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Luftfahrt

F/A-18-Jet: «10vor10» äussert Verdacht zur Unfallursache

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Schweizer F/A-18 über dem Susten abgestürzt
Die schwarzgefärbte Unfallstelle in felsigem Gebiet der abgestürzten F/A-18 auf dem Sustenpass, aufgenommen am Mittwoch, 31. August 2016.
quelle: keystone / alexandra wey
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Crash des F/A-18-Jets: «10vor10» äussert schrecklichen Verdacht zur Unfallursache

Beim Absturz der F/A-18 im Sustengebiet soll es Hinweise geben, dass die Flugsicherung in Meiringen Fehler begangen hat. Der Pilot der Unglücksmaschine soll eine falsche Höhenangabe erhalten haben.
02.09.2016, 00:0702.09.2016, 06:42
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Nach dem FA/18-Absturz vom Montag hat «10vor10» gestern Recherchen veröffentlicht. Es gebe klare Hinweise, dass es zwischen der Flugüberwachung in Meiringen und dem Pilot zu Kommunikationsproblemen gekommen sei. Gut informierte Quellen sollen das gegenüber dem Nachrichtenmagazin bestätigt haben. 

Konkret soll dem 27-jährigen Piloten der Schweizer Luftwaffe der FA/18 eine falsche Höhenangabe mitgeteilt worden sein. Zwar wurde der Fehler noch bemerkt, doch das tragische Unglück vier Minuten nach dem Start konnte nicht mehr abgewendet werden. 

HANDOUT - Spuren des Ungluecks bei der Unfallstelle in felsigem Gebiet der abgestuerzten F/A-18 auf dem Sustenpass, aufgenommen am Mittwoch, 31. August 2016. Beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets im Sus ...
Spuren des Absturz bei der Unfallstelle im Sustengebiet.Bild: KEYSTONE

Pilot musste sich auf Fluglotsen verlassen

«Die Luftüberwachung ist Gegenstand der laufenden Untersuchung, wie immer», sagt Tobias Kühne, Sprecher der Militärjustiz, in der Sendung «10vor10». «Jetzt aber ermitteln wir die ganze Breite. Das Bild ist noch nicht vollständig.»

Der Pilot befand sich wegen des schlechten Wetters auf einem Instrumentenflug. Das bedeutet, dass er nicht auf Sicht flog, sondern sich von einem Fluglotsen am Boden leiten liess. Gegenüber der «Nordwestschweiz» bestätigte Rober Gaberell, Sprecher der Flugsicherungsgesellschaft Skyguide, bereits am Mittwoch: «Es gab Funksprüche zwischen Flugverkehrsleitern und dem Piloten.»

Jetzt auf

Zum Absturz der F/A-18 C der Schweizer Luftwaffe kam es am Montag im Gebiet Susten. Erst am Dienstagnachmittag wurde das Wrack des Kampfjets gefunden. Nach einer erneuten Suche am Mittwoch fanden die Bergungstrupps schliesslich auch die Leiche des Piloten. (pz/aargauerzeitung.ch/cma)

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45 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Philboe
02.09.2016 06:27registriert Juli 2015
Das eine Medienplattform News so schnell wie möglich verbreiten will ist für mich klar. Doch sehe Ich Watson eigentlich immer als moralischer Fells in der Brandung der 0815 Medien der Schweiz. Vor allem als eine der letzten Medien die wirklich noch mit Objektivität Arbeiten und nicht durch subjektiven Populismus Ihre Auflage steigern wollen. Liebes Watson Team danke für eure Arbeit aber hier finde Ich wird spekulation betrieben und wartet doch vernünftig ab bis alle Fakten da sind danke
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Schreiberling
02.09.2016 00:38registriert Februar 2014
Kann nicht glauben, dass ich auf diesen Clickbait-Titel "hereingefallen" bin. Klar wäre das eine "schreckliche" Ursache, aber das ist es so oder so. Egal ob menschliches Versagen seitens der Piloten oder der Flugsicherung, oder technisches Versagen.

Und überhaupt, wieso wende ich noch die Zeit dazu auf, diesen Mist auch noch zu kommentieren?
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HappyMe
02.09.2016 08:40registriert August 2014
Vor dem Start (!) teilt der Fluglotse dem Piloten das QNH mit, dieser stellt seinen Höhenmesser entsprechend ein und bestätigt dies mit einem Read-Back. Das QNH ändert sich je nach Wetterlage (Hoch, Tief, Front).

Was also sind Kommunikationsprobleme? Vielleicht war das QNH nicht aktuell? Vielleicht wurde der Fluglotse falsch informiert? Vielleicht war der Höhenmesser defekt? Es können viele Gründe zum Unfall geführt haben, also lasst doch bitte die Militärjustiz ermitteln, ehe ihr die Mutmassungen von 10vor10 verbreitet.
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