10 Personen im Fall Brigitte Macron schuldig gesprochen
Wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron hat ein Gericht in Paris acht Männer und zwei Frauen zumeist zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Alle müssen ausserdem ein Praktikum zum Respekt anderer Menschen im Internet absolvieren. Einige erhielten eine befristete Onlinesperre für die Nutzung der sozialen Medien, die sie für das Cybermobbing genutzt haben.
Den Angeklagten wurden zahlreiche böswillige Äusserungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu ihrem Mann, Emmanuel Macron, vorgeworfen. Dabei war teilweise von Pädophilie die Rede.
Hintergrund ist die seit der Wahl Macrons zum Präsidenten 2017 in den sozialen Medien kursierende Verschwörungserzählung, wonach Brigitte Macron eine Transfrau sein und als Mann geboren worden sein soll. Die Macrons waren dagegen schon früher gerichtlich vorgegangen.
Sperre für Konto auf X
Zu den Angeklagten im Alter von 41 bis 60 Jahren gehören ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker sowie eine Frau, die sich als Medium und Werbefachfrau ausgibt und deren X-Konto inzwischen gesperrt wurde. Sie wird als massgeblich an der Verbreitung des Gerüchts beteiligt angesehen. (dab/sda/dpa)
