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No-Kings-Proteste gegen Trump erreichen weltweiten Höhepunkt

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No Kings Proteste weltweit

Unweit des Kapitols in Washington D.C. wurden die No-Kings-Proteste an einer Gebäudewand angekündigt.

quelle: keystone / julia demaree nikhinson
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«Faschisten im Weissen Haus» – Grosse US-Proteste gegen Trump

Mit tausenden Demonstrationen in den USA und weiteren Aktionen weltweit erreichen die sogenannten No-Kings-Proteste am 28. März 2026 einen neuen Höhepunkt.
28.03.2026, 16:0628.03.2026, 21:26

Kein Krieg gegen den Iran, keine Razzien in US-Städten, kein neuer Ballsaal am Weissen Haus: In den USA sind in zahlreichen Städten Bürger gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump auf die Strasse gegangen. Unter dem Motto «No Kings» («Keine Könige») waren nach Angaben der Veranstalter am Samstag Proteste in allen 50 Bundesstaaten geplant – und auch international formierte sich Widerstand. Demonstrierende forderten die Absetzung und Verhaftung Trumps.

Vorwurf: Faschismus

In der US-Hauptstadt Washington zogen am Morgen nach Beobachtung einer dpa-Reporterin geschätzt Zehntausende Demonstrierende, darunter auch zahlreiche ältere Menschen, über die Memorial Bridge in Richtung Innenstadt.

Die Organisatoren, ein Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, erwarteten Medienberichten zufolge landesweit etwa 3000 Kundgebungen mit insgesamt rund neun Millionen Teilnehmern. Sie sprachen von einer der grössten Protestmobilisierungen in der Geschichte des Landes – unabhängig überprüft sind die Zahlen bislang nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten ähnliche Aktionen jedoch schon Millionen Menschen auf die Strasse gebracht.

In Sprechchören warnten die Demonstranten in Washington vor «Faschisten im Weissen Haus». Einer Pappfigur, die Trumps Vizestabschef und rechten Hardliner Stephen Miller darstellen sollte, hing das Namensschild «Adolf» für Adolf Hitler um.

Ein anderes Amerika zeigenViele kamen, um auch international ein Zeichen zu setzen. Eine Demonstrantin, die gegen Trumps Pläne einer vorübergehenden Schliessung des berühmten Washingtoner Kulturhauses Kennedy Center auf die Strasse ging, sagte der dpa, die Leute in Deutschland sollten sehen, dass es in Amerika Protest gegen die Trump-Regierung gebe.

Zentrale Veranstaltung in Minnesota

Als zentrale Veranstaltung der landesweiten Proteste gilt eine Grosskundgebung in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota, wo am Nachmittag (Ortszeit) bis zu 100'000 Teilnehmer erwartet werden. Hintergrund sind unter anderem umstrittene Einsätze von Bundesbehörden im Zuge verschärfter Massnahmen gegen Migranten, die in der Region zuvor zu wochenlangen Protesten geführt hatten. Bei den Einsätzen kamen auch zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten ums Leben.

Zu den angekündigten Teilnehmern in St. Paul zählen prominente Unterstützer aus Kultur und Politik, darunter der Musiker Bruce Springsteen und die Sängerin Joan Baez sowie die Schauspielerin Jane Fonda. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders sowie weitere Aktivisten und Politiker werden erwartet.

Auch in zahlreichen weiteren Städten – von grossen Metropolen bis hin zu kleineren Orten – waren Demonstrationen geplant oder bereits angelaufen. Nach Angaben der Organisatoren in US-Medienberichten stammt ein grosser Teil der Anmeldungen auch aus konservativ geprägten ländlichen Regionen und Vororten, nicht nur aus klassischen Hochburgen der Demokraten.

Weisses Haus: linke Netzwerke

Das Weisse Haus kritisierte die Proteste. Eine Sprecherin bezeichnete die Veranstaltungen laut Medienberichten vorab als Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe ohne breite Unterstützung in der Bevölkerung.

Auch Protest in Deutschland

Auch ausserhalb der USA gab es Solidaritätskundgebungen. In Deutschland fanden unter anderem Demonstrationen in Hamburg, München, Frankfurt am Main und Düsseldorf statt. Auf Plakaten warfen einige hundert Demonstranten in Berlin Trump Angriffe auf die Demokratie vor, kritisierten die Einwanderungsbehörde ICE oder forderten die vollständige Freigabe der sogenannten Epstein-Akten, die sich um den Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein drehen. In München versammelten sich nach Polizeiangaben bis zu 600 Menschen auf dem Odeonsplatz. In Frankfurt kamen rund 120 Teilnehmer zusammen.

Auch in Amsterdam, Rome und Paris fanden am Samstag Demonstrationen statt. Und in der Schweiz waren in Basel, Genf und Zürich Kundgebungen angekündigt.

Vergangenen Sommer entstanden

Die No-Kings-Proteste entstanden im Juni 2025 und haben sich seitdem zu einer der grössten Protestbewegungen der jüngeren US-Geschichte entwickelt.

Während Unterstützer die Proteste als wichtigen Ausdruck demokratischen Widerstands sehen, kritisieren Gegner vor allem fehlende klare Forderungen und eine einheitliche Führung. (lyn/sda/dpa)

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22 Kommentare
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Chrisbe
28.03.2026 16:41registriert Oktober 2019
Das wird Donnie in seiner Blase kaum stören. Er ergötzt sich an den Lobhudeleien seiner Günstlinge und Hofnarren und stellt derweil die Welt auf den Kopf.
Wo möglich boykottiere ich US- Produkte und Dienstleistungen. Urlaub in den USA oder die Fussball WM sind eh kein Thema.
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Bikemate
28.03.2026 17:15registriert Mai 2021
Viel bringen wird es eher nicht. Trotzdem ist es eine gute Sache. Ich feiere alle, die gegen Trump auf die Strasse gehen.
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Ameo
28.03.2026 18:56registriert Oktober 2025
Sie könnten den Kapitol stürmen. Sollte keine Konsequenzen nach der aktuellen Regierung haben.

*Ironie off*
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