Kino sucht 100 Freiwillige, um ihnen «40-Millionen-Dollar-Schrott» «Melania» zu zeigen
Die Kinofilme «Der Fremde» und «Amrum» können Braunschweiger aktuell im Universum sehen, die US-Doku «Melania» aber steht nicht auf dem Programm. Volker Kufahl, Geschäftsführer der Universum Kinobetriebs GmbH, sagt: «Bisher ist eine Aufführung nicht vorgesehen.» Für das Team gäbe es nur eine Motivation, «diesen propagandistischen 40-Millionen-Dollar-Schrott ins Programm zu nehmen: um über die zynische Selbstinszenierung einer skrupellosen Machtelite aufzuklären.»
Kufahl sagt: «Sollten sich 100 Freiwillige melden, die für diesen Mist Geld auszugeben bereit sind, würden wir den Film einmal zeigen und den Gewinn an Amnesty International spenden.» Zuerst hatte die «Braunschweiger Zeitung» über die Idee des Kinos berichtet.
Finden sich 100 Freiwillige: Gewinn geht an Amnesty International
Der Geschäftsführer selbst glaubt nicht daran, dass sich 100 Freiwillige melden. Doch sollte sie zustande kommen, könnte man die Aufführung immerhin mit einem guten Zweck verbinden, denn bei 100 Besuchern käme auch etwas Geld zusammen. «Amnesty setzt sich global für Menschenrechte ein, die von den USA global mit Füssen getreten werden», begründet er seine Entscheidung für die Menschenrechtsorganisation.
Auf die Frage der t-online-Redaktion Braunschweig, ob er sich die Doku angesehen habe, antwortet Kufahl: «Nein, ich habe den Film selbst nicht gesehen, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.» Ihm reiche dafür die Info aus einer seriösen Filmkritik.
Freiwillige für den Film können sich an die Adresse info@universum-filmtheater.de wenden. Bis zum 12. Februar haben sie laut Kufahl Zeit. «Tapfere und leidensfähige Menschen, die bereit und auch geografisch in der Lage sind, den Film in unserem Kino in Braunschweig zu besuchen, haben eine Woche Bedenkzeit, sich zu melden.»
Der Film begleitet die amerikanische First Lady während der drei Wochen vor der zweiten Amtseinführung ihres Mannes im Januar 2025. Zuschauer erhalten Einblicke in normalerweise nicht öffentliche Situationen. In einer Szene rät sie Donald Trump, in seiner Ansprache die Worte «Friedensstifter und Einiger» zu verwenden.

