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Nordamerikanische Bonapartemöwe verirrt sich in die Schweiz

Nordamerikanische Möwe verirrt sich in die Schweiz

04.05.2026, 17:1404.05.2026, 17:14

In der Schweiz ist erstmals eine Bonapartemöwe nachgewiesen worden. Ornithologen entdeckten den Vogel, eine nordamerikanische Verwandte der Lachmöwe, am Freitagabend im waadtländischen Préverenges.

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Eine Bonapartemöwe in British Columbia, Kanada.Bild: IMAGO / imagebroker

Zahlreiche Vogelbegeisterte reisten in den vergangenen Tagen an den Genfersee, um den seltenen Gast zu beobachten. Nach einem vielbeachteten Auftritt am Samstag war der Jungvogel am Sonntag verschwunden und zeigte sich am Montag erneut, wie der Ornithologenverein Lausanne (Cercle ornithologique de Lausanne) am Montag mitteilte.

Ob die Möwe bleibt, weiter nach Nordeuropa zieht oder nach Nordamerika zurückkehrt, ist laut Experten unklar. Vermutlich wurde das Jungtier während des Zuges durch starke Winde nach Europa verdriftet. Die Art brütet in Kanada und Alaska und überwintert im Süden der USA und in Mexiko.

Sie ist etwas kleiner als die hier heimische Lachmöwe und an ihrem feinen schwarzen Schnabel sowie den blassrosa Beinen zu erkennen. Im Prachtkleid hat die Bonapartemöwe einen dunkelgrauen oder schwarzen Kopf.

Ihren Namen verdankt die Bonapartemöwe dem französischen Naturforscher Charles Lucien Bonaparte, einem Neffen Napoleons. Ihr Bestand gilt mit bis zu 500'000 erwachsenen Vögeln als ungefährdet. (hkl/sda)

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