Schweiz
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Die Gruene Greta Gysin freut sich am Sonntag, 20. Oktober 2019 im Fernsehstudio des RSI in Comano ueber ihre Wahl in den Nationalrat bei den Eidgenoessischen Parlamentswahlen. (KEYSTONE-ATS/Ti-Press/Davide Agosta)

Bild: KEYSTONE

Grüne fordert Verteuerung von klimaschädigenden Investitionen



Die Grünenpolitikerin Greta Gysin (TI) hat einen Vorschlag zur Berücksichtigung von ökologischen Aspekten bei Investitionen unterbreitet. «Wir müssen die Kosten solcher Investments internalisieren», sagte sie dem «Tages-Anzeiger» vom Samstag.

«Es ist heute viel zu günstig, in dreckige Geschäfte zu investieren, weil die Allgemeinheit die Kosten trägt», erklärte Gysin. Eine solche Vorgehensweise bei klimaschädigenden Investitionen hätte echte Konsequenzen, betonte sie.

Auch gewisse Kapitalanlagen der Schweizerischen Nationalbank will sie bei ihrem Vorschlag mit einbezogen wissen. «Die Nationalbank verdoppelt mit ihren Investments den gesamten CO2-Ausstoss der Schweiz». Da müsse der Staat neue Vorschriften zur Geldanlage bei Aktivitäten etwa in der Erdölbranche oder bei Kohlekraft erlassen, führte sie weiter aus.

Verzicht auf das Flugzeug

Klimapolitik müsse für Gysin zudem auch Sozialpolitik sein. «Das ist nicht schwierig: Zum Beispiel könnte man die Einnahmen aus der Benzinsteuer mit einem sozialen Schlüssel rückvergüten», sagte sie. Wer weniger verdiene, solle einfach mehr zurückerhalten.

Generell sei es keine grosse Sache gemäss der eigenen Ideologie zu leben, so Gysin gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Man müsse seinen Lebensstil einfach schrittweise umweltverträglicher gestalten. Für die Politikerin gehört neben möglichst wenig Abfall produzieren und bewusst zu essen auch dazu, dass sie nicht mit dem Flugzeug fliegt und kein Auto fährt. (sar/sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Do not lie to mE 28.12.2019 08:13
    Highlight Highlight Zählt dazu auch der ungebremste Wohnungsbau in den Agglomeration der nicht zuletzt durch den Zuzug von Migranten (z.B. muss aus diesem Grund fast 1 Millon Wohnung in DE gebaut werden) verschärft wird? Besteht da kein Wiederspruch?
    • Froggr 28.12.2019 10:12
      Highlight Highlight Nein weil Migration darf man nicht kritisieren.
  • Zeit_Genosse 28.12.2019 07:53
    Highlight Highlight Lenkungsabgaben um in ökologische Projekte zu realisieren sind ein besserer Weg, als gleich noch Sozialpolitik mit Klimasteuern betreiben zu wollen und das Geld in ökonomische Ungleichheit fliessen zu lassen. Klimalösungen müssen einfach und zweckgebunden sein, damit man mit Mehrheiten demokratischen Erfolg erzielt.
    • DonChirschi 28.12.2019 08:32
      Highlight Highlight Wollte genau das selbe schreiben. Ohne Zweckbindung keine Chance. Aber da gehen mit den Grünen manchmal noch die marxistischen Pferde durch. Meiner Meinung nach müssten alle Einnahmen aus der Lenkungsabgabe in die Entwicklung von Dekarbonisierungstechnologien fliessen
    • Mrlukluk 28.12.2019 09:00
      Highlight Highlight Mit dieser Lenkungsabgabe kann aber das Problem gelöst werden, das Arme überproportional von solchen Abgaben betroffen werden.
  • D_M_C 28.12.2019 07:05
    Highlight Highlight Irgendwie schon lustig, dass nun die Grünen die Internalisierung von Externen Kosten fordern, was ein Kernanliegen der Volkswirtschaft ist.

    Erneuerbare Energien schaffen lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze (dieses Geld fliesst im Moment nach Saudi-Arabien ab).

    Muss ich jetzt schon Grüne wählen, um eine anständige Wirtschaftspolitik zu bekommen?

    Alle anderen Parteien: wacht auf, die Klimakrise ist echt, emfall. Wenn wir nichts tun, wird es noch viel mehr kosten!
  • GoldjungeKrater 28.12.2019 07:03
    Highlight Highlight 😂😂
  • TheKen 28.12.2019 06:48
    Highlight Highlight Frau Gysin sieht super aus, kommt aus dem schönsten Kanton. Da kommt die Sonne für einen Moment

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