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Erdbeben der Stärke 4.1 «erschüttert» Genf

Erdbeben der Stärke 4.1 «erschüttert» Region Genf

28.05.2019, 11:3028.05.2019, 15:29

Ein Erdbeben hat am Dienstagmorgen Anwohner in der Genferseeregion erschreckt. Das Epizentrum lag im benachbarten Frankreich. In der Schweiz gab es keine Schäden.

Die Erschütterung um 10.48 Uhr hatte nach Angaben des Schweizerischen Erdbebendienstes der ETH Zürich (SED) eine Stärke von 4,1 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag in der Nähe der französischen Gemeinde Novel in den Savoyer Voralpen, nur 15 Kilometer südwestlich von Montreux VD entfernt.

In Montreux erhielt die Polizei einige Anrufe von besorgten Anwohnern. Aber es wurden keine Schäden gemeldet, wie die Polizei der Region Riviera gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Kleinere Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums vereinzelt möglich. Die Erschütterungen dürften laut dem SED in weiten Teilen der Schweiz verspürt worden sein.

Die meisten Erdbeben sind nicht spürbar

In der Schweiz kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. Für das laufende Jahr zählte der SED bislang rund 500 Erdstösse. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Beben mit Magnituden ab etwa 2,5.

Insgesamt liegt die Erdbebengefährdung der Schweiz im europäischen Vergleich auf mittlerem Niveau. Starke Erdbeben bis zu einer Magnitude 7 sind möglich, aber deutlich seltener als in hoch gefährdeten Gebieten wie Italien oder der Türkei.

Das Wallis ist die Region mit der höchsten Gefährdung, gefolgt von Basel, Graubünden, dem St. Galler Rheintal, der Zentralschweiz und der übrigen Schweiz.

Seit dem 13. Jahrhundert haben sich gemäss dem Bundesamt für Umwelt in der Schweiz zwölf dokumentierte Erdbeben mit grossen Schäden ereignet. Historische Beispiele sind die Erdbebenserie im Kanton Obwalden 1964 (Magnitude 5,3), das Erdbeben von Siders 1946 (Magnitude 5,8) und das Erdbeben von Basel 1356 (Magnitude 6,6). (aeg/sda)

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