DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Argentinische Dogge und Halter müssen nicht in den Hundekurs



Eine Argentinische Dogge und ihr Halter aus dem Kanton Bern müssen kein nationales Hundehalterbrevet erlangen. Dies hat das Bundesgericht entschieden und einen Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.

Dem Urteil der Vorinstanz sei weder zu entnehmen, dass der 9-jährige Rüde an einem Verhaltensdefizit leide, noch dass dieser eine Gefahr für Menschen oder Tiere darstelle. Zu diesem Schluss kommt das Bundesgericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil. Es hat den Entscheid des Berner Verwaltungsgerichts deshalb wegen Willkür aufgehoben.

Der Veterinärdienst des Kantons Bern hatte Halter und Dogge zur Absolvierung des Hundekurses verknurrt, weil der Hund im Sommer 2016 einem Kurier nachgerannt war. Der Kurier stürzte und verletzte sich an der Oberlippe. Dass der Hund den Mann biss, ist gemäss Urteil nicht erstellt. Nachdem in den Medien über den flüchtenden Kurier berichtet worden war, gingen beim Veterinäramt weitere Meldungen zur Dogge ein.

Das Veterinäramt liess den Hund durch einen Tierarzt untersuchen. Dieser diagnostizierte eine «defensive Aggression» und «fehlende Rudelstruktur». Die kantonalen Instanzen wiesen die Beschwerden des Halters gegen die Absolvierung des Hundekurses ab.

Das Bundesgericht gibt dem Mann nun aber Recht. Das Verwaltungsgericht habe nicht ausgeführt, was die Diagnose des Tierarztes konkret bedeute und ob eine Gefahr von der Dogge ausgehe. Ausserdem werde der Hund die meiste Zeit auf einem eingezäunten Grundstück gehalten. Bei Spaziergängen werde er an einer Leine geführt, wie dies eine Tierärztin und diplomierte Verhaltensspezialistin in diesem Fall empfahl. (Urteil 2C_441/2019 vom 27.09.2019) (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Bilder, die jeden Hund in Wallung bringen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweizer Polizei soll rascher an wichtige Täterdaten aus dem Ausland kommen

Die Schweizer Polizeibehörden sollen rascher mit EU-Ländern und den USA DNA-Profile und Fingerabdrücke abgleichen können. Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zu drei internationalen Kooperationsabkommen und den nötigen Gesetzesänderungen verabschiedet.

Ein Abkommen – die Prümer Zusammenarbeit – vernetzt Schweizer Informationssysteme mit denen anderer europäischer Länder: das Fingerabdruck-Informationssystem, das DNA-Profil-Informationssystem und die Fahrzeug- und Fahrzeughalter-Datenbank.

Terroristen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel