Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im Zweiten Weltkrieg erweitert sich der Planungshorizont: Die Wasserstrassen im «neuen Europa». Karte: Dubois, Alfred: S.O.S Le Transhelvetique – Courage! La Suisse, tes rivières te sauveront. Lausanne 1941.

Das Buch zum Hafenkran, Teil 2

«Ein Schifffahrtsweg von Weltbedeutung führt morgen durch die Schweiz»

Eine Bootsfahrt von Basel bis Genf. Absurd? Keineswegs. Der Transhelvetische Kanal hätte genau das ermöglicht. Und noch viel mehr. Wäre er gebaut worden.

Andreas Teuscher



Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird sie geplant, bis heute ist sie noch nicht ganz aufgegeben: Die Wasserstrasse von Genf nach Basel. Sie hätte die Häfen von Marseille und Rotterdam verbunden, mitten durch die Schweiz. Mit Stauwerken, Schleusen und Schiffstunnels wären die Flüsse gezähmt worden, Hafenanlagen am Fuss des Juras und im Mittelland hätten das Bild des Landes verändert und das Meer in die Schweiz gebracht.

«Romanen und Germanen werden sich Schiffergruss bieten»

Schifffahrtspionier Fridolin Becker

Seine Blütezeit erlebte der imaginäre Kanal in einer unwahrscheinlichen Zeit: mitten im Zweiten Weltkrieg. Im Jahr 1940 scheint die Westschweiz keine anderen Sorgen zu haben als den Bau von Wasserstrassen. So forderte die Tribune de Lausanne in einem Artikel über «Die grossen Arbeiten», die Schweiz solle alles daran setzen, endlich ihrer «Mission» gerecht zu werden und sich als Umschlagplatz der «grossen europäischen Zivilisationen» zu positionieren, indem sie den Kanal baue. Auch die Tribune de Genève und die Gazette de Lausanne stimmten in den Kanon ein.

Die Westschweizer sahen im Kanal, der dort auch liebevoll «Gotthard Vaudois» genannt wurde, eine Lanze gegen die verkehrstechnische «Germanisierung» des Landes. Ein Schifffahrtskanal von Ost nach West als Bollwerk gegen die Nord-Süd-Achse. Die geplante Wasserstrasse sollte den frankophonen Landesteil wieder näher zu seinen deutschsprachigen Miteidgenossen bringen; «Romanen und Germanen werden sich Schiffergruss bieten», hatte der Geograph und Schifffahrtspionier Fridolin Becker bereits im Ersten Weltkrieg prophezeit.

Die Rolle der Schweiz im «neuen Europa»

Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Frankreich wurde in der Schweiz die Forderung laut, sich möglichst rasch den neuen Verhältnissen anzupassen. Die politische Rechte sah es als nationale Pflicht, den Anschluss an das «neue Europa» unter Hitler, Pétain und Mussolini nicht zu verlieren und am «Wasserstrassennetz der Zukunft» mitzubauen. Deutschland war bereits emsig ans Werk gegangen und weihte 1939 feierlich den Adolf-Hitler-Kanal ein (heute: Gleiwitzer Kanal). Da die Mühlen der Politik in der Schweiz langsamer mahlten als im Nazi-Ausland, wurden die rechtskonservativen Kräfte nervös und schritten unverfroren zur Tat. Ein von der antidemokratischen «Ligue Vaudoise» organisiertes Jugendcamp begann im Sommer 1941 spontan mit dem Aushub des Transhelvetischen Kanals.

Schweiz am Meer

Ein Jugendcamp der «Ligue Vaudoise» inszeniert im Sommer 1941 den Bau des Transhelvetischen Kanals. Bild: Peitrequin, Jean: Le canal du Rhône au Rhin. Pages Suisses, Cahier Nr. 3, 1941.

Dieser symbolische Akt blieb nicht ohne Wirkung. Das Resultat war ein 10 mal 18 Meter grosses Loch und eine klare Botschaft: «Die Waadtländer Jugend redet nicht, sie handelt.» Ausserdem verursachte die Aktion ein gewaltiges Medienecho, Politiker aus allen Lagern lobten den Tatendrang der Jugend und in Bern hagelte es Motionen, Interpellationen und Petitionen, die darauf abzielten, den Bau des Kanals «sofort zu beschleunigen». Ohne Erfolg. Der Westschweizer Wasserstrassensturm prallte in Bern an den Mauern des Bundeshauses ab. Und als sich der Krieg in der Folge als langwieriger erwies als erwartet und die Umrisse des «neuen Europas» immer nebulöser wurden, wurde es für eine Weile ruhig um das Projekt. Aber nicht lange. 

Aufbruchstimmung nach dem Krieg

«Am Tage, an dem wir den Transhelvetischen Kanal haben, wird es zu einem wahren Ausbruch der Prosperität in der Schweiz kommen.» 

Schweizer Illustrierte Zeitung

«Der Transhelvetische Kanal: Ein Schifffahrtsweg von Weltbedeutung führt morgen durch die Schweiz» titelte die Schweizer Illustrierte Zeitung im Sommer 1946 und berichtete, dass die Vorarbeiten bereits so weit gediehen seien, dass man nicht mehr von einer Utopie, sondern von einem Bauvorhaben sprechen müsse. Natürlich gebe es noch einiges zu tun: Flüsse ausbaggern, Staustufen und Schleusen bauen und einen schiffbaren Tunnel graben. Aber der Aufwand werde sich allemal lohnen: «Am Tage, an dem wir den Transhelvetischen Kanal haben, wird es zu einem wahren Ausbruch der Prosperität in der Schweiz kommen. Überall werden neue Industrien aus dem Boden schiessen, überall werden neue Industrien Aufschwung bringen.»

«Der transhelvetische Kanal» in der Schweizer Illustrierten Zeitung vom 3. Juli 1946.

Solche exorbitanten Hoffnungen liessen nun auch den Bund aufhorchen. Wenig später beteiligte er sich mit einem Zuschuss von einer halben Million Franken (heutiger Wert: rund 2,5 Millionen) an der Erstellung eines allgemeinen Bauprojekts und Kostenvoranschlags für den Kanal. Nach jahrelanger Planungs- und Berechnungsarbeit waren die drei dicken Bände des Generalberichts 1954 fertiggestellt. 133 Ingenieure, Geologen, Techniker und Zeichner hatten sich an der Ausarbeitung des Werkes beteiligt.

Im 1954 veröffentlichten Generalbericht wurde der Transhelvetische Kanal bis ins Detail geplant.

Die Berechnungen ergaben, dass der Kanal teurer und aufwendiger würde als erwartet. 343 Millionen Franken hätte er gekostet, von der Aaremündung bis in den Genfersee, ohne die dazugehörigen Kraftwerke und Häfen. Das entspricht heute rund 1,7 Milliarden Franken. Auch die Wirtschaftsexperten zogen eine eher ernüchternde Bilanz, im Bericht ist keine Rede mehr von einem «Ausbruch an Prosperität». Und für wichtige Probleme wie die Weiterführung der Schifffahrt durch Genf in die Rhone war noch gar keine befriedigende Lösung gefunden, obwohl es bereits 27 Projektstudien dazu gab. Sollten die Schiffe unter der Stadt durchgeführt werden? Um sie herum? Mittendurch? Alles schien möglich, nichts zahlbar.

schweiz am meer teuscher buch

Schweiz am Meer

von Andreas Teuscher
- Buch bestellen
- Die Ausstellung zum Buch
- Schweiz am Meer auf Facebook

«Es fehlt nur noch ein kleines Stück»

Es folgten 1956, 1965 und 1971 drei dicke Berichte des Bundesrates, die immer deutlicher den Schluss zogen, dass der Kanal zu teuer, unnütz und unrentabel sei. Die Berichte lösten in der Westschweiz regelmässig Stürme der Entrüstung aus. Und es dauerte noch bis 1996, dass der Bund einen endgültigen Schlussstrich unter das Projekt zog – auf regionaler Ebene dauerte es sogar noch länger. Bis 2006 gab es in Waadt ein Gesetz, das auf der Strecke des Transhelvetischen Kanals keine Bauten erlaubte, die die Schifffahrt dereinst behindern könnten. Noch 2012 stand Paul Roggo vom Verwaltungsrat der Transhelvetica SA, einer noch heute existierenden Finanzierungsgesellschaft des Transhelvetischen Kanals, dem Beobachter Rede und Antwort. Der Kanal werde kommen, sagte er. Nicht heute oder morgen, aber in vierzig Jahren: «Es fehlt nur noch ein kleines Stück».  

Weiterlesen zum Thema Hafenkran >>>

Interview mit Jan Morgenthaler von Zürich Transit Maritim

Die ersten Bilder des Zürcher Hafenkrans in Zürich

Geschichtliche Betrachtungen zum Zürcher Hafenkran

Zürcher Hafenkran im Aufbau

Das könnte dich auch interessieren:

Haaland-Mania – und sonst? Wer beim Dortmund-Sieg gegen PSG alles auffiel

Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Haaland-Mania – und sonst? Wer beim Dortmund-Sieg gegen PSG alles auffiel

32
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

8
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

26
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

48
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

32
Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

73
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

65
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

231
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Haaland-Mania – und sonst? Wer beim Dortmund-Sieg gegen PSG alles auffiel

32
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

8
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

26
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

48
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

Kehrt Arno Del Curto rechtzeitig heim und ist es Kloten zu wohl in der Swiss League?

32
Link zum Artikel

«Black Mirror» in Utrecht – so sieht die Vision eines «gesunden Wohnviertels» aus

73
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Nazis raus» – die grossartige Fan-Reaktion gegen einen Rassisten im Stadion

65
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

231
Link zum Artikel

Mirage-Skandal lässt grüssen: 5 Dinge, die du zu einer möglichen Crypto-PUK wissen musst

53
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

11
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

15-Jähriger greift Schwule vor Zürcher Gay-Club an – das hat Folgen für die Justiz

382
Link zum Artikel

Massive Störungen bei Swisscom ++ Notrufnummern ausgefallen ++ Panne auch in Deutschland

148
Link zum Artikel

«Etwas pendeln»: Was der Bundesrat im Kampf gegen die SVP besser machen muss

146
Link zum Artikel

Sander-Sieg, Biden-Frust, Trump-Wut: Alles zur Vorwahl in New Hampshire

138
Link zum Artikel

Ohne die Fehler der Initianten hätte es die Wohnbau-Vorlage (wohl) geschafft

143
Link zum Artikel

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

12
Link zum Artikel

Ein (sonniges) Trump-Foto erhitzt die Gemüter – aber ist es auch echt? 🙈

153
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Wolf 16.04.2014 00:00
    Highlight Highlight Ich habe den dreibändigen Bericht von 1954 vor einigen Jahren eingehend studieren können. Für heutige Zeitgenossen ist es völlig unverstãndlich, wie nonchalant Planer und Ingenieure damals massivste Eingriffe in Landschaft und Umwelt vorschlugen. So sollte z.B. die Enge des Aarelaufs auf der Höhe der Brugger Altstadt breiter und ohne Rūcksicht tiefer gesprengt werden. Und das Landwirtschaftsland im Brugger Schachen wäre einem Hafen mit zwei Becken geopfert worden (spãter machte sich dann auf einem Teil davon der Bund mit dem Zeughaus breit). Gottseidank wurde bald klar, dass sich eine transhelvetische Wasserstrasse nie rechnen würde und die Projekte verschwanden in den Archiven!

Mythos Tell: Wie unser Freiheitsheld seit seiner Geburt instrumentalisiert wurde

Mythen mögen erfundene Geschichten sein, mächtig sind sie trotzdem – und zwar so sehr, dass sie am Ende Wirklichkeit schaffen können. Ein Spaziergang mit Tell durch die Jahrhunderte der Schweizer Geschichte.

Wir alle kennen die Geschichte von Tells legendärem Apfelschuss und jenem anderen, tödlichen auf den Tyrannen Gessler. Auch die von Winkelried wurde uns erzählt, dem Mann, der sich in der Schlacht von Sempach so heldenmütig in die Spiesse seiner österreichischen Feinde warf. Morden und Sterben für ein freies, unabhängiges Vaterland.

Heute nennt man diese Geschichten Mythen, kaum einer glaubt mehr an ihre historische Wirklichkeit. Das heisst aber nicht, dass sie deshalb ihre Wirkungsmacht …

Artikel lesen
Link zum Artikel