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Nicoletta della Valle, Direktorin, stellt den Jahresbericht 2015 des Bundesamtes fuer Polizei, fedpol, vor, am Dienstag, 24. Mai 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Ihre Behörde hat einen Erfolg zu vermelden: Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz bringt eine europaweite Razzia wegen Kinderpornografie ins Rollen



In einer europaweiten Polizeiaktion gegen Kinderpornografie im Internet sind 75 Verdächtige festgenommen worden. Ursprung der Operation «Daylight» waren laut Europol Informationen aus der Schweiz über ein riesiges Netzwerk zur Verbreitung von Kinderpornografie.

Es wird in insgesamt 207 Fällen ermittelt, wie eine Sprecherin der europäischen Polizeibehörde Europol, Claire Georges, am Dienstag in Den Haag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nach über einjährigen Ermittlungen seien Angaben über 611 Verdachtsfällen an die Behörden in 26 EU-Ländern sowie in Norwegen und in der Schweiz weitergegeben worden. Nicht betroffen waren die EU-Staaten Malta und Tschechien.

Die Verdächtigen nutzten den Angaben zufolge oftmals das sogenannte Darknet und Verschlüsselungstechniken. Die Ermittlungen sollen weiter fortgesetzt werden, es wurde mit weiteren Festnahmen gerechnet.

Meiste Verdächtige über 50

Die italienische Polizei teilte in einer eigenen Erklärung mit, die festgenommenen Verdächtigen seien der Polizei bisher unbekannt und «über jeden Verdacht» erhaben gewesen. Die meisten Verdächtigen seien älter als 50 Jahre.

Sie hätten «insgeheim zwischen den vier Wänden ihres Hauses dazu beigetragen, das abstossende Tauschnetzwerk zu versorgen, mit einem maximalen Augenmerk darauf, immer das neueste Material zu haben».

Nach Angaben der Sprecherin waren Kinder unterschiedlicher Altersgruppen vom massiven Missbrauch betroffen. Es gebe allerdings einen besorgniserregenden Trend, verstärkt Kleinkinder, die jünger als 18 Monate sind, zu missbrauchen. (kad/sda/dpa)

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