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Meldungen aus der Luftfahrt: Das und mehr schreiben die Sonntagszeitungen

Mehr Flugpassagiere, keine Kanonen mehr für die Tiger-Flotte und häufige Zwischenfälle bei den Jumbolinos: Luftfahrt-Themen prägen für einmal die Berichterstattung der Sonntagspresse.



80 Millionen Flugpassagiere

Der Bund geht von einem kräftigen Wachstum bei den Schweizer Flughäfen aus. Das Bundesamt für Raumentwicklung prognostiziert, dass die Zahl der Flugpassagiere in der Schweiz bis 2040 auf rund 80 Millionen steigen wird. Das bedeutet einen Anstieg von über 61 Prozent gegenüber der heutigen Zahl von 49.5 Millionen, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» unter Berufung auf einen Bericht des Bundesamtes meldet. Der stärkste Anstieg dürfte der Flughafen Zürich erleben (+71 Prozent), aber auch Genf, Basel und Bern legen kräftig zu. Nur Lugano dürfte laut der Prognose an Passagieraufkommen verlieren.

Kampfjets entwaffnen

A Swiss F-5 Tiger fighter jet (front) is parked as a F/A-18 fighter jet passes by in the background, at the air base of the Swiss air force in Payerne March 25, 2014. Switzerland will vote on a referendum regarding the purchase of new Saab Gripen fighter jets, on May 18, 2014.  REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: TRANSPORT MILITARY POLITICS)

Können bald ohne Kanonen starten: Tiger-Jets der Schweizer Luftwaffe. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Luftwaffenchef Aldo Schellenberg prüft nach Informationen der «Schweiz am Sonntag», bei den Flugzeugen der Tiger-Flotte die Kanonen zu entfernen. Der Grund ist demnach finanzieller Natur: Die Munition für die Geschütze sind nur in grossen Stückzahlen zu günstigen Konditionen erhältlich. Ein Kauf lohnt sich angesichts der baldigen Ausmusterung der Jets womöglich nicht mehr. Der Rüstungskonzern Ruag soll die Entwaffnung prüfen. Ein Entscheid soll aber nicht vor dem kommenden Frühling fallen, wenn im Verteidigungsdepartement grundlegende Fragen zur Kampfflugzeugflotte geklärt werden sollen. Innerhalb der Luftwaffe regt sich laut der Zeitung Widerstand gegen die Entwaffnungs-Pläne.

Neue «Back-Office»-Bank

Die Finanzdienstleister-Gesellschaft SIX prüft, ob sie eine sogenannte Transaktionsbank für die Schweizer Banken betreiben könnte. Dabei gehe es um die Frage, ob die Banken Geschäftsprozesse im Hintergrund, das sogenannte Back Office, zusammenlegen könnten, sagte SIX-Chef Urs Rüegsegger im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». SIX solle als gemeinsame Infrastrukturgesellschaft eine prominentere Rolle einnehmen. Hintergrund solcher Bestrebungen sind Sparüberlegungen und mangelnde Ertragsperspektiven bei den Banken. Viele Fragen zu Umfang, Angebot und technischen Details sind jedoch noch offen.

Keine Strafe für Schützen

ARCHIV --- ZU DEN PLAENEN DER EU-KOMMISSION, SCHWEIZER STURMGEWEHRE ZU VERBIETEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Mann steht am 27. September 2006 mit seinem Sturmgewehr 90 in seiner Wohnung. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)   *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Der Besuch an der Uni Basel mit dem Sturmgewehr hat für einen 24-Jährigen keine Konsequenzen. Bild: KEYSTONE

Ein junger Mann, der Ende August an der Universität Basel einen Polizeieinsatz auslöste, weil er sein Sturmgewehr dabei hatte, kommt straflos davon. Die Militärjustiz kam zum Schluss, dass der 24-Jährige nichts falsch machte, wie die Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» berichteten. Der Mann führte die Waffe mit sich, weil er später noch das Obligatorische schiessen wollte. Als die Polizei ihn antraf, war das Gewehr nicht geladen und der Mann führte wie vorgeschrieben den Verschluss getrennt mit sich.

Zu viele Fitnessstudios

Bei den Fitnessstudios in der Schweiz droht durch die Ausbaupläne der Grossverteiler Migros und Coop ein Überangebot. «Auf die Branche kommen härtere Zeiten zu, die Grossverteiler bringen die Preise durch ihre aggressive Expansion unter Druck», sagte Claude Ammann, Präsident des Schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenter-Verbandes, der «NZZ am Sonntag». Vor allem kleineren Anbieter läuft es laut der Zeitung nicht gut. Es streben deshalb derzeit auch viele Fitnesscenter-Inhaber einen Verkauf an.

Stadt für Flüchtlinge

Der ägyptische Investor Samih Sawiris möchte eine Stadt in Ägypten bauen, um syrischen Flüchtlingen eine Alternative zur Flucht nach Europa zu bieten. «Ich bin immer noch überzeugt, dass es für alle das Beste ist, den Menschen in der Region eine Zukunft zu bieten», sagte Sawiris im Interview mit dem «SonntagsBlick». Als Vorbild für das Städteprojekt nennt er Haram City - eine Stadt mit Billig-Wohnungen, die er bei Kairo aufgebaut hat. 70'000 Menschen leben dort bereits. Eine Wohnung würde 20'000 Euro kosten. Es gebe in Ägypten fünf Millionen Flüchtlinge, von denen laut Sawiris ein Teil in die Stadt ziehen könnten. «Aber warum nicht auch Flüchtlinge, die jetzt zum Beispiel in der Schweiz sind?» Das würde die Schweiz einen Bruchteil von dem kosten, was Flüchtlinge in der Schweiz kosten, sagte Sawiris. Er selbst wolle auf seinen Gewinn verzichten.

«Smell» im Cockpit

Ein Jumbolino der Fluggesellschaft Swiss vollzieht einen Suedanflug auf die Piste 34/16 des Flughafens Zuerich Kloten, am Sonntag, 15. Juli 2012. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Wenn die Piloten die Sauerstoffmaske aufsetzen müssen: Jumbolino im Anflug auf Zürich. Bild: KEYSTONE

Mit dem alternden Kurzstreckenjet der Swiss, Jumbolino, kommt es immer häufiger zu Zwischenfällen. In den vergangenen zwölf Monaten wurde rund ein Dutzend Vorfälle mit dem Flugzeugtyp öffentlich bekannt, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Es seien in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von «Smell» festgestellt worden, teilte eine Sprecherin der Fluggesellschaft der Zeitung mit. Dabei geht es um Öldämpfe im Cockpit. In solchen Fällen fliegen Piloten mit Sauerstoffmasken. Die Jumbolino sind mittlerweile im Durchschnitt rund 17 Jahre alt. Laut der Sprecherin sind die Vorfälle aber zufällig und nicht systembedingt aufgetreten. (kad/sda)

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