Schweiz
Bern

Staatsanwalt muss sich vermummten Burka-Gegnern annehmen

Ausgerechnet die Burka-Gegner: Berner Polizei meldet Verstoss gegen Verhüllungsverbot

18.03.2016, 04:1918.03.2016, 13:33

Die Aktion der Verfechter eines Verhüllungsverbots vom vergangenen Dienstag auf dem Berner Bundesplatz hat ein juristisches Nachspiel. Die Berner Kantonspolizei meldete den Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft, wie sie auf Twitter mitteilte.

Die Initianten des Volksbegehrens mit dem Titel «Ja zum Verhüllungsverbot», für welches seit Dienstag Unterschriften gesammelt werden, hatten mit verschiedenen Verkleidungen auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Und das sah so aus:

Die Initiative ist vom sogenannten «Egerkinger Komitee» um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann lanciert worden.
Die Initiative ist vom sogenannten «Egerkinger Komitee» um den Solothurner SVP-Nationalrat Walter Wobmann lanciert worden.
Bild: KEYSTONE

Allerdings existiert im Kanton Bern bereits seit 1999 ein kantonales Vermummungsverbot, wie blick.ch berichtet. Wer sich «bei bewilligungspflichtigen Versammlungen oder Kundgebungen unkenntlich macht», wird demnach mit Haft oder Busse bestraft. (kad)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
40 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
John M
18.03.2016 06:47registriert Januar 2016
Irony is a bitch.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Jarl Eisenbär
18.03.2016 05:28registriert April 2015
Der goldene Fleischchäs vom Tag geht an
«Egerkinger Komitee»
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Miss_Ann_Thropist
18.03.2016 07:41registriert Oktober 2015
Karma?
Oh sweet, sweet irony
00
Melden
Zum Kommentar
40
«Irreführende Aussagen»: So reagiert die UBS auf die Massnahmen des Bundesrates
Karin Keller-Sutter und der Bundesrat ernten viel Kritik für ihr Banken-Paket – von der UBS, aber auch von den Parteien.
Wie ein Wanderprediger zog UBS-Chef Sergio Ermotti in den vergangenen drei Jahren durchs Land. Fast keine Gelegenheit liess er aus, um seine Botschaft zu platzieren: «Was jetzt gebraucht wird, sind Augenmass und Selbstreflexion, nicht Panikmache», schrieb Ermotti in dieser Zeitung. Die Regulierungsdebatte konzentriere sich zu sehr auf Risiken und Ängste statt auf eine nüchterne, faktenbasierte Analyse. Der Banker warnte vor einem «Swiss Finish» und davor, dass die Kunden durch die höheren Eigenkapitalanforderungen belastet würden.
Zur Story