Restaurant-Brand mit Vermissten und Verletzten in Thusis GR: Was bislang bekannt ist
Was ist passiert?
In der Nacht auf Freitag ist in einem Restaurant mit Wohnungen in der Gemeinde Thusis ein Brand ausgebrochen. Dabei stürzte das Treppenhaus ein. Beim Vorfall wurden acht Personen verletzt, zwei von ihnen schwer. Sie wurden von Teams der Rettungen Mittelbünden, Chur, Schiers und Surselva sowie einer Rega-Crew notfallmedizinisch behandelt und in die Spitäler in Chur, Thusis, Ilanz und Zürich gebracht.
Insgesamt 14 Personen konnten das brennende Gebäude laut der Polizei verlassen. Für die Betreuung von Betroffenen, Angehörigen und Einsatzkräften stand das Careteam Grischun mit vier Personen im Einsatz.
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im zweiten von drei Stöcken des Gebäudes aus. Die Meldung ging bei der Polizei kurz nach Mitternacht ein.
Warum sind Personen vermisst?
Die Polizei vermeldete zunächst, dass fünf Personen vermisst seien. Später präzisierte Anita Senti, Sprecherin der Kantonspolizei Graubünden, gegenüber der «Südostschweiz» die Meldung. So sei derzeit noch unklar, ob sich die Vermissten zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude aufhielten oder nicht.
In dem Gebäude hätten vorwiegend Einzelpersonen aus verschiedenen Nationen in kleinen Studios gewohnt, sagte die Sprecherin im Gespräch mit Keystone-SDA. Weitere Angaben machte sie zu den Personen nicht.
Was weiss man zur Ursache?
Bislang kaum etwas, die Polizei machte bis Freitagmorgen keine Angaben. Ein Zusammenhang zu den Gewittern in der Nacht zuvor scheint unwahrscheinlich.
Wie geht es nun weiter?
Wie eine Sprecherin der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage von Keystone-SDA sagte, dauern die Arbeiten am Freitagmorgen an. Schon das Öffnen war umständlich, weil nach dem Einsturz des Treppenhauses das Dach zunächst abgetragen werden musste. Insgesamt rückten bislang knapp 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Cazis, Oberer Heinzenberg, Ems Chemie und Albula aus, um den Brand zu löschen. Im Laufe des Freitags war nur noch ein kleiner Teil davon im Einsatz.
Die Polizei rechnet mit mehreren Tagen, bis der Polizei weitere Erkenntnisse vorliegen. Das Haus muss nun Schicht für Schicht abgetragen werden, um nach den Vermissten zu suchen. Würden menschliche Überreste gefunden, müssten zunächst DNA-Proben genommen und anschliessend abgeglichen werden.
Bis dahin wird das Gebäude gesichert. Für die unverletzten Personen stellte die Gemeinde Unterkünfte und Verpflegung bereit.
(dab/sda)
