzielen
    • MARC AUREL 03.08.2019 11:21
      Highlight Highlight Die Verkäufer die sonst nichts verdienen und lange Arbeitszeiten haben werden kaum zufrieden sein... und die Konsumenten die NUR 7% vom Haushaltsgeld für Lebensmittel ausgeben jammern obwohl in Deutschland fast 14% dafür ausgegeben wird!
    • dan2016 03.08.2019 12:15
      Highlight Highlight Die Bauern haben doch mit Emmi und Landi 2 mächtige Vertriebskanäle...
    Weitere Antworten anzeigen
  • emptynetter 03.08.2019 07:01
    Highlight Highlight Ein zentrales Thema ist auch der immer weiter ausufernde administrative aufwand, den es zu bewältigen gibt. (Bei immer mehr abnehmendem Einkommen). Hier könnte der Kanton direkt eingreifen und vereinfachen. Da wäre vielen Bauern schon sehr viel geholfen.
  • Ichwillauchwassagen 03.08.2019 06:35
    Highlight Highlight Beim Milchpreis ist es gut zu sehen.
    Der Verkaufspreis ist die Hälfte vom Produktionspreis.
    Die fehlende Differenz wird durch Subventionen, sprich Steuern ausgeglichen.
    Und wer sackt den Gewinn ein?
    Grossunternehmen, die eh schon genug verdienen.
    Ist in meinen Augen eine durch den Staat gestützte Umverteilung von unten nach oben
    • sowhat 03.08.2019 10:30
      Highlight Highlight Festpreisgarantie wäre wohl die Lösung.
      Wir kaufen ja auch MaxHavelaar und andere Fairtradeprodukte aus fernen Ländern. Wäre wohl sinnvoll, das im eigenen Land auch zu tun.

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