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Der ehemalige russische Schachweltmeister Anatoli Karpow (links) zusammen mit FDP-Ständerat Filippo Lombardi (rechts) im Bundeshaus.
Der ehemalige russische Schachweltmeister Anatoli Karpow (links) zusammen mit FDP-Ständerat Filippo Lombardi (rechts) im Bundeshaus.Bild: KEYSTONE
Trotz Ukrainekrise

Kritik am Schachduell zwischen Schweizer und russischen Parlamentariern

18.06.2014, 16:2918.06.2014, 16:40

Heute werden sich sechs Schweizer und sechs russische Parlamentarier im Schach duellieren. Die Zusammenstellung der Teams ist hochkarätig: Mehrere Schweizer Politiker, darunter SP-Präsident Christian Levrat und der freisinnige Ständerat Hans Altherr, werden gegen den ehemaligen Russischen Schachweltmeister Anatoli Karpow antreten. 

Zusammen mit Karpow, der heute Mitglied im russischen Parlament ist, werden fünf weitere russische Politiker gegen die Schweizer antreten. Gespielt werden 36 Blitzschach-Spiele.

Zu diesem Spiel eingeladen hat der Tessiner FDP-Ständerat Filippo Lombardi. Er lernte Karpow bei einer seiner vielen Auslandsreise kennen, die er 2013 im Rahmen seines Ständeratspräsidiums tätigte. Das Spiel ist Teil der Feierlichkeiten zum 200-Jahr-Jubliäum der diplomatischen Beziehungen zwischen Bern und Moskau.

Massive Kritik von Aussenpolitikern

Der Anlass stösst jedoch auf teilweise heftige Kritik. SP-Nationalrat Carlo Sommaruga, Präsident der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrates, bezeichnete das Treffen gegenüber der NZZ als «eine Schande». CVP-Nationalrätin Kathy Ricklin, ebenfalls Mitglied der APK, empfindet das Turnier als «eher heikel». Beide forderten die Schweizer Vertretung auf, die Krise zwischen der Ukraine und Russland zu thematisieren.

Lombardi selbst beschrieb das Duell als «Beitrag zum Dialog». Offizielle politische Gespräche seien jedoch nicht geplant. «Manchmal kann aber aus informellen Diskussionen etwas entstehen, das nützlich ist», so Lombardi gegenüber der NZZ.

Klar ist jedoch, dass es beim Schachspiel alleine nicht bleiben wird. Heute um 19 Uhr wird es zwischen den russischen und Schweizer Politikern im Berner Nobelrestaurant «Bellevue» ein Abendessen geben. (pma)

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