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Dieser kleine Elektro-Skoda wird alle Verkaufsrekorde pulverisieren

Der Skoda Epiq ist der dritte von vier neuen Elektro-Kleinwagen des VW-Konzerns.
Der Skoda Epiq ist der dritte von vier neuen Elektro-Kleinwagen des VW-Konzerns. bild: Skoda/IvoHercik.com

Dieser kleine Elektro-Skoda dürfte alle Verkaufsrekorde pulverisieren

Die grösseren E-Autos von Skoda sind längst Verkaufshits. Nun bringen die Tschechen ihr Elektro-Einstiegsmodell an den Start. Was den Epiq von seinen VW-Konzernbrüdern unterscheidet und was er kostet.
20.05.2026, 13:4720.05.2026, 16:19
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Man kann dem VW-Konzern viel vorwerfen – zum Beispiel, dass er Trends verschlafen hat oder dass das Design der bisherigen E-Autos zumindest bei der Kernmarke in der nachträglichen Betrachtung tendenziell nicht so recht den Geschmack der Kunden getroffen hat.

Aber dass man es mit dem neuen Aufschlag mit gleich vier Kleinwagen-Modellen von drei Marken womöglich nicht ernst meint, kann man wirklich nicht behaupten. Mit dem Skoda Epiq startet nach Cupra Raval und ID. Polo (samt GTI-Ableger) der Dritte im Bunde. Obwohl alle aus der gleichen Fabrik im spanischen Pamplona rollen und auf der gleichen technischen Plattform basieren, sind sie eigenständig gestaltet und wirken nicht wie Klone mit geändertem Markenlogo.

Skodas neues Elektro-Einstiegsmodell

Der 4,17 Meter lange Epiq (gut 12 cm länger als Raval und ID. Polo) markiert das elektrische Einstiegsmodell von Skoda unterhalb von Elroq und Enyaq.

Klare Linien: Das Heck ist markentypisch gestaltet; der Kofferraum sehr geräumig.
Klare Linien: Das Heck ist markentypisch gestaltet; der Kofferraum sehr geräumig. bild: Skoda/IvoHercik.com

Erstmals kommt die neue Designsprache vollständig zum Einsatz: Das sogenannte «Tech Deck»-Gesicht in Hochglanzschwarz bekommt eine T-förmige Lichtsignatur. Markant sind auch die unteren vertikalen Lufteinlässe, die ein wenig an den klassischen Kühlergrill von Jeep erinnern. Kurze Überhänge, viele glatte Flächen an den Seiten und ein markentypisches Heck, das an den Lampen wieder die T-förmige Lichtsignatur aufgreift, lassen den Epiq eigenständig wirken und ihn nahtlos in die vorhandene Modellpalette rutschen.

Der Innenraum

In der Mitte des Armaturenträgers thront ein 13 Zoll grosser Screen. Dahinter steckt Googles Android-Betriebssystem, der Startbildschirm wurde neu gestaltet. Smartphones sollen sich nahtlos integrieren lassen und künftig auch als Fahrzeugschlüssel dienen. Mittels Plug&Charge werden Ladevorgänge künftig ohne Ladekarte direkt übers Auto gestartet und bezahlt. Hinter dem Lenkrad befindet sich ein kleineres Display, wichtige Funktionen können auch über eine Schalterleiste unterhalb der mittleren Lüftungsdüsen (die denen des ID. Polo ähneln) und über das Lenkrad gesteuert werden.

Reduzierter Armaturenträger mit grossem Display, Tasten für die wichtigsten Funktionen und ein optionales Glasdach.
Reduzierter Armaturenträger mit grossem Display, Tasten für die wichtigsten Funktionen und ein optionales Glasdach. bild: Skoda/IvoHercik.com
Der Innenraum ist Skoda-typisch von vorn bis hinten funktional gestaltet.
Der Innenraum ist Skoda-typisch von vorn bis hinten funktional gestaltet.bild: skoda

Leder ist nicht erhältlich, stattdessen gibt es auf Wunsch ein Lederimitat aus Recyclingmaterial. Auch die Stoff-Sitzbezüge sind aus recyceltem Polyester. Ein optionales Panorama-Glasdach schafft ein luftiges Raumgefühl, zudem sind typische Skoda-Lösungen wie das Regenschirmfach in der Tür, der Parkscheinhalter in der Scheibe und andere Detaillösungen an Bord. Der Kofferraum bietet 475 Liter Kapazität. Hinzu kommt ein 25 Liter grosser Frunk, in den etwa das Ladekabel passt. Letzteres haben ID. Polo und Cupra Raval nicht.

Blick in den Kofferraum: 475 Liter passen in das Ladeabteil – unter dem Ladeboden ist Platz für Kleinkram. Umgeklappt sind es 1345 Liter.
Blick in den Kofferraum: 475 Liter passen in das Ladeabteil – unter dem Ladeboden ist Platz für Kleinkram. Umgeklappt sind es 1345 Liter. bild: Skoda/IvoHercik.com

Antriebe und Reichweiten

Drei Leistungsstufen und zwei Akkugrössen sind analog zu ID. Polo und Raval beim Epiq erhältlich: Die Motoren bringen 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) an die Vorderachse – die sportliche Speerspitze mit 226 PS wie bei Cupra und VW bleibt dem Skoda zunächst versagt. Bis zu 160 km/h Spitzengeschwindigkeit sind möglich.

Die kleine Batterie hat eine Kapazität von 38,5 kWh (37,5 kWh netto) und nutzt Lithium-Eisen-Phosphat-Chemie (LFP). Der grössere Akku bietet eine Bruttokapazität von 55 kWh (51,5 kWh netto) und verfügt über Nickel-Mangan-Kobalt-Chemie (NMC). Das sind in der Kleinwagenklasse übliche Werte. Den Verbrauch gibt Skoda mit 13,0 kWh an, ebenfalls ein guter Wert. Skoda profitiert hier von den neuen, effizienteren E-Motoren aus dem Volkswagen-Konzern, die auch im ID. Polo und Cupra Raval zum Einsatz kommen.

Bis zu 310 Kilometer Reichweite sollen beim kleinen LFP-Akku möglich sein, beim grossen sind es bis zu 440 Kilometer. Schnellladen ist in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent möglich, am Wechselstrom sind 11 kW das Maximum. Erstmals ist auch das sogenannte One-Pedal-Driving bei einem Skoda eingebaut: Durch eine einstellbare Rekuperation (Energierückgewinnung) kann der Epiq bis zu vollständigem Stillstand verzögern, indem nur das Fahrpedal losgelassen wird.

Bidirektionales Laden

Auch externe Elektrogeräte und Energiespeicher können angeschlossen und geladen werden (V2L, V2H und V2G). Mit einer entsprechenden Wallbox kann der Epiq also wie andere Volkswagen-Modelle Strom zurück ins Netz speisen.

Eine Wärmepumpe ist optional erhältlich, ebenso eine Anhängerkupplung: Je nach Motorisierung kann der Epiq bis zu 1200 Kilogramm ziehen.

Platz fürs Kabel: Im Frunk unter der Fronthaube sind rund 25 Liter Stauraum.
Platz fürs Kabel: Im Frunk unter der Fronthaube sind rund 25 Liter Stauraum.

Assistenzsysteme

Bei den Assistenten sind neben den üblichen und mittlerweile in grossen Teilen vorgeschriebenen Helferlein wie Frontaufprallwarner, Spurverlassenswarner oder Verkehrszeichenerkennung auch weitere Systeme wie der optionale «Travel Assist» mit adaptivem Tempomat und Lenkhilfen erhältlich. Er reagiert auch auf rote Ampeln und bringt das Auto entsprechend zum Stehen. Später ist auch ein Parkassistent erhältlich, der auf Wunsch das Auto per trainierte Manöver selbstständig in die Garage zirkelt.

Preise und Verfügbarkeit

Skoda Epiq: Die Preise starten bei knapp 26'000 Franken.
Skoda Epiq: Die Preise starten bei knapp 26'000 Franken. bild: skoda

Los geht es beim Epiq 35 zu Preisen ab 25'900 Franken. Diese Einstiegsversion soll dem Hersteller zufolge ab dem Marktstart im September bestellbar sein. Damit kostet der Epiq genau 1000 Franken mehr als der 12 Zentimeter kürzere VW ID. Polo. Schon jetzt ist der Epiq «Essence» 55 mit 211 PS ab 37'800 Franken bestellbar, die Variante Epiq 40 kostet ab 29'100 Franken. Zum Start gibt es zudem eine limitierte «First Edition» mit erweiterter Ausstattung und eigenen Designelementen. Sie kostet exakt 40’000 Franken.

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