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Frankreich

10 Personen im Fall Brigitte Macron schuldig gesprochen

10 Personen im Fall Brigitte Macron schuldig gesprochen

05.01.2026, 11:2905.01.2026, 11:55

Wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron hat ein Gericht in Paris acht Männer und zwei Frauen zumeist zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

FILE - French President's wife Brigitte Macron arrives ahead of the ceremony outside "La Belle Equipe" bar, Thursday Nov. 13, 2025 in Paris as part of ceremonies marking the 10th annive ...
Brigitte Macron, die Ehefrau von Emmanuel Macron.Bild: keystone

Alle müssen ausserdem ein Praktikum zum Respekt anderer Menschen im Internet absolvieren. Einige erhielten eine befristete Onlinesperre für die Nutzung der sozialen Medien, die sie für das Cybermobbing genutzt haben.

Den Angeklagten wurden zahlreiche böswillige Äusserungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu ihrem Mann, Emmanuel Macron, vorgeworfen. Dabei war teilweise von Pädophilie die Rede.

Hintergrund ist die seit der Wahl Macrons zum Präsidenten 2017 in den sozialen Medien kursierende Verschwörungserzählung, wonach Brigitte Macron eine Transfrau sein und als Mann geboren worden sein soll. Die Macrons waren dagegen schon früher gerichtlich vorgegangen.

Sperre für Konto auf X

Zu den Angeklagten im Alter von 41 bis 60 Jahren gehören ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker sowie eine Frau, die sich als Medium und Werbefachfrau ausgibt und deren X-Konto inzwischen gesperrt wurde. Sie wird als massgeblich an der Verbreitung des Gerüchts beteiligt angesehen. (dab/sda/dpa)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Enzasa
05.01.2026 12:00registriert August 2016
Richtig so. Es müssen klare Linien aufgezeigt werden, wo Meinungsfreiheit endet und Straftat beginnt.
Gerade für Social Media fehlt es an richtungsweisenden Urteilen.
Bestraft werden sollte auch immer der Betreiber der Plattform, vielleicht wäre es ein Weg, die Betreiber zu konsequenten Kontrollen zu bringen.
Sobald die Ablehnung von Kontrollen teuerer wird als die Kontrolle, ändert sich das Verhalten.
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RDC
05.01.2026 11:55registriert Juni 2020
Es gibt viel schwerere Fälle, die nie verfolgt werden, weil die Opfer nicht Berühmt sind.
Es bleibt nur zu hoffen, dass das Urteil etwas in den Köpfen ändert.

Ich in nicht so Naiv, Einsicht zu erwarten, Angst vor einer Verurteilung reicht vollkommen aus.
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Mijasma
05.01.2026 14:13registriert Oktober 2018
Das mit der Meinungsfreiheit in solchen Sachen habe ich sowieso nie verstanden.

Den Lügen sind KEINE Meinung.

Lügen sind einfach nur Lügen und können und sollen bestraft werden.
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