DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Blockade der Klimaaktivsten verärgerte einige Autofahrerinnen und Autofahrer.
Die Blockade der Klimaaktivsten verärgerte einige Autofahrerinnen und Autofahrer.
Bild: KEYSTONE

Kampf gegen Autos: Extinction Rebellion blockiert Genfer Parkhaus

08.02.2020, 15:4408.02.2020, 16:09

Rund drei Dutzend Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben in Genf am Samstagmittag den Zugang zu einer Parkgarage blockiert. Ihre Aktion dauerte eine knappe Stunde. Es war die erste Blockadeaktion im öffentlichen Raum in der Rhonestadt.

Zunächst hätten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Sperre länger aufrechterhalten wollen. Doch weil Markttag war und angesichts des Ärgers bei Betreibern von Ladengeschäften zogen sie sich frühzeitig zurück. Im November hatten Aktivisten von Extinction Rebellion das Flugzeugterminal für Privatjets am Flughafen Genf blockiert.

Um 12 Uhr entrollten die Aktivistinnen und Aktivisten zwei blaue Transparente von Extinction Rebellion mit der Frage «Wenn nicht jetzt, wann dann?» und «Wenn nicht ich, wer?». Autofahrerinnen und -fahrer konnten deshalb nicht ins Rive-Parkhaus einfahren. Die Ausfahrt des Parkhauses blieb aber frei.

Im Visier: die Autos

Im Auge hatten die Umweltaktivisten nicht Menschen, sondern Gewohnheiten, wie einer von ihnen sagte. Autos nähmen zudem viel Platz in Anspruch, und häufig sitze nur eine Person darin.

Mit Flugblättern und an einem Essstand wollten die Aktivisten Autofahrer und Passanten auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Fünf Personen hatten sich an ein auf die Strasse gestelltes Regal gekettet, damit die Autos nicht passieren konnten. Von leichten Verkehrsbehinderungen abgesehen verlief die Aktion ruhig.

Die Bewegung Extinction Rebellion (wörtlich auf Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben) will mit Aktionen des zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen und damit Massnahmen gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen und gegen das Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum erzwingen. Die Bewegung fordert unter anderem, dass die nationalen Regierungen sofort den Klimanotstand ausrufen.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Grüne Limmat in Zürich

1 / 8
Grüne Limmat in Zürich
quelle: zvg
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Extinction Rebellion blockiert Strasse in Lausanne

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Es geschieht «überall gleichzeitig»: Diese Länder kämpfen gerade mit den Klima-Folgen

Dutzende Länder kämpfen in diesen Tagen gegen Waldbrände, andernorts haben Wassermassen Menschen die Lebensgrundlage entrissen. Ein Muster.

Feuer und Wasser sind zwei gute Diener, aber schlimme Herrn, besagt ein Sprichwort. Die aktuelle Berichterstattung über Waldbrände, Dürren und Überschwemmungen unterstreichen diese alte Binsenweisheit. Dabei scheint es sich nicht um einzelne, voneinander losgelöste Ereignisse zu handeln, sondern um ein weltumspannendes Muster.

Der deutsche Journalist Christian Stöcker fragte sich auf Twitter, ob die Medienlandschaft diesem Muster der Katastrophen überhaupt annähernd gerecht geworden sei. Und …

Artikel lesen
Link zum Artikel