Schweiz
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Bundesrat Alain Berset verfolgt die Debatte ueber ein bedingungsloses Grundeinkommen (Volksinitiative) am Mittwoch, 23. September 2015, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Verkündet heute die neuen Prämien: Gesundheitsminister Alain Berset.
Bild: KEYSTONE

Müssen wir bald mehr Krankenkassen-Prämien bezahlen? – Berset gibt heute die neuen Tarife bekannt



Heute Donnerstagnachmittag gibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr bekannt. Laut Schätzungen sollen die Prämien 2016 um 5 bis 6 Prozent ansteigen – und damit noch stärker als 2015.

Um 14.30 Uhr treten Bundesrat Alain Berset und BAG-Direktor Pascal Strupler vor die Medien, um die neuen Prämien zu erläutern. Um wie viel sie steigen dürften, haben Vergleichsdienste errechnet: comparis.ch schätzt einen Anstieg von 4,9 Prozent in der Grundversicherung, bonus.ch geht gar von einer durchschnittlichen Prämienerhöhung von 6,5 Prozent aus.

Für das Jahr 2015 betrug der durchschnittliche Anstieg der Krankenkassenprämien bereits 4 Prozent – dies war der stärkste Anstieg seit 2012.

Eine junge Frau beim Vergleichen verschiedener Krankenkassen-Praemien mit Hilfe von Comparis, aufgenommen am 7. Februar, 2007, in Luzern. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

A young woman compares various rates for health insurance with the Internet-Pricefinder Comparis , captured in Lucerne, Switzerland, on February 7, 2007. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Prämien-Vergleichsrechner comparis.ch.
Bild: KEYSTONE

Junge müssen wohl mehr zahlen

Laut den Vergleichsdiensten müssen wohl vor allem junge Erwachsene künftig tiefer in die Tasche greifen. Auf diese Altersgruppe komme laut Hochrechnung ein Plus von 5,2 Prozent zu, schrieb comparis.ch in einer Mitteilung von vergangenem Donnerstag. Bonus.ch rechnete am Dienstag sogar mit einem Anstieg von 6.7 Prozent.

Zudem gelte: Je höher die Franchise, desto höher der Aufschlag, hiess es bei comparis.ch. Beide Vergleichsdienste gehen zudem davon aus, dass die Prämien in ländlichen geprägten Kantonen der Ost- und Innerschweiz am meisten steigen. In städtischen Kantonen hingegen liege die Erhöhung unter dem Schnitt. Zudem müssten Versicherte mit alternativen Versicherungsmodellen mehr zahlen als solche mit einem Standardmodell.

So kommt die Hochrechnung zustande

Die Hochrechnung von comparis.ch stützt sich auf die provisorischen Prämien von Krankenkassen, bei denen über zwei Drittel der Versicherten die Grundversicherung abgeschlossen haben. Bonus.ch berechnet seine Schätzungen aufgrund von 120'000 Prämien, welche die Versicherungen dem Portal zukommen liessen. Diese Versicherer sollen 60 Prozent der Schweizer Versicherten repräsentieren.

Kommen all diese Faktoren zusammen, könnte der Aufschlag happig werden: «Für manche Versicherten wird es wohl auch in diesem Jahr eine Erhöhung im zweistelligen Prozentbereich geben», schrieb comparis.ch. (dwi/sda)

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