Schweiz
Luftfahrt

Schweizer F/A-18 kontrolliert russisches Flugzeug über Biel – Moskau beschwert sich

Schweizer F/A-18 kontrolliert russisches Flugzeug über Biel – Moskau beschwert sich

19.10.2015, 18:4019.10.2015, 18:48

Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe hat am Montagvormittag über Biel ein russisches Passagierflugzeug luftpolizeilich überprüft. Im russischen Flugzeug sass eine russische Parlamentarierdelegation auf dem Weg nach Genf.

Moskau beklagte darauf eine bedrohliche Annäherung durch ein französisches Kampfflugzeug. Die russische Maschine war nach Angaben der Regierung in Moskau mit einer Parlamentarierdelegation an Bord im französischen Luftraum in Richtung Genf unterwegs, als sich ein Militärjet gefährlich angenähert habe.

Luftfahrt

Die französische Regierung dementierte umgehend, einer ihrer Kampfjets habe sich einem russischen Passagierflugzeug gefährlich angenähert. Das Aussenministerium erklärte, in den Zwischenfall sei ein Schweizer Flugzeug verwickelt gewesen. Details nannte es nicht. Russland hatte zuvor den französischen Botschafter ins Moskauer Aussenministerium zitiert, um seinen Protest deutlich zu machen.

VBS: «Völlig normales Verfahren»

Tatsächlich war es aber die Schweizer Luftwaffe, die das russische Flugzeug kontrollierte. Das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den «luftpolizeilichen Einsatz über Biel». Es habe sich um ein «völlig normales Verfahren» gehandelt, wie es jedes Jahr oftmals vorkomme. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das Urteil ist da: So lange muss der Ex-SBB-Kadermann ins Gefängnis
Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat am Donnerstag den Hauptangeklagten im SBB-Betrugsprozess zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 7 Monaten verurteilt. Der 54-Jährige habe seinen Arbeitgeber skrupellos ausgenommen, sagte der vorsitzende Richter bei der Urteilseröffnung.
Zur Story