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Gaza-Proteste: Polizei räumt besetztes Gebäude an der Uni Bern

Gaza-Proteste: Polizei räumt besetztes Gebäude an der Uni Bern

Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen die besetzten Teile an der Uni Tobler in Bern geräumt. Die Aktivistinnen und Aktivisten hätten keinerlei Widerstand geleistet, sagte eine Beteiligte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
15.05.2024, 05:1915.05.2024, 06:37
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Die 30 anwesenden Besetzerinnen und Besetzer verliessen um etwa 5 Uhr früh das Gebäude und folgten damit einer Aufforderung der Polizei. Das berichtete ein Korrespondent von Keystone-SDA vor Ort.

Rund 60 Personen, zum Teil mit Palaestina Fahnen bewehrt, besetzen Raeumlichkeiten der Universitaet Bern, im Gebaeude der Unitobler, der ehemaligen Schokoladefabrik Tobler, am Sonntag, 12. Mai 2024 in ...
Die Polizei begann am Mittwochmorgen mit der Räumung der besetzten Räume.Bild: keystone

Ein Polizeisprecher bestätigte zunächst nur den Einsatz. Weitere Informationen stellte er für später in Aussicht. Medienschaffende hatten keinen Zugang zum Campus. Im Freien skandierten die Aktivisten Pro-Palästina-Parolen. Kurz darauf zogen sie ab.

Verstrichenes Ultimatum

Die Besetzer hatten zuvor ein Ultimatum der Universität Bern verstreichen lassen. Die Leitung der Hochschule hatte die Situation am Montag als inakzeptabel bezeichnet. Sie sei verpflichtet, den Studienbetrieb vollumfänglich zu gewährleisten und dulde keine Einschüchterung von Uni-Angehörigen.

Mehrere Dutzend Aktivisten und Aktivistinnen hatten am Sonntagabend mehrere Räume der Uni Tobler im Länggassquartier in Beschlag genommen, darunter die Mensa. Sie hatten zu einem «akademischen Boykott israelischer Institutionen» aufgerufen. Die Uni wollte davon nicht wissen. Sie toleriere keine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit durch aktivistische Kreise.

(sda/con)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Z02han
15.05.2024 06:41registriert Oktober 2023
Ich hoffe schwer, dass dieses inakzeptable Verhalten für diese Militanten strafrechtliche Konsequenzen hat.
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cucumberworld
15.05.2024 07:01registriert September 2019
Dennoch hat das die UniBe zu lange toleriert. Die ETH hat zum Glück (viel) schneller durchgegriffen und sofort die Polizei geholt.
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Demetria
15.05.2024 06:08registriert März 2020
Phu, gut gemacht. Von allen Besetzungen war diese hier die Übelste.

Aber immerhin hat sie nun auch dem letzten naiven Löffel klar gemacht, dass es hier nicht um politische Kritik an Israels Offensive geht, sondern um die ganz persönliche Einschüchterung und Machtdemonstration gegen jüdische Studenten.

Das Hauptgebäude nicht mal mit dem Hintern angucken und direkt vor der Judaistik aufmarschieren ist schon ein Level an Primitivität, dass man mal bieten muss.

Da kann niemand mehr sagen, es ging es um politische Forderungen. Hoffentlich bekommen die Hetzer harte Strafen und Landesverweise.
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