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Exemplare verschiedener Sonntagszeitungen liegen auf einem Tisch, aufgenommen in Zuerich, am Mittwoch, 30. Januar 2013. Die beiden Sonntagszeitungen

Hier ein überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. Bild: KEYSTONE

Run auf 1000er-Noten, «Pulverfass» Como, dreiste Call-Center – das schreibt die Sonntagspresse

Die gestrandeten Flüchtlinge und Migranten in Como waren ein grosses Thema in der Sonntagspresse. Ebenfalls viel zu reden gab ein mögliches Burka-Verbot und die frisch eingereichte Selbstbestimmungsinitiative der SVP. Ein Überblick in unbestätigen Meldungen:



Run auf 1000er-Noten

Die Angst vor Negativzinsen lässt die Nachfrage nach 1000-Franken-Noten in die Höhe schiessen. Sie ist so gross wie noch nie in den vergangenen dreissig Jahren. Allein im Mai wurden Tausendernoten im Wert 45 Milliarden Franken ausgegeben, wie die Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtete. Der Chef der Genfer Kantonalbank, Blaise Goetschin, führt den Ansturm direkt auf die Furcht vor Negativzinsen zurück. Anstatt das Ersparte um 0,75 Prozent Minuszins geschmälert zu sehen, horteten Leute lieber Bargeld in Koffern.

Bundles of bank notes of 1000 Swiss Francs at the bank vault of the

Immer mehr Menschen horten 1000er-Noten. Bild: KEYSTONE

Zahl der Asylsuchenden könnte zunehmen

Das Staatssekretariat für Migration rechnet nach einem internen Lagebericht damit, dass die Schweiz für Asylsuchende und Migranten wieder vermehrt zu einem Zielland werden könnte. Das berichtet die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf einen «Lageupdate» vom 9. August an die Kantonsregierungen. Derzeit beabsichtigen viele der an der Südgrenze zu Italien wartenden Flüchtlinge, durch die Schweiz nach Deutschland zu reisen. Weil das immer schwieriger wird, könnten die Menschen geneigt sein, in der Schweiz Asyl zu suchen, lautet die Befürchtung. Wie der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi bestätigt, werden mittlerweile auch Menschen abgewiesen, die ein Asylgesuch stellen wollen. Dies passiert, wenn die Grenzwache vermutet, dass das Gesuch ein Vorwand ist, um später nach Deutschland weiterzureisen.

Schweiz will sich um Flüchtlinge in Como kümmern

Die in Como gestrandeten Flüchtlinge sollen nach Auskunft des italienischen Botschafters in der Schweiz, Marco Dal Panta Ridolfi, «sobald als möglich» angemessen betreut werden. Das Land sei auf die Zunahme der Flüchtlingszahl im italienischen Ort nahe der Schweizer Grenze nicht vorbereitet gewesen, sagte der Botschaft der «NZZ am Sonntag». Dass dort hunderte Menschen oft im Freien leben, hat damit zu tun, dass die Schweiz sie nicht in den Norden weiterreisen lässt und sie zurückweist, wenn sie in Italien registriert sind. Der Botschafter attestiert der Schweiz, dass sie sich an die Regeln im Dublin-Abkommen hält. Er kritisiert jedoch die Regeln: Sie benachteiligten die Länder an den EU-Aussengrenzen wie Italien. Alle EU-Staaten müssten sich an der Lösung der Flüchtlingskrise beteiligen. Die Schweiz kann unter anderem deshalb mehr Flüchtlinge nach Italien zurückschicken, weil das Land mittlerweile rund 90 Prozent von ihnen registriert.

ZUR SDA-REPORTAGE UBER DIE TESSINER FREIWILLIGEN, WELCHE SICH UM ABGEWIESENE MIGRANTEN IN COMO KUEMMERN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 8. AUGUST 2016 FOLGENDE THEMENBILDER ZUR VERFUEGUNG. - Fluechtlinge aus Eritrea haben sich in einem Park wenige hundert Meter vom Bahnhof von Como niedergelassen und warten auf eine Weiterreise in die Schweiz, am Dienstag, 2. August 2016, in Como, Italien. (KEYSTONE/TI-PRESS/Francesca Agosta)

Ausnahmezustand in Como: Hunderte Flüchtlinge campen im Freien. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Rösti vergleicht Como mit «Pulverfass»

SVP-Präsident Albert Rösti begrüsst zwar, dass deutlich mehr Asylsuchende und Migranten an der Grenze im Tessin zurückgewiesen werden, dennoch zeigt er sich «alles andere als zufrieden». «Die Grenze ist nicht wirklich geschlossen. Wer Asyl verlangt, muss aufgenommen werden», sagte der Berner Nationalrat der «Schweiz am Sonntag». Die Situation gleicht seiner Ansicht nach einem «Pulverfass»: Schlepper und NGO würden den Menschen bald zeigen, wie sie sich verhalten müssten, damit sie Asyl erhielten. «Dann muss man sie aufnehmen.» Für die schärferen Kontrollen lobt Rösti SVP-Bundesrat Ueli Maurer, dem als Finanzminister das Grenzwachtkorps untersteht.

Gegenwind für Selbstbestimmungsinitiative

Die frisch eingereichte Selbstbestimmungsinitiative der SVP sollte nach Ansicht der Zürcher Rechtsprofessorin Helen Keller vom Parlament für ungültig erklärt werden. Nach Kellers Argumentation verstösst die Initiative gegen die sogenannten «Einheit der Materie», was bedeutet, dass sie mehrere Gegenstände gleichzeitig berührt. Die Initiative sei so umfassend, das sie einer Totalrevision der Verfassung gleichkomme, argumentiert Keller. Sie ist auch auch Richterin am Gerichtshof für Menschenrechte, den die SVP ausschalten will. Darüber berichteten die Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag». Für den «Vater» der Initiative, SVP-Nationalrat und Rechtsprofessor Hans-Ueli Vogt, ist Kellers Argumentation «absurd».

Weiterer SP-Mann sympathisiert mit Burka-Verbot

Der Waadtländer SP-Staatsrat Pierre-Yves Maillard hat sich indirekt für eine Beschränkung des islamischen Ganzkörperschleiers in der Schweiz ausgesprochen. In Bezug auf ein Burka-Verbot, wie es eine Volksinitiative von SVP-nahen Kreisen anstrebt, sagte er der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche»: «Ich werde nicht zu jenen gehören, die diese Initiative bekämpfen.» «Das Parlament täte gut daran, diese Frage zu regeln und damit eine Abstimmung zu vermeiden, über deren Ergebnis es kaum gross Zweifel geben dürfte.» Es sei heute unbestritten, dass die Freiheiten des Gewissens und des Verhaltens attackiert würden durch Bewegungen, die vor Gewalt und Mord nicht zurückschreckten. Die Linke müsse sich diesem Kontext anpassen und sie müsse sich fragen, was Frauen nütze, statt grenzenlose Toleranz zu predigen. Manchmal seien es «Verbote, die befreien»

Grünliberale würden Fehr aufnehmen

Die Grünliberalen hätten nichts dagegen, dem Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr, der mit seinen Positionen – jüngst mit der Forderung nach einem Burkaverbot – öfters in Konflikt mit seiner Partei gerät, in ihren Reihen Asyl zu bieten. «Von seinem politischen Profil her würde er gut zu uns passen», sagte der Präsident Zürcher GLP-Sektion, Thomas Maier, der «NZZ am Sonntag». «Würde Mario Fehr bei uns anklopfen, bliebe die Tür sicher nicht zu,» sagte der nationale GLP-Präsident Martin Bäumle. Fehr sagte der Zeitung, ein Parteiwechsel sei nicht sein Ziel.

Der zuercher Regierungspraesident Mario Fehr, rechts, spricht zu einem Journalisten anlaesslich des Auslandbesuchs von Winfried Kretschmann, Ministerpraesident Baden-Wuerttemberg, (nicht auf dem Bild), aufgenommen am Freitag, 24. Juni 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Erntete Kritik von seiner eigenen Partei: Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr. Bild: KEYSTONE

Missachtet die Churer Regierung den Volkswillen?

«200'000 Franken sind genug», hiess die Volksinitiative, die das Stimmvolk in Chur annahm und damit den Lohn seiner Regierung auf besagte 200'000 Franken beschränkte. Dennoch werden die drei Amtsträger nach 2017, wenn die Regelung in Kraft tritt, mehr verdienen, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Grund ist die Aufsicht über drei Ämter, welche die Regierungsmitglieder von der Region Plessur übernahmen. Diese Aufgabe, die direkt mit ihrem Amt verbunden ist, lassen sich die drei Regierungsmitglieder mit je zwischen 15'000 und 20'000 Franken pro Jahr vergüten. Der St.Galler Arbeitsrechtsprofessor Thomas Geiser hält diese Regelung für «sehr ungeschickt» und räumt einer Bürgerklage durchaus «Chancen auf Erfolg» ein.

Fedpol greift YouTube unter die Arme

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) greift dem Online-Videoportal YouTube bei der Sperrung dschihadistischer Terror-Videos unter die Arme. Jede Woche würden mehrere Fälle von Gewalt- und Propagandavideos gemeldet, sagte eine Fedpol-Sprecherin der «NZZ am Sonntag». Besonders «im Bereich des dschihadistischen Terrorismus» sei man aktiv. Gemeldet würden Inhalte, die gegen Schweizer Recht verstossen. Mittlerweile hat das Bundesamt den Status eines «Trusted flagger» bei YouTube, was bedeutet, dass das Unternehmen des Google-Konzerns Alphabet die Meldungen prioritär behandelt. Über eine Löschung entscheidet jedoch YouTube selbst.

Immer dreistere Call-Center

Call-Center greifen nach Angaben der Westschweizer Konsumentenorganisation FRC zu immer dreisteren Methoden. Zuletzt gingen bei der Organisation Meldungen ein, wonach Anrufe unter in der Schweiz im Gebrauch stehenden Nummern eingehen. Damit versuchten die häufig im Ausland ansässigen Call-Center glaubwürdiger zu erscheinen, berichtete die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». FRC verweist darauf, dass es sehr kompliziert sei, diese Praxis zu unterbinden, weil sich die Call-Center im Ausland befänden. Alle möglichen Nummern zu sperren, sei auch kein gangbarer Weg, weil man dann irgendwann von niemandem mehr angerufen werden könne.

SBB wartet auf Bombardier-Lieferung

Die SBB wartet weiter auf ihre 59 neuen Doppelstöcker von Bombardier. Einst für Ende 2013 vorgesehen, werden die Züge laut SBB im Jahr 2017 in Betrieb genommen. Je nach Lesart der früherer Ankündigungen der SBB und des Herstellers entspricht dies einer weiteren Verzögerung, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» meldete. Einst war die Hoffnung, sie könnten Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Unter Berufung auf Insider berichtet die Zeitung, dass aber auch ein Termin Anfang 2017 nicht mehr zu Disposition stehe. Die SBB will keinen Termin bekanntgeben.

Und natürlich auch überall ein Thema: Die 25. Street-Parade!

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