Mehrere Tausend an Lausanner «antifaschistischem Karneval»
Mehrere Tausend Menschen haben am späten Samstagnachmittag in Lausanne an einem «antifaschistischen Karneval» teilgenommen. Die Veranstaltung, die bereits im vergangenen Jahr stattfand, hatte zum Ziel, den öffentlichen Raum zurückzuerobern und sich gegen einen angeblichen Vormarsch des Faschismus zu vereinen.
Die Kundgebung verlief ohne grössere Zwischenfälle, obwohl kleine nationalistische Gruppierungen in den sozialen Netzwerken zu Gegendemonstrationen aufgerufen hatten. Die Kundgebung führte jedoch zu mehreren Sachbeschädigungen, insbesondere zu zahlreichen Graffiti an Bushaltestellen, Schildern und Gebäuden, wie denen der Banken UBS und BCV, deren Fassaden zudem mit roter Farbe bespritzt wurden.
Nach Schätzung eines Reporters von Keystone-SDA vor Ort waren rund 5000 Menschen an der Kundgebung beteiligt. Nach Angaben der Lausanner Polizei waren es etwa 4000.
Der Umzug startete gegen 15.30 Uhr im Quartier Vallon. Obwohl die Behörden die von den Organisatoren gewünschte Route eingeschränkt hatten, ignorierten diese die Anordnung und folgten ihrer eigenen Route. So zogen sie mehrere Stunden lang durch die Innenstadt, bevor sie im Parc de Montbenon Halt machten, wo das Fest am Abend weiterging.
Die oft kostümierten Teilnehmer zogen hinter neun für diesen Anlass geschmückten Festwagen her und tanzten zu den Klängen mehrerer Blaskapellen oder Technomusik. Sie warfen Konfetti auf die Passanten und zündeten gelegentlich Raketen und Rauchbomben. (sda)
