Schweiz
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Zuerich, 14.06.2015, an einem Abstimmungssonntag steht Mario Fehr (Regierungsrat Stadt Zuerich und Vizepraeesident und Sicherheitsdirektor) fuer den Fotografen Portrait (Gonzalo Garcia/EQ Images) (Gonzalo Garcia/EQ Images)

Habe den Staatstrojaner vorauseilend und eigenmächtig gekauft, kritisieren die Juso: SP-Regierungsrat Mario Fehr. Bild: Gonzalo Garcia

Weil er den Kauf der Überwachungssoftware bewilligte: Juso wollen Mario Fehr anzeigen



Für eine halbe Million Franken hatte SP-Sicherheitsdirektor Mario Fehr den Kauf desjenigen Staatstrojaners bewilligt, der seit dem Hackerangriff auf den italienischen Hersteller Hacking Team unbrauchbar ist. Die Software dringt unter anderem ins Handy ein, ohne dass der Besitzer etwas davon merkt.

Nun wollen die Juso eine Strafanzeige gegen Fehr einreichen, wie der Tages-Anzeiger am Dienstag schreibt. Sie sind der Ansicht, dass Fehrs Vorgehen illegal gewesen sei. Besonders stossend sei, dass Fehr den Kauf vorauseilend und eigenmächtig bewilligt habe, ohne vom Regierungsrat dazu aufgefordert worden zu sein, sagte Oliver Heimgartner, Co-Präsident der Juso gegenüber dem TA.

Auch in der SP wird Fehr scharf kritisiert. Fehr habe sich mit dem Softwarekauf über die Position der eigenen Partei hinweggesetzt, heisst es.

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» verteidigt SP-Präsident Daniel Frei den Kauf des Staatstrojaners. Nach bisherigen Erkenntnissen sei die gesetzliche Grundlage für den Einsatz der Software durch die Strafprozessordnung gegeben, so Frei. Der Einsatz sei durch die Staatsanwaltschaft und das Obergericht angeordnet worden. (dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sandokan 14.07.2015 16:50
    Highlight Highlight Eine Schande sowas. Mario Fehr sollte sofort gehen und das Geld aus seiner eigenen Tasche zurückbezahlen, er hat seine Wähler und seine eigene Partei verraten und das als Sozial Demokrat.
    Oft sagt die Parteizugehörigkeit nichts über die tatsächliche Gesinnung der Politiker aus da zb. der Vater schon in dieser Partei war und darum der Sohn nachziehen muss.
    Am besten alle Parteien abschaffen und eine Internet-Demokratie einführen. Genau solche Leute in der Politik braucht es nicht sie wollen sich selber profilieren anstatt sich für den Bürger einsetzen.
  • Der Kritiker 14.07.2015 10:03
    Highlight Highlight wollen anzeigen? wieso machen sie's nicht einfach? das ist nichts als dummschwätzerei, am schluss ziehn sie ihr schwänzchen doch wieder ein ;-)
  • rothi 14.07.2015 09:10
    Highlight Highlight Nein, denn der Trojaner kann viel mehr als bisher zugegeben. Schaut man sich die Systemberechtigungen des Trojaners für Android (bei Wikileaks nach wirbelwind79 suchen) an, sieht man, dass hier auf Mikrofon, Kamera, ja eigentlich alles zugegriffen wird. Zusätzlich bin ich der Meinung dass durch den direkten oder indirekten Kauf von Sicherheitslücken die Internetkriminalität mitfinanziert wird. Also hat die KaPo wohl Kriminalität bekämpft in dem sie imho die organisierte Kriminalität finanziert hat...
  • TheRealSkyFall 14.07.2015 08:28
    Highlight Highlight "...sei die gesetzliche Grundlage für den Einsatz der Software durch die Strafprozessordnung gegeben..." Nein, Beweise und Informationen die mit dem Einbruch in ein System und durch die Verletzung von Grundrechten gefunden wurden sind nicht rechtsgültig.

    17 Gründe gegen Staatstrojaner:
    https://www.piratenpartei.ch/2015/07/11/17-gruende-wieso-der-staatstrojaner-die-schlechteste-ueberwachungsidee-seit-dem-fichenskandal-ist/

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