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On gewinnt Streit um Schweizerkreuz

On gewinnt Streit um Schweizerkreuz

23.03.2026, 08:1323.03.2026, 11:22

Die Schuhmarke On hat ihren jahrelangen Streit mit den Behörden ums Schweizerkreuz für sich entschieden. On bestätigte am Montag auf Anfrage einen entsprechenden Medienbericht. Mit dieser Praxispräzisierung werde das Schweizerkreuz «demnach zu gegebener Zeit auf allen unseren Schuhen, auch jenen, die in der Schweiz verkauft werden, zu sehen sein».

on schuh: the roger advantage
On hat einen jahrelangen Streit um das Schweizerkreuz gewonnen.Bild: on-running.com

Die «Neuen Zürcher Zeitung» hatte geschrieben, dass das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) seine Praxis gelockert habe. Firmen, die in der Schweiz entwickelten, aber im Ausland produzierten, dürften das Symbol demnach unter gewissen Bedingungen nutzen.

Konkret passte das IGE demnach seine Auslegung der Swissness-Bestimmungen an. Unternehmen wie On dürfen das Schweizerkreuz neu verwenden, sofern es etwa klar im Kontext von «Swiss Engineering» steht und strikten Vorgaben zur Platzierung und Grösse entspricht. Laut IGE handelt es sich nicht um eine Sonderregel für On, sondern um eine Lösung für die gesamte Industrie.

Jahrelanger Streit

Der Entscheid folgt auf einen jahrelangen Streit zwischen On und den Behörden. Bisher war die Nutzung untersagt worden, weil weder 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfielen noch ein wesentlicher Produktionsschritt hier stattfand. Der Konflikt eskalierte 2025, als Schweizer Stellen in China gegen On vorgingen und dortige Behörden einschalteten. Ein Rechtsstreit konnte letztlich vermieden werden.

Die Schuhmarke On begrüsste in einer Mitteilung an Keystone-SDA die Praxispräzisierung. Diese sei Ausdruck eines zeitgemässen Verständnisses von Swissness und trage der Realität moderner Schweizer Wertschöpfung Rechnung. Die Stärke der Schweizer Volkswirtschaft liege nicht nur in der Produktion, sondern ebenso in Innovation, Forschung, Entwicklung und Design.

Seit der Unternehmensgründung vor 16 Jahren finde die gesamte Entwicklung, von Forschung und Design bis hin zur Innovation am Hauptsitz in Zürich statt, wo mehr als 1100 Mitarbeitende beschäftigt seien.

Künzli Swissschuh prüft mögliche Rechtsmittel

Überrascht vom IGE-Entscheid zeigte sich am Montag die Künzli Swissschuh AG von Roberto Martullo. Obwohl auch Künzli vom Entscheid profitieren würde, werde man alle Rechtsmittel prüfen, um diesen Entscheid rückgängig zu machen.

Das IGE gebe mit einer «Lex On» «dem grossen Druck von On klein bei». Diese Praxis schade dem Schweizer Image im Ausland und vor allem dem in der Schweiz produzierenden Gewerbe. Diese neue Praxis öffne «Tür und Tor allen Firmen, die auch keinen Bezug zur Schweiz haben, das Schweizer Kreuz zu verwenden». (dab/sda)

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49 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Garp
23.03.2026 08:22registriert August 2018
Schade wurde die Praxis gelockert. Ich als Schweizerin, würde gerne und verlässlich auf einen Blick sehen, was wirklich in der Schweiz auch hergestellt wurde.
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What is a DJ if he can't scratch
23.03.2026 08:19registriert Oktober 2022
"Diese sei Ausdruck eines zeitgemässen Verständnisses von Swissness"
Yep und der Rest der Wertschöpfung geschieht zum Hungerlohn in asiatischen Sweatshops...
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Wolf im Fuzzipelz
23.03.2026 08:40registriert August 2018
Made in Vietnam und an der Amerikanischen Börse und bei uns in der Schweiz werden die Latschen noch 100% teurer verkauft wie sonst auf der Welt, momol voll schweizerisch.
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