Schweiz
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ZUR SDA-REPORTAGE UBER DIE TESSINER FREIWILLIGEN, WELCHE SICH UM ABGEWIESENE MIGRANTEN IN COMO KUEMMERN, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG 8. AUGUST 2016 FOLGENDE THEMENBILDER ZUR VERFUEGUNG. - Fluechtlinge aus Eritrea haben sich in einem Park wenige hundert Meter vom Bahnhof von Como niedergelassen und warten auf eine Weiterreise in die Schweiz, am Dienstag, 2. August 2016, in Como, Italien. (KEYSTONE/TI-PRESS/Francesca Agosta)

Eritreischer Flüchtlinge schlafen in einem Park in Como. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Deutlich weniger Asylgesuche von Eritreern im Juli



In der Schweiz sind im Juli 2477 Asylgesuche eingereicht worden. Das sind zwar 6,4 Prozent mehr als im Juni, aber gut ein Drittel weniger als im Juli 2015. Dieser Rückgang ist auf die tiefere Zahl eritreischer Asylsuchender zurückzuführen.

Deren Gesuche nahmen um 1392 ab, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Im Juli 2015 hatten 2130 Eritreer ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Gegenüber dem Vormonat Juni baten aber gleichwohl mehr Menschen aus Eritrea um Asyl (+226).

Das SEM macht für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr mehrere Gründe geltend: In den ersten sieben Monaten habe sich die Zahl der Eritreerinnen und Eritreer, die über das zentrale Mittelmeer Süditalien erreichen, im Vergleich zu 2015 halbiert, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Daneben hat im laufenden Jahr ein Drittel der Eritreer bereits in Italien ein Asylgesuch gestellt, 2015 waren es fünf Prozent. Ebenso registriere auch Deutschland eine steigende Zahl eritreischer Asylsuchender.

Bund passt Asylpraxis an

Das wichtigste Herkunftsland von Asylsuchenden im Juli blieb aber Eritrea mit 738 Gesuchen, gefolgt von Somalia und Nigeria mit je 197 Gesuchen. Weitere wichtige Länder sind Afghanistan und Äthiopien.

Noch kaum Auswirkungen dürfte die Ende Juni angekündigte neue Asylpraxis für Eritrea gehabt haben. Wer noch nie für den eritreischen Nationaldienst aufgeboten, davon befreit oder aus dem Dienst entlassen wurde, soll nicht mehr als Flüchtling anerkennt werden. Ohnehin ist die Änderung von beschränkter Tragweite und betrifft voraussichtlich wenige hundert Personen pro Jahr.

406 Personen erhielten Asyl

Das SEM erledigte im Juli 2378 Asylgesuche in erster Instanz. Auf der Grundlage des Dublin-Abkommens fällte es 632 Nichteintretensentscheide. 406 Personen erhielten Asyl, und 456 Personen wurden vorläufig aufgenommen.

746 Personen haben im April die Schweiz kontrolliert verlassen, wie das SEM weiter schreibt. Bei 1070 Personen hat die Schweiz einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 364 Personen wurden in den zuständigen Dublin-Staat überführt. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um die Übernahme von 338 Personen ersucht, 35 Personen wurden der Schweiz überstellt. (leo/sda)

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