Schweiz
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epa06843913 139 refugees from the Horn of Africa that includes 134 Eritreans and five Somalians,  who were refugees in the Tigray camps in Ethiopia arrive at the airport Leonardo Da Vinci airport in Fiumicino, Rome, Italy, 27 June 2018. The refugees are being relocated to Italy as part of a the 'Humanitarian Corridor' initiative said to be a response mechanism as refugees often risk their lives crossing the Sinai desert, Libya and the Mediterranean Sea with the aim of reaching Europe through illegal means.  EPA/TELENEWS

Flüchtende am Flughafen in Rom. Bild: EPA/ANSA

Wie die Schweiz in den Sog des europäischen Asylstreits gerät

Die EU-Staaten leisten sich in der Asyl-Debatte eine Verschnaufpause. Auch die Schweiz ist von der Krise betroffen. Neue Zahlen zeigen: Sie muss verhältnismässig mehr Migranten übernehmen, weil andere Länder beim Dublin-Verfahren konsequenter vorgehen.

30.06.18, 13:06

Lorenz Honegger / Schweiz am Wochenende



Die Katastrophe ist verschoben. Um halb fünf Uhr am Freitagmorgen verbreitet der EU-Ratspräsident die Nachricht auf seinem Twitter-Account: Der Asylstreit ist zumindest vorläufig entschärft. Der grosse Bruch unter Europas Partnern ist ausgeblieben. Die Staatschefs haben sich nach stundenlangen Diskussionen auf stärkeren Grenzschutz, einen freiwilligen Verteilschlüssel für Asylbewerber und die Prüfung von Sammellagern in der EU und Nordafrika verständigt. Es ist eine Verschnaufpause, aber keine Lösung.

Inhaltlich liegen Lichtjahre zwischen den Positionen der Regierungen. Die Mittelmeerstaaten Griechenland und Italien wollen mehr Solidarität bei der Verteilung der Asylbewerber. Die Osteuropäer wehren sich mit allen Mitteln dagegen.

Und Deutschland steckt irgendwo in der Mitte, eingeklemmt zwischen historischer Verantwortung in Flüchtlingsfragen und wachsendem innenpolitischen Druck. Nachdem Berlin 2015 für Hunderttausende Asylsuchende seine Grenzen öffnete, wurde Merkel zum Feindbild der Rechten. In der Folge hat sie die Hoheit über den Asyl-Diskurs verloren.

Seehofer markiert Härte

Merkels eigener Innenminister, CSU-Chef Horst Seehofer, hat ihr diesen Monat das Messer an den Hals gesetzt: Schafft sie es nicht, die anderen EU-Staaten von der Übernahme von mehr Asylbewerbern zu überzeugen, will Seehofer die Grenzen schliessen und alle Migranten zurückweisen, deren Fingerabdruck schon in einem anderen Staat registriert worden ist.

epa06845740 German Interior Minister and chairman of the German Christian Social Union (CSU) party, Horst Seehofer, speaks during a photo call after an interview with German journalist Sandra Maischberger (not pictured) in Berlin, Germany, 27 June 2018. The Christian Democratic Union (CDU) and its sister party CSU are engaged in a heated debate over Europe's future course in refugee policy. Seehofer comments on the state of the dispute between him and CDU chairwoman Chancellor Merkel the day before the start of the European Council in Brussels.  EPA/ALEXANDER BECHER

Horst Seehofer übt Druck auf Merkel aus. Bild: EPA/EPA

So wie es das Dublin-Abkommen verlangt. Mit seinem Ultimatum will Seehofer Härte in der Asylpolitik markieren und ein Absacken der CSU bei den Wahlen in Bayern im Oktober verhindern.

Ob er sich mit den von Merkel erzielten Verhandlungsresultaten am EU-Gipfel zufriedengibt, wird sich voraussichtlich noch dieses Wochenende zeigen. Entscheidet er sich gegen die Kanzlerin, könnte die deutsche Koalitionsregierung daran zerbrechen. Das vorzeitige Ende von Merkels politischer Karriere wäre wahrscheinlich.

Grenzkontrollen sind möglich

Wie auch immer sich der europäische Asyl-Streit weiterentwickelt: Das Ergebnis hat direkte Konsequenzen für die Schweiz. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) in Bern stellt sich schon jetzt auf den Fall ein, dass Innenminister Seehofer neue Grenzkontrollen einführt.

«Wenn die Situation an der schweizerisch-deutschen Grenze eine schwere Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellen würde, könnte die Schweiz die Binnengrenzkontrollen verstärken», sagt Mario Gattiker, Chef des Staatssekretariats für Migration.

Seine Äusserung geht in eine ähnliche Richtung wie die Ankündigung von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz, der vor einer Woche sagte: «Wir würden alles tun, was erforderlich ist, um unsere Grenzen zu schützen. Das würde die Grenzsicherung am Brenner bedeuten, aber auch an vielen anderen Orten.»

JAHRESRUECKBLICK 2015 - JUNI - Ein Angehoeriger des Grenzwachtkorps durchsucht am Zoll des Bahnhofs Chiasso einen Migranten, aufgenommen am Samstag, 20. Juni 2015. In den vergangenen Tagen sind ueberdurchschnittlich viele Asylsuchende in die Schweiz gelangt. Im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso kam es deswegen zu Engpaessen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Könnten Flüchtlinge direkt in Zügen abgefangen und zurück nach Italien gebracht werden? Bild: TI-PRESS

Bei einer Wiedereinführung von Kontrollen würde das Schweizer Grenzwachtkorps die Asylsuchenden laut der Schweizerischen Flüchtlingshilfe bereits in den Zügen abfangen und zurück nach Italien bringen.

Sprecher Peter Meier fordert, jeder Migrant, der in der Schweiz ein Asylgesuch stellen wolle, müsse dies auch bei verstärkten Kontrollen weiterhin tun können. «Sonst wird es rechtsstaatlich problematisch.»

Erinnerungen an 2015

Der europäische Asylstreit könnte auch zum Thema bei den Schweizer Parlamentswahlen 2019 werden. Die Gesuchszahlen sind zwar stark gesunken und die Reform des Asylwesens mit den beschleunigten Verfahren kommt gut voran – diese Woche hat Migrationsministerin Simonetta Sommaruga den ersten Spatenstich für das Bundesasylzentrum in Zürich gesetzt.

Doch bei den Gegnern der SVP erinnert man sich nur zu gut an das Jahr 2015, als auf einmal Hunderttausende Migranten aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa strömten. «Die Flüchtlingsbewegung war Gratis-Werbung für die SVP und hat die Wahlen vom Oktober 2015 stark beeinflusst», sagt FDP-Ständerat Philipp Müller, der damals Parteipräsident war.

ARCHIV - ZUR MELDUNG, DASS DER FDP-STAENDERAT PHILIPP MUELLER VON DER AARGAUER STAATSANWALTSCHAFT WEGEN FAHREN IN FAHRUNFAEHIGEM ZUSTAND UND SCHWERER KOERPERVERLETZUNG VERURTEIL WURDE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - FDP-Parteipraesident Philipp Mueller, aufgenommen am Dienstag, 15. Dezember 2015 in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Damalgier FDP-Präsident Philipp Müller. Bild: KEYSTONE

Müller ist überzeugt: Bei einem Kollaps von Schengen-Dublin könnte die Schweiz zum Anziehungspunkt für Asylbewerber werden, die sich eine zweite Chance erhoffen, weil sie anderswo abgelehnt worden sind. «Das müssen wir verhindern.»

Andere Staaten konsequenter mit Dublin-Abkommen

Bereits heute hat das Dublin-Abkommen für die Schweiz viel an seinem Reiz eingebüsst. Die Eidgenossenschaft muss im Dublin-Verfahren relativ deutlich mehr Flüchtlinge übernehmen als früher.

Das zeigt eine Analyse der Asyl-Statistik des Staatssekretariates für Migration. In den Anfangsjahren konnten die Migrationsbehörden in Bern für jeden Asylsuchenden, den sie zurücknehmen mussten, zehn Dublin-Fälle ins Ausland schicken. 1904 Überstellungen ins Ausland kamen 2009 auf 195 Übernahmen im Inland.

Über die Jahre ist dieser Wert kontinuierlich gesunken und hat in den ersten Monaten 2018 einen Tiefstand erreicht: Pro Migranten, den die Schweiz übernommen hat, konnte sie nur noch 1.5 Fälle in einen anderen Staat schicken. Diesen Mai kamen 149 Überstellungen auf 112 Übernahmen.

Der Grund für diese Entwicklung liegt in Deutschland und Frankreich: Seit der Flüchtlingskrise 2015 wenden die beiden Länder das Dublin-Abkommen konsequenter an und schicken mehr Asylbewerber zurück, wie Staatssekretär Gattiker erklärt.

Die Schweiz profitiere von Dublin, auch wenn die Zahlen zurückgegangen seien. «Da wir ein Binnenland sind, werden weiterhin viele Asylsuchende zu uns kommen, die bereits in Italien registriert worden sind.»

Die Schweiz als Vorbild

Wie geht es weiter? Gattiker und Migrationsministerin Simonetta Sommaruga hoffen darauf, Europa werde sich auf einen Verteilmechanismus und gemeinsame Standards einigen, mit denen alle Staaten leben können. Wenigstens in Deutschland gilt das helvetische Asylwesen schon seit langem als Vorbild.

Bei ihrem Staatsbesuch 2015 in Bern sagte Kanzlerin Merkel: «Die Europäische Union kann von der Schweiz lernen.» Sukkurs erhält Sommaruga auch von rechter Seite. Norman Gobbi, Staatsrat der Lega dei Ticinesi, sagt: «Ich bin für einen Verteilschlüssel innerhalb von Europa. Hätten wir in der Schweiz kein solches System, müsste der Kanton Tessin wahrscheinlich die Grosszahl der Asylbewerber übernehmen.» (aargauerzeitung.ch)

Flüchtlingskrise zeigt sich an den Kanalufern von Paris

Video: srf

Kinder auf der Flucht

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • religionkills 01.07.2018 18:29
    Highlight Tatsache ist aber, wer statt ca 30 km immer 500 oder 1000 km mit dem Schiff fährt, der verbringt so viel Zeit als See-Taxi, dass in dieser Zeit keine Möglichkeit besteht, jemanden aus dem Wasser zu fischen, weil man dafür einfach zu weit weg ist. Diese NGO-Schlepper retten im Grunde keine Leben, sie riskieren damit nur, dass noch mehr Menschen sterben, denn sie wollen die Menschen nicht so schnell wie möglich ans sichere Land bringen, sondern einfach nach Europa
    4 1 Melden
  • he47 30.06.2018 22:12
    Highlight ist bei den europäischen politikern und journalisten jegliche intelligenz und logik abhanden gekommen ?
    statt über die verteilung von flüchtlingen zu diskutieren, müssen doch endlich die regierungen der herkunftsländer in die pflicht genommen und (uno-mandat) mit ALLEN politischen, wirtschaftlichen, und falls notwendig militärischen mitteln dazu gezwungen werden, demokratische und stabile verhältnisse herzustellen.
    es kann doch nicht die aufgabe europäischer länder sein, die folgen fremdverschuldeter konflikte zu tragen !
    37 6 Melden
    • Enzasa 01.07.2018 01:21
      Highlight Es ist auch nicht die Aufgabe europäischer Länder die Fisch Fanggebiete vor Afrikas Küste leer zu fischen. Konflikte, um preiswerte Rohstoffe zubekommen, zu entfachen. Durch Sperrung von Wasserquellen für die eigenen Global Player, den Bauetn vor Ort die Lebensgrundlagen zu entziehen
      21 9 Melden
    • he47 01.07.2018 11:13
      Highlight @Enzasa: das sind noch keine fluchtgründe - die ausbeutungen durch global players werden durch korrupte (afrikanische) regierungen ermöglicht, welche teilweise in saus und braus leben können, während das volk leidet - und wir idioten fördern dies noch mit "entwicklunghilfe-millionen" !
      11 2 Melden
  • Gregor Hast 30.06.2018 18:42
    Highlight Deswegen wurde auch das neue Asylzentrum in Zürich gebaut.
    11 6 Melden
  • dding 30.06.2018 17:05
    Highlight Das neu entstandene Europa lässt alle Grenzen fallen.

    Dummerweise vergessen hoch bezahlten Politiker, dass dabei eine neue Grenze entstanden ist.
    Die Aussengrenze

    Diese Grenze zu schützen, wurde glatt vergessen

    Das für Europa selbstmörderische Migrationsdebakel, wurde durch das schlechte Gewissen, aus den Weltkriegen nicht angegangen.

    Bis jetzt galt in Europa, wer Verantwortung übernimmt und gegen Illegale Migration vorgeht, wird zum Unmenschen erklärt.

    Niemand getraut sich, die Sache anzugehen.
    Alles wird schöngeredet.

    Daher diese beispiellose europäische Katastrophe.
    57 24 Melden
    • geissenpetrov 30.06.2018 17:39
      Highlight Ist bei Dir grad die Welt untergangen?
      23 54 Melden
    • themachine 30.06.2018 18:30
      Highlight Europa hat Selbstmord begangen? Für mich sieht es eigentlich noch ganz lebendig aus...
      25 34 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 30.06.2018 20:24
      Highlight Dding, kannst du noch schlafen? Pass auf, denk an deine gesundheit und entspann dich.
      20 21 Melden
    • Ueli der Knecht 01.07.2018 00:44
      Highlight "wer Verantwortung übernimmt und gegen Illegale Migration vorgeht, wird zum Unmenschen erklärt."

      Im Rechtsstaat bestimmen Gesetze und Gerichte, was illegal ist. Nicht selbstherrliche Leute, auch nicht deren Selbstjustiz, und auch nicht deren eigene Sondergesetze.

      Die gleichen Leute regen sich auf, wenn nach ihrem radikal-falsch-zusammengebastelten Islamverständnis angeblich die Scharia über dem Recht steht. So erklären sie kurzum alle Muslime zu Unmenschen, vertragen es aber nicht, wenn sie mit ihren irren Sichtweisen und ihre Unrecht-Rechtsverständnis selber in diese Ecke gestellt werden.
      15 19 Melden
    • Ueli der Knecht 01.07.2018 06:41
      Highlight "wer Verantwortung übernimmt und gegen Illegale Migration vorgeht, wird zum Unmenschen erklärt."

      Im Rechtsstaat bestimmen Gesetze und Gerichte, was illegal ist. Nicht selbstherrliche Leute, auch nicht deren Selbstjustiz, und auch nicht deren eigene Sondergesetze.

      Die gleichen Leute regen sich auf, wenn nach ihrem radikal-falsch-zusammengebastelten Islamverständnis angeblich die Scharia über dem Recht steht. So erklären sie kurzum alle Muslime zu Unmenschen, vertragen es aber nicht, wenn sie mit ihren irren Sichtweisen und ihrem Unrecht-Rechtsverständnis selber in diese Ecke gestellt werden.
      6 16 Melden
    • Fabio74 01.07.2018 08:51
      Highlight Was für ein abartiger Faschistischer Erguss. Man mische Hass, Ahnungslosigkeit, nicht Wissen wollen mit Behauptungen und fertig ist die Giftmischung.
      Wir haben KEINE Katastrophe noch sonst was.
      Wir haben Herausforderungen die NUR gemeinsam gelöst werden können. Zäune bauen umd Nein sagen ist keine Lösungen.
      Zudem steht in Demokratischen Rechtstaaten der Rechtsweg allen offen. Die Gesetzt gelten für jeden.
      Und ja Unmensch ist wer einer Gruppe Menschen Rechte vorenthält. Diese kriminalisiert und entmenschlicht. 1933 waren die Juden
      8 7 Melden
    • Ueli der Knecht 01.07.2018 13:34
      Highlight Fabio: Es geht bei dding sogar soweit, dass er tatsächlich seine unmoralische fremdenfeindliche Hetze zu rechtfertigen versucht, indem er vorgaukelt, er müsse uns gewissermassen vor unserer Dummheit und Naivität schützen. Irgendwie fühlt er sich voll verantwortlich.

      Das ist bei ihm nicht nur überheblich und paternalistisch sondern offensichtlich zwanghaft und hart an der Grenze zur Pathologie. Er fühlt sich anscheinend wirklich bedroht, und glaubt tatsächlich, die Welt gehe gleich unter. Insofern meint es wirklich ernst.

      In meinen Augen ist das Verfolgungswahn. Eine ausgewachsene Paranoia.
      6 2 Melden
    • dding 01.07.2018 14:12
      Highlight Hi Hi Fabio

      Sie sind köstlich wie immer. Ihre Beiträge sind ein Spiegel von Ihnen selbst.
      Und der einzige der dies nicht bemerkt, sind sie.

      Dank Leute wie Ihnen, wird einem auch immer wieder vor Augen geführt, um was es in so einem Forum wie diesem hier geht.

      Um überhaupt nichts.
      3 4 Melden
    • dding 01.07.2018 17:25
      Highlight Ueli und Fabio ein Team?
      : ))
      Gratuliere euch beiden.
      Ueli, jetzt ist mir alles klar.
      Habe sie zuerst noch etwas anders eingeschätzt.
      1 4 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 01.07.2018 20:40
      Highlight #teamfabio
      2 0 Melden
    • geissenpetrov 01.07.2018 20:47
      Highlight #teamueli
      2 2 Melden
    • dding 02.07.2018 00:41
      Highlight Jetz könnt ihr auch offen zusammen an Fabios schicke "Parade"
      😂
      1 2 Melden
    • Ueli der Knecht 02.07.2018 08:27
      Highlight Du redest nur noch wirres Zeugs, dding...
      1 0 Melden
    • dding 02.07.2018 09:16
      Highlight Mal so richtig abouten.
      Nein Fabio, es nie zu spät.

      Aber gute Reklame für deine "Ausrichtung" seit ihr beiden schon nicht.
      0 1 Melden
    • Ueli der Knecht 02.07.2018 11:35
      Highlight Sprichst du auch deutsch, dding? Was meinst du mit "richtig abouten"? Und mit "Ausrichtung"?

      Auf mich wirkst du irgendwie nur noch lächerlich. Da kommt nur noch unverständliches Geblabber. Völlig wirr.

      Glaubst du wirklich, dass du in deiner Verwirrtheit irgendwelche Verantwortung übernehmen kannst?
      2 1 Melden
    • dding 02.07.2018 15:53
      Highlight Oh du meine Güte, Ueli.
      Jetz sind sie aber wirklich ein Knecht. Sie lernen es offenbar nie.
      (Dabei habe ich mir so Mühe gegeben, Ihnen ein ehrliches Feedback zu geben, von wegen andere Leute beleidigen und als Hetzer zu bezeichnen.
      Und nun geht das schon wieder los.
      Nichts gelernt?
      ok was solls. Hätte mich erstaunt.
      Machen sie halt weiter und fröhnen sie ihrer heissgeliebten Scharia.
      Aber bitte keine Mimose mehr machen.

      Nicht bei mir, jedenfalls.
      2 3 Melden
  • Mangi 30.06.2018 16:30
    Highlight Dieses Abkommen hat in der Praxis nie funktioniert.
    45 8 Melden
  • Lambert 30.06.2018 15:55
    Highlight WIr müssten eigentlich gar keine Asylanten aufnehmen da die samt und sonders über sichere Drittstaaten eingereist sind. Aner eben,
    Din weiterer Schönwettervertrag der EU der nicht hält was er verspricht.
    69 15 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 30.06.2018 20:27
      Highlight Ich bin nicht stolz schweizer zu sen, auf die humanitäre tradition jedoch, darauf bin ich sehr stolz und es ist die pflicht von uns reicher schweiz, menschen in not, sei es an leib und leben oder perspektivlosigkeit, hilfe zu bieten.
      19 43 Melden
    • Ökonometriker 30.06.2018 20:57
      Highlight @zecke: für die Kosten eines einzigen Flüchtlings kann man in Afrika 250 Kinder in die Schule schicken und ihnen eine Perspektive bieten.
      Zudem ist es ja in vielen Fällen nicht mal so, dass man den Flüchtlingen hier eine echte Perspektive bieten kann..
      39 5 Melden
    • Enzasa 01.07.2018 01:24
      Highlight Nur weil 3 oder 4 Staaten eine Aussengrenze haben dürfen dich über 20 Staaten zurück lehnen und dich in Fäustchen lachen???

      Fair?
      12 5 Melden
    • Maracuja 01.07.2018 06:41
      Highlight @Ökonometriker: kann man in Afrika 250 Kinder in die Schule schicken und ihnen eine Perspektive bieten

      Ein Schulabschluss bedeutet leider noch lange keine Perspektive. Der Arbeitsmarkt dort ist zu klein um alle Schulabsolventen aufzunehmen. Afrika bräuchte Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen. Sind Europäer zu diesem finanziellen Risiko bereit? Zurzeit scheint es, dass eher die Chinesen in Produktion investieren.
      8 11 Melden
    • Ökonometriker 01.07.2018 09:01
      Highlight @Maracuja: es wird massiv in Afrika investiert, manche afrikanische Länder wachsen super schnell - gerade an gut gebildeten Leuten mangelt es extrem. Aber ja, es gibt leider auch grosse Länder in Afrika die politisch instabil sind und due stagnieren.
      Aber Bildung hilft nicht nur bei der Stellensuche. Wenn die Eltern eines Kindes gebildet sind und lesen können, hilft das auch der nächsten Generation. Zudem hilft Bildung bei der Bekämpfung von Aberglauben und Hass - und unterstützt so die langfristige Entwicklung.
      3 1 Melden
    • mogad 01.07.2018 10:21
      Highlight @Ökonometriker. Genau. Ein Grund für den Wohlstand in Europa ist der hohe Bildungsgrad. An der ETH gründen Viele noch während des Studiums ein Startup-Unternehmen.
      MMn gibt es in Afrika zu viele korrupte Politiker, die das Volk bestehlen und um seine reichen Rohstoffvorkommen und Entwicklungschancen bringen. Und wir profitieren. Wir, das Fussvolk können nur über unser Konsumverhalten Einfluss nehmen.
      3 2 Melden
    • Effersone 01.07.2018 12:32
      Highlight @maracuja: hier zwei gute Artikel zum Thema:

      https://www.google.ch/amp/s/www.luzernerzeitung.ch/amp/international/entwicklungshilfe-weshalb-nur-ein-umdenken-afrika-hilft-ld.127566

      https://www.google.ch/amp/s/www.nzz.ch/amp/feuilleton/afrikas-tragoedie-stoppt-die-entwicklungshilfe-ld.1313718

      Für jeden afrikanischen Migranten den wir aufnehmen, werden wieder drei geboren. Das klingt extrem hart ist aber leider die Realität. Afrika kann sich nur selber helfen!
      2 2 Melden
    • Maracuja 01.07.2018 13:24
      Highlight @Ökonometriker, Graustufen Rot

      Ihr Lob der Bildung ist nicht unberechtigt, aber wenn Gutausgebildete später keinen Arbeitsplatz finden, führt das zu Migrationsdruck und Radikalisierung, typisch dafür ist, dass es sich bei den Dschihadisten aus Tunesien im Gegensatz zu denen aus Europa viel häufiger um gut ausgebildete junge Männer handelt. Meine Familie hat diversen Verwandten in einem afrikanischen Land die Ausbildung (mit)finanziert, trotz Masterabschlüssen war der Weg zu einem geregelten Einkommen hart und äusserst langwierig.
      1 0 Melden
    • Maracuja 01.07.2018 13:50
      Highlight @Effersone

      Ich habe von Investitionen gesprochen, nicht von Entwicklungshilfe. Kritik an Entwicklungshilfe gibt es schon seit langem und zwar auch von Afrikanern selbst: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/entwicklungspolitik-wer-afrika-helfen-will-darf-kein-geld-geben-1437005.html
      1 0 Melden
    • geissenpetrov 01.07.2018 20:46
      Highlight @Effersone
      Ich finde ihre beiden Artikel, die Sie verlinkt haben, nicht besonders gut.
      Da wird die Rolle des Westens auf Konzerne und Entwicklungshilfe reduziert. Was vergessen geht, ist die Rolle der IDA, des IWFs und deren Strukturanpassungsprogramme, die ja eben genau verlangten, dass diese Länder sich dem Markt öffnen und ihre Ressourcen privatisieren.
      Jetzt wo alles am Boden ist, die Lehrer auf die Strasse gestellt, Grund und Boden an Ausländer verkauft so zu tun, als ob "die da unten" unfähig wären, ist doch zynisch.
      3 0 Melden
  • War mal stolz 30.06.2018 14:46
    Highlight Bin schon lange der Meinung man sollte erstmal das Abkommen einhalten statt sich über Verschärfungen Gedanken zu machen...
    Ist wie etwas auf ein instabiles Fundament zu bauen...
    38 4 Melden
  • Fabian Studer 30.06.2018 14:19
    Highlight Deutschlands historische Verantwortung in Sachen Asylpolitik? Sobald man auf die Vergangenheit der Deutschen hinweist geht offenbar alles?

    Frühzeitiges Ende der Karriere von Merkel? Wer war denn je länger in dem Amt?

    Und es ist nicht so dass es an Frankreich oder Deutschland liegen würde bzgl dem Dublin-abkommen sondern daran dass die südstaaten kaum mehr wen registrieren und hoffen dass die Migranten so schnell wie möglich weiterziehen.
    77 13 Melden
    • KKraus 30.06.2018 15:27
      Highlight Adenauer (16 Jahre) und Kohl (auch 16 Jahre). Ich weiss, recherchieren ist soooo anstrengend. Aber versuchen Sie es doch mal, baut Ressentiments ab.
      23 43 Melden
    • KKraus 30.06.2018 15:28
      Highlight Vertippt: Adenauer 14 Jahre
      17 28 Melden
  • Husar 30.06.2018 13:57
    Highlight Da soll einer noch die Linken verstehen.
    Da predigen sie jahrelang, wie die Schweiz vom Dublinabkommen profitiere. Und jetzt erfährt man, dass das nur daran lag, weil das Dublinabkommen bis anhin nicht umgesetzt wurde.

    Wir profitierten von einem Abkommen, weil man sich nicht daran hielt. Wozu haben wir dann dieses Abkommen überhaupt?
    139 22 Melden
    • KKraus 30.06.2018 15:25
      Highlight Wieso erwähnen Sie nur die Linke? FDP und alle anderen bürgerlichen Parteien nicht erwähnenswert?
      17 35 Melden
    • Oh Dae-su 30.06.2018 16:07
      Highlight Die Schweiz profitiert enorm vom Dublin Abkommen. Würden Italien und Griechenland das Abkommen wirklich konsequent anwenden und jeden Flüchtling registrieren, könnte die Schweiz praktisch jeden Asylantrag mit Begründung des Dublin Abkommens ablehnen.
      Dass ein solches Abkommen natürlich komplett unfair und dämlich ist, bestreitet wohl niemand. Ich frage mich auch, wieso Italien und Griechenland ein solches Abkommen je akzeptiert haben.
      40 18 Melden

Sommaruga kritisiert EU-Deal: «Keine Migrationskrise, sondern eine politische Krise»

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich unter dem Eindruck der Regierungskrise in Deutschland für neue Massnahmen in der Flüchtlingspolitik ausgesprochen – unter anderem für Auffanglager für Bootsflüchtlinge. Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) begrüsst zwar die Absage an «nationale Alleingänge», aber äussert zwischen den Zeilen deutliche Kritik.

Stärkung der EU-Grenzschutzagentur Frontex, sogenannnte Anlandezentren für Flüchtlinge in den nordafrikanischen Transitländern, geschlossene Auffangzentren für Bootsflüchtlinge in den EU-Mittelmeerstaaten: Die in der Nacht auf Freitag getroffenen Beschlüsse des EU-Gipfels bedeuten eine weitere Verschärfung in der Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.

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