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Pro Juventute: Das sind die häufigsten Sorgen der Schweizer Jugendlichen

Mädchen sind anfälliger auf Stressoren und Ängste als Jungen.
Mädchen sind anfälliger auf Stressoren und Ängste als Jungen.Bild: Shutterstock

Neue Studie zeigt: Das sind die häufigsten Sorgen der Schweizer Jugendlichen

16.03.2026, 16:41

Kinder und Jugendliche blicken mit Sorgen auf die Welt und in die Zukunft. Das hat die zweite Jugendstudie von Pro Juventute ergeben. Ihr zufolge stehen junge Migrantinnen unter besonders starker Belastung.

Mit 88 Prozent gab eine grosse Mehrheit der befragten jungen Menschen an, sich psychisch wohlzufühlen, wie die Schweizer Stiftung am Montag mitteilte. Gleichzeitig bestätigten sich die Befunde der ersten Jugendstudie, wonach sich zum Zeitpunkt der Befragung ein Zehntel in psychotherapeutischer Behandlung befand.

Stress in der Schule und der Ausbildung löste erneut am meisten Druck aus. Gegenüber der ersten Erhebung von 2024 sorgten sich die Befragten zunehmend wegen ihrer beruflichen Zukunft. Ein Drittel gab an, von der Schule und in der Ausbildung nicht gut auf das Leben vorbereitet worden zu sein.

Ebenfalls stark zugenommen hätten Sorgen wegen Kriegen: Vierzig Prozent fühlten sich dadurch belastet. Bei der ersten Befragung lag der Anteil noch bei 25 Prozent.

Mädchen reden häufiger über Probleme

Gemäss der Studie geht es Mädchen und Frauen deutlich schlechter als männlichen Befragten: Sie seien stärker von Stress und Sorgen wegen der eigenen Zukunft und globaler Entwicklungen betroffen. Dabei würden sie häufiger über ihre Probleme sprechen als männliche Befragte.

Grosse Unterschiede zeigten sich auch zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Befragten, deren beide Elternteile aus der Schweiz stammen. Erstere litten stärker unter Druck in der Schule und zu Hause und berichteten häufiger von Geld- und Zukunftssorgen. Auch von Diskriminierung waren Jugendliche mit Migrationshintergrund häufiger betroffen.

Hälfte hat Mühe, das Handy wegzulegen

Gleichzeitig gaben weniger Junge an, eigene Probleme selbst lösen zu können. Bei Problemen gab jede zehnte befragte Person an, sich für Hilfe an eine Künstliche Intelligenz zu wenden. Ähnlich viele von ihnen suchten Unterstützung bei Fachstellen und Beratungsangeboten.

26 Prozent der Befragten meinten, dass sich soziale Medien oder Games positiv auf ihre Stimmung auswirken. Etwa ein Viertel gab an, digitale Medien trotz negativer Folgen weiter zu nutzen, und jede fünfte Person schätzt den eigenen Medienkonsum als problematisch ein. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen hat Mühe, das Handy wegzulegen, obwohl man es eigentlich möchte.

Pro Juventute führte die Jugendstudie bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich durch. Dabei wurden fast tausend Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren zu ihrem psychischen Befinden und Medienverhalten befragt. (pre/sda)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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LiquidIce
16.03.2026 17:16registriert Juli 2018
Mich würde interessieren, weshalb das Verhältnis zwischen Frauen und Männern bei vielen Faktoren (innerhalb der Stressoren und Sorgen) so unterschiedlich ist. Frauen machen sich in der Regel deutlich mehr Sorgen als Männer und weisen auch häufiger eine schlechtere psychische Gesundheit auf. Das hängt sicher aber zusammen, dass Männer ihre Probleme deutlich weniger ansprechen, wodurch die Zahlen verzerrt sein können.

Auch interessant, dass die sozialen Medien nicht als so grosser Stressor wahrgenommen werden. Diesen Stressor hätte ich deutlicher weiter oben erwartet.
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Schlaf
16.03.2026 16:55registriert Oktober 2019
26 Prozent der Befragten meinten, dass sich soziale Medien oder Games positiv auf ihre Stimmung auswirken.

Wo ist der Sinn dahinter versteckt, gamen und soziale Medien in den gleichen Topf zu werfen??

Interessant finde ich, dass die jungen Frauen weniger Angst vor dem Klimawandel und vor der steigenden Gewalt/Straftaten haben, wie die jungen Männer.
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Freiheit und Toleranz
16.03.2026 17:13registriert Oktober 2018
Da die Studie gemäss Artikel bereits dass 2. Mal durchgeführt wurde, wäre interessant in den Grafiken danebenstehend die Werte von früher zu sehen.
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