On gewinnt Streit um Schweizerkreuz
Die Schuhmarke On hat ihren jahrelangen Streit mit den Behörden ums Schweizerkreuz für sich entschieden. On bestätigte am Montag auf Anfrage einen entsprechenden Medienbericht. Mit dieser Praxispräzisierung werde das Schweizerkreuz «demnach zu gegebener Zeit auf allen unseren Schuhen, auch jenen, die in der Schweiz verkauft werden, zu sehen sein».
Die «Neuen Zürcher Zeitung» hatte geschrieben, dass das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) seine Praxis gelockert habe. Firmen, die in der Schweiz entwickelten, aber im Ausland produzierten, dürften das Symbol demnach unter gewissen Bedingungen nutzen.
Die Schuhmarke On begrüsste in einer Mitteilung an Keystone-SDA die Praxispräzisierung. Diese sei Ausdruck eines zeitgemässen Verständnisses von Swissness und trage der Realität moderner Schweizer Wertschöpfung Rechnung. Die Stärke der Schweizer Volkswirtschaft liege nicht nur in der Produktion, sondern ebenso in Innovation, Forschung, Entwicklung und Design.
Seit der Unternehmensgründung vor 16 Jahren finde die gesamte Entwicklung, von Forschung und Design bis hin zur Innovation am Hauptsitz in Zürich statt, wo mehr als 1100 Mitarbeitende beschäftigt seien.
Künzli Swissschuh prüft mögliche Rechtsmittel
Überrascht vom IGE-Entscheid zeigte sich am Montag die Künzli Swissschuh AG von Roberto Martullo. Obwohl auch Künzli vom Entscheid profitieren würde, werde man alle Rechtsmittel prüfen, um diesen Entscheid rückgängig zu machen.
Das IGE gebe mit einer «Lex On» «dem grossen Druck von On klein bei». Diese Praxis schade dem Schweizer Image im Ausland und vor allem dem in der Schweiz produzierenden Gewerbe. Diese neue Praxis öffne «Tür und Tor allen Firmen, die auch keinen Bezug zur Schweiz haben, das Schweizer Kreuz zu verwenden». (sda)
