Schweiz
Romandie

Jorat wird zweiter Naturerlebnispark der Schweiz

Das Waldgebiet Jorat ist das grösste zusammenhängende Waldgebiet im Schweizer Mittelland. (Archivbild)
Das Waldgebiet Jorat ist das grösste zusammenhängende Waldgebiet im Schweizer Mittelland. (Archivbild)Bild: keystone

Jorat wird zweiter Naturerlebnispark der Schweiz

Die Schweiz besitzt einen zweiten Naturerlebnispark. Das Waadtländer Waldgebiet Jorat wurde als Parkgebiet von nationaler Bedeutung anerkannt.
02.07.2021, 20:3002.07.2021, 20:30

Der Bund hat nach dem Sihlwald bei Zürich nun auch die Region Jorat im Kanton Waadt gehört nun für die kommenden zehn Jahre zum Netzwerk Schweizer Pärke, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Freitag mitteilte. Der zwischen Lausanne und Moudon gelegene Jorat ist mit 7000 Hektaren das grösste zusammenhängende Waldgebiet im Schweizer Mittelland. Rund eine Million Spaziergängerinnen und Spaziergänger besuchen die Gegend jährlich.

Sein Name stammt vom keltischen Wort «jor» was soviel bedeutet wie Wald – der gleiche Ursprung also wie der Jura. In den Wäldern gibt es viele Bäche, Feuchtgebiete und Sümpfe. Die Gegend ist geprägt durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit einer grossen Artenvielfalt.

Das bewaldete Hochland ist Lebensraum für zahlreiche grosse Säugetiere wie Wildschwein, Rehe und Luchs, seltene Amphibien und viele Vogelarten. Wegen der Nähe zu Stadt Lausanne besuchen jährlich rund eine Million Spaziergänger das Gebiet.

Der Park geht auf eine private Initiative zurück. Er erhält nun für die kommenden zehn Jahre das Parklabel, das zu Finanzhilfen des Bundes berechtigt. Neben den beiden Naturerlebnispärken gibt es in der Schweiz 16 regionale Naturpärke sowie den Schweizerischen Nationalpark in Graubünden. Gemeinsam bilden sie das «Netzwerk Schweizer Pärke». (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Verlassene Tennisplätze oder wenn die Natur gewinnt
1 / 33
Verlassene Tennisplätze oder wenn die Natur gewinnt
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Drama um einen abgeschossenen Wolf: Röstis Departement pfeift Christophe Darbellay zurück
Das Bundesamt für Umwelt legt Beschwerde ein gegen eine Abschussbewilligung im Wallis. Die Reaktion fällt harsch aus.
Die in der Schweiz emotional geführte Wolfsdebatte ist um ein abstruses Kapitel reicher. Am 3. Mai erlegten Wildhüter in Staldenried einen Wolf. Rund eine Woche zuvor hatte der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay diesen zum Abschuss freigegeben. Jetzt wird dieser Fall zum Politikum: Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat bei der Walliser Regierung Beschwerde eingelegt, wie das Bundesamt online vermeldet.
Zur Story