Schweiz
Medien

Mitte-Präsident Pfister will Online-Angebot der SRG zurückbinden

Gerhard Pfister, Parteipraesident an der Delegiertenversammlung der Mitte Schweiz, die online via Videokonferenz stattfindet,.am Samstag, 22. Januar 2022 in Volketswil. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Die SRG und ihr Auftrag entstammten dem vordigitalen Zeitalter, meint Gerhard Pfister.Bild: keystone

Mitte-Präsident Pfister attackiert die SRG – und will deren Online-Angebot zurückbinden

19.02.2022, 12:37
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Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG bewegt sich nach Ansicht von Mitte-Parteipräsident Gerhard Pfister mit ihrem Online-Angebot ausserhalb ihres Auftrages. Sie konkurrenziere damit die Plattformen der Zeitungsverlage.

Die SRG und ihr Auftrag entstammten dem vordigitalen Zeitalter, sagte Pfister in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen eine Woche nach der vom Volk verworfenen Vorlage über die Medienförderung. Bevor über weitere Massnahmen zur Förderung privater Medien diskutiert werde, sei der Auftrag der SRG zu klären.

Die Politik müsse prüfen und neu definieren, was der Service public der SRG in einer digitalisierten Welt bedeute. Ihr müssten genauer bestimmte Grenzen auferlegt werden, damit die SRG die privaten Zeitungen im Online nicht dominierten.

Kern des Auftrages müsse eine ausgewogene Berichterstattung im audiovisuellen Bereich sein. Die SRG sei keine Online-Zeitung und dürfe es nicht noch mehr werden. Die Halbierung der SRG-Gebühren, wie sie die SVP vorschlage, sei kontraproduktiv. Sie löse weder das Grundsatzproblem, noch ermögliche sie eine konstruktive Debatte.

Heftige Kritik übt Pfister am Entscheid des SRG-Verwaltungsrates, die Boni für das Kader in den Fixlohn zu integrieren. Damit lasse die SRG jegliche Sensibilität vermissen. Es sei nicht einsichtig, warum die Kaderlöhne in den staatsnahen Unternehmen so hoch sein müssten und diese Manager mehr verdienen sollten als Bundesräte. (viw/sda)

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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mMn
19.02.2022 13:05registriert September 2020
@Pfister du bist von gestern... die meisten unter 35 haben keinen Fernsehanschluss mehr bzw. konsumieren es nicht. Gibt es kein entsprechendes Onlineangebot, wird SRG die Jugend nicht mehr erreichen. Das kann nicht im Sinne der Demokratie sein.
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Magnum
19.02.2022 13:17registriert Februar 2015
Oh Mann, Pfister. Das Problem für Schweizer Medien ist definitiv nicht das Online-Angebot der SRG. Das Problem liegt im Abfluss von Werbegeldern zu Anbietern wie Google, Facebook, YouTube.

Populistisch gegen die SRG zu schiessen und damit auf der Welle nach dem Nein zum Mediengesetz surfen zu wollen, ist so billig wie opportunistisch. Und zeugt von wenig Verantwortungsbewusstsein.
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s'Paddiesli
19.02.2022 13:13registriert Mai 2017
Da heisst es immer, die Digitalisierung müsse voran gehen, und Fernsehen sei ein Auslaufmodell.
Für mich gehört es zum Service Public der SRG dazu, diesen Wandel mitzumachen.
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