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ZUR MK DER SBB ZUM FAHRPLANWECHSEL 2015 STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 26. MAI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERGFUEGUNG -  An InterRegio train to Geneva Airport enters the train station in Lausanne, Switzerland, pictured on October 15, 2012. (KEYSTONE/Yannick Bailly)

Un train, InterRegio, (IR), entre en gare de Lausanne a destination de Geneve-Aeroport, ce lundi 15 octobre 2012 en gare de Lausanne. Les Chemins de Fer Federaux (CFF ) presentent l'horaire pour l'annee 2013, le jeudi 8 novembre a Lausanne. (KEYSTONE/Yannick Bailly)

Verkürzte Wartezeiten wirken sich auf das gesamte Netz aus.
Bild: KEYSTONE

Warten wir in Zukunft weniger lang auf Anschlusszüge? SBB startet Pilotprojekt



Die SBB will, dass ihre Züge pünktlicher fahren. In einem Pilotprojekt testet sie zurzeit, ob Passagiere rechtzeitiger ankommen, wenn Züge weniger lang auf verspätete Anschlusszüge warten müssen.

Das Pilotprojekt begann Mitte Oktober und soll bis Mitte Dezember dauern. In den Test einbezogen wird das Dreieck Bern-Basel-Zürich. SBB-Sprecherin Franziska Frey bestätigte einen Bericht der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Praxistest

Untersuchungen hätten gezeigt, dass verkürzte Wartezeiten auf einzelne Anschlusszüge die Pünktlichkeit im ganzen Netz steigerten, sagte Frey. In der Praxis getestet wird dies nun an Wochentagen zwischen Betriebsbeginn und kurz vor 20 Uhr. «Betroffen sind sämtliche Züge, die in diesem Knoten verkehren», sagt Frey.

ALS VORSCHAU ZUM ERSATZ DES SBB-GENERALANZEIGERS DURCH EINE LED-ANZEIGE IM ZUERCHER HAUPTBAHNHOF, WELCHER HEUTE NACHT ERFOLGT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 19. OKTOBER 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Die mechanische Fallblattanzeige umgeben von Reisenden am Hauptbahnhof in Zuerich aufgenommen am 13. Oktober  2015. Die mechanische Anzeigetafel wird in der Nacht vom 19./20. Oktober 2015 im Zuercher Hauptbahnhof demontiert und durch LED-Technologie ersetzt. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Künftig könnte weniger lang auf Anschlusszüge gewartet werden.
Bild: KEYSTONE

Nach Angaben der Sprecherin wird das Projekt laufend überwacht und ausgewertet. Bringe es die gewünschte Wirkung nicht, werde es unverzüglich abgebrochen, sagte Frey. Fahren die Züge im Pilotprojekt dagegen pünktlicher, will die SBB 2016 definieren, wie lange künftig noch auf Anschlusszüge gewartet werden muss.

Muss ein Zug auf einen Anschluss warten, profitieren laut Frey oft nur relativ wenige Passagiere von der Möglichkeit, doch noch umsteigen und gleich weiterfahren zu können. «Doch für die vielen Reisenden, die schon im wartenden Zug sitzen, kann diese Wartezeit zu Folgeverspätungen und Anschlussbrüchen führen.»

Kein Verständnis bei Pro Bahn

Kein Verständnis für das Pilotprojekt hat Pro Bahn. Reisende in verspäteten Anschlusszügen bildeten zwar eine Minderheit, schrieb die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs. Doch das Problem dieser Passagiere habe die SBB verursacht. Die Reisenden dürften dafür nicht bestraft werden.

Mit «Nulltoleranz» bei Wartezeiten werde die Fahrzeit generell um eine halbe Stunde verlängert, schreibt Pro Bahn. Wer einen Termin wahrnehmen wolle, müsse grundsätzlich immer den eine halbe Stunde vorher fahrenden Zug nehmen, um pünktlich einzutreffen. Pro Bahn plädiert dafür, dass Fernverkehrszüge wie heute wenige Minuten auf verspätete Züge warten müssen. (sda)

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