Schweiz
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ZUR MELDUNG, DASS ZWEI SCHWEIZER KAMPFJETS AM DIENSTAGMORGEN UM 8:30UHR EIN FLUGZEUG DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT EL AL AN DER SCHWEIZER GRENZE BEI SCHAFFHAUSEN WEGEN EINER BOMBENDROHUNG ABGEFANGEN HABEN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 5. JULI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Un avion FA-18 aux couleurs de l'armee Suisse fait un passage rapide a basse altitude sur l'aeroport de Sion, dans le cadre du 65eme anniversaire de la base aerienne de Sion ce vendredi 26 septembre 2008 a Sion. La base militaire et aerienne de Sion ouvre ses portes au publique pendant deux jours. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Ein Kampfjet des Typs F/A-18 Hornet bei einer Airshow. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Kampfjet-Beschaffung: Deshalb sorgt sich der Präsident der Sicherheitskommission

In den 90er-Jahren unterschätzte die Armee, wie schnell die F/A-18 altern würden. Der Präsident der Sicherheitskommission will verhindern, dass sich dieses Versäumnis wiederholt.

Lorenz Honegger / ch media



Was die Sonntagspresse vergangenes Wochenende berichtete, lässt aufhorchen: Als die Experten der Armee in den frühen 90er-Jahren die amerikanischen F/A-18-Kampfjets testeten, unterschätzten sie, wie früh die Flieger dereinst Ermüdungserscheinungen aufweisen würden. Nach der Auslieferung alterten die Jets deutlich schneller als angenommen – obwohl die Fachleute schon damals wussten, dass die Kampfflugzeuge in der gebirgigen Schweiz stärker beansprucht werden als über dem Meer oder einer flachen Ebene. Das geht aus einem öffentlichen Vortrag eines Ingenieurs der Rüstungsbehörde Armasuisse an der ETH Zürich hervor.

«Spezialisten fehlen»

Eine ähnliche Fehleinschätzung soll sich bei der aktuellen Kampfjet-Beschaffung nicht wiederholen. Der Präsident der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates, Werner Salzmann (SVP/BE), fordert deshalb Antworten von Verteidigungsministerin Viola Amherd. Er will wissen, welche Lehren aus den Ereignissen der 90er-Jahre gezogen werden müssen. Der Sicherheitspolitiker gibt auf Anfrage zu bedenken, dass die aktuell laufende Erprobung von fünf Kampfjettypen deutlich weniger lang daure als die letzte Flieger-Evaluation zu Beginn des Jahrzehnts, bei der der Gripen den Zuschlag bekam. «Eine Verlängerung der Evaluation könnte deshalb zu einem Thema werden.»

6 Monate könnte die Lebensdauerverlängerung bei einzelnen F/A-18-Kampfjets dauern. Das ist deutlich länger als geplant.

Ebenfalls Sorgen bereitet Salzmann, dass der Rüstungskonzern Ruag für die Nutzungsdauerverlängerung der F/A-18-Flotte wahrscheinlich mehr Zeit beanspruchen wird, als ursprünglich geplant. «Die Ruag wird Mühe haben, die Flieger rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Ihr fehlen die Spezialisten, um das Upgrade innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens umzusetzen.» Statt vier Monaten könne das Upgrade bei einigen Fliegern zwischen fünf und sechs Monate in Anspruch nehmen. Bis 2024 muss die Luftwaffe laut Armasuisse mit einer eingeschränkten Verfügbarkeit ihrer F/A-18 leben. Der Preis von 450 Millionen Franken soll sich durch die Verzögerung aber nicht verändern.

Wie es mit der Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges weitergeht, wird Verteidigungsministerin Viola Amherd voraussichtlich vor der Sommerpause bekannt geben. Der ehemalige Astronaut Claude Nicollier arbeitet bis Ende April an einer Zweitmeinung zum existierenden Bericht zur Zukunft der Luftwaffe. Es wird allgemein angenommen, dass die CVP-Bundesrätin die Beschaffung der Kampfjets vom Kauf einer neuen bodengestützten Fliegerabwehr abtrennen und möglicherweise in einem Planungsbeschluss ans Parlament weiterleiten wird. Dieses Vorgehen würde es ermöglichen, dass Gegner der Jet-Beschaffung das Referendum ergreifen könnten. (bzbasel.ch)

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ha End 28.04.2019 13:02
    Highlight Highlight Aehem ,kleiner Tipp von mir :

    Regelmaessig Oelstand kontrollieren und zwischendurch mal etwas Rostschutz auftragen.

    Chears

  • wolge 27.04.2019 21:58
    Highlight Highlight Statt in überteuerter Kampfjets sollten wir das Geld in folgendes stecken:

    - CyberDefense: Strom und Wasser Anlagen müssen hochgradig abgesichert sein. Ohne Strom oder Wasser können wir innert Tagen einpacken. Da nützten uns auch keine Kampfjets

    - Bodengestützte Flugabwehr: Kampfjets für unser kleines Land bringen wenig. Flugabwehr umso mehr

    - Drohnen: Als Ergänzung zur Flugabwehr. Flugzeuge identifizieren und begleiten sollten auch Drohnen können

    - Helikopter: Nicht nur als Kriegsmaschinen einsetzbar wie Kampfjets, sondern auch bei Krisen und Katastrophen als Transportmittel
    • DemonCore 27.04.2019 22:39
      Highlight Highlight Wenn dieser Drohnen-Schwachsinn doch endlich das Zeitliche segnen würde. Mal überlegt was so eine Drohne für Flugeigenschaften bräuchte, um einen Kampfjet vollständig zu ersetzen? Hm? Genau, sie bräuchte exakt die gleichen Flugeigenschaften wie ein Kampfjet. Du meinst also ein Kampfjet, der statt einem Cockpit einen teuren (redundant, gehärtet, EMP-geschützt, vibrations-, staub-, und g-sicheren) Computer an Bord hat. Technisch vermutlich möglich, aber noch nicht serienreif. Heute ist es noch billiger einen Piloten auszubilden.
    • wolge 28.04.2019 00:25
      Highlight Highlight @DemonCore:

      Unsere Kampjets sind wohl primär fpr Luftpolizeiliche Einsätze. Also mal schnell hochfliegen und nachsehen weil keiner antwortet oder Begleitflüge.

      Das wird ja wohl ne Drohnen können. Wenn nicht heute dann morgen. Wir sollten Geld besser in Forschung und Entwicklung solcher Drohnen als in überteuerte und bald obsolete Jets stecken
  • hänes 27.04.2019 19:44
    Highlight Highlight Fa 18 super hornet wäre schön
  • Patrick Lang 27.04.2019 18:27
    Highlight Highlight Warum ersetzen wir die Kampfflieger nicht komplett durch moderne Drohnen? Die sind billiger, genauso präzise zu fliegen, aber viel weniger risikobehaftet – Wir könnten für den Preis eines Kampfjets wohl je fünfzig Stück davon anschaffen, und unsere Jungs im "Kriegseinsatz" würden sicher im Bunker unter der Erde hocken.
  • 7immi 27.04.2019 15:46
    Highlight Highlight Alle Militärflugzeuge altern schneller in der Schweiz als anderswo. Das war schon mit den Vampires und Hunters so und auch heute nicht anders. Es gibt auch keine Tests, die dies genau voraussagen können, ausser im reellen Einsatz. Beim Vortrag an der ETH wurde darauf hingewiesen (ich war dabei), die Journis hatten mal wieder nur einzelne Punkte aufgeschnappt wie üblich. Die FA18 war eines der robustesten Flugzeuge ihrer Zeit mit der rund doppelten Lebensdauer eines Eurofighters. Und dass die Lebensdauerverlängerung finanziell nachteilig ist wusste man schon bei der Gripenabstimmung...
    • DemonCore 27.04.2019 21:09
      Highlight Highlight Der Beitrag ergibt Sinn, bis das Eurofighter-Bashing anfängt. Der EF ist deutlich jünger als die F/A-18. Zur Lenbensdauer lässt sich jetzt noch nicht viel sagen, ausser dass es der 2.-beliebteste Fighter in Europäischen Luftwaffen ist (hinter der noch älteren F-16) und z.B. auch in der UK mit etwa 200 Stück im Einsatz steht.
    • 7immi 27.04.2019 21:54
      Highlight Highlight @demoncore
      die Deutsche Luftwaffe hat massive Probleme ab 1500 Betriebsstunden (die garantierte Lebensdauer betrüge 5000h) , bei der FA 18 warens rund 3500h - 4500h in der Schweiz. Nun hat man einige schwerwiegende Fehler behoben, dennoch sind die Dinger anfällig und qualitativ mässig (drei verschiedene Hersteller für die vier Flügelhalbschalen ist eines der Probleme). Der Grund für die "Beliebtheit" ist wohl eher politischer Natur...
    • DemonCore 27.04.2019 22:32
      Highlight Highlight Die Deutschen haben Probleme. Ok. Die haben aber auch ein unterfinanziertes Militär und schweren Personalmangel, auch in Technik und Logistik. Von anderen Luftwaffen, die den EF einsezten hört man nichts Negatives. Ich sehe es nicht als erwiesen an, dass das Flugzeug schlecht ist, eher dass die dt. Luftwaffe schlecht geführt wird.

      Ein Amerikanischer Testpilot der den EF und die F-22 geflogen ist, sagt es sei ein exzellentes Flugzeug (u.a. wendiger als der F-22).
    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 27.04.2019 14:02
    Highlight Highlight Wenn man nur Juristen oder Ökonomen in die Räte wählt.
  • wasps 27.04.2019 13:54
    Highlight Highlight Salzmann macht sich Sorgen um Flugis (und um die Schützen, natürlich). Die kann man zwar weder essen, noch taugen sie zur Sanierung der Sozialwerke. Aber das ist ja ein Detail. Wichtig ist, dass fliegende Steuergelder im Ausland bestaunt werden können. Das bringt das Patriotenherz zum hüpfen.
    • The Destiny // Team Telegram 27.04.2019 19:53
      Highlight Highlight Unbeliebte Meinung: Die Entwicklungshilfe für 3. Weltländer wäre bei der AHV auch besser aufgehoben.
  • Demo78 27.04.2019 13:37
    Highlight Highlight Anbei der Vergleich Hornet vs Super Hornet
    Benutzer Bild
  • Bartli303 27.04.2019 13:36
    Highlight Highlight "Die jets sind schneller gealtert als angenommen"
    Nun, seit über 2 Jahrzehnten beobachte ich, wie allgemein Maschinen und Apparate immer früher ihren Dienst aufgeben. Heute ist es ja schon so dass auch autos mit einem kaufpreis über 30000.- schon nach ca 10 jahren oder 200000km schrottreif sind im gegensatz zu früher. Dies aus rein wirtschaftlichen gründen. Ich denke, dass die rüstungsmaterialhersteller einer ähnlichen Geschäftspraxis nachgehen. Auch die neuen jets werden vermutlich noch früher Materialermüdungserscheinungen vorweisen als die in den 90er gekauften fa 18 Jets.
  • Demo78 27.04.2019 12:48
    Highlight Highlight Bitte korrigiert die Bildunterschrift, Ihr zeigt keine Super Hornet sondern eine einfache Hornet, den Kommentar müsst Ihr nicht zwingend frei schalten, bin ich mir gewohnt von euch wenn man auf Fehler hinweist 🙊🤷🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
    • Demo78 27.04.2019 16:00
      Highlight Highlight Danke Watson 👍😎
  • Demo78 27.04.2019 12:09
    Highlight Highlight Liebes Watson Team, Fliegererkennung ist defintiv nicht eure Stärke. Der mit dem Schweizer Kreuz gezeigte F/A 18 ist ein schweizer Hornet und keine Super Hornet wie im Bildbeschrieb erwähnt.
    Die Super Hornet hat eckige Lufteinlässe, die Hornet ne Art Unsymmetrisches Oval.
  • RatioRegat 27.04.2019 11:58
    Highlight Highlight Wir sollten von Pilatus Spitfires in Lizenz produzieren lassen. Die alten WKII Flieger sind zwar völlig veraltet, dafür brächten sie der Armee aber viele Stil-Punkte ein.
    • Dominik Treier (1) 27.04.2019 12:37
      Highlight Highlight Für den Kunstflug würde das reichen... Sowieso das einzig Sinnvolle heutzutage an der Armeefliegerei, mal angesehen von ein paar Helikoptern für den Katastrophenschutz...
    • Rasti 27.04.2019 13:07
      Highlight Highlight Geil, wenn die Armee keine Kampfjets mehr hat, dann kann dich jeder am PC fliegen beibringen und dann Jets klauen.
    • redeye70 27.04.2019 13:43
      Highlight Highlight Oder die Mosquito. Billliger Leichtbau aus Sperrholz 😉
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