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SBB präsentieren Fahrplan 2027 – das ist alles neu

Einblicke in den neuen IR-Dosto der SBB vor seiner ersten kommerziellen Fahrt im Hauptbahnhof in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 7. Juli 2023. (KEYSTONE/Ennio Leanza).
Die SBB präsentieren den neuen Fahrplan für 2027.Bild: KEYSTONE

SBB präsentieren Fahrplan 2027 – das soll sich alles ändern

21.05.2026, 09:1821.05.2026, 09:50

Die SBB haben am Donnerstagmorgen den Fahrplanentwurf 2027 vorgestellt. Nach dem grossen Angebotsausbau im Dezember 2025 in der Nordwestschweiz bringt der nächste Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 punktuelle Verbesserungen, insbesondere für Freizeitreisende.

Die wichtigsten Neuerungen in der Übersicht.

Nationale Verbindungen

  • Luzern–Zürich HB–Konstanz
    Auf dem IR75 zwischen Luzern und Zürich HB erhalten Pendlerinnen unter der Woche künftig mehr Sitzplätze. Dafür wird der IR75 nicht mehr durchgehend bis Konstanz geführt; in Zürich HB ist neu ein Umstieg nötig.
  • Zürich HB–Schaffhausen
    Auf dem RE48 zwischen Zürich HB und Schaffhausen sind ab dem nächsten Fahrplanwechsel die neuen IR-Dosto-Züge (RABe512) unterwegs.
  • Zürich HB–Bern–Bern Europaplatz
    Der Zusatz-IC mit Abfahrt um 6.49 Uhr in Zürich HB nach Bern (Ankunft 7.50 Uhr) verkehrt nächstes Jahr testweise weiter bis Bern Europaplatz (Ankunft 08.00 Uhr). Mit der Direktverbindung über den Bahnhof Bern hinaus gelangen die Reisenden ohne Umsteigen in den Westen der Stadt
  • Bern–Brig
    Einzelne Zusatz-IC-Verbindungen von Bern nach Brig an Samstagen in der Wintersport- und Herbstsaison halten nächstes Jahr testweise in Frutigen. Dadurch ergibt sich für die Reisenden eine schnelle Direktverbindung von Bern ins Kandertal.
  • Nationales Nachtangebot
    Bei weiterhin guter Nachfrage sollen die Nachtverbindungen an den Wochenenden auf den Strecken Bern–Olten–Zürich HB(–Zürich Flughafen) sowie Fribourg/Freiburg–Lausanne–Genève-Aéroport, Sion–Lausanne–Genève-Aéroport und Biel/Bienne–Lausanne mit Anschluss nach Genève-Aéroport weiterbetrieben werden. Weitere Infos zum Nachtangebot gibt es hier.

Internationale Verbindungen

  • Schweiz – Italien
    Neu gibt es zwei (statt bisher einer) täglichen Direktverbindungen pro Richtung zwischen Zürich und Venedig: Eine bisherige Verbindung nach Lugano wird neu nach Venedig verlängert. Dafür endet der heutige Zug Basel–Luzern–Mailand neu in Lugano, da nicht genügend Trassen zur Verfügung stehen. In der Gegenrichtung bleibt die Direktverbindung Mailand–Basel via Luzern bestehen. Der tägliche Zug von Zürich nach Florenz fährt künftig nur noch bis Bologna und verkehrt während der Sommersaison bis Rimini. Die Verbindung von Zürich über Genua nach La Spezia verkehrt neu täglich, die saisonale Verlängerung am Wochenende nach Livorno entfällt hingegen.
  • Schweiz–Frankreich
    Ab dem 5. April 2027 gibt es wieder drei tägliche TGV-Verbindungen pro Richtung von Lausanne über Genf nach Paris. Die neue Verbindung verkehrt unter der Woche täglich einmal, am Wochenende zweimal pro Richtung.
  • Schweiz–Deutschland
    Zwischen Zürich und Stuttgart erhalten die IC-Züge auf dem deutschen Abschnitt mehr Fahrzeitreserve, was zu mehr Pünktlichkeit führen soll.
  • Internationaler Nachtverkehr
    Ab dem Fahrplanwechsel ist auch auf der Strecke Zürich–Amsterdam der Einsatz der Nightjets der neuen Generation geplant. Damit profitieren die Reisenden nach Hamburg (seit Dezember 2025) und Wien (ab Juni 2026) künftig auf drei Strecken von mehr Komfort bei der Fahrt über Nacht.

Definitiver Fahrplan wird im Dezember publiziert

Das Bundesamt für Verkehr legt vom 22. Mai bis 9. Juni 2026 den Fahrplanentwurf 2027 auf der öv-info.ch-Webseite «Fahrplan-Entwurf» zur Vernehmlassung auf. Via Onlineformular können Meinungen und Anliegen an die kantonalen Stellen übermittelt werden, die für den öffentlichen Verkehr zuständig sind.

Auch sonst sind noch Änderungen gegenüber dem nun publizierten Fahrplanentwurf möglich. Der definitive Fahrplan wird vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 publiziert. (ome)

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Unerwartete Todesfälle am Universitätsspital Zürich: Maisanos Argumente ziehen nicht
Ans Unispital Zürich seien mehr komplexe Fälle zugewiesen worden, was die Sterblichkeit erhöhe, behauptet Francesco Maisano. Der Untersuchungsbericht hat eine klare Antwort auf die These. Derweil laufen die strafrechtlichen Ermittlungen an.
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