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ZUR MK DER SBB ZUM FAHRPLANWECHSEL 2015 STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 26. MAI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERGFUEGUNG - Im Zusammenhang mit der Durchmesserlinie muss im Bahnhof Oerlikon ein neues, zusaetzliches Gleis gebaut werden. Aufgenommen am 5. Maerz 2015 (KEYSTONE/Markus Widmer)

Baustelle der Durchmesserlinie am Bahnhof Oerlikon. Bild: Markus Widmer

Auf dem Abstellgleis gelandet: SBB verfehlen Ziele des Bundes

Die Schweizer Bundesbahnen haben nur fünf der 15 vom Bund vorgegebenen Ziele erreicht – darunter jene, welche die Sicherheit betreffen. Nachholbedarf besteht bei Produktivität und Qualität.



Die Liste an Kritikpunkten im Jahresbericht zur Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB, der der «Sonntagszeitung» und der «NZZ am Sonntag» vorliegt, ist lang:

Die Vereinbarung zwischen Bund und SBB garantiert den Bundesbahnen für Betrieb und Unterhalt zwischen 2013 und 2016 total 6,6 Milliarden Franken, verbunden mit einem detaillierten Pflichtenheft sowie 15 zu erreichenden Zielen. 

Von diesen Vorgaben haben die SBB 2014 nur fünf erreicht, darunter jene, welche die Sicherheit betreffen. Bei den Zusammenstössen erzielten sie mit nur einem Vorfall gar das beste Resultat seit Messbeginn. 

Im langjährigen Vergleich deutlich Kosten gesenkt

Schlecht fiel die Bilanz hingegen punkto Qualität und Netzverfügbarkeit aus, und auch bei der Produktivität blieben die SBB hinter den Erwartungen zurück. Sowohl Betrieb als auch Unterhalt waren teurer als vorgegeben. 

Die Bilanz sehe zwar auf den ersten Blick nicht berauschend aus, sagt SBB-Infrastrukturchef Philippe Gauderon. «Das bedeutet aber nicht, dass wir schlecht gearbeitet haben.» Er verweist darauf, dass die SBB im langjährigen Vergleich deutlich Kosten gesenkt hätten. 

Zudem stammten die Ziele aus einer Zeit, als man noch nicht gewusst habe, wie gross der Nachholbedarf beim Schienennetz sei und wie schleppend sich das Volumen im Güterverkehr entwickle, sagt Gauderon. Die SBB wollten die Ziele darum in der Zwischenzeit anpassen, was das Bundesamt für Verkehr (BAV) indes ablehnte. (dwi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • reputationsprofi 17.08.2015 07:57
    Highlight Highlight Wow, fünf von fünfzehn Zielen ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Nur ein Drittel der Ziele erreicht... würde das in der freien Marktwirtschaft auch gehen? Nicht unbedingt förderlich für die längerfristige Reputation und das Vertrauen in dieses Unternehmen. Trotz guter Krisenkommunikation.
  • Herr Noergler 16.08.2015 12:38
    Highlight Highlight Und trotzdem wird der Meyer auch im kommenden Jahr wieder mehr Kohle bekommen.
  • The Host 16.08.2015 11:35
    Highlight Highlight Also die ersten vier aufgeführten Kritikpunkte kann mann zu mindestens zwei zusammenfassen, was den Aufruhr ein wenig entschärfen sollte.
    Was ich als Kunde aber wirklich haarsträubend finde, ist die Informatik der SBB. Auf der Internet-Seite kann man z. Bsp. kaum Tickets ins Ausland buchen oder auch nur den Preis nachschauen. Oder, und das betrifft nicht nur die SBB, die Bedienung der Automaten ist alles andere als Userfreundlich. Eher schon weltfremd und föllig am Kunden vorbei entwickelt. Für ein Unternehmen dieser grösse erachte ich eine solche Leistungen als miserabel bis peinlich.
    • jk8 16.08.2015 12:00
      Highlight Highlight Ich weiss nicht warum du die Automaten nicht bedienen kannst. Vorallem für Einzelbillette ist der Automat total logisch aufgebaut, ich habe auf jeden Fall nch nie einen einfacher zu bedienenden Automaten im bei einer anderen Verkersgesellschaft angetroffen.
      Und betreffend Ausland: Bei sbb.ch kann man sogar mehr Billette kaufen als am Schalter!
    • The Host 16.08.2015 13:21
      Highlight Highlight @jk8: Ich habe nicht gesagt, dass ich die Automaten der SBB nicht bedienen kann, sondern, dass ich allegemein die Automaten der ÖV als nicht bedienerfreundlich betrachte. Ich denke hier auch an Touristen, und spreche Eigenheiten wie die Via-Wahl an, welche Fachwissen benötigt, das von einem Kunden nicht erwartet werden kann.

      Wenn am Schalter noch weniger Auslandbillette erhältlich sind, als im Netz, dann ist dies für mich kein Pro-SBB-Argument. Oder habe ich das falsch interpretiert?
    • jk8 16.08.2015 14:36
      Highlight Highlight Sind kaum Tickets via internet erhältlich ist das schlecht, sind viele erhältlich ist man auch nicht zufrieden. Man kanns niemandem recht machen...
  • 7immi 16.08.2015 11:14
    Highlight Highlight zuerst mal vorweg: die sbb sind top und und gehören punkto krisenmanagement und organisation zu den absoluten vorzeigefirmen der schweiz. vielen dank auch allen lokführerInnen für die geleistete arbeit ungeachtet der tageszeit und wochentages. danke.
    nun zur kritik, der vor allem das kader betrifft. ich lese immer wieder sparen und sicherheit. nun, auch hier gilt, wie vielerorts, you get what you pay for. was heute gespart wird, wird sich rächen. nicht heute oder morgen, sondern in zwei, drei, zehn, zwanzig jahren. doch bis dann sind die sparfüchse ausgewechselt und befördert worden und niemand übernimmt die konsequenzen. hier entscheiden kaufleute über dinge, die früher ingenieure entschieden haben. aus sparmassnahmen, versteht sich.
    auch beim lokpersonal wird gespart. so fahren ab dem fahrplanwechsel im dezember immer mehr lokführer mehr als vier stunden im gleichen zug. ohne pause. vier stunden 100% konzentration gibt es nicht. auch hier wird die quittung unweigerlich kommen...
    last but not least: die aufteilung. weshalb musste die sbb sich aufteilen? wo ist der sinn, wenn die infrastruktur, der güterverkehr und der personenverkehr für sich schauen? schlussendlich ziehen doch alle am selben strick und sitzen im selben boot. so wird einzig die verwaltung komplexer und jeder schaut nur für sich. auch die vielen chefs könnte man reduzieren. was sollen die lokführer mit 10 chefs lokpersonal, die inkompetent sind, wenn stattdessen ein guter zweckmässig wäre?
    ich hoffe, ich liege komplett falsch mit meinen aussagen. ansonsten könnte sich das ganze mal rächen. mit oder ohne personenschaden...
  • Kronrod 16.08.2015 09:01
    Highlight Highlight Das entspricht meiner Erfahrung. Ausfälle von Zügen, Schiffen und Trams scheinen sich zu häufen. Ich fahre wenn immer möglich Velo und wenn ich auf längere Distanzen pünktlich sein muss Auto.
    • Schriibi 16.08.2015 10:06
      Highlight Highlight Im Bericht geht es um die SBB. Meines Wissens betreibt die SBB keine eigenen Buslinien und Schiffe...

      Sonst an und für sich ein guter, sachlicher Bericht. Ich bin mir sicher, dass andere Medien diese Nachricht auf eine andere Weise publizieren. Toll, dass Watson nicht auf denn SBB-Bashing-Zug (achtung Wortspiel) aufspringt.

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