Gibt es noch Tickets? Gibt es noch (bezahlbare) Hotelzimmer? Und bebt auch in Zürich die Erde? Fragen über Fragen zum Konzerthighlight des Jahres in Zürich. Die wichtigsten dazu beantworten wir dir hier.
Die kurze Antwort: nein. Offiziell gibt es keine Tickets mehr, auf der Webseite von Ticketcorner ist der Zugang zum Vorkauf bereits im Juni 2023 (!) geschlossen worden. Und auch wer sich noch rechtzeitig für den Vorverkauf registrieren konnte und einen Zugangscode erhielt, musste am Ende um die Tickets zittern. Denn eine Auserkorung für den Vorverkauf war noch lange keine Garantie für Tickets, wie die Erfahrung unseres Autors Patrick Toggweiler gezeigt hat (Spoiler: Er hat es dann doch noch geschafft):
Die einzige Möglichkeit, über den offiziellen Anbieter noch an Tickets zu kommen, ist via Ticketalarm auf Ticketcorner. Allerdings wäre bei einer allfälligen Verfügbarkeit (was momentan unwahrscheinlich ist) der Kauf ohne Code nicht möglich. Und einen Code hat man nur bekommen, wenn man sich rechtzeitig für den Vorkauf angemeldet hat.
Ticketcorner verweist allerdings noch auf das offizielle Weiterverkaufs-Portal fansale.ch. Aber auch dort sind Stand Freitagmittag keine Tickets mehr verfügbar.
Via den offiziellen Verkaufskanälen wird es also schwierig, noch an Tickets zu kommen. Aber wie sieht es mit Sekundäranbietern aus?
Wer «Tickets Taylor Swift» googelt, bekommt zuoberst als Erstes eine Anzeige von Viagogo angezeigt. Klickt man drauf, sind tatsächlich noch vereinzelt Tickets zu bekommen. Die Preise sind allerdings happig, das günstigste Ticket wird momentan für 573 Franken angeboten – notabene ein Stehplatz.
Jetzt kommt allerdings das grosse Aber. Denn Viagogo kann nicht als zuverlässiger Anbieter angesehen werden. In den letzten Jahren stand der Sekundäranbieter immer wieder in der Kritik. Ein Kauf über die Plattform ist also mit einem gewissen Risiko verbunden und wird von Experten nicht empfohlen. Dies gilt auch für andere Sekundäranbieter wie Gigsberg oder Seatsnet. Auf diesen Portalen gilt also: Kaufen auf eigenen Gefahr.
Wer sich zu den glücklichen Besitzerinnen und Besitzern eines Tickets zählen darf, muss aber noch einiges beachten:
Auch bei den Unterkünften wird das Angebot langsam aber sicher knapp. Zürcher Hotels sind an diesen beiden Tagen praktisch ausgebucht, der Campingplatz in Wollishofen ist komplett voll, auch die Jugendherberge verzeichnet eine enorme Anfrage. Für die wenig verbliebenen Angebote muss eine stolze Summe hingeblättert werden.
Denn der Ansturm hat Auswirkungen auf die Preise. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, wollen auch vermehrt private Vermieter vom Taylor-Swift-Hype profitieren – Wohnungen und Zimmer werden zum Teil für horrende Summen auf Plattformen wie Booking.com angeboten.
Und gemäss ArgoviaToday ist der Effekt bis in den Aargau spürbar. Auch bei Hotels in Baden oder Spreitenbach würde man die hohe Nachfrage spüren. Weniger angespannt sei die Lage in Aarau, dort gäbe es noch keinen Kapazitäten-Engpass.
Wer also noch kein Hotel gebucht hat, muss entweder tief ins Portemonnaie greifen oder einen etwas weiteren Weg auf sich nehmen.
«Swifties», wie die Fans von Taylor Swift auch genannt werden, sind dafür bekannt, bereits Tage (zum Teil schon Monate) vor dem Konzert vor der Location auszuharren, um die besten Plätze zu ergattern. In Buenos Aires zum Beispiel campierten einige Fans bereits fünf Monate vor dem Konzert in Zelten. Aber Achtung: Dies ist in Zürich nicht erlaubt, auch das Anstehen beim Stadion Letzigrund an den Konzerttagen vor 10 Uhr morgens ist verboten.
Zudem wichtig: Fans, die kein Ticket ergattern konnten, dürfen nicht einfach vor dem Stadion das Konzert mitverfolgen. Die Polizei wird rund um den Letzigrund Strassensperrungen einrichten. Nur wer ein gültiges Ticket hat, kommt demnach zum Stadion.
Bei ihren Konzerten in Edinburgh hat der US-Popstar im wahrsten Sinne des Wortes die Erde beben lassen. Damals gab die britische Erdbebenbehörde BGS bekannt, dass die jeweils gut 200'000 Fans so starke Erschütterungen erzeugten, dass diese noch sechs Kilometer entfernt messbar gewesen seien – das Phänomen wurde als «Swift-Quake» bekannt.
Wobei das keine Erdbeben im eigentlichen Sinne seien, sondern lediglich Erschütterungen, wie Florian Haslinger vom Schweizerischen Erdbebendienst gegenüber dem Bund sagt.
Die Frage ist nun natürlich: Wird ein «Swift-Quake» auch in Zürich zu spüren sein? Um dies zu messen, wurden zwei Messstationen in zwei bis drei Kilometer Entfernung zum Stadion installiert. «Wir gehen davon aus, dass wir die Konzerte auf diesen Stationen sehen werden», sagt der Seismologe.
Aber: Die Erschütterung würden für Menschen in Zürich wohl kaum spürbar sein, sondern nur im Stadion selbst: «Eventuell noch in geringer Entfernung bis zu 100 Meter», so Haslinger.
Die Zeiten für die beiden Konzerte am 9. und 10. Juli sehen wie folgt aus:
*Early Entry gilt nur für Besitzerinnen und Besitzers der VIP-Packages «Ready for it» oder «We Never Go Out Of Style».
Die Veranstalter raten dringend, frühzeitig anzureisen – und zwar mit dem ÖV. Die SBB bieten Extrazüge an, auf Zürcher Stadtgebiet verkehren zudem Extratrams und Extrabusse vom Zürcher Hauptbahnhof zum Stadion und zurück.
(ome mit Material der SDA)