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Spielende Kätzchen

Tierbabys! Immer eine prima Lösung. Bild: Shutterstock

Kommentar

Leute, wenn eine Frau kein Kind will, will sie keins. Never ever. Checkt. Das. Endlich!

Jede dritte Frau bleibt heute in der Schweiz kinderlos. Die meisten davon gewollt. Denn mit Glück oder Erfüllung hat der Nachwuchs für sie nichts zu tun, auch wenn sie sich das Jahrzehnte lang anhören müssen. Ein Erfahrungsbericht.



Ich habe Frauen erlebt, die mit 26 weinend auf der Strasse zusammenbrachen, weil ihnen plötzlich klar wurde, dass ihr Partner kein Kindsvatermaterial sein würde. Oder junge Männer, die sich in Bars deutlich älteren Frauen zuwenden mit den Worten: «Mädchen in unserem Alter sind total unentspannt, die wollen alle nur Kinder

Oder Frauen, die mit 30 unglücklich schwanger im schönsten Sommer sassen, weil ihre Beine geschwollen waren und höllisch schmerzten und sie dicke Stützstrümpfe tragen mussten. Und werdende Mütter, die nicht mehr so jung waren und sich total verunsichert einem immer strenger werdenden Marathon von Vorsorgeuntersuchungen unterzogen, der sie täglich noch mehr zermürbte. Und 14-stündige Qualgeburten, die meine Freundinnen fast töteten. Ich kenne die Selbstvorwürfe von Müttern mit behinderten Kindern, die sich ein Leben lang fragen: Hab ich etwas falsch gemacht? Bin ich schuld?

Die Nachbarn fragten mich, ob ich babysitten möchte. Vielleicht aus therapeutischen Gründen. Ich sagte nein und ging in den Ferien lieber in die Fabrik. 

Aber ich habe aber auch andere erlebt, Frauen, aus denen die Kinder nur so herausflutschten, und für die Muttersein die leichteste und angenehmste von vielen Beschäftigungen ist. Männer, für die das Vatersein eine wahre Berufung ist. Glück und Elend in allen Extremformen.

Ich wollte das alles nie haben. Weder die drei Ks, aus denen so ein Baby besteht – Kacke, Kotzen, Kreischen – noch den anstrengenden Alltag mit Kindern, die Sorgen, die finanziellen Engpässe, die Schuldgefühle und auch nicht das angeblich grösste Glück des Lebens, das ich mir einfach nie vorstellen konnte. Ich hatte auch nie den Wunsch, dass da nach meinem Leben irgendeine Verlängerung von mir weiterbestehen müsse. Fertig ist fertig. Und ich hatte keine Angst, dass mir ein Kind jemals mangeln würde. 

Grace Kelly von Monaco haelt nach der Geburt ihren ersten Sohn Prinz Albert, aufgenommen im Jahre 1958. (KEYSTONE/Str)

Grace Kelly mit dem winzig kleinen Fürsten Albert. Bild: KEYSTONE

Mit vier Jahren sagte ich zum ersten Mal: Ich will keine Kinder, nie. Natürlich lachten mich damals alle aus. Fünfzehn Jahre später sagte ich immer noch das Gleiche, aber ein bisschen differenzierter: Ich will einen interessanten Beruf und eine grosse Liebe, aber sicher nie, nie, nie Kinder. Da schauten mich alle leicht besorgt an. Die Nachbarn fragten, ob ich ein bisschen Geld als Babysitter verdienen möchte. Vielleicht aus therapeutischen Gründen. Ich sagte nein und ging in den Ferien lieber in die Fabrik. 

Im Gymnasium stellte uns der Klassenlehrer eine sadistische Denkaufgabe: «Ihr sitzt im Auto, seid schnell, könnt nicht bremsen, in einer wahnsinnig engen Gasse kommen euch ein kleines Kind und ein älterer Nobelpreisträger entgegen. Selbst wenn ihr den Wagen in eine Mauer rammt, müsst ihr einen von beiden töten. Wen bringt ihr um?» Alle sagten: «Jöh, ich rette ganz sicher das süsse kleine Kind!» Ich sagte: «Kleines Kind my ass, vielleicht wird aus dem mal nichts, der Nobelpreisträger nützt wahrscheinlich noch was.» 

Okay, Kind meiner besten Freunde: Nie im Leben werde ich dich fallen lassen. Hab keine Angst, wir sind beide keine Monster.

Als ein Freund sagte, mit mir könne er sich Kinder vorstellen, hörte ich auf, ihn zu lieben. Als mir Verwandte zum ersten Mal meinen kleinen Cousin für ein herziges Foto in den Arm legten, liess ich ihn aus Protest fast fallen. Heute find ich ihn super. Und mindestens wöchentlich musste ich mir die Fragen anhören: «Willst du eigentlich mal Kinder? Willst du jetzt endlich mal Kinder? Findest du nicht, dass du langsam ans Kinderkriegen denken müsstest?» Nein.

Babys bestanden für mich so lange aus Ekel, bis meine besten Freunde Kinder bekamen und ich mir sagen musste: Okay, wenn du dir jetzt nicht Mühe gibst, verlierst du sie alle. Und siehe da: Ich schaffte es, eine Beziehung zu den Babys aufzubauen. Eine Art Glück zu spüren, wenn ich sie auf den Arm nahm und mir klar wurde: Nie im Leben werde ich dich fallen lassen. Ganz sicher nicht. Und wenn du in einem brennenden Haus wärst, würde ich versuchen, dich zu retten. Ohne zu zögern. Hab keine Angst, wir sind beide keine Monster.

Arkansas Gov. Bill Clinton, wife Hillary Rodham, 33, and week-old baby daughter Chelsea pose for a family picture, March 5, 1980. (AP Photo/Donald R. Broyles)

Die Clintons mit Klein-Chelsea. Bild: AP

Und plötzlich dachte ich: Himmelarsch, was, wenn jetzt die berühmte biologische Uhr zuschlägt? Es gibt ja Frauen, in die fährt irgendwann zwischen 30 und 45 wie der Blitz so ein Kinderwunsch, und dann sind sie für alle Vernunftgründe verloren. Dann wollen sie mit Macht ihr bisheriges Leben aufgeben. Ich fürchtete mich wirklich davor.

Die biologische Uhr: Wenn sie mal tickt, ist das wie eine Bombe in einem Bond-Film.

Und ich schaute mir meine grosse Liebe an, von der ich innig hoffe, dass sie es mit mir bis zuletzt aushält, bis zu jenem Moment, in dem wir idealerweise gemeinsam aus unserem erfüllten Leben gehen, und dachte: Was, wenn die biologische Uhr nicht nur bei einer von uns, sondern bei beiden zu ticken begänne wie eine Bombe in einem Bond-Film? Schliesslich sind wir zwei Frauen, da ist die Gefahr gleich doppelt so gross.

Die ewigen Fragen lauteten jetzt anders: «Also, dass du keine Kinder willst, ist ja klar. Aber deine Freundin kann ich mir wirklich gut als Mutter vorstellen. Möchte sie keine Kinder?» Und ich dachte: Leute, gebt doch endlich Ruhe! Please! Aber okay, sollte meine Freundin das wirklich wollen, würde ich das natürlich mit ihr durchziehen. Weil ich sie liebe. 

Doch wie in einem Bond-Film sind wir der Gefahr entkommen, die Bombe begann in uns beiden einfach nie zu ticken, keine Sekunde lang, und an guten – also an den meisten – Tagen ist das Grundgefühl unserer Existenz wie Ferien auf einer thailändischen Insel. Wundervoll. Entspannt. Glücklich. Zu zweit. 

Als Kinder sind sie richtig süss! Über 100 Jahre mit den britischen Royals

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68
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    Alle Leser-Kommentare
  • koks 29.12.2015 09:10
    Highlight Highlight "Leute, wenn eine Frau kein Kind will, will sie keins."
    Und wenn ein Mann keine Kinder will? Dann ist er beziehungsunfähig oder nicht erwachsen oder liebt die Frau nicht. Öhm. Oder alles zusammen. Hurra.
  • Damaris Cynthia Bächi 31.08.2015 21:17
    Highlight Highlight Frau Meier, ich danke Ihnen herzlich für diesen Artikel! Es hätte auch von mir sein können. Schon als Kind sagte ich, dass ich später keine Kinder will. Das hatte sich als Teenager nicht geändert und auch heute mit 27 nicht. So wie Sie wurde ich in der Familie mit der nervigen Frage konfrontiert, wann bei mir denn der Kindersegen eintreffe...

    Ist das nicht auch Bestandteil unserer freien Gesellschaft, ob man Nachwuchs in die Welt setzen will oder nicht? Wer Kinder will - schön für sie/ihn, sollte aber die Verantwortung dafür übernehmen.
  • prestige 31.08.2015 14:30
    Highlight Highlight Ich kann Frauen durchaus verstehen die keine Kinder wollen...passend dazu auch dieser Eintrag hier:

    https://itscheapertherapy.wordpress.com/
  • d_yannick_ 31.08.2015 04:13
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt finde ich es falsch von Gefühlen zu anderen Kindern auf die Gefühle zu eigenen Kindern zu schliessen. Das finde ich einfach falsch. Das ist dein eigenes reproduziertes Fleisch und Blut, dass kann man doch nicht hassen. Wenn du es allerdings mit der Karriere und dem Geld begründest, ok verständlich. Und es gibt wirklich viele Frauen die mit 30 dann plötzlich Kinder wollen, sowas kannst du nie ausschliessen. Genauso gibt es auch 50 Jährige, die es bereuen nie eigene gemacht zu haben und auch 70ig Jährige die völlig vereinsamen und nicht mehr wissen was sie tun sollen. Eine Familie ist immer da und liebt dich so wie du bist. Die lassen sich auch nicht von dir scheiden, sie sind immer da und helfen dir garantiert wenn du Hilfe brauchst. Sowas möchte ich nicht missen, darum steht für mich M/21 fest, dass ich irgendwann Kinder haben möchte. Allerdings respektiere ich deine Meinung und würde auch nicht immer darauf rumhacken. Es ist dein Leben und deine Freiheit zu tun was du auch immer tun willst.
    • Frausowieso 31.08.2015 13:24
      Highlight Highlight Die Erwartungshaltung, dass Dich Deine Kinder im Alter unterstützen, ist völlig falsch. Die Altersheime sind voll von alten einsamen Eltern.
  • Ashinin 29.08.2015 01:16
    Highlight Highlight Alles was ich aufgezählt habe, klingt nicht nach einem schönen Leben - eben darum will ich nicht meinem Kind ein Leben in dieser Welt geben mit einem dauerhaften Kampf.
    Ich mache Kleinigkeiten, aber als Ameise auf einem Ameisenhaufen bringt das noch lange keine Änderung für die Generation, die ich auf die Welt setzen würde. Wäre mein Verhalten in einer Gesamtheit ausschlaggebend und man könnte die Welt reparieren innerhalb des Zeitraumes in dem ich ein Kind auf die Welt setzen würde, dann wäre die Thematik für mich nicht gegeben zu diskutieren, ob ich ein Kind auf die Welt setzen würde.
  • Miicha 28.08.2015 22:30
    Highlight Highlight Es gibt wohl nichts Schlimmeres für ein Kind als Eltern die es nicht wollen. Daher super, daß die Autorin keine bekommt.
  • Ashinin 28.08.2015 15:26
    Highlight Highlight Mein Ansatz zu diesem Thema kommt aus einer ganz anderen Verantwortung heraus- es ging nicht darum keine Kinder zu wollen. Tatsächlich wollte ich ein einziges Kind, irgendwann vor dem Bereich der Risikoschwangerschaft, also 33-35.
    Und auch mein Partner war exakt dieser Ansicht.
    Doch das Donnerwetter, der Groll und das Wachrütteln durch Nachrichten und den Zuständen auf dieser Welt verdanke ich nun ein reines Gewissen.
    Ich werde kein Kind auf diese Welt setzen damit es sich zu Tode arbeitet, keinen Job hat oder keinen eigenen Träumen nachgehen kann, ich werde kein Kind auf die Welt setzen mit der Angst vor finanziellem Ruin, vor drohenden Wirtschaftskrisen, vor Wasserknappheit und Klimaerwärmung, vor Tod, Angst und Unsicherheit....
    Ich werde kein Kind auf eine Welt setzen, die sich mit gigantischen Schritten einem Weltkrieg nähert, kein Kind auf eine Welt setzen, in der es um Macht, Gier und Profit geht....
    Ich setze kein Kind auf diese Welt und obwohl mir die Vorstellung schmerz zufügt, obwohl ich dich so gern dasselbe Gefühl erlebt hätte, welches meine Mutter bei meiner Genurt immer nacherzählt, obwohl ich dieses kleine Etwas lieben könnte und nah an meinem Herzen haben will und obwohl ich erfahren will und möchte wie es sich anfühlt wenn ddas Epizentrum sich von Egoismus verschiebt, hin zu Aufopferung und collkommener Liebe- ich tue meinem Kind ein Tribut und erspare ein Leben in Ängsten, Trauer und einer zerrütteten Welt ohne Perspektive .
    • Statler 28.08.2015 17:33
      Highlight Highlight Exakt meine Argumente - die dann irgendwann von einer schlauen Person mit nur einem Satz zerlegt wurden: «Du nimmst dem nichtgeborenen Kind die Chance, es besser zu machen»...
      Hab dann aber trotzdem auf Nachwuchs verzichtet ;)
    • Ashinin 28.08.2015 18:19
      Highlight Highlight ich denke zerlegt mit nur einem Argent ist definitiv nicht der Fall- es ist eher noch einzusätzlivhes Argument für diesen Entschluss: Mein Kind sollte ein genau so schönes Leben haben wie ich- und nicht einen Kampf dabei es besser zu haben...
    • Statler 28.08.2015 19:59
      Highlight Highlight Na was denn nun? Alles, was Du oben aufgezählt hast, klingt nichtmal ansatzweise nach einem schönen Leben. Oder hast Du das bisher einfach alles ignoriert und es nie für nötig befunden, dagegen etwas zu unternehmen?
  • dä dingsbums 27.08.2015 23:56
    Highlight Highlight In meinem Kollegenkreis bin ich, abgesehen von einer einzigen Ausnahme der einzige mit Kindern. Alle sind Ü30-Ü40 und glücklich mit ihrem Leben.
    Ich frag nicht warum die anderen keine Kinder haben und ich muss mir auch keine doofen Sprüche mit Kotze, Kacke und Kreischen anhören. Ganz einfach gegenseitiger Respekt für die Lebensentscheidungen der anderen. Dieser "Gesellschaftliche Druck" ist hier unbekannt. Schade dass das nicht überall so ist.
  • Dysto 27.08.2015 23:17
    Highlight Highlight Zuerst dachte ich beim Lesen: Wow, fast wie bei mir! Denn auch ich sagte als Kind mal "I wott nie hürate u Ching haa!" und auch ich hielt vor 2 Jahren zum ersten mal ein Baby - meine Cousine - fast im Arm (sie begann sofort zu weinen)! Bis dann der Partner sich als andere Frau entpuppte... ;)
  • Hansi Voigt 27.08.2015 23:12
    Highlight Highlight Jetzt hab ich erst mit Hochgenuss die grossartige und anregende Geschichte von Simone Meier gelesen und dann diese ganze differenzierte Debatte in den Kommentaren. Und das bei diesem Thema! Leute, wenn wir so weiter machen, kriegen wir zwischen Journis und Lesern was ganz Grosses hin!
    • Simone M. 29.08.2015 14:23
      Highlight Highlight Ja!
  • Zeit_Genosse 27.08.2015 23:09
    Highlight Highlight Sie definieren womöglich Fortschritt anders. Sie gehen den Weg den Sie gehen. Ich hoffe, dass Die damit den Menschen einen sinnvollen Fortschritt bringen. Es werden nämlich die Kinder der Anderen sein die womöglich für Sie mit selbsterarbeiteten Sozialleistungen finanzieren und für Sie aufkommen. Das ist der Generationenvertrag.
  • Giulietta-Tolomei 27.08.2015 18:28
    Highlight Highlight Nun, auch ich werde vielleicht nie Kinder haben, aber weder weil ich Kinder nicht mag, noch weil ich nichts zu meiner Altersvorsorge beisteuern will, sondern weil ich etwas in der Welt verändern will und so setzte ich voll auf meine Kariere.
    D.h. entweder wird mein zukünftiger Partner Vollzeit-Hausmann oder oder es wird keine Kinder geben, denn ich möchte nicht, falls ich Kinder hätte, dass sie in einer Krippe oder ähnlichem aufwachsen.
    D.h. meine Entscheidung ist nur zum Wohl eines Kindes, sondern auch zum Wohl der Gesellschaft, denn ohne Menschen, welche zugunsten einer Vision und der Arbeit dazu auf Kinder verzichten, währen die Fortschritte die es in unserer Geschichte gab niemals möglich gewesen.
    • Zeit_Genosse 27.08.2015 19:34
      Highlight Highlight Sie wollen allen ernstes sagen das die Fortschritte der Menscheit von kinderlosen kommen? Der einzige Fortschritt des Menschen ist seine Fortpflanzungsfähigkeit. Es gäbe Sie nicht, wenn jemand auf das was Sie nicht verzichten wollen gesetzt hätte. Der ganze Fortschritt macht doch nur Sinn, wenn jemand ihn erleben kann. Karrieren sind vergänglich, das Leben geht weiter wie auch Entscheide nur Entscheide sind.
    • Giulietta-Tolomei 27.08.2015 21:15
      Highlight Highlight @Zeit-Genosse
      Natürlich haben Sie Recht, dass die Fortpflanzung wichtig ist und es nur durch Fortpflanzung auch Menschen gibt, welche den Fortschritt nützen.
      Deshalb schätze ich auch jede Frau, welche Kinder möchte, meine Aussage sollte aber zeigen, dass es beides braucht, sowohl Menschen mit Kindern, als auch Menschen ohne Kinder und sie müssen zugeben, dass die meisten grossen Namen die uns Fortschritt brachten keine Kinder hatten.
      D.h. aber jeder sollte seinen Weg gehen und jeder hat seinen Platz in der Gesellschaft, es braucht jeden!
  • curly85 27.08.2015 16:14
    Highlight Highlight ..meine worte. DANKE
  • Bloody Mary 27.08.2015 16:12
    Highlight Highlight Wunderbar ehrlicher und lebensbejahender Artikel. Um sich sicher zu sein, keine Kinder zu wollen, muss man sich vorher Gedanken darum gemacht haben und die Fähigkeit besitzen sich selber kritisch zu hinterfragen. Chapeau!
  • Pokerlady 27.08.2015 14:59
    Highlight Highlight Ich finde Kinder super! Sie sind (oft) süss und machen lustige Sachen und hey, hoffentlich werden sie gescheit und verantwortungsvoll und glücklich! Selber eins haben wollt' ich nie und ich setze voraus, dass das andere respektieren. Und wenn nicht, dann mache ich das nicht zu meinem Problem :-)
  • T. aus B. 27.08.2015 14:44
    Highlight Highlight Grundsätzlich gehen die Umstände, weswegen eine Frau (oder ein Mann) kinderlos ist niemanden etwas an. Zumal es ja auch biologische Gründe gibt für eine etwaige Kinderlosigkeit, und kaum etwas ist "erfrischender" wenn das die/der Betreffende dauernd unter die Nase gerieben bekommt.
    Abgesehen davon könnte man sich ohne diese nervtötenden Suggestiv-Fragen (die gerne aus Mangel an anderen Themen herhalten müssen) über dieses Thema unterhalten.
    Ich selber habe Kinder und bereue es überhaupt nicht, bin aber auch der Überzeugung, dass mein Leben auch ohne Kinder absolut lebenswert gewesen wäre.
  • filmorakel 27.08.2015 14:14
    Highlight Highlight Ihr wollt keine Kinder? Da wird sich Giuseppe Gracia aber freuen.
  • Zeit_Genosse 27.08.2015 13:55
    Highlight Highlight Kann man schreiben wenn man will....
    ....nur der grosse (erhoffte) Exkurs bleibt bei einem persönlichen Kommentar einer doch eher unbekannten Schreiberin aus...., weil uns dieses Einzelschicksal zu wenig berührt.
  • Pana 27.08.2015 13:55
    Highlight Highlight Babies sind overrated ;)

    Play Icon
  • Begg 27.08.2015 13:15
    Highlight Highlight Hierzulande wird alles, was mit Kindern zu tun hat, in stressigen Diskussionen oder mit überkandidelten Ratschlägen abgehandelt. Oder in belämmerten Foren. Die Kinderstressfragen reissen nicht ab, auch nicht, wenn man welche hat. Alle Details werden gesellschaftlich verhandelt, leider nicht offen, warmherzig und wohlwollend, sondern urteilend. Hilft nur eins: Die Herausforderung des Diskurses annehmen und sich bedingungslos hinter den Weg stellen, den man eingeschlagen hat. Auch laut und deutlich. Und auch, wenn man noch am Suchen ist. Dann ist's gar nicht mehr so schlimm!
  • lexi 27.08.2015 13:10
    Highlight Highlight Ich bin gerade ziemlich glücklich über diesen Artikel gestolpert zu sein. Ich dachte nämlich lange zeit, dass ich vielleicht nicht ganz normal bin. Die Schuldgefühle, welche man mir seit eh und je versucht ein zu reden haben angefangen zu Fruchten und ich habe mich wirklich gefragt: "Muss ich nicht doch Kinder kriegen?" Die Antwort ist und bleibt wahrscheinlich auch, NEIN.
    • lexi 27.08.2015 14:12
      Highlight Highlight Ich mag und mochte Kinder eigentlich immer, aber der Gedanke daran, vollumfänglich für eines Verantwortlich zu sein, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Ich weiss einfach, dass ich keine gute Mutter wäre. Zudem bin ich einfach Egoistisch und will mir so viel Verantwortung gar nicht aufhalsen. Darüber können andere denken und sagen was sie wollen, ich habe die Freiheit mein Leben so zu gestalten wie ich das will. Und ich bitte darum, dies zu Akzeptieren.
  • Tilia 27.08.2015 13:09
    Highlight Highlight und betreffend erfa-bericht der journalistin.....ja genau DAS gefällt mir an watson....menschen schreiben für menschen und ich kann mich identifizieren. hört damit nicht auf!!
    • Simone M. 27.08.2015 14:33
      Highlight Highlight da müssten wir uns alle schon sehr verbiegen, wenn wir nicht mehr als menschen schreiben würden. danke!
  • Tilia 27.08.2015 13:08
    Highlight Highlight danke für diesen artikel. der hätte von mir geschrieben sein können. und danke für die bestätigung dass der biouhrenblitz ausbleibt. das ist wirklich mit 35 auch meine kleine angst....was ist wenn der blitz in mich fährt und ich unbedingt ein kind will.....dann denk ich es gibt viele die wollen eins und es geht nicht...die leben auch alle noch. und das gut. ich liebe meine freiheit über alles und ich liebe auch meine nichte über alles und hoffe ihr immer eine tolle tante und gotte sein zu können. ich liebe kinder sehr und werde gerne als animator für geburipartys gebucht damit die mamas mal nen stressfreien tag haben. kinder sind toll und trotzdem fühl ich kein mama-gen in mir. verzeiht mir dafür und akzeptiert meine entscheidung auch ohne vermeintlich wissendes augengezwinker. auch ich hab die liebe meines lebens gefunden und will die doch nicht mit nem dritten teilen :))
  • Begg 27.08.2015 13:07
    Highlight Highlight Ich finde du hast total recht und irgendwie auch wieder nicht. Hierzulande wird alles, was mit Kindern zu tun hat, in Form von stressigen Diskussionen und überkandidelten Ratschlägen abgehandelt. Oder dann in völlig belämmerten Foren. Egal ob man welche hat oder nicht: Die Kinderstressfragen von aussen reissen nicht ab. Alles wird gesellschaftlich verhandelt, aber nicht wohlwollend und warmherzig, sondern mit strengem Blick von oben. Es hilft nur eins: Ohren zu und durch. Und halt einfach bedingungslos zu dem Weg stehen, den man eingeschlagen hat, auch mit Worten, auch laut.
  • Buebeli 27.08.2015 12:55
    Highlight Highlight Ich bin der Ansicht wer die drei K's (kacken, kotzen, kreischen) nicht will verzichtet freiwillig auf das A (AHV). Denn das A basiert auf dem Generationenvertrag. Und der funktioniert nur mit den 3 K's. Um das A zu sichern braucht es 2.1 Kinder. Ich habe 3 und es stehen schon viele an für die verbleibenden 0.9. 3K Hasser haben da keinen Platz. Also Leute die keine Kinder haben wollen (und nicht die, welche nicht können) sollen freiwillig auf ihre AHV verzichten, weil dann reicht die auch für alle.
    • Baba 27.08.2015 14:27
      Highlight Highlight Verzichten? Also auch all die Männer, die (ausser aus medizinischen Gründen) nie Vater geworden sind? Oder dann doch nur die egoistischen Frauen, bei denen man sich ganz sicher sein kann, dass sie sich bewusst gegen AHV-Sicherer (aka Kinder) entschieden haben?? Bei einem Mann weiss man ja nie, ob da nicht irgendwann doch noch, oder so...

      Wie abstrus ist das denn?
    • CrazyCatLady1 27.08.2015 20:52
      Highlight Highlight Ach, und was wenn ich ein Kind auf die Welt setze, das seinen finanziellen Beitrag zur Gesellschaft aus irgendwelchen Gründen nicht leisten kann? Oder wenn ich keine Kinder kriegen kann, bin ich dann zur Adoption verpflichtet? Unbedingt Kinder kriegen, damit man im Alter abgesichert ist, egal, ob man gut im Eltern sein ist oder nicht - tolle Einstellung!
    • C Walser 17.09.2016 00:33
      Highlight Highlight @Buebeli
      Alleine der Gedanke, dass AHV Bezüge im Alter der Grund für die Zeugung eines Kindes sein soll, stösst mir sauer auf...

      Es ist leicht, anderen ein schlechtes Gewissen durch fehlende AHV Beiträge der nicht existenten neuen Generation einzubläuen.

      Allerdings werden ebenso Schulgebühren fremder Kinder von der Allgemeinheit über Steuern bezahlt.

      Ausserdem wurde bei der Argumentation die Zuwanderung, sowie Grenzgängerarbeit ausser Acht gelassen.
      Von diesen Personen werden ein beachtlicher Teil der AHV Beiträge und Steuern bezahlt und keine Schulgebühren verbraucht.
  • Dä Brändon 27.08.2015 11:52
    Highlight Highlight ...und von wegen finazielle Engpässe. Mit einem Kind lebt es sich ganz anderst. Man bezahlt für die Ferien nur noch die Hälfte weil man keine Langstrecken Flüge mehr bucht, geht nicht mehr in Rastaurants essen, Party machen wird auch drastisch reduziert usw. Seid wir Kinder haben stehen wir finanziell sehr viel besser da, Wohnung gekauft, schönes grosses Auto. Also bitte, wenn jemand keine Kinder haben möchte behaltet es für euch den es interessiert niemanden. Wir möchten nun ein drittes Kind, denn ein Fullhouse ist viel besser als two pairs.
    • iSoldier 27.08.2015 12:48
      Highlight Highlight selten sowas doofes gelesen.

      "Also bitte, wenn jemand keine Kinder haben möchte behaltet es für euch"

      Das steht doch in keinem Verhältnis was wir uns täglich über euren Nachwuchs anhören müssen. Von details über den Stuhlgang bis zu anatomischen Veränderungen....
    • Dä Brändon 27.08.2015 14:13
      Highlight Highlight Hä??? Ich hatte keine und wurde dann Vater. Also kenne ich beides, mit und ohne, also kann ich auch etwas darüber sagen. Keine Kinder haben aber über das Kinderhaben reden? Redest Du oft über Sachen worüber Du eigentlich kaum etwas weisst? Ich nicht....
    • Dä Brändon 27.08.2015 14:47
      Highlight Highlight wo bitte schreibe ich das ich etwas über Dich weiss?
  • Dä Brändon 27.08.2015 11:46
    Highlight Highlight Mir kommt der Artikel einbisschen so vor als würde ein Wüstenbeduine über den Wintersport schreiben. Ich spüre hier die Abneigung für das Kinderkriegen (kann mir recht sein), aber einen Artikel darüber veröffentlichen finde ich falsch. Denn wenn man keine Kinder hat sollte man nicht darüber schreiben. Ich selber bin 2facher Vater und kann über das Kinderfreie Leben und das Vatersein schreiben. Den Nobelpreisträger hätte ich ohne zucken überfahren, den Leute wie Theodore Roosevelt, Woodrow Wilson oder Barack Obama haben auch so einen erhalten. Ein brutaler Jäger, ein Rassist und ein Kriegsherr!
    • mrgoku 27.08.2015 11:51
      Highlight Highlight wo sie recht haben, haben sie recht. dazu kommt. einer hat sein leben hinter sicher, der andere noch vor sich... die Entscheidung würde mir ziemlich leicht fallen nicht das Kind zu überfahren
    • Simone M. 27.08.2015 11:52
      Highlight Highlight Ah, Dä Brändon ist mal wieder streng! Dann dürften auch nur noch Ärzte über Medizin und Filmemacher über Filme und Köche über Essen schreiben... Und Tote übers Sterben.
    • Dä Brändon 27.08.2015 11:57
      Highlight Highlight Tja leider dürfen auch solche Leute wie Mike Shiva über Medizin schreiben, wo das jedoch endet sehen wir bei vielen Völker mit tief verankertem Aberglauben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sash 27.08.2015 11:31
    Highlight Highlight Besten Dank Simone, du sprichst auch mir als Mann aus dem Herzen!
    Für viele ist es einfach schwer zu verstehen, dass es Menschen gibt, die ohne Kinder glücklich sind! Mir geht dieser gesellschaftliche Druck schon seit jeher am A.... vorbei und ich kommuniziere offen, dass ich mit Kindern sowas von nichts anfangen kann und ich auch keines mal kurz halten will! - Und nein, auch meinen eigenen Neffen nicht!!
    Zum Glück habe ich meine Frau für's Leben gefunden und sie denkt gleich wie ich und wir geniessen unsere traute Zweisamkeit. Unser Freundeskreis hat dies auch so akzeptiert.
    • Simone M. 27.08.2015 11:50
      Highlight Highlight Viel Glück euch beiden!
  • Thomas F. 27.08.2015 11:26
    Highlight Highlight Ein Thema das mich nicht sonderlich umtreibt, aber trotzdem ein schöner und zum Nachdenken anregender Artikel. Danke.
    • Simone M. 27.08.2015 11:50
      Highlight Highlight Gern geschehen.
  • nachgetreten 27.08.2015 11:19
    Highlight Highlight Und wenn dann mal eins da ist kommen Fragen wie:

    - wesshalb stillst Du nicht?
    - wann kommt das Zweite?
    - was, es kann noch nicht schwimmen?
    - Kevin (sorry Jungs), ist eben schon weit, darum schicken wir ihn ins Frühchinesisch

    Die Liste könnte noch beliebig erweitert werden.
    • Simone M. 27.08.2015 11:28
      Highlight Highlight Ja genau, das kommt ja auch alles. Und immer heftiger.
    • Mr.Stepper 27.08.2015 12:04
      Highlight Highlight Auch gut ist diese Reaktion (bei den meisten Menschen die ich kennen lerne):
      Was alleinerziehender Vater, was ist mit der Mutter?
      Akzeptiert das IST eurer Mitmenschen , die Fragen stressen.. Ob nun mit oder ohne Kind usw! Und stellt mir nie wieder diese Frage...
  • primin 27.08.2015 10:45
    Highlight Highlight Warum schreiben Journalisten heutzutage fast nur noch über sich selber??? Es ist mir ehrlich gesagt völlig egal, ob Journi xy Kinder will oder nicht. Es ist schlicht irrelevant. Ich erwarte von Journalismus eine Berichterstattung über Gesellschaftliches, Politisches, Kulturelles, eine Einordnung von Themen, aber sicher nicht Sachen, die der Journi besser in sein Tagebuch schreiben würde.
    • mrgoku 27.08.2015 11:11
      Highlight Highlight da in diesem fall die journalisten das selber erlebt finde ich es ok auch ein bericht darüber zu schreiben zumal das sehr viele Frauen/Männer betrifft. vielleicht würde ich es nicht so persönlich schreiben sondern neutral, aber gut ist es trotzdem.
    • 's all good, man! 27.08.2015 11:16
      Highlight Highlight Dieser Artikel hier ist doch klar als Meinungsstück der Autorin erkennbar (auch genannt «Kommentar» und im Leadtext steht auch noch «Ein Erfahrungsbericht»).

      Will ja nicht als watson-Fanboy oder «Verteidiger» rüberkommen, aber es sollte eigentlich klar sein, dass dieses Newsportal eine etwas andere Strategie verfolgt und auch ihren Autoren eine Plattform bietet, gesellschaftliche Themen (wie du es ja auch forderst...) aus persönlicher Sicht darzustellen. Wieso schliesst du daraus, dass «heutzutage die Journalisten fast nur noch» über sich selber schreiben würden?
    • Theoretisch 27.08.2015 11:17
      Highlight Highlight Kinder kriegen oder eben nicht IST gesellschaftlich, politisch und kulturell ein Thema. Dieses subjektiv aufgleisen ist eine Stilform, die mitunter mehr Mut braucht als die sogenannt objektive, die eine manchmal ominöse Mehrheit oder Wissenschaftlichkeit für sich beansprucht. Zum Glück schafft es watson, auch mal solche Beiträge in den 'Kopf' des Onlinemediums steigen zu lassen. In der Regel sitzen dort meistens die klassischen Männerthemen (zählt mal auch abgebildete Köpfe nach Geschlecht!) Die (auch klassischen) Frauenthemen sind dann unten in Blogboxen (siehe z.b. TA-online) versorgt.
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  • Dömzger 27.08.2015 10:43
    Highlight Highlight Jedem das Seine. Ich habe drei Töchter und bin sehr gerne Vater und fände das Leben ohne Familie ziemlich trostlos. Wenn das aber andere nicht wollen, so what?
  • Yonni Moreno Meyer 27.08.2015 10:33
    Highlight Highlight Ganz wunderbar ehrlich! Chapeau.
    • Simone M. 27.08.2015 10:40
      Highlight Highlight Jaja, mein kleines Tourette-Thema...

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