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Swiss zeigt sich bei möglichen Flügen nach Iran noch zurückhaltend



Nachdem ein Grossteils der westlichen Sanktionen gegenüber Iran gefallen sind, hoffen Unternehmen wie Staaten auf gute Geschäfte. Eine Voraussetzung dafür wäre eine passable Fluganbindung. Doch aus der Schweiz kommt man weiterhin nur über Umwege nach Teheran.

Bei der Fluggesellschaft Swiss gibt es laut einer Mediensprecherin derzeit keine Pläne Iran direkt anzufliegen. Wie bei allen Destinationen sei dies eine Entscheidung gewesen, die anhand der Nachfragesituation und der Verfügbarkeit von Crews sowie Flugzeugen getroffen worden sei. Vorderhand kommen Reisende aus der Schweiz also nur mit Umsteigen und teils langen Zwischenaufenthalten nach Teheran.

Grundsätzlich wäre es aber möglich einen direkten Flugverkehr zwischen der Schweiz und Iran aufzunehmen. Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) besteht seit 2007 ein Luftverkehrsabkommen mit dem Mullah-Regime.

Die Schweiz überprüft gemäss einer Sprecherin des BAZL regelmässig den Inhalt bestehender Abkommen und passt diese den Entwicklungen der Zivilluftfahrt an. So werde das Abkommen mit Iran derzeit auch überprüft und - falls erforderlich - Verhandlungen angestrebt, um für die Schweizer Aviatik optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

Veraltete iranische Flotte

Sollte andersherum eine iranische Fluggesellschaft Verbindungen in die Schweiz aufnehmen wollen, muss sie dem BAZL zunächst ein Gesuch einreichen. Derzeit gibt es aber laut der Behörde keinen solchen Antrag.

Ohnehin bestehen Sicherheitsbedenken für den Anflug der iranischen Staatsgesellschaft Iran Air auf Ziele in Europa und damit auch die Schweiz. Die Flugzeuge sind - auch als Folge der Sanktionen - häufig technisch veraltet und nicht ordnungsgemäss gewartet.

Die Schweiz orientiert sich bei der Einschätzung über die Sicherheit von Airlines an der «Schwarzen Liste» der EU sowie der Europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA. Dort ist Iran Air bis auf eine kleine Ausnahme aufgeführt und deshalb darf die staatliche Fluggesellschaft des Mullah-Regimes im Moment weder in der EU noch in der Schweiz landen.

Ob diese Beschränkungen angepasst werden, kann das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) derzeit nicht sagen. Die Behörde wird aber laut einer Sprecherin die weitere Entwicklung verfolgen.

Andere Airlines sind schon weiter

Und dennoch: In der internationalen Luftfahrt tut sich in Sachen Iran gerade einiges: So haben bereits zahlreiche Golfairlines ihre Flugfrequenzen in die Islamischen Republik erhöht. Auch europäische Staaten setzen auf eine Wiederbelebung des Direktverkehrs mit Iran. So fliegt zum Beispiel die deutsche Lufthansa, das Mutterhaus der Swiss, ohne Umschweife in das islamische Land.

Ab kommenden Sommer wechselt Lufthansa sogar auf einen grösseren Flugzeugtypen, der zwischen Frankfurt und Teheran eingesetzt werden wird. Neu soll die iranische Hauptstadt zudem auch von München aus angeflogen werden.

Selbst die USA machen in Sachen besserer Verkehrsanbindungen mit Iran vorwärts, obwohl sich die Weltmacht und das Mullah-Regime jahrzehntelang bitter verfeindet waren. Millionen von Iranern in den Vereinigten Staaten erhielten vergangene Woche von Behördenseite die freudige Nachricht, wonach der direkte Flugverkehr zwischen den USA und der Islamischen Republik bald wieder aufgenommen werden könnte. (sda)

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