Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Sept. 28, 2017, file photo, Marijuana plants are displayed at the Green Goat Family Farms stand at

Im Hinblick auf die Cannabis-Legalisierung hat sich weltweit seit Anfang Jahr viel verändert. Bild: AP/AP

2017 war ein gutes Jahr für Kiffer: Der grosse Cannabis-Rückblick

Selten ist in einem Jahr weltweit so viel rund um die Cannabis-Legalisierung passiert wie 2017. Ein Überblick.



Dieses Jahr hat in der Schweiz der Verkauf von legalem CBD-Gras so richtig Fahrt aufgenommen. Auch weltweit bewegen sich immer mehr Länder in Richtung einer Lockerung der Cannabis-Verbote. Doch es gab auch einige Rückschläge. Ein Jahresrückblick auf die Cannabis-Politik in der Schweiz und international:

Januar

Schweiz: Ab Januar verkauft die Reitschule in Bern THC-freies CBD-Gras. Man wolle damit eine Alternative zum Stoff anbieten, der auf dem Vorplatz verkauft werde und der zum Teil «wüstes Zeugs» sei. Zum anderen wolle man «dem Deal vor der Haustür etwas entgegensetzen», hiess es damals in einer SDA-Meldung.

FILE - In this Jan. 1, 2017, file photo, the famed Hollywood sign is seen altered to read

Bild: AP/AP

International: Das Jahr wird durch eine Aktion in Hollywood eingeleitet. Über der Stadt steht seit dem 1. Januar nicht mehr der Hollywood-Schriftzug, sondern Hollyweed. Zudem beschliesst der Bundestag in Deutschland eine Gesetzesänderung, die es Schwerkranken möglich machen soll, per Rezept Cannabis zu erhalten.

Februar

Schweiz: Die Stiftung «Sucht Schweiz» hat durch eine Befragung der Polizei- und Justizdepartemente in allen 26 Kantonen festgestellt, dass Kiffer in den Kantonen unterschiedlich hart bestraft werden. Damit wurde die Interpretationsfrage rund um den Besitz von Cannabis in der Schweiz dieses Jahr zum ersten Mal diskutiert.

International: In den USA eröffnete derweil der erste Cannabis-Drive-In in Colorado. Eine Tankstelle soll dort zu einem Kiffer-Mekka umfunktioniert werden.

März

Schweiz: In Bern bewilligt die kantonale Ethik-Kommission einen Cannabis-Pilotversuch. Vorgesehen ist bei dem Versuch die Abgabe von Cannabis in städtischen Apotheken. Ähnliche Projekte sind in Genf, Basel und Zürich geplant.

International: Im März führt auch Argentinien die rezeptpflichtige Abgabe von Cannabis für Schwerkranke ein. Damit sollen Cannabis-Therapien für MS- und Krebs-Patienten zugänglich gemacht werden.

Uni Bern wollte Testkiffer mit Gras beliefern

abspielen

Video: srf

April

Schweiz: Der Verein «Legalize it» plant eine neue Initiative zur Legalisierung von Cannabis in der Schweiz. Nino Forrer, Pressesprecher des Vereins sagt zum «Tages-Anzeiger»: «Wir haben den Initiativtext am Mittwoch bei der Bundeskanzlei eingereicht und beginnen damit den ­formellen Prozess der Vorprüfung.»

International: Die kanadische Regierung legte dem Parlament einen Gesetzesentwurf vor, der Cannabis landesweit legalisieren soll. Die Legalisierung ist für 2018 geplant. Damit nimmt Kanada in Sachen Cannabis-Legalisierung neu eine Führungsrolle ein.

Mai

Schweiz: Die Universität Bern reicht beim Bundesamt für Gesundheit ein Gesuch für eine Cannabis-Untersuchung ein. Die Universität will untersuchen, wie sich ein legaler Zugang zu Cannabis auf den Konsum auswirkt.

International: Uruguay erlaubt jedem Bürger, pro Woche zehn Gramm Cannabis günstig in der Apotheke zu kaufen. Touristen profitieren aber nicht von der neuen Gesetzgebung.

Kiffen bildet – auch wenns nur die andern sind

abspielen

Video: srf

Juni

Schweiz: Das Crowdfunding zur neuen Legalisierungs-Initiative scheitert. 330'000 Franken hätten für die Unterstützung der Initiative gesammelt werden sollen, es kamen jedoch nur 22'748 Franken zusammen.

International: In Barcelona eröffnen die ersten Cannabis-Klubs. Innert kürzester Zeit gibt es in der katalanischen Hauptstadt allein 300 solcher Klubs, 500 in ganz Spanien.

Juli

Schweiz: In der Schweiz steht die Abstimmung zur Altersvorsorge 2020 bevor. Jungpolitiker fordern, dass man mittels einer Cannabis-Legalisierung und der Besteuerung des Verkaufs neue finanzielle Mittel für die AHV erwirtschaften soll. Die Jungpolitiker rechnen mit einem Umsatz von 450 Millionen pro Jahr.

Lässt sich mit Kiffen die AHV finanzieren?

abspielen

Video: srf

International: Den Cannabis-Verkaufsstellen in Nevada geht das Gras aus. Nach der Legalisierung im Bundesstaat gab es einen solchen Run auf die Läden, dass diese nicht mehr mit dem Einkauf und der Produktion nachgekommen sind.

August

Schweiz: Auch die Stadt Luzern plant ab August eine regulierte Abgabe von Cannabis. Wie bei allen Projekten dieser Art in der Schweiz fehlt aber weiterhin die Zustimmung des Bundesamtes für Gesundheit.

International: In den USA kauft ein Cannabis-Unternehmen ein 20-Seelen-Dorf, um daraus ein Cannabis-Paradies zu erschaffen. Geplant sind Gras-Hotels und ein Freizeitpark.

Cannabis-Bauern in Kalifornien stehen vor dem Ruin

abspielen

Video: srf

September

Schweiz: Zuerst bestätigt ein Urteil des Bezirksgericht Zürich, dass der Besitz von unter zehn Gramm Gras in der Schweiz grundsätzlich erlaubt ist. Später im September fällt auch das Bundesgericht einen Entscheid, der zu einem ganz neuen Umgang mit dem Besitz von geringen Mengen Cannabis in der Schweiz führen könnte.

International: In den USA werden mittlerweile richtig dicke Geschäfte mit Gras gemacht. In den acht Bundesstaaten, in denen Gras legal ist und den weiteren 23, in denen die medizinische Abgabe erlaubt ist, wird ein Umsatz von geschätzt 4,5 Milliarden Dollar erzielt. 

Für Kiffer ab sofort keine Bussen mehr

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Oktober

Schweiz: Viele Schweizer Medien nehmen eine Studie der Universität Stanford auf, die zeigt, dass Kiffer mehr Sex haben als Abstinentler. 

International: In der NBA in den USA steht Cannabis auf der Dopingliste. Die Basketballstars riskieren durch das Kiffen in der Freizeit einen Ausschluss aus der Liga. Der ehemalige Liga-Boss David Stern verkündet, dass er sich dafür einsetze, dass Cannabis von der Dopingliste gestrichen wird. 

November

Schweiz: Das Bundesamt für Gesundheit verweigert dem Cannabis-Versuch der Stadt Bern die Bewilligung. Damit stehen alle geplanten Versuche der Schweizer Städte und Universitäten für 2018 vor dem Aus. 

International: In Griechenland wollen Investoren eine riesige Cannabis-Anlage aufbauen. Darin soll medizinischer Cannabis für die ganze Welt produziert werden. Laut der «BaZ» sind die Investoren bereit, bis zu 1,5 Milliarden Euro in die Anlage zu stecken, damit sie die Wirtschaft des Landes wieder zum Laufen bringt.

Dezember

Schweiz: In Zürich stehen den Stadtpolizisten neu Schnelltest zur Verfügung. Damit soll auf den Strassen eingesammeltes Gras auf dessen THC-Wert untersucht werden. Die Polizei will damit legales von illegalem Gras unterscheiden.

Schweizer Hanf: Bald wieder zurück auf unseren Tellern?

abspielen

Video: srf/SDA SRF

International: Mexiko will Cannabis als Medizin, als Nahrungsmittelzusatz und in Kosmetik zulassen. Eine Gesetzesänderung ist für den Frühling 2018 geplant. Damit will das Land die Oberhand im Kampf gegen die Kartelle gewinnen.

Weed statt Jesus. Nonnen bauen ihr eigenes Cannabis an

abspielen

Video: srf

Diese bürgerlichen Politiker sagen: «Legalize it!»

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • welefant 31.12.2017 22:52
    Highlight Highlight was cbd? come on.... für die katz!
    #420baby
  • Hugo Wottaupott 31.12.2017 19:45
    Highlight Highlight Alle Drogen legalisieren und jedem einen Tricorder zukommen lassen der alle Stoffe produzieren kann. Problem gelöst.
  • malu 64 31.12.2017 14:08
    Highlight Highlight Langsam erwacht der Rest der Welt, nur die Schweiz wägt wieder hin und her. Solange sogenannte Drogen nicht legalisiert werden, gehen Konsumenten ein grösseres Risiko ein, durch Streckmittel oder falsch gelagerte Ware sich gesundheitlich zu schädigen. Dem Organisierten Verbrechen wird die Grundlage entzogen und der Staat hätte gewaltige Einnahmen. Seit Jahrzehnten wird eine Legalisierung boykottiert. Es wird Zeit, dass Versuche gemacht werden.
    • Aliyah 01.01.2018 06:08
      Highlight Highlight Mir persönlich geht es vorallem um Leute mit chronischen Schmerzen oder Erkrankungen wie Tourette. Es ist aus Erfahrung im Bekanntenkreis ein super mittel und trotzdem kommen sich diese dabei total kriminell vor.... Zudem wäre es eine Idee um die AHV zu sanieren und den Schwarzmarkt (welcher immer brutaler wird) "auszurotten"
    • malu 64 01.01.2018 15:43
      Highlight Highlight Und gegen Weltschmerz!
  • dath bane 30.12.2017 14:22
    Highlight Highlight Enttäuschend, dass die Schweiz wiedermal so mutlos ist. Nicht einmal ein Pilotversuch wird gestattet. Dabei könnten wir richtig dran mitverdienen. Das ist doch sonst immer am wichtigsten.
  • zialo 30.12.2017 10:56
    Highlight Highlight Das schlimmste war für mich die erzkonservative Haltung des BAG. Es hat 2017 medizinische Cannabis-Studien in Bern UND in FÜNF weiteren Städten verhindert (Basel, Biel, Genf, Luzern und Zürich). Das BAG verteufelt auch den medizinischen Einsatz!

    http://www.gesundheit.bs.ch/nm/2017-staedtische-cannabispilotprojekte-von-bag-blockiert-gd.html
  • Darkside 30.12.2017 04:26
    Highlight Highlight Wir werden hier noch jahrelang keine Legalisierung sehen, zu viele verbohrte Holzköpfe die von der Materie keine Ahnung haben, aber lautstark mitreden wollen. Geissbühler und Konsorten. Jetzt wollen sie sogar gegen das Clausthaler-Gras vorgehen. Tragisch eigentlich, aber was soll's. Die Leute kiffen ja eh, Stoff ist im Überfluss vorhanden und leicht aufzutreiben. Es macht für die Meisten keinen Unterschied, nur für die Jungen die auf der Strasse einkaufen müssen was nicht hilfreich ist. Gerade die Jungen, um deren Schutz es den starrsinnigen Rechten ja angeblich gehen soll.
    • Knety 30.12.2017 09:32
      Highlight Highlight „Die Leute kiffen ja eh, Stoff ist im Überfluss vorhanden und leicht aufzutreiben.“
      Genau darum wird es noch lange nicht legalisiert. Vielen ist es einfach scheissegal ob es legal oder illegal ist. Die schleichende Repression wird auch einfach hingenommen wie beim Frosch der im Wassertopf sitzt welcher sich langsam erwärmt.
    • ARoq 30.12.2017 11:12
      Highlight Highlight Leider ist der Stoff nicht für alle leicht aufzutreiben, beispielsweise chronisch Kranke oder ältere Menschen ohne Verbindungen in diesem Bereich.
      Aber wie du richtig sagst; die die es zu schützen gälte, kommen ohnehin leicht daran.
    • karl_e 31.12.2017 12:29
      Highlight Highlight Wer profitiert von der Illegalität? Sicher nicht die Freunde der Verbotsbefürworter in gewissen Parteien, oder?
  • Duweisches 30.12.2017 00:04
    Highlight Highlight Die Legalize-It Initiative wird doch lanciert, das Sammelziel für die günstigste Variante würde im Dezember erreicht. Das sollte schaffbar sein, Freiwillige und vor allem Unterschriftswillige werden sich schon finden lassen, die teuersten Punkte werden die Abstimmungskampagne und die Beglaubigung der Unterschriften sein.
    Benutzer Bild
  • Aliyah 29.12.2017 22:44
    Highlight Highlight Die Spenden bei Legalize it sind jetzt auf Ende Jahr beisammen. Zzmindest für die günstigste Variante.... 👍🏻🙈
  • AntiGravity 29.12.2017 22:27
    Highlight Highlight Schöne Grüsse aus Amsterdam 😊🚬👌🏻
    • Leo Helfenberger 29.12.2017 22:39
      Highlight Highlight @AntiGravity: Silvester in Amsterdam? Viel Spass ;)
    • Mia_san_mia 30.12.2017 09:29
      Highlight Highlight Ja das ist gut, hab ich auch schon gemacht 😀
  • spoast 29.12.2017 22:10
    Highlight Highlight Das dieser Artikel so weit oben ist sagt einiges über die Watsonuser aus!
    • Lord-Alain 29.12.2017 23:27
      Highlight Highlight Ja immer diese bösen Kiffer!!
    • The fine Laird 29.12.2017 23:37
      Highlight Highlight Im Namen aller betroffenen User bedanken wir uns für das Kompliment!
    • Bruno S.1988 30.12.2017 01:30
      Highlight Highlight Ja, nämlich dass gewisse User schnell zu Vorurteile neigen 😉
    Weitere Antworten anzeigen

«Unsere Zukunft, ihr Arschlöcher» – die 18 besten Bilder nach 6 Monaten Klimastreik

Sechs Monate ist es her, seit Greta Thunberg das erste Mal die Schule für das Klima schwänzte. Sie trat eine der grössten Protestbewegungen unserer Zeit los. Was seither passiert ist, erklärt in 18 Bildern.

Greta Thunberg, das 16-jährige Mädchen aus Schweden, ist die Galionsfigur der Klimaschutzbewegung. Am 20. August 2018 schnappt sie sich Plakat und Stift, schwänzt das erste Mal die Schule und stellt sich mit dem Slogan «Skolstrejk för Klimatet» (Schulstreik fürs Klima) vor das schwedische Reichstagsgebäude in Stockholm.

Thunberg, mit den langen Zöpfen und dem ernsten Gesichtsausdruck, fordert ein radikales Umdenken in Sachen Klimaschutz. In ihrem Heimatland Schweden will sie, dass die …

Artikel lesen
Link zum Artikel