Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ausgerechnet die Burka-Gegner: Berner Polizei meldet Verstoss gegen Verhüllungsverbot



Die Aktion der Verfechter eines Verhüllungsverbots vom vergangenen Dienstag auf dem Berner Bundesplatz hat ein juristisches Nachspiel. Die Berner Kantonspolizei meldete den Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft, wie sie auf Twitter mitteilte.

Die Initianten des Volksbegehrens mit dem Titel «Ja zum Verhüllungsverbot», für welches seit Dienstag Unterschriften gesammelt werden, hatten mit verschiedenen Verkleidungen auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Und das sah so aus:

SVP-Nationalrat Walter Wobmann, SO, rechts, und der ehemalige Praesident der Jungen SVP, Anian Liebrand, links, posieren mit StatistInnen an, die sich als Burkatraegerinnen und Vermummte inszenieren, zur Lancierung der Unterschriftensammlung zur Initiative fuer ein Verhuellungsverbot, am Dienstag, 15. Maerz 2016 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Initiative ist vom sogenannten «Egerkinger Komitee» um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann lanciert worden.
Bild: KEYSTONE

Allerdings existiert im Kanton Bern bereits seit 1999 ein kantonales Vermummungsverbot, wie blick.ch berichtet. Wer sich «bei bewilligungspflichtigen Versammlungen oder Kundgebungen unkenntlich macht», wird demnach mit Haft oder Busse bestraft. (kad)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

43
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fabian Gressly 18.03.2016 13:57
    Highlight Highlight Was mich ja mal interessieren würde: Wie viele Burkaträgerinnen haben wir in der Schweiz überhaupt so grosso modo (Touristinnen ausgenommen, die bringen ja das Geld)? Wär gut zu wissen, so rein wegen der Verhältnismässigkeit solcher Aktionen.
    • andersen 18.03.2016 14:48
      Highlight Highlight Hier geht es nur um Ängste schüren und nicht um Frauenrechte.
      Der Gefahr ist grösser von ein Blitz getroffen zu werden, als von dieser armen Frauen, die ein Burka in der eigene Heimat tragen muss.


    • Real John Doe 18.03.2016 15:38
      Highlight Highlight Ich meinte mal gehört oder gelesen zu haben, dass in einer Stadt wie Winterthur, immerhin die 6. grösste der Schweiz, mit etwas über 100'000 Einwohner im Schnitt etwa 1 Burkaträgerin existiert. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
    • Fabio74 18.03.2016 17:56
      Highlight Highlight geschätzt zwischen 0 und 3. Und das dürften konvertierte Schweizerinnen sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The oder ich 18.03.2016 10:56
    Highlight Highlight Der Reitschulist, der sich als Walter Wobmann verhüllt hat, gehört am härtesten bestraft (z. B. mit lebenslangem Wohnsitz in Egerkingen)
  • seventhinkingsteps 18.03.2016 10:53
    Highlight Highlight Pff, die werden eh nicht bestraft dank unserer rechter Kuscheljustiz. Irgendeinen Härtefall wird der Richter schon wieder konstruieren können. Sauerei sowas.
    • ramonke 18.03.2016 13:10
      Highlight Highlight härtefall? bei einem vergehen das eine busse nach sich zieht? sie haben schon keine ahnung vom schweizerischen rechtsystem
    • Real John Doe 18.03.2016 15:40
      Highlight Highlight immerhin merkt man, dass er sich wenigstens ein kleines bisschen mit den letzten abstimmungen auseinander gesetzt hat... ;)
    • Datsyuk * 19.03.2016 12:49
      Highlight Highlight Bei Kuscheljustiz-Argumenten braucht es auch keine Ahnung. :)
  • zombie woof 18.03.2016 10:52
    Highlight Highlight Die Gurkentruppe der SVP hat zugeschlagen! Man sollte ihnen einen Preis verleihen, unbedingt.
  • Scott 18.03.2016 10:44
    Highlight Highlight Denunziation gehörte im 3. Reich zum guten Ton. Wir erleben gerade die Version 2.0 gegen rechts.
    • minsänfdezue 18.03.2016 11:15
      Highlight Highlight Wurde im 3. Reich jemand denunziert, dann führte das zur Verhaftung, Folter, Ermordung. Das willst du ernsthaft mit dieser Provinzposse oder der heutigen gesellschaftlichen Situation in der Schweiz vergleichen? Schäm dich!
    • phreko 18.03.2016 11:54
      Highlight Highlight He Scott, sowas nennt sich mit den eigenen Waffen Schlagen....
    • Scott 18.03.2016 15:10
      Highlight Highlight Wird bei der SVP dann auch gleich die Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet?

      Wesentlich einfacher wäre wohl das Zählen der rechten LehrerInnen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wandtafel 18.03.2016 10:31
    Highlight Highlight Hab gedacht ich sei beim Postillon 😂
  • Papa Swappa 18.03.2016 10:00
    Highlight Highlight ...und wenn mal einer nicht vermummt ist, trägt er den Pullover einer Nazi-Band...
  • C0BR4.cH 18.03.2016 09:35
    Highlight Highlight Haha, Real-Satire vom feinsten : D
    Danke an die Typen, mir den (eh schon tollen) Freitag so zu versüssen : )
  • atomschlaf 18.03.2016 09:31
    Highlight Highlight Deppenbande.
  • Urmel 18.03.2016 09:15
    Highlight Highlight Ich LIEBS! :-D
  • MasterPain 18.03.2016 09:11
    Highlight Highlight Rekt! 😂
  • wololowarlord 18.03.2016 08:03
    Highlight Highlight USSCHAFE!! Diese leute zerstören unsere kultur!!!1!1!
    • Amazing Horse 18.03.2016 09:39
      Highlight Highlight Und können sich nicht mal richtig artikulieren!!!!!!!!!!11eins
  • Papst Benedikt 18.03.2016 07:46
    Highlight Highlight Und die bei der Reitschule? Können die Polizei mit Steinen bewerfen und denen passiert nix? Toll
    • Tscheggsch? 18.03.2016 08:10
      Highlight Highlight Polizisten mit Steinen bewerfen ist keine bewilligungspflichtige Kundgebung oder Versammlung, bitte den Text nochmals lesen. Merci
    • leonidaswarmegahappy 18.03.2016 12:20
      Highlight Highlight Zusammenhänge wie Vorhänge...
    • Baccaralette 18.03.2016 12:24
      Highlight Highlight ...das ist nur strafbar, wenn sie sich vermummen. Halt..oder etwa doch nicht?
  • Miss_Ann_Thropist 18.03.2016 07:41
    Highlight Highlight Karma?
    Oh sweet, sweet irony
  • andersen 18.03.2016 07:25
    Highlight Highlight Die einzige Menschen, die ich gesehen haben, die ein Burka auf der Bundesplatz trägt, sind dieser SVPler und sie wusste nichts von die Gesetze.

    :-)
  • maxi #sovielfürdieregiongetan 18.03.2016 07:13
    Highlight Highlight wenn man sie jetzt mit aller härte bestraft, hätte man doch ein präzedenzfall den man auf alle anwenden könnte oder? vermummte an sportanlässe, burkaträgerinnen usw. 👍
    • Fumo 18.03.2016 08:43
      Highlight Highlight "Wer sich «bei bewilligungspflichtigen Versammlungen oder Kundgebungen unkenntlich macht», wird demnach mit Haft oder Busse bestraft. "

      Das tragen einer Burka an sich ist nicht verboten, nur an Demos darf man sich nicht vermummen.
  • pamayer 18.03.2016 07:08
    Highlight Highlight ironie des schicksals...
    ist aber grundsätzlich schon ein gravierendes problem: gestern wurden ja 2 burkaträgerinnen mit überhöhter Geschwindigkeit abgehalten und die Polizei wusste dann nicht, wer wer war, da auf dem arabischen fahrausweis die fotos der lenkerinnen nur MIT burkas gestattet sind.
    und wegen dem nicht respektierten vermummungsverbot ist es eben schon symptomatisch für die svp, dass sie sich einen scheiss um gesetze und anstand kümmern, jedenfalls was sie selbst betrifft.
    • Gigle 18.03.2016 09:46
      Highlight Highlight Ist das jetzt ein Räubergschichtli? In keinem Land ist es Pflicht einen ganz Körperschleier inkl. Gesichtsverschleierung, zu tragen. Natürlich gibt es Länder mit Verschleierungspflicht, z.B. Saudi Arabien, aber da dürfen Frauen auch nicht Autofahren...
    • Sapere Aude 18.03.2016 09:58
      Highlight Highlight Moment, dafür gibt es ein Schild *kram*
      Benutzer Bild
    • Fabio74 18.03.2016 18:02
      Highlight Highlight Räuberpistole: Es gibt keinen arabischen Führerschein. Nur nationale und wohl kaum mit verschleiertem Gesicht. Nie glauben was der SVP-Fax ausspuckt.
  • John M 18.03.2016 06:47
    Highlight Highlight Irony is a bitch.
  • Herbert Anneler 18.03.2016 05:59
    Highlight Highlight Höchst medienwirksam, die neue Wintermode für Rechtsextreme so zu präsentieren! Wo kann man die bestellen? Gibt es Accessoires wie aufblasbare Gehirne, Apps für Rechts-Denk und Anweisungen für Schüsse ins eigene Bein?
    • Asmodeus 18.03.2016 07:58
      Highlight Highlight Einfach in den nächsten radikalisten-Shop gehen.

      Die Linksextremen tragen ja dasselbe, halt einfach mit anderen Bandnamen und Logos :)
    • Alex Danuser 18.03.2016 08:32
      Highlight Highlight so viel zum thema:

      Play Icon


      ;)
    • Herbert Anneler 18.03.2016 08:50
      Highlight Highlight Nachtrag: Das rechte Bein ist dort, wo der Daumen links ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jarl Ivan 18.03.2016 05:28
    Highlight Highlight Der goldene Fleischchäs vom Tag geht an
    «Egerkinger Komitee»

Fake Hanf: Ein Drogentrend schwappt in die Schweiz – was du darüber wissen musst

Auf dem Schwarzmarkt wird vermehrt Gras verkauft, das mit synthetischen Cannabinoiden versetzt wurde. Diese Drogen gelten als hochgefährlich und können bei einer Überdosierung zum Tod führen.

Synthetisch hergestelltes Cannabinoid ist keine Neuheit. Vor einigen Jahren machten in den USA die Drogenzombies von Brooklyn von sich reden. Auch in Deutschland kam es in der Vergangenheit zu tragischen Fällen, nachdem vorwiegend junge Personen die Droge konsumiert hatten. Eine europäische Studie ermittelte in den Jahren 2016 bis 2019 insgesamt 61 Todesfälle aufgrund synthetischen Cannabinoids. Die Dunkelziffer wird um ein Mehrfaches höher geschätzt.

In der Schweiz fand die Droge bisher keine …

Artikel lesen
Link zum Artikel