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Gesellschaft & Politik

Affäre Dittli soll vollständig aufgeklärt werden

Affäre Dittli soll vollständig aufgeklärt werden

25.03.2025, 16:5625.03.2025, 16:56
KEYPIX - Valerie Dittli, conseillere d'Etat vaudoise, arrive lors d'une conference de presse au sujet des mesures prises suite a l'analyse au sein du DFA ce vendredi, 21 mars 2025 a Lau ...
Valerie Dittli.Bild: keystone

Der Grosse Rat des Kantons Waadt will die Dittli-Affäre «vollständig aufklären». Seine Abgeordneten stimmten für eine Resolution, die verlangt, dass eine Delegation der Aufsichtskommissionen einen «spezifischen Bericht» über die Missstände innerhalb des Finanzdepartements erstellt.

Die Vorsitzenden der sechs Fraktionen im Kantonsparlament erklärten am Dienstag, es sei die Pflicht des Grossen Rates, im Rahmen seiner Aufsichtskompetenzen den Untersuchungsbericht von Jean Studer zu analysieren. Dieser hatte als unabhängiger Experte mehrere Vorwürfe gegen die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli (Mitte) erhoben.

Dittli, der die Finanzen am vergangenen Freitag entzogen wurden, war unter anderem vorgeworfen worden, im Umgang mit einzelnen Steuerdossiers ihre Kompetenzen als Finanzdirektorin überschritten und eine mögliche Amtsgeheimnisverletzung begangen zu haben.

Die Untersuchungsdelegation soll aus elf bis 13 Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission und der Finanzkommission bestehen. Die Schlussfolgerungen ihres Berichts werden bis Ende 2025 erwartet.

Vertrauen wiederherstellen

Die Fraktionsvorsitzenden forderten «volle Zusammenarbeit und Transparenz vom Staatsrat», insbesondere die Aufhebung des Amtsgeheimnisses in Bezug auf die zu untersuchenden Sachverhalte. Die parlamentarische Untersuchung werde sich nicht nur auf das Finanzdepartement beschränken, sondern die gesamte Regierung umfassen.

In einem Kontext des «Misstrauens» und einer «tiefen institutionellen Krise» sei es zwingend, Ruhe und Gelassenheit zurückzubringen und das Vertrauen in den Staat wiederherzustellen. (sda)

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«Würde auf Rente verzichten»: Waadt-Staatsrätin Valérie Dittli will nicht zurücktreten
Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli will trotz Kritik und einer Strafuntersuchung wegen Amtsmissbrauchs nicht zurücktreten.
In einem am Sonntag veröffentlichten Interview sagte sie zudem, sie bleibe nicht im Amt, um eine lebenslange Rente zu erhalten. «Ich möchte diese Legislatur abschliessen und dabei wieder die echten Themen in den Mittelpunkt stellen – jene, die die Bevölkerung interessieren», sagte Dittli in einem Interview mit «Le Matin Dimanche». Sie verwies dabei auf ihre «Bilanz, sowohl in der Landwirtschaft als auch bei Digitalisierung und Nachhaltigkeit».
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